Die Jeans war Kult, ist Kult und wird aller Voraussicht nach auch Kult bleiben. Alle Jahre wieder erfreuen wir uns an neuen Jeans-Trends – Cropped, Patches, Vokuhila und Destroyed waren die Jeans-Trends des Jahres 2017; auffällige Jeans mit Streifen, Nieten und Stickereien, weite Jeans und Cargo-Jeans waren im Jahr 2018 total angesagt. In diesem Beitrag soll es nicht etwa um die neuesten Trends gehen, sondern um ein paar ganz praktische Tipps, die dabei helfen sollen, die perfekte Jeans zu finden, die nicht nur trendig ist, sondern auch passt.

Jeans
Jeans geht immer – oder nicht? Doch, im Grunde genommen schon. Allerdings gibt es vor allem aufgrund der Vielzahl an Jeans-Schnitten mittlerweile einiges zu berücksichtigen, damit nicht irgendeine Jeans gekauft wird, sondern die, die zum Körper passt.

Wer sollte keine Jeans tragen?

Eigentlich gehört die Jeans zu den Must-have-Basics in jedem Schrank, denn Denim ist nie nicht Mode, sondern lediglich die angesagten Schnitte ändern sich regelmäßig. Diese Idee hat nun ein Unternehmen aus Großbritannien komplett auf dem Kopf gestellt – und verkündet platt: Ab 50 Jahren ist frau zu alt für die Jeans.

Diese Annahme beruhe auf der Auswertung von Daten von 2000 Engländern. Rein statistisch betrachtet ergab die Studie, dass es ab einem Alter von 53 Jahren viel zu (zeit-)aufwändig sei, die passende Jeans zu finden. Die Suche nach der idealen Passform dauere in diesem Alter (der Studie zufolge) bis zu fünf Tage – Tränen beim Shoppen inklusive. Diese Shopping-Odyssee soll die Jeans dann nach fünf Tagen, etlichen Shoppingtouren und Fehl-Bestellungen in Online-Shops um etwa 35 Euro teurer machen.

Tipp: Ob frau auch mit 50+ noch die passende Jeans-Figur hat, sich darin wohlfühlt und gerne in Jeans den Alltag bestreitet, darf natürlich jeder selbst entscheiden. Fällt die Entscheidung nach der einen oder anderen Shopping-Odyssee dennoch gegen die Jeans aus, dürfen natürlich auch andere Produkte in den Fokus rücken, wie etwa hochwertige Damen-Hosen namhafter Marken. Und eins ist sicher: Schlupfhosen, angesagte Joggerhosen, Paperbaghosen und Chinos sind nicht minder stylisch als der Denim-Klassiker. Wenn es aber doch die Jeans sein darf, helfen die folgenden Grundregeln dabei, den passenden Schnitt zu finden.

Skinny Jeans
Die Skinny Jeans macht ihrem Namen alle Ehre: Sie ist hauteng. Deswegen ist sie vor allem für Frauen mit normalem Körperbau geeignet. Kräftigere Oberschenkel würde diese noch üppiger machen; dünne Beine wirken hingegen in der Skinny Jeans schnell mager.

Wer kann Skinny Jeans tragen?

Die Jeans kommt aus dem englischsprachigen Raum, also ist es nicht verwunderlich, dass auch die Attribute, die den Schnitt charakterisieren, aus dem Englischen stammen. So lässt die Skinny Jeans einen hautengen Schnitt vermuten („skin“ = „Haut“) – und das ist auch genau richtig. Die Skinny Jeans ist die Weiterentwicklung der Röhrenjeans. Die Röhre war gerade; die Skinny ist buchstäblich quietsch-eng. Bequem ist die Skinny Jeans dennoch, dafür sorgt der Elasthan-Anteil. Durch ihre knallenge und anschmiegsame Form zeichnet die Skinny Jeans die Körperform im Detail nach, was auch bedeutet: Jede Kurve wird in der Skinny Jeans sichtbar.

Tipp: Die Skinny Jeans setzt schlanke Beine und einen wohlgeformten Körper gut in Szene. Unter Jeans-Meile.de gibt es eine große Auswahl an Skinny Jeans in verschiedenen Farben. Wer größere Größen trägt, sollte besser nicht zur Skinny Jeans greifen. Auch extrem schlanken Frauen tut die Skinny Jeans nichts Gutes, denn die macht die Beine noch dünner und den Po flach.

Wer kann Bootcut- und Flared-Jeans tragen?

Die Bootcut- und die Flared-Jeans sind in gewisser Weise das genaue Gegenteil der Skinny Jeans, denn sie sind weit geschnitten – zumindest an der Körperpartie, an der die Hose am Fuß endet. Doch was ist der Unterschied? Die Bootcut-Jeans ist die Schlaghose für Anfänger. Sie verlängert optisch die Beine, so dass sie am Saum ausgestellt ist. Die Flared-Jeans macht den Schlag der Hose deutlich. Ausgestellt geschnitten ist diese Jeans bereits ab dem Oberschenkel oder spätestens ab dem Knie. Große, schlanke Frauen machen in diesen beiden Schnittvarianten eine gute Figur. Kleine, zierliche Frauen sollten darauf achten, dass die Taille hoch geschnitten ist – das macht die kleine Damenwelt etwas größer.

Tipp: Frauen mit kräftigeren Beinen müssen nicht auf diesen Jeans-Schnitt im Schrank verzichten. Besonders Marlene-Hosen sind für diesen Figurtyp die beste Wahl, denn diese Hose ist bereits ab der Hüfte weit geschnitten und umspielt die Rundungen anstatt sie abzuzeichnen.

Wer kann Mom-Jeans tragen?

Die Mom-Jeans ist nicht etwa nur im Kleiderschrank von Müttern erlaubt, stattdessen ist die Besonderheit der Mom-Jeans die hohe Hüfte, die häufig auch als High-Waist-Jeans angepriesen wird. Meist wird der hohe Hüftschnitt mit einem an den Beinen eng zulaufenden Schnitt kombiniert – also Karotte meets High-Waist. Die Mom-Jeans könnte schnell auftragen; mit einer Five-Pocket-Jeans kann das hingegen kaum passieren, obwohl das lässige Pendant zur Skinny Jeans eher der unscheinbare Klassiker für jedermann ist.

Saum der Jeans hochkrempeln
Wer den Saum der Jeans nach oben krempelt, verleiht dem Denim-Klassiker einen ganz neuen Look. Bei der Jeans im Mom-Schnitt ist das nötig, um Haut zu zeigen.

Tipp: Mom-Jeans können (wenn sie falsch gestylt werden) schnell auftragen. Deswegen empfehlen Styling-Experten dunklere Waschungen bei kräftigeren Beinen. Wichtig ist darüber hinaus, das Oberteil in die Hose zu stecken. Dieses sogenannte „Tucken“ ist ebenso Pflicht wie etwas Haut zu zeigen – quasi als Gegengewicht zur hohen, verhüllten Taille. Die Mom-Jeans aufzukrempeln, um die Knöchel zu zeigen, ist dabei ebenso möglich wie die Kombination mit einer Off-Shoulder-Bluse.  Unter glamour.de gibt es weitere Tipps, was beim Styling der Mom-Jeans vermieden werden sollte.

 

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