Stylingtipps für den Lagenlook

Der Lagenlook: vor allem im Herbst und Winter erfreut sich das Tragen verschiedener Kleidungsstücke übereinander großer Beliebtheit. Nicht grundlos, denn die Kombination aus T-Shirt, Pullover, Kleid und Jacke hält warm und eröffnet zahlreiche Möglichkeiten. So stylst du den Layering-Look und kommst mit verschiedenen Schichten sicher durch den Winter.

Lagenlook: Was ist das eigentlich?

Beim Layering werden mehrere Kleidungsstücke übereinander getragen. Die einzelnen Komponenten müssen dabei nicht gleich lang sein. Im Gegenteil: ein besonderes Merkmal des Layerings ist die stufenweise Anordnung von Mantel, Rock, Bluse und Co. Dadurch kreierst du neue Stile, die du je nach Bedarf auch ganz einfach wieder verändern kannst – etwa, wenn die Sonne herauskommt und du dich von den oberen Schichten befreien willst. Das ist nicht nur praktisch, sondern hält dich auch schön warm, da die eingeschlossene Luft zwischen den Schichten gespeichert und erwärmt wird.

 

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Unser Tipp: Trage mehr als nur zwei oder drei verschieden lange Teile übereinander.

Definiere deine Silhouette

Bevor du den Kleiderschrank ins Visier nimmst: welche Silhouette möchtest du kreieren? Voluminös oder doch lieber reduziert? Sollen Rundungen kaschiert oder hervorgehoben werden? Je nachdem sieht am Ende dein Outfit aus. Generell sollte jedes Kleidungsstück für sich ein Hingucker sein. Maximal fünf Teile sind optimal, denn dann hast du ausreichend Spielraum für Spontan-Stylings, bist aber nicht zu „vollgepackt“.

Wähle außerdem dezente Töne, denn Beige und Creme wirken elegant und edel. Auch mit Grautönen trumpfst du im Winter auf. Layering kannst du nicht nur im Alltag oder im Büro anwenden. Auch im Club oder im Restaurant macht sich der Lagen-Look gut, denn auch Abendkleid oder Minirock können durch geschicktes Übereinander-Stylen zum einzigartigen Outfit gemacht werden.

Schicht für Schicht zum perfekten Lagenlook

#1 Less is more

Damit du optisch nicht überladen und unförmig wirkst, solltest du maximal vier sichtbare Lagen tragen.

Die Grundlage jedes Outfits sollte ein ein enganliegendes Kleidungsstück wie ein Tanktop oder ein T-Shirt sein, danach werden die Schichten dicker, flauschiger und länger. Das Tanktop ist besonders praktisch für extrem überheizte Räume (wie es gerade in Geschäften oft der Fall ist), in denen man sich nicht gezwungen fühlen sollte alle Schichten anzubehalten. Bei Bedarf wird abgelegt, was zu viel ist. In diesem Fall wirkt ein Tanktop oder Shirt schon kleine Wunder.

Wähle dann für die äußeren Schichten weitere Schnitte, zum Beispiel ein Cardigan, Hemd oder dünner Pullover. In der Wolle sammelt sich die meiste Wärme, sodass ein Auskühlen verhindert wird. Um die Silhouette nicht zu verlieren, kannst du dazu ein Gürtel kombinieren. Im Büro wird der Mantel, der die dritte Schicht darstellt, einfach ausgezogen.

 

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Ein schöner Lagenlook ist auch eine Longbluse, über die du einen locker sitzenden Cropped-Pullover ziehst. Dazu kannst du dann eine Jeans und einen Trenchcoat kombinieren. Und natürlich noch einen XXL-Schal.

Wer Röcke liebt, greift am besten zu einem Stück mit hoch geschnittenem Bund. Hier ist die Gefahr des Verrutschens geringer. Auch bei der Strumpfhose ist ein hoher Bund wichtig, da die Nieren so warm gehalten werden.

#2 Materialien-Mix im Lagenlook

Besonders interessant wird dein Layering-Look, wenn du leichte und schwere Materialien miteinander kombinierst, wie beispielsweise luftige Stoffe zu Grobstrick. Du kannst aber auch mit der Kombination aus transparenten und blickdichten Stoffen einen Wow-Effekt erzielen.

 

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#3 50 Shades of…

Kombiniere bei deinem Outfit am besten Kleidungsstücke mit Farbabstufungen in hellen, neutralen Tönen oder auch Grautöne zu Blau und Schwarz. Farbliche Akzente kannst du mit einem knalligen Ton setzen, der die schlichten Töne aufbricht. Schön sind auch einzelne Teile mit Muster, die etwas Abwechslung für das Auge bringen.

 

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#4 Proportionen & Längen

Ohne unterschiedliche Längen funktioniert dieser Style nicht, da jede Schicht zumindest ein bisschen sichtbar sein muss. Krempel dafür zum Beispiel die Ärmel hoch oder knote dein Jeanshemd oder Top, damit das untere Kleidungsstück hervorblitzen kann.

 

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Durch das Layering kannst du außerdem auch deine Figur vorteilhaft akzentuieren. Wenn du klein und zierlich bist, sollte dein längstes Kleidungsstück nicht über die Mitte deines Oberschenkels ragen. Achte aber auch darauf, dass die Silhouette stimmt und entscheide dich, ob du oben etwas Enges und unten etwas Weites trägst oder eben umgekehrt. So kannst du deine Vorzüge betonen und kleinen „Makel“ kaschieren.

#5 Last but not least

Wer es immer noch nicht warm genug hat, fügt einen Schal hinzu. Gerade in der frostigen Winterzeit geht nichts über einen warmen Hals. Zudem kannst du mit dem Schal einen Farbtupfer zum Outfit hinzufügen, und machst ihn so zum stylishen Hingucker.

 

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Für die Beine gibt es eine weitere Option: Leg Warmers oder Stulpen genannt, machen auch die dünnste Strumpfhose winterfest. So kann der Winter definitiv kommen!

 

Foto: Sviatlana / stock.adobe.com