Bruststraffung – Alles was du über eine Mastopexie wissen solltest

Sich in seinem Körper wohlzufühlen und eine positive Haltung nach außen auszustrahlen, trägt maßgeblich dazu bei, wie wir als Menschen wahrgenommen werden. Dazu zählt nicht nur der gesundheitliche Zustand des Körpers selbst, sondern auch das Wohlbefinden in der eigenen Haut. Besonders Frauen sehen sich in vielerlei Hinsicht immer wieder auf ein Idealbild hingewiesen, das erfüllt werden sollte.

In Bezug auf eine hängende Brust sind die Konsequenzen daraus häufig das Vermeiden körperbetonter Kleidung, eine gekrümmte Körperhaltung oder sogar das Meiden gesellschaftlicher Situationen. Dabei führt nicht nur der natürliche Alterungsprozess mit dem Verlust von Spannkraft und Elastizität in der Haut, sondern auch das Stillen im Zusammenhang mit einer Geburt oder auch eine massivere Gewichtsabnahme dazu, dass das Bindegewebe stark beansprucht wird und Spuren auf der Haut hinterlässt.

Gesundheitliche Schäden stehen zwar nicht in direktem Zusammenhang, jedoch leiden Frauen häufig unter der psychischen Belastung beim Blick in den Spiegel. Die häufigsten Gründe für das Entstehen einer sogenannten „Hängebrust“ sind:

  • eine erschlaffte Brust durch die Verminderung des Drüsenkörpers nach der Schwangerschaft
  • Veränderungen des Brustgewebes nach dem Abstillen
  • Massiver Gewichtsverlust nach einer Diät
  • Altersbedingtes erschlafftes Bindegewebe

Viele Frauen entscheiden sich heutzutage dazu, der Natur nachzuhelfen und die perfekte Form wiederzuerlangen, um sich selbst wieder mit dem eigenen Körper akzeptieren zu können.

Was du zu einer Bruststraffung, der Mastopexie, wissen musst, erklären wir dir in diesem Beitrag.

Welche Vorbereitungen gibt es bei einer Bruststraffung zu berücksichtigen?

Um den Eingriff einer Bruststraffung professionell durchführen lassen zu können, musst du dir zuvor bei deinem Hausarzt ein kleines Blutbild erstellen lassen, um den allgemeinen gesundheitlichen Zustand abzuklären. Darüber hinaus besteht die Notwendigkeit einer Mammografie, um mögliche weitere gesundheitliche Informationen an der Brust festzustellen bzw. ausschließen zu können.

Über diese medizinischen Maßnahmen hinaus solltest du ungefähr zwei Wochen vor der Operation keine Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure einnehmen, da deren blutverdünnende Wirkung gefährlich für den operativen Eingriff und die Wundheilung sein können. Auch die Einnahme von Hormonpräparaten, Alkohol und Nikotin gilt es vorab zu vermeiden.

Weitere wichtige Grundvoraussetzung für den Eingriff ist die Tatsache, dass die Patientin ihr Körperwachstum abgeschlossen hat und auch die Brüste voll entwickelt sind.

Wie ist der Ablauf einer Bruststraffung?

Nach einem ausführlichen Gespräch als Erstberatung mit der von dir ausgewählten Klinik, zum Beispiel von Dr. med. Patrick Bauer – Brustchirurg aus München, wird der Arzt oder die Ärztin eine für dich geeignete Operationstechnik auswählen. Diese ist von den Faktoren deines Körpers, also der Anatomie, deiner Brustgröße und der derzeitigen Form abhängig. Innerhalb deines Erstgesprächs besteht die Möglichkeit, sämtliche Fragen zu klären und deine persönlichen Wünsche für das Ergebnis zu äußern, denn der Eingriff wird die Brust der Patientin dauerhaft verändern. Die Voruntersuchungen mit kleinem Blutbild sowie dem Ergebnis der Mammografie werden bei der Untersuchung ebenfalls berücksichtigt.

Während du bei der Operation für ungefähr zwei bis drei Stunden in eine Vollnarkose versetzt wirst, entfernt das Chirurgenteam überschüssige Haut und setzt je nach Absprache ein Implantat ein, nimmt einen Implantat-Wechsel vor oder verkleinert die gesamte Brust. Hauptaufgabe eines Chirurgen ist die Neuformung der Brust samt Positionierung der Brustwarze nach oben. Dabei wird die Brustwarze in der Regel zusammen mit Nerven und Blutgefäßen versetzt, um die Sensibilität aufrecht zu erhalten.

Nach erfolgreicher Durchführung der Bruststraffung wirst du weitere ein bis zwei Nächte stationär in der Klinik aufgenommen. Im Anschluss solltest du weitere zwei bis fünf Tage auf Aktivitäten verzichten, um den Heilprozess durch Ruhe zu beschleunigen.

Um die Operationswunde und die Brust nach der Operation zu schützen, wird ein Verband angelegt und dir ein spezieller Stütz-BH ausgehändigt bzw. gleich bei der OP angezogen. Diesen solltest du während des Heilprozesses lediglich zum Duschen ablegen. Am Tag nach der Operation werden die verwendeten Drainagen entfernt. Weitere Fäden verbleiben weitere fünf Tage, um den Prozess der Narbenbildung zu unterstützen.

Nach spätestens vierzehn Tagen solltest du im Regelfall wieder in der Lage sein, deinen alltäglichen Tätigkeiten nachzugehen. Lediglich sportliche Verausgabungen solltest du bis ungefähr sechs Wochen nach Durchführung der Operation vollständig unterlassen, um den Heilungsprozess der Brust nicht zu gefährden.

Welche Operations-Techniken gibt es?

Der zuständige Chirurg bzw. die zuständige Chirurgin wird eine für dich ideale Methodik zur Straffung auswählen. Hierbei stehen mehrere Techniken zur Verfügung, wobei die folgenden drei die verbreitetsten sind:

  • Cirkuläre (periareoläre) Straffung
  • Vertikale Straffung (Lejour-Technik)
  • T-Schnitt

Bei der cirkulären Straffung entfernt der behandelnde Chirurg eine ringförmige Hautpartie um die Brustwarze herum. Diese Behandlung wird meist bei nicht so großem Hautüberschuss gewählt.

Bei der vertikalen Straffung hingegen wird ein überschüssiger Teil der Haut unter der Brustwarze entfernt und wird eher bei Patientinnen genutzt, die einen höheren Anteil überschüssiger Haut vorweisen. Die Haut unter der Brustwarze wird im Anschluss zusammengezogen und die Falten glätten sich im Rahmen des Heilungsprozesses automatisch entlang der Narbe.

Beim sogenannten T-Schnitt wird ähnlich wie bei der vertikalen Straffung vorgegangen und ein horizontaler Schnitt in der Unterbrustfalte gesetzt. Der Heilprozess findet also in einer umgekehrten T-Form statt und ist für mittleren bis großen Hautüberschuss geeignet.

Wie viel kostet eine Bruststraffung?

Zunächst muss bei einer Bruststraffung die Art der Operationstechnik berücksichtigt werden. Beispielsweise ist es möglich, lediglich überschüssige Haut zu entfernen und die Brust wieder in Form zu bringen. Einige Frauen entscheiden sich im Zuge einer Bruststraffung aber auch gleich für eine Kombination mit einer Brustvergrößerung oder -verkleinerung. Je nach Auswahl können die Kosten für eine Bruststraffung also durchaus variieren, beginnen in der Regel allerdings ab einer Summe von ungefähr 5.000 Euro. Hinzu können weitere Kosten wie die Narkose und Übernachtungskosten in der Klinik kommen. Die Erstberatung durch einen Facharzt sowie alle Behandlungs-, Kontroll- und Nachsorgetermine sind in dieser Summe allerdings enthalten.

Auch ein Finanzierungsmodell ist in den meisten Fällen erhältlich. Die Gesamtkosten musst du in diesem Fall also nicht einmalig zahlen, sondern du kannst sie in zuvor festgelegten Monatsraten begleichen.

Wird eine Bruststraffung von der Krankenkasse bezahlt?

Im Allgemeinen wird der Eingriff einer Bruststraffung nicht von den gängigen Krankenkassen übernommen, da es sich um einen schönheitsbedingten Eingriff handelt, der keinerlei gesundheitliche Hintergründe vorweist. Da in einigen Fällen aber auch physische Beschwerden mit der Hängebrust einhergehen, kann im Einzelfall eine medizinische Notwendigkeit für den Eingriff festgestellt und damit die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden.

Wie lange hält eine Bruststraffung an?

Je nachdem, welche Operationstechnik bei der Bruststraffung eingesetzt wird, kann lediglich überschüssige Haut entfernt oder ein Brustimplantat eingesetzt werden. Im ersten Fall kann man davon ausgehen, dass das Ergebnis für viele Jahre anhält. Auch bei dem Einsatz von Implantaten kann man aufgrund langjähriger Beobachtungen mittlerweile davon ausgehen, dass die Implantate, die bei einer Bruststraffung eingesetzt werden, nicht ausgetauscht werden müssen und damit ein Leben lang halten.

In beiden Fällen besteht allerdings die Möglichkeit, dass sich der fortschreitende Alterungsprozess oder weitere Gewichtsveränderungen auf das Aussehen der Brust auswirken.

Wie lange ist die Erholungszeit nach der Operation?

In der Regel bleibst du nach der Operation für zwei Tage in der Klinik oder begibst dich auf eigenen Wunsch zur Erholung nach Hause. Je nach Befinden ist es denkbar, nach ungefähr zwei Tagen die ersten gesellschaftlichen Tätigkeiten vorzunehmen. Dies ist allerdings im Einzelfall dringend mit dem zuständigen Arzt abzuklären.

Nach ungefähr sieben bis vierzehn Tagen nach dem Eingriff solltest du dann wieder in der Lage sein, vollständig in den Berufsalltag zurückzukehren.

Wie lange darf man nach einer Bruststraffung keinen Sport machen?

Je nach Heilprozess sind sportliche Tätigkeiten bis ungefähr sechs Wochen nach dem Eingriff einzuschränken, um den Heilungsprozess der Brust nicht unnötig zu gefährden. Du solltest dich unbedingt so lange schonen, bis du dich in der Lage fühlst, wieder sportliche Aktivitäten vorzunehmen. Auch die Bewegungen des Oberkörpers samt den Armen solltest du anfangs mit Vorsicht durchführen, damit die Wunden der Operation gut verheilen können.

Wie gefährlich ist eine Bruststraffung?

Wie jede andere Operation unter einer Vollnarkose unterliegt auch die Bruststraffung einem gewissen Risiko. Durch die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen chirurgischen Team können die Risiken allerdings deutlich minimiert werden.

Allgemeine Risiken des Eingriffs können sein:

  • Entstehung von Blutergüssen und Blutungen
  • Infektionen der Wunde
  • Entstehung von Blutgerinnseln
  • Allergien auf Betäubungsmittel
  • Entstehung von Taubheitsgefühlen in der Brust
  • Allgemeine Durchblutungsstörungen

Wie schmerzhaft ist eine Bruststraffung?

Da die Bruststraffung selbst unter einer Vollnarkose durchgeführt wird, ist der Eingriff an sich selbstverständlich schmerzfrei. Unmittelbar nach dem Eingriff wird sich die Brust angeschwollen und unangenehm anfühlen. Neben dem Wundschmerz, der nach der Operation auftritt, berichten Patientinnen allerdings von keinen großen Schmerzen und belaufen sich meist auf die ersten fünf Tage nach dem Eingriff. Je nach Wundheilungsprozess treten lediglich Schmerzen an den Narben auf.

Die häufigsten Symptome sind demnach ein Druckgefühl in der Brust, Blutergüsse durch die Operationsschnitte und Schmerzen bei Berührungen. In seltenen Fällen können jedoch auch Durchblutungsstörungen und Wundheilstörungen auftreten. In diesem Fall solltest du unmittelbar medizinische Hilfe hinzuziehen.

Um den Risiken nach einer Operation vorzubeugen, ist es zunächst ratsam sich einer ausgiebigen Regeneration zu unterziehen und den zur Verfügung gestellten Stütz-BH zur Entlastung so lange zu tragen, wie es der Chirurg vorgibt. Weiterhin solltest du bis zur vollständigen Abheilung auf sportliche Aktivitäten verzichten und den Konsum von Alkohol und Nikotin auf ein Minimum reduzieren.

Welche Narben bleiben von einer Bruststraffung?

Direkt nach dem Eingriff werden die Narben des Eingriffs deutlich zu sehen sein. Zunächst sind sie rot sichtbar, verblassen allerdings innerhalb einiger Monate, bis sie sich deinem Hautton anpassen. Den Heilungsprozess kannst du durch die Verwendung von pflegenden Cremes unterstützen. Auch der Einsatz von speziellen Wundpflastern und Druckverbänden begünstigen den Heilprozess und die Rückbildung der Narben. Innerhalb der ersten sechs Monate nach dem Eingriff solltest du darauf achten, die Brust vor Sonnenbestrahlung zu schützen, da sich die Narbe im Zweifelsfall hierdurch verfärben kann. Nach spätestens drei Jahren sind die Narben der Operation weitestgehend nicht mehr sichtbar.

 

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