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Original Fish and Chips Rezept

Heute gibt es etwas typisch Englisches: Fish and Chips! Ich glaube englischer geht es gar nicht. Neben dem Five o’clock Tea, Orangenmarmelade und Scones denke ich bei Fish and Chips sofort an England und sehe mich in einem gemütlichen Pub sitzen und eine Ladung Malt Vinegar über meinen Backfisch träufeln. 

So einfach zauberst du das England-Feeling für die heimische Küche. Das Rezept ist zwar ein wenig aufwändiger, als eben an einem Strassenstand zu hüpfen und sich Fish ’n‘ Chips zu kaufen, aber der Aufwand lohnt sich. Gerade die Pommes Frites aus rohen Kartoffen schmecken hervorragend und stellen jede TK-Beutel-Fritten in den Schatten.

Chips

Zutaten:

400 g mehlig kochende Kartoffeln

Salz und Pfeffer

2014_Fish_and_Chips_HeikeNiemoeller_3Die Kartoffeln schälen und in Stifte schneiden, sie dürfen ruhig ungleichmäßig und grob aussehen. Perfektionismus überlasse ich gerne der Sternegastronomie, ich möchte ehrliches einfaches und super leckeres Essen. Wichtig bei der Zubereitung von frischen Pommes Frites ist, dass sie zwei mal frittiert werden. Das erste Mal bei 120 Grad für 6 bis 10 Minuten (je nach Dicke der Pommes) und das zweite Mal bei 180 Grad für ungefähr 5 Minuten. Beim ersten Frittieren werden die Kartoffen gegart und beim zweiten Mal werden sie außen schön knusprig. Nach jedem Frittiergang sollten sie auf etwas Küchenkrepp abtropfen.

Zum Schluss werden die Chips mit Salz und Pfeffer gewürzt und heiß serviert.

Fish

Zutaten:

400 g Kabeljau

100 g Mehl + 50 g Mehl

2 TL Backpulver

200 ml helles Bier

Salz und Pfeffer

Den Fisch von beiden Seiten salzen und pfeffern und in gefällige Stücke schneiden. Die Stücke sollten nicht allzu klein sein, damit der Fisch nach dem Frittieren noch schön saftig ist.

2014_Fish_and_Chips_HeikeNiemoeller_4

Für den Bierteig 100 g Mehl mit dem Backpulver vermischen und anschließend mit dem Bier zu einem dickflüssigen Teig verrühren.

Das restliche Mehl in einen tiefen Teller geben und die Kabeljaustücke darin wenden. Anschließend werden die Fischstücke im Bierteig versenkt und dann in der Fritteuse bei 180 Grad goldbraun gebacken. Die Fischstücke sollten sich beim frittieren nicht berühren, weil sie sonst aneinander kleben. Also besser nur wenige Stücke auf einmal frittieren.

Die Fischstücke werden dann im Backofen auf 160 Grad Ober-/Unterhitze warm gehalten. Dabei sollten sie auf einem Backblech nebeneinander liegen und keinesfalls übereinander.

Mushy Peas (Erbsenpüree)

Zutaten:

200 g tiefgekühlte grüne Erbsen

1 Stück Butter

1 TL frischer Zitronensaft

2 EL Milch

Meersalz

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

2014_Fish_and_Chips_HeikeNiemoeller_1Die tiefgefrorenen Erbsen mit der Butter in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze für 10 Minuten dünsten. Anschließend werden die Erbsen mit dem Kartoffelstamper zu einen grobstückigen Brei gestampft und mit etwas Milch sämig gerührt. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer wird diese wunderbar grüne  Beilage abgeschmeckt.

Reihenfolge der Zubereitung

  1. Chips bei 120 Grad erstes Mal frittieren
  2. Mushy Peas im Topf garen
  3. Fish bei 180 Grad frittieren und bei 160 Grad im Backofen warmhalten
  4. Mushy Peas stampfen und abschmecken
  5. Chips bei 180 Grad das zweite Mal frittieren

Finish

Möchtest Du deine Fish and Chips typisch englisch essen beträufelst Du deinen Fisch jetzt mit Malzessig, für Banausen wie mich reicht aber auch eine Zitronenspalte und reichlich Chili Mayonnaise.

Fotos: Heike Niemoeller

Rezept: Jakobsmuschel mit Ananas

Jakobsmuschel mit Ananas kann man auf zwei Arten zubereiten: Sous Vide oder „normal“. Da nicht jeder ein Sous Vide Gerät in seiner Küche stehen hat, habe ich beide Varianten für Euch ausprobiert. Beide Zubereitungsarten schmecken hervorragend, wenn auch der Geschmack bei der Sous Vide Zubereitung eindeutig besser ist. Hier werden die Aromen stärker betont und der Garpunkt ist einfach perfekt.

Zutaten als Vorspeise für 4 Personen

8 Jakobsmuscheln

6 Stängel Thymian

1/2 Chili

50 ml Olivenöl

1/2 frische Ananas

2 EL Honig

1 EL Butter

Mark einer halben Vanilleschote

Jakobsmuschel mit Ananas

 Ananas als Bett für die Jakobsmuschel

Die Ananas der Länge nach halbieren und schälen. Anschließen noch einmal der Länge nach halbieren und den inneren harten Strunk heraus schneiden. Die Blättchen von 2 Stängeln Thymian abzupfen. Die Vanilleschote halbieren und das Mark aus einer Hälfte heraus schaben.

Sous Vide Zubereitung

Die Ananas zusammen mit Butter, Honig,  Thymian und Vanillemark in einer Beutel vakuumirren. Die Ananas im Wasserbad bei 85 Grad Celsius für 70 Minuten garen. Anschließen die Ananas aus dem Beutel nehmen, in Scheiben schneiden und zur Seite stellen. Den Kochsud in einer Pfanne dickflüssig einkochen lassen, dass dauert ungefähr zehn Minuten. Die Ananasscheiben darin kurz glasieren.

Normale Zubereitung

Die Butter zusammen mit dem Honig in einem Topf erhitzen, die Thymianblättchen und das Vanillemark hinzugeben. Die Ananas in Scheiben schneiden und in der Honig-Butter-Mischung für ungefähr eine halbe Stunde bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel garen. Dabei hin und wieder umrühren. Nach der halben Stunde sollte die Ananas Saft abgegeben haben, der nun in in einer Pfanne eingekocht wird. Ist der Kochsud dickflüssig eingekocht, werden die Ananasscheiben kurz darin glasiert.

Jakobsmuschel mit Ananas Rezept

Die perfekte Jakobsmuschel

Die Jakobsmuscheln vom Fischhändler auslösen lassen, achtet hierbei darauf das auch der seitliche Muskel entfernt wurde und ihr nur das runde Muskelfleisch bekommt. Die Jakobsmuscheln waschen und mit einem Tuch trocken tupfen. Die Blätter von vier Stängeln Thymian abzupfen, die halbe Chilischote entkernen und in feine Streifen schneiden. Thymian und Chili mit dem Olivenöl vermischen.

Sous Vide Zubereitung

Die Muscheln zusammen mit dem aromatisierten Olivenöl in einen Beutel geben und vakuumirren und 25 Minuten im Wasserbad bei 46 Grad Celsius garen. Die Muscheln haben nun den perfekten Garpunkt und müssen jetzt nur noch von beiden Seiten kross in der heißen Pfanne angebraten werden.

Normale Zubereitung

Die Jakobsmuscheln zusammen mit dem aromatisierten Olivenöl in eine Form geben, die Muscheln sollten vom Öl bedeckt sein und einige Stunden im Kühlschrank, am besten über Nacht marinieren lassen. Nun sollten die Muscheln auf Zimmertemperatur gebracht werden und anschließend bei mittlerer Hitze von beiden Seiten ca. 2 Minuten abraten.

 Anrichten

Einige Scheiben Ananas auf einen Teller legen und darauf pro Person zwei gebratene Jakobsmuscheln geben. Mit etwas Thymian garnieren.

 

Foto: Heike Niemoeller

Sexting – heiß oder peinlich?!

Man liegt abends schon im Bett und plötzlich vibriert unser liebster Begleiter unter der Bettdecke- unser Smartphone meldet sich zu Wort und als wir die Nachricht unseres Liebsten lesen, in der er uns beschreibt, was er in diesem Moment gerne mit uns tun würde, zaubert uns dies ein verdorbenes Lächeln aufs Gesicht und wir sind sofort wieder hellwach!

Jeder von uns hat es wohl schon mal getan und seit Kurzem gibt es auch noch eine offizielle Bezeichnung für das Versenden von solch anzüglichen Textnachrichten oder sogar Bildern: Sexting! Dieser vielversprechende Begriff setzt sich aus den Wörtern ‚Sex‘ und ‚Texting‘ zusammen und ist längst nicht mehr auf den schriftlichen Austausch zweideutiger oder auch eindeutiger Lustbekundungen begrenzt, sondern immer häufiger werden auch passende Bilder oder Videosequenzen dazu geliefert. Darauf sind allerdings nur die sogenannten „Sexter“ selbst zu sehen, denn es handelt sich immer um rein private Aufnahmen und nicht die Verbreitung von Pornomaterial.

Doch wo sind die Grenzen dieses schnellen, erotischen Vergnügens und welche Konsequenzen kann das Versenden dieser heißen Nachrichten haben?

Seien wir doch mal ehrlich, wohl jeder von uns hat sie schon einmal bekommen oder sogar selbst verschickt: Fotos oder schriftliche, erotische Provokationen, die unserem Liebhaber noch mehr Lust auf uns machen sollen und ihn auch aus der Ferne nicht vergessen lassen, wie sexy und begehrenswert wir sind- Shades Of Grey kann doch jeder! Wir gehen davon aus, dass unsere Neckereien ihm gefallen und erhalten meist auch die entsprechende Resonanz von dem anderen, die sich im Laufe des Schreibens zu einem solch anregenden Text entwickelt, dass man diesen schon direkt als Bestseller verkaufen könnte! Die Bestätigung des anderen erweckt in uns das Gefühl begehrenswert und unglaublich verführerisch zu sein und wir geben uns hierbei auch die größte Mühe- aus der sicheren, schriftlichen Distanz heraus, fällt es uns ja auch noch viel leichter, schmutzige Gedanken und Wünsche zu formulieren, die dann beim nächsten Wiedersehen durchaus auch in die Realität umgesetzt werden und das Sexleben sogar bereichern können! Von Sicherheit kann dann leider aber keine Rede mehr sein, wenn der Ex nach einer ebenso schmutzigen Trennung all diese Bilder weiterhin besitzt und im schlimmsten Fall auch noch verbreitet oder seinen Kumpels zeigt! Was während der Beziehung noch als erregende Inspiration gedacht war, hinterlässt jetzt ein mulmiges Gefühl der Unsicherheit in uns, denn niemand kann garantieren, dass solche Botschaften nicht doch den Weg in die Öffentlichkeit finden- und dies muss nicht einmal absichtlich passieren! Eigentlich will man seinen Freunden doch nur die Urlaubsbilder aus dem Sommer zeigen, doch in der Galerie haben sich diese mit den freizügigen Fotos, die einem in der Nacht vorher noch ein breites Grinsen aufs Gesicht gezaubert haben, vermischt und schnell ist einem das Lachen vergangen. Auch die moderne Technik kann zu einem solchen Entgleisen der Gesichtsmuskeln beitragen, wenn nämlich versäumt wurde, am Smartphone die automatischen Uploadeinstellungen zu ändern- alle gespeicherten Bilder werden dann nämlich regelmäßig in für alle einsehbare Clouds oder soziale Netzwerke hochgeladen, die einem garantiert etliche (garantiert unerwünschte) Likes und Kommentare einbringen werden…Erschreckend: Laut der im September 2012 durchgeführten Studie „Internet Watch Foundation“ erscheinen 88% aller privaten Sexting-Bilder oder –Videos irgendwann auf fremden, meist pornografischen Internetseiten!

Für die Betroffenen kann das natürlich neben der damit verbundenen Scham auch berufliche Konsequenzen mit sich ziehen- deshalb sollte man beim Versenden von solchen Bildern immer darauf achten, dass weder Gesicht, noch individuelle Erkennungszeichen wie Tattoo oder auffällige Muttermale hierauf zu sehen sind! Das macht das Bild nicht weniger spannend und verhindert das mulmige Gefühl im Falle einer Trennung!
Wenn man sich einmal in Position gebracht hat und die perfekte Aufnahme bereit zum Senden ist, dann schadet es außerdem nicht, einmal mehr den Empfänger zu überprüfen! Marc von nebenan mag sich genauso über einen solchen optischen Leckerbissen freuen, aber einen grinsenden Smiley mit Fragezeichen wollen wir doch ehrlich gesagt nicht als Antwort darauf erhalten- und so groß kann der Spalt im Erdboden doch gar nicht sein, um nach einer solch ungewollten Fehlleitung darin vor Scham zu versinken!

Wir finden: Wenn man die Auswahl derjenigen, die solche „Schmankerl“ von einem erhalten, bedacht trifft und auf eine gewisse Unkenntlichkeit eindeutig zuzuordnender Merkmale achtet, dann kann diese Art der Erotik durchaus eine Bereicherung für eine Beziehung sein. Voraussetzung ist natürlich eine gewisse Ästhetik der Bilder, denn nicht jeder Pose muss fotografisch für die Ewigkeit festgehalten werden!

Foto top: clipdealer.com

Zeitmanagement: 7 Strategien für mehr Fokus im Arbeitsalltag

Zeitmanagement klingt oft nach noch mehr Disziplin, noch mehr Listen und noch mehr Selbstoptimierung. Dabei geht es eigentlich um etwas anderes: Du sollst nicht mehr in deinen Tag hineinpressen, sondern bewusster entscheiden, was wirklich wichtig ist.

Gerade wenn du beruflich viel jonglierst, ein eigenes Business aufbaust, dich neu orientierst oder nebenbei Projekte voranbringen willst, reicht ein voller Kalender nicht aus. Ein gutes Zeitmanagement hilft dir nicht nur dabei, Aufgaben schneller abzuhaken. Es schützt auch deine Energie, deine Konzentration und deine Fähigkeit, klare Entscheidungen zu treffen.

Der wichtigste Perspektivwechsel: Zeitmanagement ist kein Versuch, jede Minute perfekt zu kontrollieren. Es ist ein System, mit dem du Prioritäten sichtbar machst, Ablenkungen reduzierst und realistisch planst. Sonst endet jede Woche gleich: Du warst permanent beschäftigt, aber die wirklich wichtigen Dinge sind trotzdem liegen geblieben.

AJOURE´-Einordnung

Gutes Zeitmanagement beginnt nicht mit einer App. Es beginnt mit der ehrlichen Frage: Welche Aufgaben bringen mich wirklich weiter und welche halten mich nur beschäftigt?

1. Schreibe nicht nur To-dos auf, sondern entscheide Prioritäten

Eine To-do-Liste kann entlasten, weil du nicht alles im Kopf behalten musst. Sie kann aber auch überfordern, wenn sie einfach nur alles sammelt, was irgendwann erledigt werden soll. Dann wird sie schnell zur Endlosschleife.

Besser ist eine Liste mit Prioritäten. Schreibe zuerst alles auf, was dir im Kopf herumgeht. Danach markierst du maximal drei Aufgaben, die heute wirklich zählen. Nicht zehn. Nicht acht. Drei. Diese Aufgaben sollten entweder dringend, strategisch wichtig oder finanziell relevant sein.

Eine einfache Sortierung hilft:

  • Muss heute passieren: Fristen, Kundentermine, Abgaben, wichtige Kommunikation.
  • Bringt mich weiter: Angebote schreiben, Bewerbungen, Produktentwicklung, Weiterbildung, Akquise.
  • Kann warten: Kleinkram, Perfektionismus, Sortieren, Verschönern, unnötige Abstimmungen.

Wenn du tiefer einsteigen möchtest, findest du in unserem Artikel über Zeitmanagement-Methoden weitere Systeme, die du je nach Arbeitsstil testen kannst.

2. Plane Fokuszeiten statt nur Termine

Viele Kalender sind voll mit Terminen, aber leer an echter Arbeitszeit. Zwischen Meeting, Nachrichten, E-Mails und privaten Verpflichtungen bleiben nur kleine Lücken. Genau dort sollen dann die anspruchsvollsten Aufgaben passieren. Das funktioniert selten.

Plane deshalb Fokuszeiten wie echte Termine. Eine Fokuszeit ist ein geschützter Block für eine Aufgabe, die Konzentration braucht. Zum Beispiel: Konzept schreiben, Angebot kalkulieren, Artikel überarbeiten, Strategie planen, Steuerunterlagen sortieren oder ein neues Produkt ausarbeiten.

Wichtig ist, dass du diese Zeit nicht mit „mal schauen, was ansteht“ belegst. Lege vorher fest, woran du arbeitest. Sonst wird aus Fokuszeit schnell wieder Scrollen, Aufräumen oder E-Mail-Pingpong.

Mini-System

Blocke dir morgens oder am Vortag 60 bis 90 Minuten für deine wichtigste Aufgabe. Handy weg, Mailprogramm zu, ein klares Ziel. Danach erst reagierst du auf andere.

3. Pausen sind kein Luxus, sondern Teil der Leistung

Der alte Gedanke „Ich mache erst Pause, wenn alles fertig ist“ klingt fleißig, ist aber oft unklug. Konzentration ist begrenzt. Wenn du stundenlang ohne Unterbrechung arbeitest, wirst du langsamer, ungenauer und gereizter. Dann dauert jede Aufgabe länger, obwohl du scheinbar mehr Zeit investierst.

Für Beschäftigte gibt es dafür sogar gesetzliche Mindestregeln: Das Arbeitszeitgesetz sieht bei mehr als sechs bis zu neun Stunden Arbeitszeit mindestens 30 Minuten Ruhepause vor, bei mehr als neun Stunden mindestens 45 Minuten. Für Selbstständige gilt diese Regel nicht in derselben Form, aber der Körper macht keinen Unterschied zwischen Angestelltsein und eigener Rechnung.

Praktisch heißt das: Plane Pausen aktiv ein. Kurze Bewegung, frische Luft, etwas trinken, weg vom Bildschirm. Nicht jede Pause muss perfekt sein. Aber dein Gehirn braucht Wechsel, um wieder klar arbeiten zu können.

4. Stoppe Multitasking, bevor es deinen Tag zerlegt

Multitasking fühlt sich produktiv an, weil viel gleichzeitig passiert. In Wahrheit wechselst du meist nur sehr schnell zwischen Aufgaben hin und her. E-Mail schreiben, Nachricht beantworten, Präsentation öffnen, kurz Social Media, zurück zur Kundin, dann wieder eine neue Idee. Am Ende bist du müde, aber kaum etwas ist wirklich fertig.

Gerade für Frauen, die beruflich und privat viel koordinieren, ist das eine Falle. Mentale Last tarnt sich oft als Multitasking. Du denkst an den nächsten Termin, die Einkaufsliste, die Rechnung, den Geburtstagsgruß und den offenen Kundenwunsch gleichzeitig. Das kostet Konzentration, auch wenn du gerade nichts davon aktiv tust.

Hilfreich ist deshalb eine klare Trennung:

  • E-Mails nur zu festen Zeiten bearbeiten.
  • Benachrichtigungen während Fokusphasen ausschalten.
  • Ähnliche Aufgaben bündeln, zum Beispiel Rechnungen, Nachrichten oder Planung.
  • Eine Aufgabe abschließen, bevor du die nächste öffnest.

Wenn du regelmäßig unter Druck gerätst, lies auch unseren Guide Wie gehe ich am besten mit Stress und Druck um?.

5. Setze Grenzen, statt alles besser organisieren zu wollen

Manchmal ist nicht dein Zeitmanagement das Problem, sondern die Menge an Erwartungen. Du kannst den besten Kalender der Welt haben: Wenn du zu allem Ja sagst, wird er trotzdem platzen.

Deshalb gehört Nein-Sagen zu gutem Zeitmanagement. Das gilt im Job, im Business und privat. Nicht jede Anfrage ist deine Aufgabe. Nicht jede Einladung ist Pflicht. Nicht jeder spontane Wunsch muss sofort erfüllt werden. Wer seine Zeit schützen will, muss lernen, Grenzen freundlich, aber klar zu kommunizieren.

Formulierungen, die helfen:

  • „Ich kann das übernehmen, aber nicht bis heute. Realistisch wäre Donnerstag.“
  • „Dafür müsste ich eine andere Aufgabe verschieben. Was hat Priorität?“
  • „Ich bin gerade in einer Fokusphase und melde mich später.“
  • „Das passt aktuell nicht in meine Kapazität.“

Wenn dir genau das schwerfällt, passt unser Artikel So lernst du Nein zu sagen sehr gut als nächster Schritt.

6. Nutze Systeme, aber mach sie nicht komplizierter als dein Leben

Produktivitätstools können helfen. Sie können aber auch selbst zur Ablenkung werden. Wenn du mehr Zeit damit verbringst, dein System zu optimieren, als deine Aufgaben zu erledigen, läuft etwas schief.

Für den Anfang reicht oft ein einfaches Setup:

  • ein Kalender für feste Termine und Fokuszeiten,
  • eine Aufgabenliste für offene To-dos,
  • ein Wochencheck für Prioritäten,
  • ein Notizort für Ideen, die nicht sofort bearbeitet werden müssen.

Wenn du mit konkreten Tagesplänen besser arbeitest, kann auch die ALPEN-Methode helfen. Wenn du Ziele klarer formulieren willst, ist die SMART-Methode ein guter Einstieg.

7. Denke Zeitmanagement strategisch, nicht nur operativ

Viele Menschen nutzen Zeitmanagement nur, um Alltagsaufgaben schneller zu erledigen. Strategisch wird es aber erst, wenn du dich regelmäßig fragst: Passt das, womit ich meine Zeit verbringe, noch zu dem Leben und Arbeiten, das ich aufbauen will?

Das ist besonders wichtig, wenn du beruflich wachsen, gründen oder dein Einkommen verbessern willst. Dann darf deine Woche nicht nur aus Reaktion bestehen. Du brauchst Zeit für Dinge, die noch nicht dringend sind, aber später entscheidend werden: Positionierung, Weiterbildung, Akquise, Finanzplanung, Produktentwicklung, Bewerbungen, Gehaltsgespräche oder Netzwerkaufbau.

Genau hier verbindet sich Zeitmanagement mit Selbstführung. Du planst nicht nur Aufgaben. Du entscheidest, welche Version deines beruflichen Lebens du Schritt für Schritt ernst nimmst.

AJOURE´-Impuls

Wenn alles dringend ist, fehlt meistens eine Entscheidung.

Frag dich nicht nur: „Wie bekomme ich alles unter?“ Frag dich: „Was davon bringt mich wirklich näher an mehr Klarheit, mehr Geld, mehr Freiheit oder mehr Ruhe?“

Fazit: Besseres Zeitmanagement beginnt mit besseren Entscheidungen

Zeitmanagement bedeutet nicht, jeden Tag perfekt durchzutakten. Es bedeutet, bewusster mit deiner Energie, Aufmerksamkeit und Arbeitskraft umzugehen. Eine gute Liste hilft. Fokuszeiten helfen. Pausen helfen. Aber am Ende steht immer die gleiche Frage: Was ist wirklich wichtig und was darf weniger Raum bekommen?

Wenn du diese Frage regelmäßig beantwortest, wird dein Alltag nicht automatisch leerer. Aber er wird klarer. Und genau diese Klarheit ist die Grundlage, um beruflich besser zu entscheiden, entspannter zu arbeiten und langfristig mehr aus deiner Zeit zu machen.

Quellen und Hinweise:

Dieser Artikel ersetzt keine arbeitsrechtliche, medizinische oder psychologische Beratung. Wenn du dauerhaft überlastet bist, starke Erschöpfung spürst oder gesundheitliche Beschwerden hast, hole dir professionelle Unterstützung.

Foto: KI

Der Aufstieg von Urban Decay in der Kosmetikindustrie

Urban Decay

Die Kosmetikmarke Urban Decay zählt nicht nur in den Staaten zu den ganz Großen – und das nicht zu Unrecht. Inzwischen hat sich der Make-up-Gigant einen Platz in der Beauty-Branche als eine trendige und kreative Marke gesichert.

Urban Decay: Die Erfolgsgeschichte des Make-up-Giganten

Die Geschichte des heute weltbekannten Labels begann vor über 20 Jahren: Make-up-Enthusiastinnen Sandy Lerner und Wende Zomnir kreierten ihre eigenen Lippenstifte und Nagellacke in Farbtönen, die bisher für die Beautyindustrie ungewöhnlich waren: Farbenfroh wie das Leben, die Welt und ihre verschiedensten Seiten mit kreativen Nuancen wie „Smog“, „Acid Rain“ oder „Rust“. Die hervorstechenden Farben sowie deren außergewöhnliche Namensgebung ist noch bis heute Markenzeichen des Hauses und hat Urban Decay zu einem der erfolgreichsten Beauty-Herstellern der Welt gemacht.

Das Konzept war anders: Bodenständig und simpel gehalten ohne den Glitzer und Glamour der elitären Kosmetikbranche, aber so individuell und innovativ, dass die Massen begeistert waren. Der eigenen Geschäftsethik stets treu geblieben, waren die Macher hinter Urban Decay wahre Trendsetter: Man schaffte immer einen eleganten Übergang zwischen den verschiedenen Hypes, ohne dabei auch nur ein bisschen an Authentizität zu verlieren. Der Rest ist Geschichte – und was für eine!

Von den USA in die ganze Welt

Das Kosmetik-Unternehmen expandierte: In Nordamerika findet man keine Parfümerie mehr ohne die fabelhaften Produkte für Augen, Lippen und Nägel. Mittlerweile gibt es von der Marke auch Hautpflege, Düfte und eine Herrenlinie. Feminin mit einem Hauch von Gefahr und einer großen Menge Spaß – so beschreibt sich das Label selbst und erfährt damit Erfolg auf ganzer Linie.

Sein bekanntestes Produkt: Die Lidschatten-Palette Urban Decay Naked. Von Make-up-Fans geliebt, von der ganzen Welt gehypt: Kein anderes Augen-Make-up, das auch nur annähernd an die Popularität der Naked-Palette herankommt. Farben, Qualität und Preis-Leistungsverhältnis bekommen in sämtlichen Blogs Bestnoten.

Mehr zur gehypten Beauty-Marke

Urban Decay ist auch bekannt für seine kreativen und einzigartigen Verpackungen, die oft von der Kunst, Musik und Kultur inspiriert sind. Die Marke hat inzwischen auch einige Kollaborationen mit bekannten Künstlern, darunter Gwen Stefani, Jean-Michel Basquiat und Game of Thrones, durchgeführt.

Übrigens sind die Produkte der Marke vegan und tierversuchsfrei.

Urban-Decay-Naked-Palette
Urban Decay Naked Palette

Vorsicht: Finger weg von Ebay! Die Bekanntheit des Labels lädt viele Betrüger dazu ein, Fälschungen zu verkaufen.

Urban Decay auch in Deutschland beliebt

Musste man früher noch mühsam ins Ausland reisen oder sich sein Lieblingsprodukt mitbringen lassen, kann man inzwischen die beliebten Eyeshadows und Blushes auch bequem bei uns kaufen. Große Parfümerien wie Douglas haben die beliebte Kosmetikmarke im Sortiment.

Wir empfehlen für Einsteiger, die Urban Decay kennen lernen wollen, das Aushängeprodukt schlechthin: die Naked Palette. Eine Palette mit 16 großartigen Nude-Nuancen, die super aufeinander abgestimmt sind. Damit kreiert man im Handumdrehen umwerfende, natürliche Looks. Mittlerweile gibt es schon 3 verschiedene Naked-Paletten, die allesamt Spitzennoten bei Kritikern und Beauty-Junkies erhalten haben. Ein absolutes Muss!

Weitere Tipps: Den Eyeshadow Primer für langanhaltende, strahlende Farben, sowie die geschmeidigen Lippenstifte und das Naked Flush Rouge.

 

Hier unsere Urban Decay Highlights zum Nachshoppen:

Weitere interessante Produkte der Marke, die du mal ausprobieren solltest:

 

 

Fotos: Urban Decay / PR

Style up your Hair

Spätestens seit Leighton Meester alias Blair Waldorf in der Hit-Serie Gossip Girl ihre Haarpracht regelmäßig mit Bändern, Schleifen und Haarreifen aufpeppte, ist Haarschmuck zu unserem Lieblingsaccessoire geworden. Nichts lenkt die Blicke mehr auf’s Haar als eine schöne Verzierung.

Zum Sommerkleid bunte Blumen im Haar, funkelnde Steine als Eyecatcher oder ein Seidenband passend zum Abendoutfit: Accessoires auf dem Haupt ziehen jetzt alle Bicke auf sich und komplettieren den Look. Unser liebstes Beauty-Accessoire gibt es in einer riesigen Vielfalt: Von brav und mädchenhaft über klassisch-edel bis hin zu extravagant – beim Kopfschmuck ist alles denkbar. Am meisten haben es uns aber die herrlich verspielten Haarreifen und -bänder von Gossip Girl Blair Waldorf angetan. Kein Outfit, bei dem die passende Kopfbedeckung fehlt. Ihr preppy Style war nicht nur bei Fans der Serie und Fashionkenner beliebt, auch auf den Laufstegen sieht man nun vermehrt Haarschmuck jeglicher Art.

Selbst simpel und glatt gelassen ohne viel Stylingaufwand wird das Haar dank Verzierung zum Hingucker. Auch andere Hairstyles können sich aber mit Haarschmuck sehen lassen: Lange Locken, ein eleganter Zopf oder der messy Up-Do sind nur ein paar von vielen Möglichkeiten.

In die Shoppingmalls und Einaufsläden hat der Trend nun längst wieder Einlass gefunden. Zu kleinen Preisen gibt es die ausgefallenen Accessoires in vielen Modeschmuckläden. Wer sich die Luxusvariante gönnen will, kann gerne bei Jennifer Behr (www.jenniferbehr.com) vorbeischauen. Die Designerin verarbeitet in ihren Haarreifen sehr hochwertiges Material wie Seide und Edelsteine. Ob nun aus dem Trendgeschäft oder edle Handanfertigungen, Haarschmuck ist angesagt wie nie zuvor und lässt vor allem in den kommenden Wintermonaten besonders schön strahlen.

Foto top: The CW, Gossip Girl

Basische Nahrungsmittel: Infos, Tabelle und Kochtipps zum Ernährungskonzept

Ernährungstrend: basische Nahrungsmittel

Ganz einfach gesund und fit werden mit der richtigen Ernährung? Das hört sich einfach an. Und doch bleibt es oft bei dem guten Vorsatz, an der konsequenten Umsetzung scheitern wir. Aber spätestens, wenn sich erste Krankheitssymptome zeigen und wir uns nicht mehr jung und fit fühlen, schreit der Körper nach einer Trendwende in unserem Ernhärungsverhalten. Dass Junkfood wie Fertiggerichte oder die Burger von namhaften Fastfoodketten nicht gesund sind, das weiß jeder. Jedoch auch alltägliche und scheinbar „normale“ Nahrungsmittel können dem Körper auf Dauer schaden. Basische Nahrungsmittel sollen hier Abhilfe schaffen.

Der ph-Wert unseres Körpers

Der ph-Wert im Körper, genauer gesagt im Blut, sollte idealer Weise bei 7,365 liegen. Um diesen Wert beizubehalten, muss der Organismus ständig daran arbeiten, den pH-Wert zu halten. Die Mess-Skala reicht von 1 bis 14, wobei alle Werte unter 7 sauer und alle Werte über 7 basisch sind, 7 gilt als neutral. Ähnlich wie die Körpertemperatur kann unser Körper den pH-Wert bis zu einem gewissen Maß selbst regulieren. Dabei beeinflussen wir mit basischen und sauren Lebensmitteln unseren Säure-Basen-Haushalt; leider nicht immer zu Gunsten unserer Gesundheit.

Es gibt sowohl basische Nahrungsmittel als auch saure Nahrungsmittel. Im besten Fall führen wir über unsere Mahlzeiten dem Organismus einen ausgeglichenen Mix aus basischen und sauren Nahrungsbestandteilen zu. Doch häufig ist das Gegenteil der Fall. Wir ernähren uns zu sauer.

Leider können Säuren nicht so einfach wieder ausgeschieden werden, zuvor muss eine Neutralisierung im Körper stattfinden.

Hierfür werden Mineralstoffe wie Calcium, Kalium und Magnesium benötigt. Stehen diese lebenswichtigen Mineralstoffe nicht in ausreichender Menge zur Verfügung, ist eine Übersäuerung die Folge. Um der Übersäuerung entgegenzuwirken und den Körper vor Krankheiten zu schützen, ist eine basische Ernährung ratsam. Mit der basischen Ernährung werden übrigens auch überflüssige Fetteinlagerung im Körper abgebaut. Sie werden dann nämlich nicht mehr benötigt, denn das eingelagerte Fett soll ursprünglich die Organe vor den schädlichen Säuren schützen.

Basische Nahrungsmittel im Überblick

Wir haben für dich die goldenen Regeln für eine basische Ernährung zusammengestellt:

  • Rohes oder kurz erhitztes Gemüse und grüne Blattsalate sind die wichtigsten Grundnahrungsmittel
  • Hirse oder Quinoa (auch Reisspinat genannt) ersetzen Nudeln und Reis
  • Nüsse und Samen (Leinsaat, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, etc.) ersetzen Fleisch, Fisch, Wurst und Milchprodukte (Nüsse und Samen sollten idealerweise vor dem Verzehr gekeimt haben)
  • Früchte nur auf leeren Magen genießen. Je süßer die Frucht, desto mehr Säuren werden bei der Verdauung freigesetzt.
  • Keinen Zucker oder künstliche Zuckerersatzstoffe verwenden. Stevia oder Honig sind gute Alternativen.
  • Stilles Wasser trinken und auf kohlensäurehaltige Getränke verzichten.
  • Süßigkeiten, Kaffee, Kakao, Alkohol, Zigaretten, Lebensmittelzusätze wie z. B. Konservierungsstoffe, Farbstoffe etc. und wenn möglich Medikamente aller Art meiden.

Basische Lebensmittel: Tabelle & Rezepte

Eine Nahrungsmitteltabelle mit basischen Lebensmitteln findest du hier: Zentrum der Gesundheit. Grüne Smoothies, ayuvedische Gerichte oder vegane Rezepte findest du unter diesem Link.

Natürlich gibt es auch viel Literatur und Kochbücher zum Thema „Basische Ernährung“. Den Trend haben übrigens auch die Stars in Hollywood erkannt und ernähren sich fleißig nach dem Liebelingskochbuch von Victoria Beckham: „Honestly Healthy Eat with Your Body in Mind, the Alkaline Way“ . Aber nicht nur die superschlanke Powerfrau von Starkicker David Beckham folgt dem Trend; auch Robbie Williams, Katy Holmes, Lisa Snowdon und Natalie Imbruglia schwören auf die heilende Wirkung der basischen Ernährung.

Erhältlich ist das Kochbuch „Honestly Healthy Eat with Your Body in Mind, the Alkaline Way“ über Amazon. Die deutschsprachige Ausgabe heißt „Vegetarisch basisch gut“

Angebot
Honestly Healthy: Eat with your body in mind, the alkaline way
  • Orders are despatched from our UK warehouse next working day.
  • Category Type : Cook
  • Publisher : Jacqui Small (GB)
  • Author : by Corrett, Natasha / Edgson, Vicki
  • Binding : Hardcover

Basische Nahrungsmittel als Kur

Wer jetzt nicht gleich seine Ernährung radikal umstellen möchte, der kann auch zwischendurch immer mal wieder eine sogenannte Entschlackungskur machen. Ist der Körper nämlich übersäuert, bilden sich die Schlackestoffe und lagern sich zum Beispiel in Blutgefäßen ab oder können in Gelenken zu schmerzhafter Arthrose führen. Außerdem wird das Immunsystem lahmgelegt, was zu häufigen Infekten, Allergien, Kopfschmerzen und Entzündungen führen kann.

Eine Entschlackungskur solltest du etwa ein bis zwei Wochen durchführen. In dieser Zeit werden dem Körper ausschließlich basische Nahrungsmittel zugeführt. Wichtig ist auch, dass du viel Flüssigkeit in Form von stillem Wasser oder ungesüßtem Tee zu dir nimmst. Dann können nämlich die abgebauten Schlackestoffe über die Nieren ausgeschieden werden. Danach empfiehlt es sich natürlich, nicht wieder zu den alten, schlechten Ernährungsgewohnheiten zurückzukehren. Das Ziel sollte es sein, dauerhaft auf eine ausgewogene Aufnahme von basischen und säurebildenden Nahrungsmitteln zu achten.

 

Foto: Corina / stock.adobe.com

Hair & Make-up Artist Franziska Hanke im Porträt

Hair & Make-up Franziska Hanke

Ich über mich
Der Traum, das Hobby zum Beruf bzw. zum Nebenberuf zu machen, war bis vor zwei Jahren eine Wunschvorstellung von der ich niemals gedacht hätte, dass sie sich verwirklichen lässt. Schon als Kind habe ich meine kreative Ader an Puppen und Schulfreunden ausgelassen, habe aber nach dem Abitur in eine völlig andere Richtung eingeschlagen. Trotzdem hat mich die Make-up-Welt weiterhin fasziniert und ich habe mich hobbymäßig damit beschäftigt. Ich war der Überzeugung, neben den vielen Make-up Artists als Quereinsteigerin keine Chancen zu haben. Einige meiner Freunde sind Fotografen, die mich dazu ermutigt haben den steinigen Weg in Angriff zu nehmen. Da habe ich beschlossen aufzuhören nur zu träumen, sondern meinen Traum in die Tat umzusetzen. Nach diversen Weiterbildungen habe ich im November 2012 mein Projekt „visAArt“ ins Leben gerufen. Es macht mir wahnsinnig viel Spaß mit Farben zu experimentieren, neue Produkte auszuprobieren, Frisuren zu kreieren oder Gesichter optisch zu verändern. Es ist auch ein tolles Gefühl, einer Braut am schönsten Tag ihres Lebens in die strahlenden Augen zu schauen und zu hören, genau so hab ich mir meine Frisur und mein Make-up immer gewünscht. In solchen Momenten weiß ich auch, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe und sie motivieren mich weiter zu gehen. Für mich ist es auch wichtig die Tipps und Tricks von den „Großen“ der Branche, die schon lange im Geschäft sind, zu lernen. Deshalb versuche ich bei Fotoshootings zu hospitieren oder besuche Workshops und Seminare. Momentan arbeite ich nebenberuflich als Makeup Artist, wodurch leider neben meinem Hauptjob nicht viel Spielraum für andere Hobbys bleibt. Deshalb bin ich froh, dass ich als Make-up Artist öfter mit meinem Freund, dem Fotografen Michael Müller, zusammenarbeiten kann, sonst würden wir uns wahrscheinlich gar nicht mehr sehen. Er unterstützt mich auch wo er kann, meinen Weg zu gehen. Dafür bin ich ihm unendlich dankbar! Mein Wunsch für die nächsten Jahre wäre meinen kreativen Nebenjob hauptberuflich auszuüben. Ich freue mich auf die Herausforderung auch diesen Wunsch zu verwirklichen.
 
 
Meine Beauty Favorites
Teint: der Sommer 2013 wird glänzend, deshalb ein absolutes Must Have – Hightlighter Powder. Sie bringen die Haut zum Strahlen und zaubern einen frischen und gepflegten Beauty-Look.

Augen: pastellige Farben, zarte Aquatöne, fast transparente Lidschattennuancen und Schimmer

Lippen: nude oder zarte Rosatöne mit leichtem Schimmer

Haare: Wellen und Flechtfrisuren in allen Variationen

Meine persönlichen Beauty Vorbilder: Für mich gehören Joan Smalls, Candice Swanepoel und Jac Jagaciak zu den schönsten internationalen Models.
 
 
Unerlässliche Produkte:
Für den perfekten Teint gehören eine gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und viel Flüssigkeit zur Basis. Außerdem sollte bei der Hautpflege auf natürliche Inhaltsstoffe geachtet werden, die keine Duft- und Konservierungsstoffe enthalten. Auf jeden Fall gehört eine gute Feuchtigkeitspflege unter jedes Makeup. Wenn Makeup, Lippenstift und Lidschatten lange halten sollen, sind Pimerprodukte unerlässlich. Zum Auftragen der Foundation kommt bei mir in den meisten Fällen eine Stippling brush zum Einsatz. Dieser Pinsel ermöglicht ein natürliches Finish ohne Maskeneffekt. Am liebsten nutze ich für die Augen lose Lidschattenpigmente. Die lassen sich sehr gut überlagern und haben eine hohe Deckkraft. Bei großen Poren nutze ich auch immer einen Pore Minimizer. Er zaubert ein feineres Hautbild und lässt die Poren kleiner erscheinen. Und um ein frisches Finish zu erzeugen nutze ich sehr gern Highlighter Powder.
 
 
Meine beruflichen Ziele:
Mein Traum ist es, national als Makeup Artist in den Bereichen Foto-, Film und Videoproduktion zu arbeiten. Wenn es dann noch international klappen sollte, wäre das natürlich das absolute Sahnehäubchen. Sehr gern würde ich einmal mit Fotografen wie Kirsty Mitchell zusammen arbeiten. Ihre Arbeiten sind märchenhaft und etwas ganz besonderes. Ein weiterer, schon lang gehegter Traum wäre es auch nach Schweden auszuwandern und dort auch in diesem Bereich arbeiten zu können. Aber egal wo die Reise hin geht, ich bin auf alle Fälle wahnsinnig gespannt was die nächsten Jahre alles so passieren wird.
 

Hair & Make-up Artist Franziska Hanke im Porträt
Model: Sabrina-Nathalie Reitz; Hair & Make Up by Franziska Hanke; Foto: Michael Müller
 

www.visaart.de

 

Designerin Katrin Eulenstein im Interview:

Jungdesignerin Katrin Eulenstein im Interview

 
Foto top: Hair & Make Up Franziska Hanke, Foto: Tobias Bojko

Tiffany & Co. – Luxus mit Tradition

„Tiffany verkörpert Vollkommenheit – Energie – Intellekt“

Den Flair der 1920-er Jahre bringt der neue Film „The great Gatsby“ mit Stars wie Leonardo Di Caprio, Tobey Maguire, Carey Mulligan und Joel Edgerton auf den Punkt. Der Film erzählt vom Leben des Millionärs und Lebemann Jay Gatsby in den goldenen Zwanzigern des aufstrebenden Amerikas. Er lebt ein Leben in Prunk und Luxus, feiert ausgelassene rauschende Feste, hat verschwenderische Hobbys und ein dunkles Geheimnis. Für uns Frauen sind neben dem hinreißenden Hauptdarsteller Di Caprio vor allem die Kleider und die Schmuckstücke des Films Grund genug, mal wieder ins Kino zu gehen.

Neben den noblen Outfits der Damen in „The great Gatsby“ spielt auch der Schmuck eine große Rolle. So entstanden in enger Zusammenarbeit von Tiffany & Co. und Cathrine Martin (Kostümdesignerin und Oscar Preisträgerin) ganz besondere und exklusive Schmuckstücke für den aktuellen Gatsby Film. Bereits in den Golden 20th war der außergewöhnliche Schmuck aus dem Hause Tiffany & Co. Ausdruck des Spirits und der Überschwänglichkeit der Upper-Class. Daher war es auch nicht verwunderlich, dass für den Filmschmuck Tiffany & Co. zur Zusammenarbeit gebeten wurde. Ein Blick in die Archive des Tranditionsunternehmens brachte viele Inspirationen für die aktuelle Gatsby-Kollektion.

Wir stellen euch die Ajouré Auswahl der Gatsby Kollektion von Tiffany & Co. vor:

Der Kopfschmuck, der im Film Daisy Buchanan zur Stilikone der 1920-er macht: Platin, Süßwasserzuchtperlen und runde Brillanten lassen den Gatsby Luxus hautnah spüren.

Kopfschmuck
Kopfschmuck

Den typischen amerikanischen Design-Stil der 1920-er spiegelt das dreireihige Diamantarmband aus Platin wieder. Passend dazu gibt es den dreireihigen Platinring, ebenfalls mit Brillianten in drei Reihen besetzt.
dreireihiges Diamant-Armband
dreireihiges Diamant-Armband
dreireihiger Diamant-Ring
dreireihiger Diamant-Ring

Wichtiger Bestandteil der Schmuckauswahl sind Perlenketten mit weißen, rosé und violetten Süßwasserzuchtperlen. Ein ganz besonderer und sehr edler Look, der nicht nur zu den jazzigen Zwanzigern passt.
weiße Perlenkette
weiße Perlenkette
bunte Perlenkette
bunte Perlenkette

Ein auffälliger Ring, der dennoch mit Schlichtheit überzeugt: Der Diamantring mit schwarzem Onyx im Cushion-Schliff
Onyx-Ring
Onyx-Ring

Tiffany & Co. eröffnete am 14. September 1837 das erste Geschäft am Broadway in New York. Was kaum jemand weiß, der erste jemals in Amerika versendete Versandhauskatalog wurde von Tiffany & Co. bereits 1845 herausgebracht. Der legendäre „Tiffany Diamant“ wurde 1878 von Charles Lewis Tiffany gekauft und auf 128,54 Karat geschliffen. Es handelt sich um einen gelben Fantasie-Diamant, der bis heute der Inbegriff des Tiffany-Stils ist. Charles L. Tiffany war es auch, der 1886 den Tiffany-Verlobungsring einführt.

Verlobungsring
Verlobungsring
Seit dem hat dieser spezielle Ring in vielen Liebesszenen eine Hauptrolle gespielt und hat bis heute noch eine magische Ausstrahlung bei romantische Liebeserklärungen rund um den Globus. Tiffany beschäftigt seit je her Experten, die bei Einkaufsreisen um die ganze Welt seltene und erlesene Diamanten finden, die heute wie damals sehr begehrt sind. Anfang des 20. Jahrhunderts eröffnete Tiffany’s das Hauptgeschäft an der 5th Avenue. Mit dem Designer Jean Schumberger begann in den 1950-ern eine neue Ära für das Familienunternehmen. Eine Dekade später durfte das Traditionsunternehmen einen riesigen Hype erfahren durch den Film „Breakfast at Tiffany’s“ mit Audrey Hepburn in der Hauptrolle. Die 1970-er und 80-er waren geprägt von Designern wie Elsa Peretti, Paloma Picasso. Ein neuer Coup gelang Tiffany & Co. mit dem Lucida-Schliff in den 1990-ern. Ebenfalls eröffnete eine Ausstellung im Louvre, die eine Retrospektive der Werke von Schlumberger darstellte. 2009 führt Tiffany die Tiffany Key-Kollektion ein, die den Kunden eigene kreative Kombinationen von Ketten und Anhängern bot.
Schlüssel-Anhänger mit Kette
Schlüssel-Anhänger mit Kette
Im Jahr 2012 feierte Tiffany &Co.175 Jahre Schmuck und Tradition und führt zeitgleich sein neues Metall, „Rubedo“ genannt, ein.
Manschettenreif
Manschettenreif

Lust auf Luxus made by Tiffany’s? Dann geht’s hier zum Online-Store www.tiffany.de

Quelle Bilder: www.tiffany.de

Im Gespräch mit Powerfrau Wanda Badwal

Mit ihrem kurzen Bob und dem charismatischen Lächeln war Wanda Badwal eine der herausragenden Mädchen bei Heidi Klum: Schon damals eine absolute Powerfrau, avancierte sie schnell zum Publikumsliebling der dritten Staffel  Germany’s next Topmodel und wurde deutschlandweit bekannt. Bereits während der Sendung machte sie sich als Model einen Namen, konnte verschiedenste Kunden für sich gewinnen und ergatterte zum Schluss Platz 4. Es folgten diverse Modelaufträge, unter anderem für große Kampagnen von Nokia oder Betty Barclay.

Auch für Fernsehen und Theater übernahm Wanda, ausgebildete Musical-Darstellerin, einige Rollen, so zum Beispiel in den Serien Danny Lowinski oder Ein Fall für Zwei und auf der Bühne von Drei Nüsse für Aschenbrödel und Gloria. Heute lebt das Multitalent in Berlin, arbeitet neben der Model- und Schauspielkarriere erfolgreich als Fotografin und Model-Coach. Wie sie alles unter einem Hut bekommt, was sie antreibt und wo sie sich in Zukunft sieht, verrät sie Ajouré in einem exklusiven Interview.

 

Bei Germany’s next Topmodel vor 5 Jahren hast du es von über 18.000 Bewerberinnen auf Platz 4 geschafft und bist in ganz Deutschland bekannt geworden. Es gab ja einige Fälle, bei denen sich ehemalige Kandidatinnen aus ihrem Vertag geklagt haben, anderen hat die Sendung zu erfolgreichen Modelkarrieren verholfen. Wie verlief deine Karriere nach dem Ende der Sendung? Würdest du sagen, das war das perfekte Sprungbrett?

Ich glaube, ich muss dazu sagen, dass ich unter anderen Voraussetzungen an diesem Format teilgenommen habe. Ich habe schon mit 14 angefangen zu modeln, habe also an diesem Zeitpunkt bereits acht Jahre lang gemodelt, da hat man einen anderen Blick auf‘s Business. Außerdem hatte ich auch eine Musical-Ausbildung gemacht, war damals im dritten Jahr und hatte schon eine gewisse Vorerfahrung mit der Bühne und der Kamera. Viele Mädchen, die da mitmachen, sind erst 16 und haben noch nie etwas gemacht, ich hatte da vielleicht einen größeren Realitätsblick. Dadurch hatte ich das alles von vornherein als Chance gesehen und auch wahrgenommen. Als ich mich beworben habe, habe ich mir schon gesagt: „Das könnte ein Sprungbrett in die Medienbranche sein“, als Model und als Schauspielerin. Man ist drei Monate den ganzen Tag von Kameras umgeben, hat Interviews und Verträge vor sich liegen. Besonders der Umgang mit Filmkameras hat mich persönlich sehr gut auf meine Arbeit als Schauspielerin vor der Kamera unterstützt. Ich glaube, es kommt auch immer darauf an, was man selbst aus dieser Chance macht. Ich war zu dem Zeitpunkt auch schon relativ reif mit 22 und mit meinem Hintergrund und meinen Fähigkeiten hatte ich auch andere Voraussetzungen, da konnte ich viel draus machen.

 

Verfolgst du die aktuelle Staffel? Was sagst du zu den strengeren Regeln, beispielsweise die neu eingeführte Mindestgröße oder die Altersschranke?

Ich schaue ab und zu mal rein, wenn ich Zeit habe. Es gehört für mich nicht zum festen Wochenprogramm, aber ich muss sagen, ich bin sehr positiv überrascht von dem neuen Ansatz, den sie jetzt verfolgen …dieses Closer than Ever… dass Heidi jetzt sehr nah an den Mädchen dran ist und mehr involviert ist. Ich finde, das macht sie toll und sie kommt dabei auch viel entspannter rüber. Das tut dem Format mit Sicherheit sehr gut. Was die Altersgrenze betrifft, denke ich, dass fürs Modeln, wenn man international erfolgreich werden will, es sinnvoll ist jung zu starten, mit 16 ist es schon optimal.

 

Casting-Sendungen wie GNTM oder Das perfekte Model sind in der Modebranche nicht unbedingt das beliebteste Format. Sie verzerren angeblich die Realität des Modelbusiness‘ und bereiten die jungen Mädchen nicht optimal vor. Stimmt das?

Im Umgang mit den Medien könnte man die Kandidatinnen noch mehr schulen. Es gibt spezielle Medien- und Interviewtrainer, die einen auf besondere Situationen im TV vorbereiten. Die Kandidatinnen werden zu Talkshows eingeladen und extrem mit den Medien konfrontiert. Auch in den vergangenen Staffeln gab es Gewinnerinnen, die waren erst 16 und sitzen dann bei Wetten Dass? auf der Couch und können zu gewissen Themen gar nichts sagen. Ich finde, da kann man die Models besser vorbereiten. Es ist ja schon ein Unterschied, ob du ein normales Model bist oder aus diesem Format kommst, das sind ja eher Medienmodels.

 

Wanda Badwal
 

Du bietest ja selbst Model-Coachings an, wo du deine Erfahrungen als erfolgreiches Model weitergibst. Du hilfst jungen Mädchen beim Einstieg und bereitest sie auf das harte Business vor. Wie kam es dazu und wo sind die Vorteile eines solchen Coachings gegenüber dem Einstieg über Formate wie GNTM?

Da ich auch als Schauspielerin arbeite, ist mir über die letzten Jahre aufgefallen, dass bei Castings immer wieder Models neben Schauspielern sitzen, wo ich mir immer gedacht habe: „Wie sollen die das können? Wie sollen die auf nem Werbespot-Casting überzeugen, wenn sie noch nie Schauspielunterricht hatten?“ Oft sind das noch sehr junge und sehr unsichere Mädchen und die haben anders als Schauspieler keine Coaches. Modeln bedeutet viel mehr als nur groß, schlank und hübsch sein. Um langfristig erfolgreich zu sein, braucht man das richtige Selbstbewusstsein, schauspielerische Fähigkeiten, ein gewisses Körpergefühl, man muss fit und gesund sein. Da gehört auch Spontaneität dazu und Selbstständigkeit, man ist schließlich oft allein unterwegs. Das sind alles Attribute, die man lernen und trainieren kann. Und so etwas übe ich mit den Mädchen, wir spielen z.B. Casting-Situationen durch oder üben an den schauspielerischen Fähigkeiten. Oft wissen die Mädchen auch nicht, wo ihre Stärken liegen, dabei finde ich es ganz wichtig, dass man weiß, wie man sich präsentiert, zu wissen, wo die eigenen individuellen Besonderheiten als Model liegen. Wenn die äußerlichen Voraussetzungen schon stimmen, kann ich im Coaching viel an den inneren Qualitäten und Fähigkeiten mit einem Model arbeiten. Hingegen kann man bei Showformaten natürlich schwieriger auf die einzelnen Bedürfnisse eines jeden Model eingehen. Beim Einzelcoaching kann ich viel individueller mit den Stärken und Schwächen  eines Models arbeiten.

 

Ist Modeln ein Traumberuf? Neben den vielen Reisen und Erlebnissen hört man immer wieder schreckliche Sachen über das Business, vom überzogenen Schönheitsideal, über Konkurrenzdruck bis hin zur Unberechenbarkeit der Branche. Was kannst du über die Sonnen- und Schattenseiten des Modelns erzählen?

Ich kann es total verstehen, dass Modeln für viele Mädchen ein Traumberuf ist. Im Rampenlicht und auf der Bühne zu stehen, Anerkennung zu bekommen. Außerdem kann man als Model viel Geld verdienen, ist unabhängig und kann die Welt bereisen. Mir macht das Modeln auch nach wie vor großen Spaß. Aber natürlich kostet das alles auch einen Preis, weil man einem großen Schlankheits- und Jugendwahn unterliegt. Es ist unumgänglich, dass man direkt abgemessen wird und in eine bestimmte Konfektionsgröße passen muss. Ich habe eine sehr kritische Meinung dazu. Ich finde, die Modebranche trägt eine große Verantwortung, eine meinungsbildende Verantwortung gegenüber den Menschen, die sich an diesen Schönheitsidealen auf den Laufstegen orientieren. Es ist schon sehr besorgniserregend, in welche Richtung das geht. Ich hatte eigentlich gehofft, dass dieser Magerwahn so langsam vorbeigeht, aber das scheint leider nicht so. Wenn man sich z.B. die Fashion Weeks anschaut, da sind viel zu viele magere Mädchen dabei, die nicht nur dünn sondern richtig mager sind. Und der Bezug zur Realität fehlt da komplett. In Deutschland ist die meistverkaufte Größe immerhin 40, da kann man auch gesünder aussehende Mädchen nehmen und das sieht realistischer und trotzdem noch gut aus. Die Modeindustrie hat eine große Verantwortung und auch Agenturen sollten mit jungen Mädchen darüber sprechen, aber Themen wie Magersucht und Bulimie werden immer noch gerne totgeschwiegen. Ich rede auch als Coach mit meinen Mädchen darüber und gebe ihnen Tipps für einen gesunden Umgang.

 

Neben dem Modeln und dem Model-Coaching hast du dir ein Standbein als Fotografin aufgebaut. Woher kommt das Interesse und wie lange machst du das jetzt schon?

Ich hab ehrlich gesagt schon angefangen zu fotografieren, als ich selbst mit dem Modeln begonnen habe, also mit 14. Das mit dem Modeln ist mir eher „passiert“. Ich fand mich damals gar nicht hübsch, war sehr früh sehr groß und hatte ein geringes Selbstbewusstsein. Als dann jemand das mit dem Modeln vorgeschlagen hat und ich es versucht habe, tat es gut durch den Job als Model Bestätigung zu bekommen, und das wollte ich meinen Freundinnen auch geben. Ich wollte ihnen zeigen, wie hübsch sie eigentlich sind. Die haben auch immer gesagt: „Ich sehe doch gar nicht gut aus“ aber ich wollte ihnen das Gegenteil beweisen. Wir hatten damals noch mit Analogkameras und ohne technisches Know-How Shootings gemacht. Aber als dann Digitalkameras und Photoshop kamen, hab ich mich ein bisschen davon verabschiedet, da ich nicht der größte Technik-Freund bin. Durch die Beziehung zu meinem Freund, dem Fotografen Felix Rachor, habe ich mich dem aber wieder angenähert. Er hat mich an die Hand genommen und mir die Technik beigebracht, mich z.B. an Photoshop herangeführt und mir sehr unter die Arme gegriffen. Alleine hätte ich zu viel Respekt davor gehabt. Vor etwa einem Jahr habe ich mir dann einen richtigen Plan gemacht, ich habe mir ein Portfolio zusammengestellt und mir überlegt, in welche Richtung das alles gehen soll. Und seitdem bin ich professionell dabei.
 

Pure Mandy
Model Mandy Bork
Foto: Wanda Badwal
 

In welche Richtung geht deine Fotografie? Wen oder was hast du am liebsten vor der Linse?

Also ich fotografiere am liebsten Menschen. Ich versuche in den Bereich Peoplefotografie zu gehen, aber auch im Commercial- und Fashionbereich arbeite ich. Ich hatte auch schon ein paar Veröffentlichungen und Fotostrecken in Magazinen. Manchmal mache ich auch Promiportraits, shoote Models und Schauspieler. Im Moment versuche ich den Lifestyle-Bereich weiter auszubauen. Es macht wirklich unglaublich viel Spaß, Menschen zu fotografieren. Auch Kinder hatte ich schon vor der Kamera gehabt.
 

Wie ist es, zur Abwechslung mal hinter der Kamera zu stehen? Hier musst du ja beispielsweise nicht darauf achten, immer perfekt auszusehen. Ist es entspannter auf der anderen Seite der Kamera? Fühlst du dich hier wohler?

Ich muss sagen, ich finde das ganz herrlich hinter der Kamera. Ich bin ja auch mehr so der sportliche Typ, trage gerne Boyfriendjeans mit Turnschuhen. Und es ist ganz toll, dass ich das hinter der Kamera auch darf und auch nicht ständig auf mein Aussehen oder meine Ernährung achten muss. Das genieße ich total und fühle mich super wohl.

 

Für viele Fotografen ist das Fotografieren eine Möglichkeit, Ideen und Gedanken auszudrücken und sich kreativ auszuleben. Sicherlich bist du auch einer dieser Kreativköpfe mit hunderten von neuen Ideen am Tag. Was bedeutet dir die Fotografie und was bietet sie dir, was dir das Modeln nicht bietet?

Ich kann hier sehr aktiv sein. Als Model ist man eher in einer passiven Position, man führt Dinge aus, die einem gesagt werden, aber letztendlich sind das nicht deine Ideen. Als Fotograf entwickelt man seine eigene Idee, sein eigenes Konzept, kann in einem Team zusammenarbeiten und das ist einfach genial und macht sehr viel Spaß. Und da ich auch weiß, wie es ist vor der Kamera zu stehen, habe ich auch einen sehr sensiblen Umgang mit den Models, ich weiß wie die sich fühlen… bei mir friert kein Model. Und Hunger hat auch keins, ich achte drauf, dass es ihnen gut geht. Als Fotograf wird man auch in verschiedensten Feldern gefordert, Kreativität und Konzeption oder gestalterische Mittel wie Licht und Farbe, der Umgang mit Menschen und die technische Nachbearbeitung… das ist alles viel umfangreicher als der Modeljob. Da geht man zum Job und nach einem Tag ist der vorbei, als Fotograf sitzt man manchmal Monate an einem Projekt. Das ist zeitaufwendiger, aber auch viel belebender. Auf Dauer wäre mir das Modeln vielleicht zu langweilig, die Fotografie fordert da schon mehr den Geist.

 
Fotografin Wanda Badwal
Fotografie: Wanda Badwal
 

Wie sieht die Zukunft deiner Fotografie aus? Gibt es etwas, das du unbedingt erreichen willst und worauf du hinarbeitest?

Ich fände es toll, wenn ich in Zukunft gut davon leben könnte. Das wäre ein großes Ziel. Gerne würde ich mit Magazinen arbeiten. Im Lifestyle- und Commercialbereich möchte ich noch gerne was machen, aber auch mit Kindern, das macht mir sehr viel Spaß. Beispielsweise das Kindermagazin Luna ist ganz toll. Da gibt es sehr hochwertige und sehr schöne Projekte. Wenn ich mit denen zusammenarbeiten könnte,  wäre das schon sehr cool.

 

Wir konnten dich auch schon mehrfach im Fernsehen und auf Musical-Bühnen bewundern. Du hast ja auch schon vor GNTM professionell als Musical-Darstellerin gearbeitet. Was bedeutet dir die Schauspielerei? Gehst du diesem Beruf heute noch nach?

Ich habe nach Topmodel auch einige Sachen gedreht wie u.a. z.B. Same Same but different, Danni Lowinski, Ein Fall für Zwei und das macht mir nach wie vor sehr viel Spaß. Wenn mal in der Richtung ein Angebot kommen sollte und ich Lust drauf habe, dann mach ich das auch gerne. Es ist aber auch wie das Modeln oder die Fotografie ein sehr unbeständiger Job. Wirtschaftliche Umstände machen die Joblage leider ziemlich unsicher und man kann nicht immer auf Arbeiten oder Projekte bauen. Von daher ist es für mich sehr sinnvoll, auf mehreren Standbeinen zu stehen und mich vielseitig kreativ ausleben zu können.

 
Ice Ice Baby
Fotografie: Wanda Badwal
 

Model, Model-Coach, Schauspielerin, Fotografin – Wofür schlägt dein Herz? Was macht dich am glücklichsten?

Im Moment ist es die Fotografie, darauf liegt gerade mein Hauptfokus. Aber auch das Model-Coaching liegt mir sehr am Herzen, vor allem weil ich mir selbst am Anfang immer jemanden gewünscht habe, der mich an die Hand genommen und mich auf das Business vorbereitet hätte. Mir machen alle Berufe Spaß, aber in Zukunft will ich in Richtung Fotografie gehen. Als Model kann man ja auch nicht ewig arbeiten, da bin ich  realistisch. Ich will auch diesen Jugendwahn nicht mitmachen oder mir ordentlich Botox in die Haut reinjagen. Andere Dinge rücken für mich in den Vordergrund und diese Entwicklung finde ich auch schön und sehr passend, dass ich jetzt hinter die Kamera treten kann.

 

Dein Terminkalender scheint buchstäblich aus allen Nähten zu platzen. Bleibt da denn überhaupt Zeit für Privates wie Familie, Freunde oder einfach mal Zeit für dich allein? Was machst du, wenn du nicht am Arbeiten bist?

Dadurch, dass das Business recht unbeständig ist, bleibt eigentlich genug Zeit für Privates. Ich muss aber sagen, dass ich schon ziemlich viel arbeite, wobei sich das für mich nicht wie Arbeit anfühlt. Ich möchte nicht das Gefühl haben „Wann ist denn endlich wieder Wochenende?“. Das ist auch mein Lebenskonzept, dass ich jeden Tag gerne meinen Job mache. Natürlich gibt es Dinge, die man weniger gerne macht und auch sehr anstrengend sind, aber grundsätzlich macht mir mein Job sehr viel Spaß und ich empfinde es auch nicht als Arbeit. Was ich sonst mache, wenn ich nicht arbeite… Ich gehe sehr gerne zum Yoga und zum Sport, super gerne auch ins Kino oder treffe mich mit Freunden zum Kaffee, eben ganz normale Dinge.

 

Sebastian Deyle
Schauspieler Sebastian Deyle
Foto: Wanda Badwal

 

Mehr über Wanda und ihre Projekte auf: Instagram
 
 
Foto top: Felix Rachor

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