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Stilikonen – und was wir von ihnen lernen können

Stil-Ikonen – und was wir von ihnen lernen können

Sie sind schön, haben Stil und sind die Musen vieler Designer. Sie tragen wohlklingende Namen wie Audrey Hepburn, Marlene Dietrich, Sophia Loren, Jane Birkin, Grace Kelly, Jackie Kennedy, Madonna, Olivia Palermo, Victoria Beckham, Kate Middleton, Michelle Obama oder Sarah Jessica Parker bzw. Carrie Bradshaw – wenn auch fiktiv. Sie bilden allesamt die A-Liga der Stilikonen unserer Zeit und die des letzten Jahrhunderts. Sobald einer dieser Namen fällt, haben wir ihren unverkennbaren, persönlichen Stil vor Auge, mit dem wir sie automatisch in Verbindung bringen.

Wenngleich auch ihre Kleidungsstile alle unterschiedlich zu sein scheinen, haben sie doch ein paar Dinge gemeinsam, die wir uns von ihnen abgucken können.

Hier sind 8 Tipps, die wir von Stilikonen übernehmen können:
 

1. Trage nur Kleidung …

… in der du dich auch wirklich wohl fühlst. Wenn du ständig an dir herumzupfst, weil etwas nicht richtig sitzt oder unbequem ist, dann kann das selbst das schönste Outfit ruinieren, denn man wird merken, dass du nicht entspannt bist, was absolut unauthentisch wirkt.

 

2. Eine positive Ausstrahlung …

… ist viel wichtiger als die neusten Trends und Designer-Teile zu besitzen. Stehe zu dir und deinem persönlichen Stil. Wenn du mit dir im Reinen bist, versprühst du das auch nach außen, was sich auf deine Ausstrahlung auswirkt. So strahlst du ganz automatisch von innen heraus.

 

3. Keine Gedanken verschwenden …

… an das, was andere von dir denken könnten. Wichtig ist, dass du dich in deinem Look wohlfühlst. Steh dazu und trage es selbstbewusst. Genieße die Blicke, und wenn getuschelt wird, freu dich darüber, dass man dir Aufmerksamkeit widmet und du für Gesprächsstoff sorgst. Entweder gucken sie, weil es ihnen gefällt – oder eben nicht. Mach dir darüber aber keinen Kopf. Sei stolz auf dich, dass du mutig bist, deine Kreativität in der Mode auszuleben. Mode soll schließlich Spaß machen. Wenn du Lust auf einen XXL-Schlapphut oder glitzernde Overknees hast, dann steh dazu und trag es mit einer lässigen Selbstverständlichkeit.

 

4. Hab keine Angst …

… vor modischen Fehltritten. Fehler sind menschlich – und dazu gehören nun einmal auch Fashion-Fauxpas. Worüber sollten wir denn auch sonst in ein paar Jahren lachen, wenn wir unsere Foto-Archive durchforsten?

 

5. Folge nur Trends …

… die dir auch wirklich gefallen. Sonst wirst du dich unwohl und unsicher fühlen. Und das würde man dir auch anmerken – siehe Punkt 2. Du musst schließlich nicht jeden Trend mitmachen. Das wirkt auch nicht sonderlich authentisch. Investiere lieber in Teile, die länger als eine Saison durchhalten werden.

 

6. Nimm dich selber …

… nicht allzu ernst. Geh spielerisch mit der Mode um, genieße sie und ihre Vielfalt. Probiere dich aus, hab Spaß und bereue nichts! Denn: Wer nicht wagt der nicht gewinnt! Das gilt auch in der Mode. Jedes Outfit, auch die scheinbaren Fehltritte, gehören zu deiner modischen Weiterentwicklung dazu.

 

7. Finde dein persönliches …

… Markenzeichen, das andere mit dir sofort in Verbindung bringen. Kreiere deinen eigenen Signature-Look. Das können zum Beispiel rote Lippen sein, auffällige Kopfbedeckungen oder High Heels, die du (gefühlt) rund um die Uhr trägst.

 

8. Höre nie auf …

… dich weiterzuentwickeln. Natürlich sollst du dir selber treu bleiben, aber sei dabei immer offen für Neues. Wer weiß, was dir sonst entgeht. Denn auch wenn du deinen Stil schon gefunden haben solltest, kannst du ihn immer noch ausbauen. Auch wenn du dich hin und wieder verändern solltest, heißt das noch lange nicht, dass du dir dabei nicht selber treu bleiben kannst.

 

Fotos: Brian Ach; Anwar Hussein; Gotham; Timur Emek / Kontributor / Getty Images

13 Warnzeichen, dass du in einer toxischen Beziehung lebst

13 Warnzeichen, dass du in einer toxischen Beziehung lebst

Eine Beziehung sollte sich gut anfühlen, du solltest dich in ihr sicher, geborgen und unterstützt fühlen. In der Beziehung darfst du wachsen und dich verändern. Auch wenn dein Partner dies einmal nicht versteht, wird er dich unterstützen und dir auf deinem Lebensweg eine Hilfe sein, kein Hindernis. Nicht jede Beziehung erfüllt diese Grundvoraussetzung und einige sind toxisch und ungesund. Toxische Beziehungen schaden deiner psychischen Gesundheit und können dein Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl gefährlich untergraben. Daher ist ein Verlassen einer solchen toxischen Beziehung unter Umständen sehr schwierig und du solltest dich nicht scheuen, dir Hilfe zu suchen. Ob deine Beziehung toxisch ist, kannst du an einigen Warnzeichen erkennen. Beachte: Nicht alle Warnzeichen müssen für eine toxische und ungesunde Beziehung zutreffen.

Warnsignale, dass du dich in einer toxischen Beziehung befindest, sind unter anderem:

1. Du kannst in den Augen des Partners nichts richtig machen.

Ein Anzeichen einer ungesunden Beziehung ist, wenn dein Partner ständig alles an dir kritisiert, und keine Gelegenheit auslässt, dir vergangene Fehler und vergangenes Verhalten vorzuhalten. Ob diese aus Versehen oder mit Absicht entstanden sind, spielt dabei keine Rolle. Zeit ebenfalls nicht, so kann es sein, dass er dir bestimmtes Verhalten noch nach Jahren vorhält.

2. Alles in der Beziehung dreht sich um den Partner.

Oberflächlich betrachtet mag es kaum auffallen, aber dein Partner ist das absolute Zentrum eurer Welt. Wenn du die Aufmerksamkeit auf dich lenkst, wird er sie sich sofort zurückholen. Berichtest du begeistert von einem Plan, geht es ihm plötzlich so schlecht, dass du dich um ihn kümmern musst oder er berichtet prompt von eigenen Problemen. Wenn es dir schlecht geht oder du krank bist, dann hat er stets die größeren Probleme oder ist noch kränker als du. Da kannst du noch so um Liebe und Zuneigung bitten.

3. Du fühlst dich dafür verantwortlich, wie es dem Partner geht.

Wenn ihr etwas unternehmt und es dem Partner nicht gefällt oder wenn ihm auswärts das Essen nicht schmeckt, hast du das Gefühl, versagt zu haben und Schuld daran zu sein. Du versuchst ihn vor allem Übel zu bewahren, weil du das Gefühl hast, es sei deine Verantwortlichkeit. Da dies nicht möglich ist, hast du permanente Schuldgefühle, die dieser Mensch gründlich ausnutzt. Schuldgefühle sind deshalb eindeutig ein weiteres Anzeichen für eine giftige Beziehung.

4. Auf deine Erfolge reagiert er mit schlechter Laune oder Neid.

Es handelt sich um einen missgünstigen Partner, wenn dir etwas gelingt und du ertappst dich immer öfter dabei, absichtlich deine Größe zu schmälern, dich kleinzumachen, damit du seinen Neid nicht heraufbeschwörst und die Liebe und Harmonie zwischen erhalten bleibt. Du musst aber erkennen, dass es bei einer giftigen Beziehung gar keine Liebe oder Harmonie gibt.

5. Geht es dir schlecht, empfängst du keine Unterstützung.

Im Gegenteil: Dir wird das Gefühl vermittelt, dass du an deiner Misere selbst schuld bist; eventuell wird der Partner sogar zusätzlich wütend auf dich, weil du versagt hast. Das klingt nicht nach Liebe, sondern nach einer ungesunden Beziehung. Und du solltest in jedem Fall über eine Trennung von diesem Menschen nachdenken.

6. Dir darf es nicht gut gehen.

Deinem Freund geht es nicht gut, oft ist ihm dies nicht einmal bewusst, daher möchte er dich auf die gleiche Stufe des Leids hinabziehen. Geht es dir gut, wirst du zu einer Bedrohung und das muss, notfalls mit einem an den Haaren herbeigezogenen Streit, unterbunden werden.

7. Du bemerkst, dass du dich verstellst.

Wenn du in der Nähe des Partners nicht mehr du selbst sein darfst, mit deiner Großartigkeit, deinen Fähigkeiten, deinen Macken und Ängsten, dann tut dir dein Partner nicht mehr gut. Dein Zuhause und deine Beziehung sollte genau der Ort sein, an dem du vollkommen du selbst sein darfst, an dem du keine Masken tragen musst, um akzeptiert zu werden. Wenn du nicht du selbst sein kannst oder darfst, dann ist es nicht die richtige Beziehung und er nicht der richtige Partner für dich.

8. Er duldet keine Veränderungen bei dir.

Inneres Wachstum, aber auch das Umorientieren zu neuen Zielen, wird unmöglich für dich, weil die Person keinerlei Veränderungen deiner Situation oder deines Lebens akzeptiert. Veränderst du dich, wirst du dafür verspottet oder verbal angegriffen, die Veränderungen selbst nicht anerkannt. Vielleicht macht dein Partner andere Menschen dafür verantwortlich, dass du dich veränderst und spricht dir damit deine Eigenverantwortung ab. Das sind Anzeichen dafür, dass er Angst hat, die Kontrolle über dich zu verlieren. Du hast es aber verdient, dein Leben so zu gestalten, wie nur du es möchtest.

9. Geschenke dienen einem Zweck.

Du bekommst ständig Geschenke vom Partner, aber du wirst das Gefühl nicht los, dass du mit jedem weiteren Geschenk tiefer in seiner Schuld stehst. In einer Beziehung solltest du dieses Gefühl nicht haben. Wenn du dich ändern möchtest oder ihn gar verlassen, wirft er dir vor, was er in seinem Leben nicht alles für dich getan hätte: Und das ist jetzt der Dank! Das kann für Personen psychisch extrem belastend sein.

10. Er isoliert dich.

Du hast das Gefühl, dich für anderen menschlichen Kontakt rechtfertigen zu müssen, freundschaftliche Kontakte zu anderen Männern/Frauen sind in dieser Situation nicht mehr möglich. Vielleicht isoliert er dich sogar von deiner Familie, redet schlecht über einzelne Familienmitglieder und versucht, den Kontakt zu unterbinden. Oder es entsteht jedes Mal eine Diskussion, wenn du dich mit deiner Familie treffen möchtest.

11. Er macht sich über dich lustig.

Wenn der Partner sich im Beisein anderer Personen ständig über dich, dein Verhalten und die Beziehung lustig macht, ist dies ein klares Zeichen von Respektlosigkeit. Und das wiederum ein Anzeichen dafür, dass die Partnerschaft eine toxische ist.

12. Er macht dir deine Hobbys madig.

Ihm gebührt deine volle Aufmerksamkeit und Hobbys könnten dich in Kontakt mit anderen Menschen bringen und – noch schlimmer – deine Selbstachtung steigern. Daher wird er versuchen, deine Hobbys als lächerlich und dich vor anderen Personen als dumm darzustellen. Je wichtiger dir ein Hobby ist, desto eher wird es dabei zur Zielscheibe seines Spotts. Er will die Beziehung und vor allem dich kontrollieren, und lässt nicht zu, dass etwas anderes das tut.

13. Du hast Angst vor ihm

Ein weiteres Anzeichen dafür, dass die Beziehung toxisch ist, ist wenn du Angst hast. Egal, ob du Angst vor einer verbalen oder körperlichen Attacke der Person hast: Angst ist immer ein klares Anzeichen von einer toxischen Beziehung, denn dieses Gefühl sollte in einer Beziehung, vor dem eigenen Partner niemals vorkommen. Deine Beziehung mit einem anderen Menschen sollte ein Hort der Geborgenheit und Sicherheit sein, Angst steht dem konträr gegenüber. Bei diesem Anzeichen ist eine Trennung längst überfällig.

Unser Buchtipp:

Giftige Beziehungen: Wenn andere uns krank machen von Harriet Braiker in „Giftige Beziehungen“ beschreibt die Bestseller-Autorin Harriet Braiker, wie uns andere Personen und giftige Beziehungen psychisch krank machen können – sei es in der Partnerschaft, im Job oder auch in Freundschaften. Vor allem, wenn uns eine solche Beziehung nicht guttut und wir dennoch nicht den Mut haben, sie zu beenden, leiden wir sehr unter den Folgen: Unsere Gesundheit leidet, Depressionen und Schlafstörungen nehmen zu. In ihrem Buch gibt Braiker viele Tipps, was man tun kann, um sich von toxischen Menschen zu lösen und mit seelischen Wunden umzugehen. Dabei legt Harriet Braiker den Fokus ihres Buches auf positive Gefühle wie Selbstvertrauen und Stärke anstatt auf Schuldgefühle oder Minderwertigkeitskomplexe.

Was du über eine toxische Beziehung wissen solltest

Eine toxische Beziehung ist eine ungesunde Beziehung zwischen Menschen, in der einer oder beide Partner, körperlich, emotional oder psychisch misshandelt werden. In einer toxischen Beziehung kann es zu Verhalten wie Kontrollverlust, sozialer Isolation, Angst und sogar physischer Gewalt kommen. Eine toxische Beziehung ist nicht nur schädlich für die Betroffenen, sondern auch für ihre Kinder, andere Familienmitglieder und Angehörige. Oft wird in einer toxischen Beziehung auch das Wort „Liebe“ missbraucht. Toxische Beziehungen sind oft unglaublich verwirrend und verworren, weil die Opfer immer wieder von den Tätern angezogen werden, doch sie haben nichts mit Liebe gemein. Deshalb kommt es auch häufig zu einer On-Off-Beziehung. Oft glauben die Opfer, dass sie die einzigen sind, die so leiden, aber das ist leider nicht der Fall. Viele Menschen sind in schädlichen Beziehungen gefangen und finden keinen Ausweg. Dabei ist eine Trennung die einzige Möglichkeit, um sich aus dieser Situation zu befreien. Denn die toxische Person wird ihr Verhalten mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ändern. Wenn du denkst, du könntest in einer toxischen Beziehung mit einer Person sein, suche dir Hilfe. Suche dir zunächst Rat bei einem Freund, deinen Eltern oder einem andren Familienmitglied, dem du vertrauen kannst. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Leben durch die andere Person in Gefahr ist, wende dich an die Polizei oder rufe den Notruf an.

Foto: PeopleImages / Getty Images

Elena García Gerlach: „Ich liebe die Abwechslung, neue Menschen und Orte kennenzulernen.“

Elena Garcia Gerlach Interview

Nach ihrem Serien-Austritt bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ im Frühjahr dieses Jahres ging es für die Halb-Spanierin erstmal auf große Reise. In der beliebten Daily Soap durchlebte ihre gleichnamige Rolle viele Höhen und Tiefen. Privat sieht es bei Elena García Gerlach zum Glück um Einiges ausgeglichener aus. Die gebürtige Frankfurterin lebt seit langem schon in Berlin – und das mit einer ziemlich entspannten Einstellung zum Leben.

Elena García Gerlach im Interview

Ajouré: Nach deinem Ausstieg bei GZSZ bist du erst mal gereist. Wohin ging es genau?

Elena García Gerlach: Nach meinem letzten Drehtag habe ich mir eine Auszeit auf Bali gegönnt. Dort bin ich vier Wochen alleine gereist, war am Meer, im Landesinneren und auf drei Inseln unterwegs. Außerdem habe ich jeden Tag Yoga-Klassen besucht, denn es gibt auf Bali wunderbare Yoga-Studios. Gleichzeitig habe ich sehr liebe Menschen kennengelernt und viel erlebt, war meistens auf meinem Scooter unterwegs, habe Boots-Touren, Mountainbike-Touren durch Reisfelder und den Dschungel gemacht, war surfen, schnorcheln … Ich brauche schon viel Bewegung um mich gut zu fühlen, habe aber auch die ruhigen Momente mit mir alleine, bei gutem Essen und einem guten Buch genießen können.

Nach den letzten drei Jahren, die durch die Dreharbeiten sehr strukturiert waren, habe ich mich danach gesehnt, mal wieder spontan sein zu können, meinen Impulsen zu folgen. Außer meiner ersten Destination hatte ich nichts geplant und konnte mich so wunderbar treiben lassen. Wenn ich mich an einem Ort wohlfühlte, bin ich länger geblieben als gedacht, wenn es mich weitertrieb, habe ich meinen Rucksack gepackt und bin aufs nächste Boot oder in den nächsten Bus. Alles kann, nichts muss. Diese Freiheit war großartig und beängstigend zugleich. Im Endeffekt war aber genau das eine gute Vorbereitung für mein Leben jetzt, ohne den durch die Serie strukturierten Alltag.

Ajouré: Was waren eigentlich die Gründe für deinen Ausstieg?

Ich habe mich nach zwei Jahren immer mehr danach gesehnt, wieder freier zu sein, andere Projekte wahrnehmen zu können, andere Rollen zu spielen, neue Geschichten zu erzählen. Ich liebe die Abwechslung, neue Menschen und Orte kennenzulernen. Deswegen habe ich die Produktion gebeten, mich zum Frühjahr gehen zu lassen. Ich freue mich darauf, mich in neuen Projekten einer Rolle nochmal ganz anders annähern zu können, ohne den Produktionsdruck einer täglichen Serie. Darauf, als Schauspielerin wieder mehr Risiko eingehen zu können, mehr Zeit zum Ausprobieren zu haben.


Ajouré: Nach deinem Serien-Ende hast du dir erst einmal ein Herzensprojekt erfüllt und in Polen einen Kurzfilm gedreht. Um was geht es darin und wann und wo wird man den Film sehen können?

Als ich Anfang Mai aus Bali zurückkam, ging es für mich direkt nach Polen. Dort habe ich zusammen mit einem Freund aus New York einen Kurzfilm namens „POEM 1“ gedreht, dessen Konzept ich während meiner Zeit auf Bali mit ihm zusammen entwickelt habe. Wir hatten die Genehmigung am „The Krzysztof Penderecki European Music Centre“ in der Nähe von Warschau drehen zu dürfen. Das war eine großartige Möglichkeit. Wir waren mit kleinem Film-Team allein auf dem riesigen Anwesen mit mehreren Konzertsälen und konnten uns da filmisch ausleben. Das war ein großes Geschenk, die Räume dort haben eine tolle Atmosphäre.

In dem Film geht es um eine junge Frau, die in einem Recovery Center versucht, ihre verlorengegangene Inspiration im Leben wiederzufinden. Für diese Geschichte haben wir im Center, aber auch in den Bergen Richtung Slowakei, sehr schöne Bilder gefunden. Ich war nach Bali zwar die kompletten Drehtage in einem Kälteschock, als wir in den Bergen gedreht haben, lag dort sogar noch Schnee, hatte aber wahnsinnig viel Spaß bei dem Dreh und es als großen Luxus empfunden, mich bei diesem Projekt kreativ einbringen zu können. Der Film wird jetzt erstmal auf Festivals laufen.

Elena García Gerlach: „Ich brauche immer mal wieder eine Auszeit von Berlin“

Elena Garcia Gerlach
Ajouré: Wo fühlst du dich zuhause?

Das ist eine schwierige Frage, über die ich auch immer wieder nachdenke. Ich mag ja die Abwechslung, habe selten länger als drei Jahre in einer Wohnung gelebt, ich reise gerne, führe eine Fernbeziehung, meine Familie und Freunde sind in ganz Deutschland verteilt … Natürlich ist mein Lebensmittelpunkt seit zehn Jahren in Berlin und ich liebe meine Wohnung. Aber ich brauche auch immer mal wieder eine Auszeit von Berlin. Ich folge immer meinem Herzen und mein Herz schlägt nun einmal an verschiedenen Orten.

Ajouré: Du bist sportlich viel aktiv – wie hältst du dich am liebsten fit?

Ich sehe mich nicht wirklich als sportlichen Menschen. Es ist nicht so, dass ich morgens den Drang verspüre, erstmal eine Stunde durch den Park zu joggen, bevor ich in den Tag starte. Ich muss mich zu den meisten Sportarten überwinden. Aber ich liebe es, in der Natur zu sein, lange Spaziergänge zu machen, wandern zu gehen. Seit ich als kleines Mädchen Flamenco getanzt habe, liebe ich tanzen, habe bis auf klassisches Ballett schon fast alle Tanzrichtungen mal ausprobiert. Das hält auf jeden Fall fit. Flamenco tanze ich immer noch, vor kurzem hat mich eine Freundin zum African Dance mitgenommen. Das war ein tolles Training und macht wahnsinnig Spaß. Yoga liebe ich für das gute Körpergefühl und die spirituelle Inspiration, ich fahre auch gerne auf Yoga-Retreats, um da ein paar Tage komplett einzutauchen. Danach fühle ich mich wie neugeboren.

Ajouré: Du bist ja selber auch in den sozialen Medien unterwegs. Wie gehst du damit um? Wo sind deine Grenzen?

Vor der Serie wäre ich vermutlich gar nicht auf die Idee gekommen, mich bei Instagram anzumelden, weil ich eigentlich ein sehr privater Mensch bin. Aber durch die öffentliche Aufmerksamkeit hatte ich Lust, den Menschen, die mich als Schauspielerin mögen, auch etwas von mir als Privatperson zu zeigen, von meinen Reisen, Konzerten, Alltagsschnappschüssen, Fotoshootings … Ich freue mich, wenn Menschen Freude an meinen Bildern haben und mir schreiben, dass ich sie inspiriere. Gleichzeitig finde ich es sehr befremdlich, eine Vorbildfunktion für junge Mädchen einzunehmen. Das möchte ich mir nicht anmaßen. Ich genieße mein Leben, möchte authentisch sein und nicht anfangen, Bilder zu inszenieren, um ein gewisses Image oder ein Produkt zu verkaufen. Und natürlich gibt es sehr private Momente, die ich für mich behalten möchte, um auch die Menschen um mich herum vom öffentlichen Interesse fernzuhalten.

Elena García Gerlach: „Ich besitze lieber wenige, aber für mich wertvolle Dinge“

Elena García Gerlach

Ajouré: Nachhaltigkeit ist ein Thema, mit dem du dich intensiv befasst. Wie genau lebst du das?

Ich achte hauptsächlich darauf, nicht so viel Müll zu produzieren und interessiere mich für nachhaltig produzierte Möbel und Fashion. Außerdem liebe ich Naturkosmetik. Ich finde aber zum Beispiel auch, dass man nicht immer alles neu kaufen muss. Meine Wohnungseinrichtung besteht hauptsächlich aus Vintage-Möbeln, die ich über Kleinanzeigen oder in eben Vintage-Läden kaufe. Denn ich liebe es, Möbel und Einrichtungsgegenstände mit Geschichte und Seele zu besitzen.

Ich hatte auch schon sehr schöne Begegnungen, als ich Möbel über Kleinanzeigen abgeholt habe. Zum Beispiel wurde ich mal von einer libanesischen Großfamilie zum Essen eingeladen, als ich einen alten Kirschholztisch abholen wollte. Am liebsten mixe ich dänisches mit modernem Design. Auch Kleidung kaufe ich viel in Second-Hand-Läden oder tausche sie mit Freundinnen. Was zu lang ungenutzt bei mir im Schrank hängt, verkaufe ich dann auch manchmal auf dem Flohmarkt. Inzwischen fühle ich mich wohler, wenn ich gar nicht so viel besitze. Das erleichtert mich. Denn ich besitze lieber wenige, aber für mich wertvolle Dinge. Wenn ich Kleidung neu kaufe, dann achte ich immer mehr auf fair produzierte und ökologisch nachhaltige Mode. Zu dem Thema habe ich zum Beispiel auf dem Fair Fashion Blog „Fairknallt“ von Marie Nasemann viel erfahren.

Ajouré: Apropos leben: Dein Motto ist „Keep it simple!“ – was kann man sich darunter genau vorstellen?

Es ist nicht unbedingt mein Lebensmotto, aber etwas, das ich mir im Alltag oft sage, um mich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren und auch mit wenigen Dingen glücklich zu sein. Seitdem mein Auto den Geist aufgegeben hat, fahre ich wieder mit dem Rad durch Berlin und finde das gar nicht so schlecht. Statt im Hotel zu schlafen, habe ich gerade zwei Wochen mit Freunden auf dem Anwesen eines Freundes in der Provence gezeltet, weil es keinen Platz mehr im Haus gab. Anfangs war ich skeptisch, im Endeffekt habe ich mich selten so wohl und frei gefühlt wie in diesem Urlaub.

Ich neige zum Perfektionismus, will oft zehn Dinge gleichzeitig schaffen und versuche daher, vieles einfach etwas entspannter zu sehen. Denn eigentlich brauche ich nicht viel, um glücklich zu sein und eine gute Zeit zu haben. Trotzdem vergesse ich das immer wieder, messe mich an anderen und denke, ich bräuchte jetzt unbedingt dies oder das oder müsste ganz schnell Dinge erreichen, für die vielleicht noch gar nicht die Zeit ist. Dann besinne ich mich wieder darauf, wie glücklich ich mich schätzen kann und freue mich über das, was da ist, anstatt mich auf das zu konzentrieren, was (noch) nicht da ist. Auch mit mir bemühe ich mich entspannter zu sein, trage selten Make-up und freue mich zum Beispiel, wenn ich im Urlaub zugenommen habe, weil es der Beweis ist, dass ich die Zeit und das Essen dort genossen habe.

Elena: „Ich liebe Spanien und fühle mich auch dort zuhause“

Ajouré: Welche Projekte hast du jetzt und für die Zukunft geplant? In welche Richtung soll deine Reise weitergehen?

Wenn ich diesen Winter nicht drehe, möchte ich ein paar Wochen in Barcelona leben, der Heimatstadt meines Vaters. Ich möchte mich nochmal mehr ausführlicher mit der spanischen Sprache beschäftigen und einen Examens-Sprachkurs belegen. Die Möglichkeit, auch in Spanien drehen zu können, wäre natürlich wunderbar. Ich liebe das Land und fühle mich auch dort zuhause.

 

Fotos: Isabel Hayn

Mit diesem Modell klappt die Kommunikation mit deinem Partner

Kommuniktion in der Partnerschaft

Wusstest du, dass die allermeisten Probleme in einer Partnerschaft entstehen, weil wir nicht klar genug miteinander kommunizieren? „Ich habe ihm doch genau gesagt, was ich will!“ – denkst du vielleicht, und damit hast du natürlich Recht. Dennoch scheint manchmal bei deinem Partner etwas ganz Anderes anzukommen. Zur Kommunikation gehören nämlich immer zwei, und alles, was wir sagen, wird durch unsere eigenen Erfahrungen gefiltert. So hören wir die Aussagen unseres Partners auf verschiedenen Ebenen und reagieren entsprechend darauf – oft zum völligen Unverständnis unseres Partners, der etwas ganz Anderes gemeint hat.
 

Die hohe Kunst der Kommunikation

Perfekt zu kommunizieren, ist unmöglich. Keine zwei Menschen denken gleich, und so können wir niemals alle möglichen Reaktionen eines anderen vorhersehen und alle verborgenen Eisberge umschiffen. Ebenso wenig ist es möglich, nicht zu kommunizieren, denn auch ein Schweigen ist eine Antwort, auch dein Körper spricht, während du still bleibst.

Wie kannst du nun trotz allem klar mit deinem Partner kommunizieren, wenn das Thema so voller Fallstricke ist? Der Psychologe und Kommunikationswissenschaftler Friedemann Schulz von Thun hat ein Modell entwickelt, um die verschiedenen Ebenen der Kommunikation aufzuzeigen. Wenn du sie verstehst, wirst du sensibler auf deinen Partner eingehen und viele Kommunikationsprobleme schon im Ansatz abwenden können.
 

Das Vier-Seiten-Modell

In seinem Modell beschreibt Schulz von Thun vier verschiedene Arten – in der Linguistik wird auch von „Ohren“ gesprochen – auf die wir eine Aussage verstehen können. Diese vier Arten sind die Sachebene, die Selbstoffenbarungsebene, die Beziehungsebene und die Appellebene. Jede Aussage, die uns erreicht, wird auf einer der vier Ebenen interpretiert. Das Gute an der Sache: Wenn du das Modell einmal verstanden hast, bist du in der Lage, selbst zu entscheiden, auf welcher Ebene du gerade hören möchtest.
 

Das Vier-Seiten-Modell
 

Hier die vier Ebenen im Überblick:

  • Die Sachebene: Auf der Sachebene interpretieren wir Aussagen, wie der Name schon sagt, rein sachlich. Wir hören Fakten heraus und entscheiden logisch, ob die Aussage wahr oder falsch ist. Gefühle spielen dabei keine Rolle.
  • Die Selbstoffenbarungsebene: Auf dieser Ebene fragen wir uns, wie es dem Sprecher gerade geht und was er mit seiner Aussage von sich selbst preisgibt. Dies kann der Sprecher bewusst oder – häufiger – unbewusst tun.
  • Die Beziehungsebene: Das ist die brisanteste Ebene für Beziehungen und diejenige, die am ehesten zu Konflikten führt. Auf dieser Ebene fragen wir uns nämlich, was die Aussage des Sprechers gerade für unsere Beziehung bedeutet – und je nach Stimmung können wir dies positiv oder negativ auslegen.
  • Die Appellebene: Die Appellebene ist besonders spannend und erklärt viel über das Verhalten von Paaren miteinander. Auf dieser Ebene entdecken wir nämlich versteckte Erwartungen und Forderungen unseres Partners und müssen entscheiden, ob wir diesen nachkommen oder nicht.

 

Soviel zum Überblick. Wenn dir das alles noch ein wenig abstrakt erscheint, wird es dir gleich anhand eines Beispiels klarer werden.
 

Ein Beispiel zum Verständnis

Stelle dir folgende Situation vor: Ein Paar hält sich im Wohnzimmer auf. Er sitzt am Computer und arbeitet, sie liegt gemütlich in eine Decke gekuschelt auf der Couch und liest ein Buch. Das Fenster steht offen. Plötzlich sagt er in den Raum hinein: „Es ist kalt.“ Sie hat nun vier Möglichkeiten, seine Aussage auf den verschiedenen Ebenen zu interpretieren und darauf zu reagieren.

Auf der Sachebene entnimmt sie seiner Aussage einfach die Information, dass es kalt ist. Sie kann innerlich zustimmen oder nicht, wird aber wahrscheinlich nicht oder zumindest nicht emotional reagieren.

Auf der Selbstoffenbarungsebene versucht sie zu verstehen, was ihr Partner hier über sich selbst verrät. Vielleicht fühlt er sich erkältet oder denkt an den bevorstehenden Winter. Ihre Interpretation kann richtig oder falsch sein, führt aber wahrscheinlich nicht zum Konflikt.

Interessant wird es nun auf der Beziehungsebene. Was bedeutet die Aussage „Es ist kalt.“ für die Beziehung der beiden? Je nach Grundstimmung könnte sie seine Worte zum Beispiel so verstehen: „Siehst du nicht, dass ich hier sitze und friere? Du hast das Fenster geöffnet, ohne mich zu fragen. Nie nimmst du Rücksicht auf mich!“ Oder, bei positiver Grundstimmung: „Es ist kalt geworden. Ich bin froh, dass ich hier mit dir im Warmen sitzen kann.“ Spannend ist, dass nicht seine Aussage ihre Reaktion bestimmt, sondern ihre eigene Interpretation seiner Worte.

Konfliktpotenzial gibt es auch auf der Appellebene. Hier hört sie nämlich klar und deutlich seine Forderung: „Ich friere. Mach gefälligst das Fenster zu!“ Das kann noch viel weiter gehen, wenn die Beziehung bereits belastet ist. Denn nun fragt sie sich, obwohl die Aufforderung nur in ihrem Kopf stattfand: „Warum macht er das Fenster nicht selbst zu? Ist er sich etwa zu schade, um aufzustehen? Ist ihm seine Arbeit vielleicht wichtiger als meine Lesezeit?“ Und so weiter …
 

Wie du das Vier-Seiten-Modell für deine Partnerschaft nutzen kannst

Du siehst also, dass ein Großteil eines möglichen Konfliktes nicht in der eigentlichen Aussage eines Partners liegt, sondern immer auch in der Deutung des anderen. Frage dich das nächste Mal, wenn ein Streit sich anbahnt, auf welcher Ebene du deinem Partner zuhören möchtest – und auf welcher Ebene er selbst dich vielleicht gerade hört.

Probleme in einer Partnerschaft sind meistens Kommunikationsprobleme. Werde bewusster in deiner Kommunikation, und du verbesserst langfristig und nachhaltig deine Partnerschaft.

 

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Foto: Plume Creative / Getty Images; Illustration: Von eigenes Werk – angelehnt an https://www.schulz-von-thun.de/ sevda malöküzn gerizekali serefsiz, Gemeinfrei, Link

Studien belegen: Schönere Haut durch Mandelsäure

Studien belegen: Schönere Haut durch Mandelsäure

Wenn du das Wort „Säure“ hörst, denkst du zunächst an alles andere als an einen Beauty-Helfer? Verständlich, denn verbinden wir mit dem Begriff doch eher ätzende Eigenschaften. Dabei findet Fruchtsäure, insbesondere wegen ihrer exfolierenden Eigenschaft hingegen schon seit langem Verwendung in der Hautpflege – so sind z.B. Zitronen-, Apfel-, Milch-, Glycol- und Mandelsäure fester Bestandteil der Branche. Die milden Fruchtsäuren lösen auf sanfte Weise Hautzellen ab, klären und glätten zudem die obere Hautfläche, während sie weiter unten die Produktion von Kollagen anregen. Vor allem Mandelsäure wird wegen ihrer hinzukommenden antibakteriellen Eigenschaft und besonderen Pflege gerne verwendet.
 

Studien belegen Wirkung

Aus einer dreijährigen Studie unter der Leitung des amerikanischen Dermatologen Mark Tyalor, bei der die Wirkung von Produkten mit ca. zehn Prozent Anteil an Mandelsäure auf der Gesichtshaut getestet wurde, ging hervor, dass bei regelmäßiger Anwendung Mandelsäure das Hautbild in kurzer Zeit verfeinert und Falten sowie Narben und Pigmentflecke verringert.

Denn durch die regelmäßige Verwendung von Produkten mit einem Mandelsäure-Anteil von zehn Prozent konnten Melanin-Einlagerungen in der Haut aufbrechen, wodurch die dunklen Flecken aufgehellt wurden und ein hauttonausgleichender Effekt zustande kam.

 

Das Besondere an Mandelsäure

Im Vergleich zu anderen Fruchtsäuren ist Mandelsäure für die Haut besonders gut verträglich, da ihre Moleküle größer sind, wodurch sie langsamer und gleichmäßiger in die Haut eindringen. Sie gelangen so auch in die unteren Hautschichten und beugen dadurch selbst bei empfindlicher Haut Irritationen vor. Die beste Verwendung findet Mandelsäure in Seren, Peelings und Reinigungsprodukten.
Aber auch in der Medizin kommt Mandelsäure wegen ihrer antibiotischen Wirkung zum Einsatz, da sie den Bakterien die Grundlage für ihr Wachstum, sprich: überschüssiges Hautfett, entzieht.

 

 

Foto: CoffeeAndMilk / Getty Images

Skyr: Warum der Superquark aus Island so gesund ist

Skyr: Warum der Superquark aus Island so gesund ist

Island, die kleine Vulkaninsel im Polarmeer, war bisher eher für heiße Quellen, zottelige Ponys mit fünf Gängen und in die Atmosphäre geschleuderte Vulkanasche bekannt. Doch nun macht sie mit einem kulinarischen Trend von sich reden: Skyr, einer Frischkäsezubereitung, die an Magerquark oder Schichtkäse erinnert. Der Legende nach sollen die Wikinger Skyr im neunten Jahrhundert von Norwegen nach Island gebracht haben. So machten sie Milch für den langen, strengen Winter haltbar. Selbst in der isländischen Märchenwelt findet Skyr Erwähnung: Wenige Tage vor Weihnachten kommt der Skyrgámur, zu Deutsch „Skyrfesser“, der achte von 13 Weihnachtstrollbrüdern, aus seiner Höhle in den isländischen Bergen und beschenkt artige Kinder. Anders als der Weihnachtsmann freut er sich aber nicht über ein Glas Milch und einen Teller Kekse, sondern über eine kleine Portion Skyr, die für ihn bereitgestellt wird.
 

Viel Eiweiß und wenig Kalorien: Skyr ist das ideale Fitness-Food

Skyr erinnert geschmacklich an Joghurt, obwohl er von festerer Konsistenz ist. Es handelt sich jedoch, wie bei dem in Deutschland beliebten Quark, um ein Frischkäseprodukt. Während er früher aus roher Schafsmilch hergestellt wurde, wird kommerzieller Skyr mittlerweile aus entrahmter Kuhmilch produziert, die erst auf 75°C erhitzt und dann auf 40°C heruntergekühlt wird. Dann werden Bakterienkulturen und Lab zugefügt. Die Mischung wird schließlich an einem warmen Ort stehengelassen, bis sie ausflockt und fester wird. Anschließend lässt man sie, ähnlich wie griechischen Joghurt, abtropfen, um die Molke zu entfernen und ein cremigeres Produkt zu erhalten.

Früher stellte jeder isländische Bauer sein eigenes Skyr her und verwendete anstatt der Bakterienkulturen einen Rest des Skyrs aus der letzten Produktion. Mittlerweile hat sich Selfoss zur Hochburg der Skyrindustrie entwickelt.

Skyr enthält bis zu 11 % Eiweiß, aber nur 0,2 bis 0,5 % Fett und 66 Kalorien pro 100 Gramm, was ihn zum idealen Nahrungsmittel für fitnessbegeisterte Menschen und solche, die sich bewusst ernähren wollen, macht. Außerdem enthält er 150 mg Kalzium pro 100 Gramm, was 15 % des Tagesbedarfs eines Erwachsenen deckt. Der hohe Proteingehalt unterstützt den Muskellaufbau im Training und hält lange satt.

 

 

Süß oder herzhaft: Skyr passt sich deinem Geschmack an

In Island wird Skyr traditionell entweder mit ein wenig Zucker bestreut oder aber mit einheimischen Früchten, wie zum Beispiel wilden Heidelbeeren, angerichtet. Sein milder, frisch-säuerlicher Geschmack eignet sich aber ausgezeichnet sowohl für süße als auch herzhafte Zubereitungen.

Aus Skyr lassen sich tolle Brotaufstriche herstellen. Versuche einmal, ihn mit frischen Kräutern zu würzen, einen Löffel körnigen Senf hineinzurühren oder ein mit Skyr bestrichenes Brot mit Olivenöl zu beträufeln und mit Meersalz und grobem Pfeffer zu bestreuen. Skyr passt ausgezeichnet zu den meisten Obstsorten, ob als Obstsalat oder als Kompott. Auch ein paar Löffel Marmelade ergeben in den Skyr gerührt einen köstlichen Snack.

Darüber hinaus lassen sich auch köstliche Milkshakes mit Skyr herstellen. Hierfür wird etwas Skyr mit Milch oder Wasser und beispielsweise Himbeeren im Mixer püriert und nach Geschmack gesüßt.

Wir lieben Skyr ganz besonders mit frischen Früchten der Saison und Granola – Knuspermüsli nach amerikanischer Art – für ein gesundes Frühstück, das lange satt macht und für Energie sorgt.

 

Foto: Westend61 / Getty Images

Get the British Look! Von Kleidung über Accessoires bis zu Möbeln – das macht einen „klassischen“ Briten aus

Get the British Look!

Passend zum Herbst und inspiriert von dem leidenschaftlichen Kinofilm MEINE COUSINE RACHEL, mit den britischen Schauspielern Rachel Weisz und Sam Claflin in den Hauptrollen, haben wir uns ein paar Looks und Wohn-Designs überlegt, mit denen du dir das Brit-Feeling direkt von der Leinwand holen kannst.

Mit einem klassischen Trenchcoat, wetterfesten Chelsea Boots oder einer viktorianisch anmutenden Rüschen-Bluse kannst du den Brit-Chic in deinen modischen Alltag integrieren.

Aber auch im Bereich Living kannst du dir von den Briten ein paar Details abgucken und mit den richtigen Stücken dir den britischen Landhausstil in deine eigenen vier Wände holen. Chesterfield-Möbel und Ohrensessel im Stil des 16. Jahrhunderts sind dabei die Schlüsselworte – sie sind zeitlos und absolute Interior-Eyecatcher.

Bluse mit Spitzenkragen
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Kissenhülle mit Fransen
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Hängelampe Gioiello Kristall Clear 14er
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Holz-Kaminumrandung
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Ohrensessel Brighton
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Fotos: Christian Vierig / Getty Images; 20th Century Fox Deutschland; otto.de; kare.de; dekoria.de

Wie du dich aus der Perfektionismus-Falle befreien kannst

Wie du dich aus der Perfektionismus-Falle befreien kannst

„Die perfekte Frau ist eine gute Mutter, macht Karriere, erledigt den Haushalt, treibt Sport, ernährt sich gesund, ist schlank und sieht immer top hergerichtet aus.“ So zumindest ist das Bild, das sich viele Frauen ausmalen und von dem sie glauben, ihm entsprechen zu müssen. Vermutlich kennst du auch das Gefühl, perfekt sein zu wollen, doch was sind die Ursachen dafür?

 

Das Gefühl, perfekt sein zu wollen und die Beweggründe

Wer als Kind gute Noten bekommt, wird gelobt, wer als Erwachsener befördert wird, bekommt Anerkennung – und wer wünscht sich nicht Anerkennung aufgrund von guten Leistungen? Daraus entsteht jedoch häufig ein fataler Irrtum: Es reicht nicht aus, nur genauso gut zu sein wie andere, du musst besser sein! Du beginnst damit, deinen Wert an deinen Leistungen zu messen und nur dann, wenn du besser bist als alle anderen, bist du etwas wert und wirst von allen geschätzt – ein Irrglaube.

 

Das Hamsterrad: Ein Kampf, den du nicht gewinnen kannst

Ein unbekannter Autor hat einmal gesagt: „Wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen, von Geld, das wir nicht haben, um Menschen zu beeindrucken, die wir nicht mögen.“ Frei nach „immer höher, immer schneller und immer weiter“ versuchen Menschen, die zum Perfektionismus neigen, auch andere Menschen zu beeindrucken, unabhängig davon, ob sie sie schätzen oder nicht. Besonders deutlich wird das am Vorgesetzten-Angestellten-Verhältnis. Wen möchtest du eigentlich beeindrucken und welches Ziel gedenkst du einmal zu erreichen, wenn die Anforderungen, die dein Vorgesetzter an dich hat, mit jedem Schritt den du tust, in immer weitere Ferne rücken? So verhält es sich mit allem im Rahmen des Perfektionismus. Nichtsdestotrotz gibt es auch Bereiche, wo Perfektionismus Vorteile mit sich bringt.

 

Gute und schlechte Perfektion

Perfektionismus ist immer dann angebracht, wenn du an dir selbst arbeiten, die Messlatte für dich selbst und nicht für andere höher legen möchtest. Kurzum: Wenn du an dir als Mensch und als Persönlichkeit arbeiten möchtest. Perfektion ist immer dann schlecht, wenn sie zum Ziel hat, anderen zu gefallen oder Beachtung zu erhaschen.

 

Negative Folgen von Perfektionismus

Dem Perfektionismus zu erliegen bedeutet Stress und der geht häufig mit Schlafmangel einher, mit Kopfschmerzen und anderen körperlichen Gebrechen. Auch ein allgemeines Unwohlsein kann sich einstellen, was wiederum auf deine Psyche drückt, denn wer körperlich nicht fit ist, kann auch keine perfekten Leistungen vollbringen, nicht wahr? Musst du aber auch gar nicht.

 

Was du gegen den Perfektionismus tun kannst

Es gibt viele Fragen, die du dir stellen kannst, um einen Weg aus der Perfektionismus-Falle zu finden. Die Gefahr besteht allerdings darin, dass du dabei womöglich ebenso perfektionistisch vorgehst wie bei allen anderen Herausforderungen auch. Die Aufgabe an dieser Stelle heißt daher nicht „Dank Perfektionismus raus aus dem Perfektionismus“, sondern nur „Finde den Weg hinaus aus dem Perfektionismus“. Wir zeigen dir sieben Schritte, wie:
 

1. Schriftlich festhalten: In welchen Bereichen bist du Perfektionistin?

Gehe gedanklich einmal deinen Alltag durch und notiere dir, bei welchen Aufgaben, die sich dir stellen, du perfektionistisch bist. Das bringt dir den Vorteil, dass du dir klar vor Augen führen kannst, an welchen Stellen Perfektionismus eigentlich total überflüssig ist.
 

2. Welche Gründe hast du für deinen Perfektionismus?

Frage dich anschließend anhand deiner Liste, warum du diese Aufgaben mit größter Perfektion angehst. Diese Frage zielt auf das Verhältnis von bereits genannter guter und schlechter Perfektion ab. Tust du dir mit dieser Perfektion einen Gefallen oder möchtest du es für andere perfekt haben, um wiederum Anerkennung zu bekommen?
 

3. Was bringt dir dein Perfektionismus?

Mit Blick auf deine Liste: Was bringt dir der Perfektionismus für jeden einzelnen Punkt? Wächst du selbst daran, wenn du deine Aufgaben perfekt erledigst oder dient dein Perfektionismus vielmehr dem Wohlstand anderer Menschen? Bringt dir die Anerkennung anderer Menschen etwas?
 

4. Was musst du an deiner Denkweise ändern?

Seine eigene Denkweise zu ändern ist sehr schwierig, deshalb könntest du Freunde oder Familienmitglieder befragen, wie sie mit bestimmten Aufgaben umgehen und vor allem wie sie damit umgehen, wenn sie diese Aufgaben nicht perfekt erledigt haben. Führe dir anhand ihrer Antworten vor Augen, dass einen Fehler zu machen nicht bedeutet, eine komplette Versagerin zu sein. Niemand macht seine Aufgaben zu hundert Prozent gut und wir alle lernen aus unseren menschlichen Fehlern; begreife sie als Chancen!
 

5. Wo ist Perfektionismus angebracht und wo nicht?

Um diese Frage anhand deiner Liste beantworten zu können, kannst du dir eine weitere Frage stellen und zwar: Wenn ich eine Aufgabe weniger sorgfältig ausführe, hat das dann negative Konsequenzen für mein privates oder berufliches Leben? Wenn du diese Frage mit „nein“ beantworten kannst, weißt du schon, dass diese Aufgabe keinen Perfektionismus von dir verlangt.
 

6. Kannst du an bestimmte Aufgaben lockerer herangehen?

Wenn du erst einmal damit angefangen hast, an manche Aufgaben weniger perfektionistisch heranzugehen, wird sich dein schlechtes Gewissen voraussichtlich sehr schnell zu Wort melden. Das ist ein Problem, das quasi unumgehbar und nur mit viel Übung zu bewältigen ist. Nimm dir heraus, bei manchen Aufgaben öfter etwas ungenauer zu sein und du wirst schnell merken, dass dir genau das sehr guttun wird.
 

7. Wie kannst du dein Selbstwertgefühl steigern?

Das ist wohl die schwierigste aller Fragen, denn wenn du als Perfektionistin davon ausgehst, dass nur wer keine Fehler macht auch ein fehlerfreier Mensch ist, wirst du dich selbst nicht schätzen lernen. Lerne deshalb, entspannter mit Fehlern umzugehen. Ein „Das hätte jedem passieren können!“ ist keine Ausflucht vor dem eigenen Versagen, sondern eine Wahrheit. Führe dir vor Augen, dass du mitsamt deiner Fehler immer noch ein liebenswerter Mensch bist und vergiss nicht: Du kannst es nicht allen Recht machen.
 

Fazit

Einen Weg aus der Perfektionismus-Spirale zu finden ist nicht einfach, aber machbar. Auch wenn du dich der schwierigen Aufgabe stellen musst, deine Denkweise zu ändern, wirst du diese Aufgabe (vermutlich naturgemäß perfektionistisch) durch viel Übung bewältigen können. Schließlich ist es auch die Übung, die den „Meister“ macht, also versuche demnächst einfach anhand der o. g. Schritte ganz meisterhaft un-perfektionistisch zu sein.

 

Foto: CoffeeAndMilk / Getty Images

Warum Stille für unser Gehirn so wichtig ist

Warum Stille für unser Gehirn so wichtig ist

Die Welt, in der wir leben, ist eine sehr hektische und laute. Auf der Straße tobt der Verkehr, im Fernsehen wirst du durch permanente Werbung zum Kauf eines Produkts animiert und beim Gang in den Supermarkt beschallen dich Musik, klapprige Einkaufswägen und das Gerede anderer Menschen. Einen Ort der Stille zu finden wird immer schwieriger, dabei ist genau das für deine Gesundheit von enormer Bedeutung. Wir zeigen dir, warum.

Deshalb ist es so schwierig, Stille zu finden

Stille versteckt sich nicht, vielmehr sind es die Menschen, die sich vor ihr verstecken. Es bedarf Stärke und Mut, die Rastlosigkeit aufzugeben und sich der Ruhe zu stellen, während alle anderen Menschen in Hektik und Stress ihren Alltag zu bewältigen versuchen. Indem du dich ihnen mit deiner Ruhe entgegenstellst, gibst du ihnen den Rhythmus vor und unternimmst den Versuch, ihre Welt etwas zu „entschleunigen“. Du lädst sie dazu ein, sich auf die wesentlichen Dinge des Lebens zu konzentrieren. Anders zu sein als die meisten Menschen erfordert Selbstvertrauen, deshalb ist es so schwer, Stille zu finden. Die meisten haben Angst vor ihr.

Warum Stille für dein Gehirn so wichtig ist

Es gibt viele verschiedene Gründe, warum du deinem Gehirn auch einmal eine akustische Auszeit gönnen solltest. Neben dem Effekt der plötzlichen Entspannung, die eintritt, wenn es dir gelingt dich voll und ganz der Stille zu widmen, treten noch zahlreiche weitere positive Aspekte auf, die dafür sprechen, regelmäßig einen ruhigen Ort aufzusuchen und abzuschalten.

Stille nimmt Anspannung und lindert Stressgefühle

In deutschen Medien hörst du ständig von Klagen über die Luftverschmutzung durch Kohlenstoffdioxid, doch hast du irgendwann einmal von jemandem gehört, der sich über Luftverschmutzung durch Lärm moniert hat? Vermutlich hast du deshalb noch nichts davon gehört, weil Luftverschmutzung durch Lärm nicht die natürlichen Ressourcen der Erde beeinflusst, sondern „nur“ den Menschen. Nachweislich verursacht Lärm nämlich Stress. Laute Umwelteinflüsse setzen in deinem Gehirn die sogenannte Amygdala in Gang, die wiederum mehr und mehr Stresshormone, das Cortisol, freisetzt. Die Folge sind Stressgefühle, Anspannung und im schlimmsten Fall Krankheiten wie beispielsweise Burnout. Dem gegenüber steht die Stille. Es reichen bereits zwei Minuten Lautlosigkeit am Tag, um deinem Gehirn eine Auszeit zu geben und sich zu entspannen. Und so ganz nebenbei senkt regelmäßige Stille auch noch den Blutdruck.

Regeneration der Sinne

Deine Ohren sind permanent auf Empfang ausgerichtet und das ist ein Problem. Allerdings ist das ein Problem aller Ohren und nicht nur deiner. Sie nehmen rund um die Uhr Geräusche auf, leiten sie an dein Gehirn weiter und dieses stuft die Geräusche dann ein. Nähert sich ein Auto? Schreien die Kinder auf dem Spielplatz vor Freude oder Angst? Diese Vorgänge kannst du nicht bewusst kontrollieren, selbst im Schlaf und mit Ohrstöpseln arbeitet dieses System weiter. Umso erfrischender ist es für deine Ohren und dein Gehirn, wenn du bewusst einen Ort aufsuchst, an dem es absolut still ist. Es wird dir wie eine Erfrischung vorkommen und deine Sinne regenerieren.

Kreativitäts – und Konzentrationssteigernd

Der Mensch ist, wozu ihn die Erfahrung gemacht hat und in manchen Situationen ist es erforderlich auf ebendiese Erfahrung zurückzugreifen, um beispielsweise Lösungsideen für neue Aufgaben zu entwickeln. Das ist allerdings kaum möglich, wenn dein Gehirn ständig von außen stimuliert wird. Erst dann, wenn du an einem Ort der Stille bist, völlig ohne äußere Reize wie Lärm oder Gerüche, kann sich dein Gehirn lossagen und aus dem emotionalen Vollen schöpfen. Dieser dann erreichte Zustand nennt sich auch „Ruhezustandsnetzwerk“ (Default Mode Network) und bezeichnet Hirnregionen, die nur dann arbeiten, wenn du in einer Situation völliger Reizlosigkeit bist. In anderen Worten: Setzt du dich einmal an einen ruhigen, nicht überrannten Platz im Park, an dem Ruhe herrscht, wirst du feststellen, dass dir womöglich Antworten auf Fragen kommen, die du dir schon längere Zeit gestellt hast.

Gehirnzellenwachstum

Der deutsche Schriftsteller Paul Keller schrieb einst: „Der Weg zu allem Großen geht durch die Stille“ und stellte damit eine Behauptung auf, die sich Jahre später bewahrheiten sollte. Gehirnzellen wachsen in der Stille. Ergeben hat das eine Studie aus dem Jahr 2013, die eigentlich einen ganz anderen Unterschied herauskristallisieren wollte. Stattdessen stellte sie fest, dass zwei Stunden Lautlosigkeit am Tag die Hirnregion wachsen lassen, die dafür zuständig ist, dass du Dinge verstehen, lernen und dir merken kannst. Gemeint ist der Hippocampus. In anderen Worten: Stille lässt es nicht nur zu, dass du dich besser konzentrieren kannst, sie macht dich gewissermaßen auch schlau.

Wie die Stille finden?

Es ist kein Hexenwerk Stille zu finden. Nimm dir einfach jeden Tag eine gewisse Zeitspanne, die dein Tagesplan verkraftet. Je mehr, desto besser ist es natürlich für deinen Körper und deinen Geist. Idealerweise liegt diese Zeit in den Morgen- oder Abendstunden, wo nicht sehr viel los ist. Suche dir dann einen Platz, an dem es absolut still ist. Dieser Ort kann dein Balkon sein, wenn er nicht gerade zu einer Hauptstraße hinaus zeigt. Es kann aber auch eine Parkbank sein, ein Plätzchen im Wald oder dein Sofa im Wohnzimmer. Wenn du Sorge hast, deine Ruhe könnte jäh gestört werden, suche einen Ort auf, an dem Ruhe vorgeschrieben ist wie z. B. eine Bibliothek. Welches Plätzchen du dir auch immer suchst, nimm dir die Zeit, jeden Tag ein paar Minuten in völliger Stille zu verbringen und einfach nichts zu tun.

Foto: Dave and Les Jacobs / Getty Images

Wie du mit Schmerzen die richtige Schlafposition findest

Wie du mit Schmerzen die richtige Schlafposition findest

Wenn man bedenkt, dass jeder Mensch ein Drittel seiner ganzen Lebenszeit mit Schlafen verbringt, ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Art, wie man schläft, einen starken Einfluss auf das eigene körperliche und geistige Wohlbefinden hat. Je nach Schlafposition kann die Gesundheit positiv oder negativ beeinflusst und Schmerzen gelindert oder verstärkt werden. Wir haben die Empfehlungen von Spezialisten zu den besten Schlafpositionen bei verschiedenen Schmerzzuständen zusammengefasst:

Schulterschmerzen

Schlafposition Schulterschmerzen

Falls du während oder nach dem Schlafen an Schulterschmerzen leidest, ist die beste Schlafposition für dich die Rückenlage. Dabei verteilt sich das Körpergewicht gleichmäßig und es entsteht kein Druck auf ein bestimmtes Körperteil. Als Kopfunterlage ist dabei am besten ein dünnes Kopfkissen geeignet (besonders vorteilhaft wäre ein orthopädisches Kissen). Wenn du nun noch ein zweites Kissen auf deinem Bauch platzierst und die Arme darum legst, sind deine Schultern bestmöglich entlastet. Falls du nicht gerne auf dem Rücken schläfst, kannst du dich auf die Seite legen, auf der deine Schulter nicht schmerzt. Ziehe dabei die Beine leicht zum Bauch hoch und stecke dir ein Kissen zwischen die beiden Knie. Vermeide bei Schulterschmerzen mit der Hand unter dem Kopf zu schlafen, da diese Position die Schulter in eine unnatürliche Lage versetzt. Auch am Bauch solltest du besser nicht liegen, weil die Schultern dabei ungünstig ausgerichtet sind.

 

Rückenschmerzen

Schlafposition Rückenschmerzen

Auch bei dieser Art von Schmerzen ist die beste Schlafposition auf dem Rücken. Es ist hierbei besonders wichtig, die natürliche Wirbelsäulenkrümmung zu begünstigen, wobei ein Kissen unter den Knien helfen kann. Lege zusätzlich ein kleines zusammengerolltes Handtuch zur Entlastung unter das Kreuz. Schläfst du lieber in der Seitenlage, dann ziehe am besten deine Beine etwas zur Brust und platziere ein Kissen zwischen deinen Knien. Das Schlafen auf dem Bauch belastet den Rücken und sollte daher vermieden werden. Ist für dich jedoch keine andere Position möglich, kannst du ein Kissen unter den unteren Bauch und das Becken schieben, um die Belastung zu verringern. Auch solltest du bei Rückenschmerzen auf eine eher härtere Matratze zurückgreifen.

 

Nackenschmerzen

Schlafposition Nackenschmerzen

Um den Nacken gut zu stützen, schläfst du am besten in Rückenlage mit einem Kissen unter dem Kopf und einem unter jedem Arm. Zusätzlich kann ein kleines, eingerolltes Handtuch unter dem Nacken helfen. In der Seitenlage solltest du darauf achten, dass die Höhe des Kopfkissens in etwa der Breite deiner Schulter entspricht, um den Nacken in einer natürlichen Position zu halten. Die Bauchlage ist auch bei dieser Art von Schmerzen nicht zu empfehlen, da es den Nacken sehr belastet, wenn der Kopf die ganze Nacht zu einer Seite gewendet ist. Solltest du dich doch entscheiden auf der Seite zu schlafen, benutze ein möglichst dünnes Kissen. Auch in den anderen Schlafpositionen ist besonders bei Nackenschmerzen auf die Art des Kissens zu achten. Am besten eignen sich Rollen oder orthopädische Kissen.

 

Sodbrennen

Schlafposition Sodbrennen

Wirst du regelmäßig von Sodbrennen geplagt, solltest du am besten auf deiner linken Seite schlafen. Diese Position begünstigt das Zurücklaufen der Magensäure aus der Speiseröhre, wodurch die Schmerzen vermieden werden.

 

Schmerzende Beine

Schlafposition Schmerzende Beine

Die Ursache für Schmerzen in den Beinen ist oft eine gestörte Durchblutung. Diese kann verbessert werden, indem du die Beine hochlagerst, zum Beispiel mit einem Rollen-Kissen. So kann das Blut leichter zur Körpermitte zurückfließen und Beschwerden, wie Krämpfe, werden vermieden.

 

Kopfschmerzen

Schlafposition Kopfschmerzen

Bei Kopfschmerzen ist es wichtig, den Kopf gerade und in einer Linie mit Nacken und Wirbelsäule zu halten. Lege dich dazu auf den Rücken und platziere Kissen um deinen Kopf, um zu verhindern, dass du ihn im Schlaf zu sehr bewegst.

 

Prämenstruelles Syndrom (PMS)

Schlafposition PMS

Das Prämenstruelle Syndrom, kurz PMS, beinhaltet eine Fülle von Beschwerden, wie Bauch-, Rücken- oder Kopfschmerzen, die bei manchen Frauen vor der Periode auftreten. Um Verspannungen entgegenzuwirken, schläfst du am besten auf dem Rücken mit einem nicht zu hohen Kopfkissen und einem zweiten Kissen unter den Knien.

 

Erkältung

Schlafposition Erkältung

Auch bei einer Erkältung wird man von verschiedenen schmerzhaften Symptomen, wie Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen geplagt. Zu einer angenehmeren Nachtruhe verhilft dir dabei das Hochlagern des Kopfes, indem du zum Beispiel mehrere Kissen darunterlegst. Diese erhöhte Schlafposition vermindert den Druck auf die Atemwege, macht so ein freieres Atmen möglich und lindert den Hustenreiz.

 

Bauchschmerzen

Schlafposition bei Bauchschmerzen
Wenn du unter Bauchschmerzen leidest, lege dich am besten auf deine linke Seite und ziehe leicht die Beine an den Bauch. Zwischen deine Knie kannst du ein Kissen legen. Diese Position hilft bei Verdauungsstörungen und entspannt den Bauch.

 

Fotos: Visage / Getty Images; AJOURE´ Redaktion

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