Der ultimative Blazer Style Guide

Der Blazer ist nicht erst seit 2021 wieder angesagt. Schon seit 2017 feiert er als It-Piece und modisches Statement sein modisches Comeback. Wir zeigen dir die neuen Blazer-Trends und verraten dir, wie du deine Blazer geschickt kombinieren und gekonnt in Szene setzen kannst.

Eigentlich klingt diese Einleitung ja ein bisschen trivial. Jede Frau ist überzeugt, sich einen Blazer einfach überziehen zu können – und schon stimmt der Look. Doch ganz so einfach ist es nicht, modische Fehlgriffe zu vermeiden. Der Blazer kann nämlich viel mehr, als nur das Jackett der Damen zu sein.

Der Klassiker: Blazer für alle Lebenslagen

Auch wenn die Fülle in manchem Kleiderschrank überladend ist, stehst du manchmal ratlos davor. Du fragst dich, was du anziehen könntest. Dir stehen viele bunte Farben und verschiedenste Kombinationsmöglichkeiten zur Wahl. Manche Teile trägst du aus unerfindlichen Gründen viel zu selten. Andere Kleidungsstücke hast du dafür durch ständiges Tragen überstrapaziert. Ein Blazer könnte das alltägliche Problem lösen helfen.

Klassische Damen-Blazer kommen meist mit einem Reverskragen, einer Knopfleiste, schmalen Schultern und einer betonten Taille daher. Sie können eine oder zwei Taschen haben, oder ohne Tasche gefertigt worden sein. Mindestens einen Kurzblazer und ein, zwei länger geschnittene Blazer-Modelle sollte jede Frau im Schrank haben.

 

 

Der Blazer und seine Wirkung

Ein neuer Tag beginnt. Wie möchtest du in deiner Kleidung wahrgenommen werden? Steht ein offizieller Termin an – oder geht es heute nur um das Wohlfühlen? Bist du am Nachmittag eingeladen oder hast du ein Date? Die Wahl der Bekleidung ist ein immerwährendes Anpassen an die Situation. Auch das Wetter spielt natürlich eine Rolle, denn der Blazer ist gerade als Übergangsjacke ideal. Ebenso sorgt er bei vielen Gelegenheiten für eine gute Figur. Daher gehören Blazer zu den Basics, die für modebewusste Frauen in jedem Fall unverzichtbar sind.

Das Interessante an einem Blazer ist, dass er jedes Kleidungsstück optisch aufwerten kann. Ein dunkelblauer oder schwarzer Blazer ist also nicht nur ein seriös wirkender Büro-Klassiker. Er liebt es auch, zu einer hellblauen Jeanshose und einem weißen T-Shirt getragen zu werden. In diesem Fall wirkt derselbe Blazer plötzlich lässig und cool. Er passt sich somit jedem Outfit an. Der Blazer lässt die Jeans eleganter wirken. Und umgekehrt nimmt die Jeanshose dem dunklen Blazer etwas von seiner Strenge. Mit einer weißen Spitzenbluse kombiniert, wird der gleiche Blazer ein femininer Verführer.

Der Kauf eines Blazers sollte idealerweise auf die Kleidung abgestimmt sein, die bereits vorhanden ist. Mindestens ein Blazer sollte dabei ein Basicteil in klassischen Farben sein. Dazu kaufst du Blazer am besten aus unterschiedlichen Materialien, mit unterschiedlichen Längen und Designs. Die Damenblazer von Daniel Hechter sind hierzu eine gute Wahl, denn sie überzeugen nicht nur durch ihre hochwertige Qualität, sondern auch mit ihren klassischen Schnitten, die du auch noch nach Jahren tragen kannst.

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Aktuell angesagt sind auch Blazer aus Cord oder Samt. Sie kommen in Naturfarben oder mit Karos zur Geltung. Ganz groß sind auch Cord-Hosen und Blazer in derselben Farbe. Ein blaue Samtblazer kann beispielsweise mit einer Jeans, aber auch mit einem Kleid oder Rock kombiniert werden. Ganz anders ist der Effekt, wenn du einen beigen Cord-Blazer, einen Blazer mit Leopardenmuster oder einen kurzen Karo-Blazer zu exakt denselben Kleidungsstücken trägst. Wer seine Blazer-Käufe also geschickt auf die vorhandenen Kleidungsstücke abstimmt, kann alles mit allem kombinieren.

Der passende Blazer zum Outfit

Ein stimmiger Look ist oft eine Frage des Ausprobierens. Das Prinzip „Trial and Error“ verhindert zwar keine Styling-Sünden – aber es übt ungemein, verschiedene Blazer unterschiedlich zu kombinieren. Der individuelle Geschmack ist meist eine wichtige Leitlinie, um zu deiner eigenen Mode zu kommen. Doch für Blazer gibt es ein paar Styling-Tipps, die das Kombinieren mit der restlichen Kleidung erleichtern.

Zunächst einmal ist die Rolle des Blazers, in jeder Lebenslage durch modisches Auftreten zu überzeugen. Mit einem Blazer zum Outfit ist jede Frau gut angezogen. Jacken fordern das immer neue Kombinieren mit anderen Kleidungsstücken geradezu heraus. Eine schöne Jacke kommt praktisch nie aus der Mode. Du kannst sie für ein paar Jahre in den Hintergrund rücken, um sie dann neu zu entdecken. Gerade das macht Mode so spannend. Bei einem schönen Blazer ist es daher nicht ratsam, ihn vorzeitig auszusortieren.

 

Styling-Tipp 1: der Oversize-Blazer

 

Übergroße Blazer sind gerade angesagt. Sie wirken cool. Doch Blazer in Übergrößen bergen auch gewisse Risiken. Um einen Oversize-Blazer wirklich gut aussehen zu lassen, sollte der Schnitt stimmen. Es darf nicht so aussehen, als hättest du den Blazer einfach ein paar Nummern zu groß gekauft.

In diesem Fall hängen nämlich die Schultern. Die Ärmel sind viel zu lang. Der Gesamteindruck ist alles andere als gelungen. Dass umgeschlagene Ärmel an einem eleganten XXL-Blazer gut aussehen, ist nicht gesagt. Es kann lässig wirken, aber auch deplatziert. Der Oversize-Blazer sollte außerdem nicht zu lang ausfallen. Der Figur-Typ bestimmt, welche Blazer-Typen du wählen solltest. Dazu später mehr.

Kombiniert werden Oversize-Blazer mit etwas Kontrastreichem. Ein einfarbiger Samtblazer mit Überlänge kann mit etwas Buntem in schmalem Zuschnitt kombiniert werden. Ein karierter Oversize-Blazer sieht mit einer einfarbigen Skinny Jeans gelungen aus. Das gekonnte Spiel mit den Proportionen besagt: Wenn oben ein Oversized-Format getragen wird, sollte es nach unten hin das Gegenteil sein. Richtig sind dann Bleistiftröcke, Leggins oder eben die Skinny Jeans.

 

Styling-Tipp 2: der Boyfriend Blazer

 

Nach der Boyfriend-Jeans und anderen Boyfriend-Kleidungsstücken bekommt nun auch der Boyfriend-Blazer unsere Aufmerksamkeit. Dieser weist überschnittene Schultern und einen etwas längeren, gerade ausgeführten Schnitt auf. Dadurch wirkt der Boyfriend-Blazer nicht bieder, sondern leger. Boyfriend-Blazer sind als lässigeres Business-Outfit, aber auch als Party-Dress tragbar. Ein Boyfriend-Blazer kann als Upgrade für geliebte, aber irgendwie nicht mehr ganz angesagte Outfits etwas hermachen. In Sachen modisches Make-over sind Boyfriend-Outfits also ganz groß.

 

Styling-Tipp 3: der Blazer im Military Look:

 

Military-Blazer fallen durch eine zweireihige Knopfleiste oder zwei Zier-Knopfleisten ins Auge. Ihr Zuschnitt ist etwas geradliniger. Der Military-Blazer sollte ein schlichteres Outfit als Hingucker krönen. Eine einfache Bluse und eine schwarze Hose passen meist perfekt.

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Styling-Tipp 4: der Pyjama-Blazer

 

Pyjama-ähnliche Blazer liegen voll im Trend. Es handelt sich dabei um gerade geschnittene Blazer-Modelle. Sie bestehen meist aus Seide oder Satin. Auch wenn Pyjama-Blazer ein wenig unausgeschlafen wirken, haben sie großes Style-Potenzial. Sie werden als Statement-Pieces mit betonten Nähten, symmetrischen Prints und einem Taillen-Gürtel zum Hingucker in fast jedem Ambiente. Nur im Business wirken sie unpassend.

 

Styling-Tipp 5: Ein Blazer als Minikleid

Möchtest du vielleicht einmal einen Oversized-Blazer als Kleid tragen? Das ist kein Problem. Es kann sogar supercool wirken, wenn du den Blazer mit weißen Sneakers oder kontrastfarbigen Pumps kombinierst. Einen zu kurzen Blazer kannst du mit einer Shorts oder Radlerhosen optisch entschärfen. Mit den richtigen Accessoires wird der Blazer als Minikleid zum Hingucker und zum modischen Statement.

 

Styling-Tipp 6: Blümchenkleid mit Blazer


 

Ein tolles Statement ist es, einen schlichten einfarbigen Blazer mit einem bunten Mini- oder Midi-Kleid zu kombinieren. Genauso gut passen Rock und Bluse dazu. Nur sollte der Rock nicht zu weit geschnitten sein, wenn du einen relativ langen Oversize-Blazer dazu trägst. In diesem Fall wäre ein auf Figur geschnittener Kurzblazer die bessere Wahl. Damit könnte der Glockenrock sich so beschwingt entfalten, wie er angelegt ist.

Welche Schuhe passen eigentlich am besten?

Mit einem gut gewählten Blazer kannst du quasi jedes Outfit komplettieren und optisch aufwerten. Er kann dabei deine Figur vorteilhaft strecken oder optisch verkürzen. Schau dir also vorab im Spiegel an, ob du am besten flache Ballerinas, weiße Baumwoll-Sneaker oder hohe Pumps als Ausgleich dazu trägst. Ansonsten sind deiner Schuhwahl keine Grenzen gesetzt.

Detailfrage: Die richtige Größenwahl

Auch wenn noch verschiedene Blazer aus vergangenen Tagen in deinem Schrank hängen: Wenn gerade Oversize-Blazer angesagt sind, solltest du keinen zu klein gewordenen Kurzblazer tragen. Ein Blazer sollte auch unabhängig von modischen Trends nie zu eng sitzen.

Ebenso sollte die Blazer-Größe deiner aktuellen Figur angepasst sein. Gute Kleidung fällt durch perfekten Sitz und interessante Kombinationen mit anderen Kleidungsstücken auf. Zu eng sitzende Blazer, die im zugeknöpften Zustand nicht mehr locker genug sitzen, sind ebenso tabu wie zu lange oder zu kurze Ärmel.

Ein heißgeliebter Blazer, der nicht mehr zum angesagten Style und zur aktuellen Figur passt, sollte lieber weggeben werden. Möglicherweise hängt noch ein anderer Blazer im Schrank, der inzwischen viel besser zu dir passt. Vorlieben und Moden ändern sich. Und mit den Jahren ändert sich auch die Figur. Daher ist der Blick auf die Blazer-Länge sinnvoll. Die Länge eines Blazers kann die Figur nämlich strecken oder optisch verkürzen.

Kurzblazer enden auf Taillenhöhe. Lange Blazer können auf Hüfthöhe enden oder das Gesäß bedecken. Mit einem Blazer in geeigneter Länge können also auch kleine Pölsterchen gut kaschiert werden. Die Blicklenkung kann auch durch die Wahl der passenden Accessoires vorgenommen werden.

 

 

Ein Wörtchen zur Farbe des Blazers

Ein Kleidungsstück, das auf jeden Fall in den Kleiderschrank gehört, ist ein schlichter schwarzer Blazer. Unabhängig von der angebotenen Farbvielfalt und den angesagten Farben eines Jahres ist Schwarz immer angesagt.

Blazer, die Farbakzente zu einfarbigen Outfits setzen, sind sicher eine gute Wahl. Doch der klassische schwarze Blazer passt einfach zu allem. Er wird zum Retter in der Not, wenn nichts zusammenzupassen scheint und du bei Styling-Fragen schier verzweifelst. Der schwarze Blazer schafft es kaum, bei irgendeiner Gelegenheit unpassend auszusehen.

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Neben der Passform ist das Revers wichtig

Details sind in modischen Fragen wichtig. Dem Revers wird aber nur selten ein genauerer Blick gegönnt.

Ein Reverskragen kann den Blick vom Gesicht oder vom Dekolleté ablenken. Es kann andererseits eine bestimmte Wirkung unterstreichen. Spitze oder breite Revers wirken immer etwas Retro. Sie erinnern an die Siebziger-Jahre. Oftmals wirken sie etwas streng, manchmal sogar altbacken. Kleine und abgerundete Revers betonen die Fraulichkeit. Sie lassen die Trägerin weiblicher und umgänglicher wirken.

Eine Alternative zur üblichen Nutzungsweise ist es, den Blazer-Kragen einmal hochzuschlagen. Wenn das Revers des Blazers wirklich gut geschnitten ist, kannst du es auch als Stehkragen tragen. Damit sorgst du gleich für eine lässigere Optik.

Eine Alternative zu diesen beiden Revers-Arten sind Blazer, die ohne Reverskragen auskommen. Damit ist ein fast schon minimalistischer Look gegeben. Zur Wahl stehen Rundhals-Blazer oder solche, die vorne in einen V-Ausschnitt münden. Beides kann eine gute Wirkung haben. Ein schönes Schmuckstück lenkt den Blick auf die gewünschte Höhe.

Bei der Wahl eines Blazers solltest du also auch auf das Revers achten. Ein Blazer mit zu breitem Revers kann selbst zu einer schlichten Jeanshose mit T-Shirt unpassend wirken. Zu einem kurzen oder sehr langen Hals wirkt nicht jeder Reverskragen gleichermaßen geschickt. Der Blazer kann ein modisches Statement-Piece werden oder irgendwie falsch gewählt wirken.

 

 

Für jeden Figur-Typ den passenden Blazer finden

Menschen sind Persönlichkeiten mit individuellen Körpermaßen. Kaum eine Frau hat eine typische Model-Figur. Jede Frau will daher ihre weiblichen Vorzüge in Szene zu setzen. Ein Blazer kann dabei wahre Wunder bewirken. Doch er sollte dem Figur-Typ angepasst werden. Die gute Nachricht: Zu jedem Figur-Typ lässt sich der passende Blazer-Zuschnitt finden.

Figur-Typen können in Birnen- oder Apfelformen unterschieden werden – oder in Dreieck, Sanduhr, Rechteck oder umgekehrtes Dreieck. Diese Symbole stehen für bestimmte Proportionen im unteren oder oberen Körperbereich.

Für jeden Figur-Typ den passenden Blazer finden

Der Figur-Typ Dreieck

Bei diesem Figur-Typ sind die Schultern auffallend breit. Der restliche Körper ist aber erkennbar schmaler. In diesem Fall sollte die Wahl auf einen tailliert geschnittenen und einfarbigen Blazer fallen. Mit dunklen Farben kann die Aufmerksamkeit von den breiten Schultern weg auf deine Körpermitte gelenkt werden.

Der Figurtyp Sanduhr

Wer eine Sanduhr-Figur hat, hat eine ausgeprägte Taille. Darüber und darunter sind wohlgerundete Körperformen erkennbar. Die schmale Körpermitte solltest du durch einen Blazer mit Gürtel hervorheben. Modische Abwechslung kannst du durch Stoffgürtel, Ledergürtel oder ausgefallene Gürtelvarianten erreichen.

Der Figur-Typ Rechteck

Bei einer Frau mit diesem Figur-Typ sind Oberkörper und Restfigur sehr ausgewogen proportioniert. Schulter, Taille und Hüftpartie weisen relativ ähnliche Maße auf. Eine geschickte Blicklenkung gelingt mit einem Blazer, der ausgefallene Muster aufweist. Auffallende Karo- oder Leopardenmuster sind gerade angesagt.

Der Figur-Typ umgekehrtes Dreieck

Bei dieser Figur ist der untere Körperteil deutlich stabiler gebaut als der Oberkörper. Der Blick sollte also auf den oberen Körperteil gelenkt werden. Das gelingt mit einem Samt- oder Cord-Blazer in hellen Farben oder einem weißen Blazer ganz vorzüglich. Auch gemusterte Blazer sind für diesen Figur-Typ gut geeignet.

 

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