Die 20 teuersten Serien aller Zeiten

Gerade in den Zeiten des Streaming steigen die Erwartungen an hochwertige Serien immer mehr. In Aufmachung und Produktion sollen TV-Shows mit großen Kinofilmen mithalten können. Dank zahlreichen Plattformen und großem Interesse seitens der Zuschauer scheinen sich die kostspieligen Produktionen auch zu lohnen. In den meisten Fällen zumindest. Wir werfen einen Blick auf die 20 teuersten Serien aller Zeiten.

1. The Falcon and the Winter Soldier (2021)

Die Marvel-Serie steht den Filmen aus dem selbigen Universum in absolut Nichts nach. „The Falcon and the Winter Soldier“ läuft seit dem 19. März auf dem Streaming-Anbieter Disney Plus und lockt wöchentlich Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. Kaum verwunderlich. Denn schon die großangelegten Marvel-Produktionen wie „Avengers“ oder „Captain America: Civil War“ gehören zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten. Satte 25 Millionen Dollar pro Folge kostet dieses Spektakel.

Sam Wilson entscheidet sich dagegen, Captain Americas Erbe anzutreten. Doch bevor er sich auf seinen eigenen Weg begeben kann, droht eine terroristische Vereinigung von Supersoldaten den Weltfrieden zu zerstören. Zusammen mit Bucky Barnes setzt er alles daran die Bedrohung auszuschalten. In den Hauptrollen Anthony Mackie, Sebastian Stan und Daniel Brühl als Oberfiesling Baron Zemo.

2. The Mandalorian (2019)

The Mandalorian ist die erste Serie aus Eigenproduktion. Ganze 15 Millionen pro Episode steckte Disney in das Star Wars-Projekt, und das alles noch vor dem Start der neuen Streaming-Plattform. Gut kalkuliert oder doch zu hoch gepokert? In Anbetracht dessen, dass Disney Plus nach etwas mehr als einem Jahr schon über circa 95 Millionen Abonnenten weltweit verfügt, hat sich die Investition gelohnt. Fans lieben die Serie und können es kaum erwarten, die dritte Staffel sehen zu dürfen.

Die Story in Kurzform: Der Kopfgeldjäger Din Djarin findet bei einem Auftrag ein verwaistes Kind, allen inzwischen als Baby Yoda bekannt, und versucht es nun vor dem galaktischen Imperium zu schützen.

3. WandaVision (2021)

Nach über einem Jahr ohne einen neuen Eintrag im Marvel Universum setzt WandaVision nun endlich die Geschichte fort. Die ehemaligen Avengers Wanda Maximoff und der Android Vision ziehen zusammen in ein kleines idyllisches Städtchen und wollen eine Familie gründen. Doch der Schein trügt. Das Eigenheim wird zum Albtraum.

In einem ausgefallenen Konzept bewegen wir uns durch verschiedene Epochen amerikanischer Sitcoms. Während die ersten beiden Episoden noch in Schwarz-Weiß präsentiert werden, erinnern andere Folgen an Klassiker wie „Full House“ oder aktuelle Serien-Hits wie „Modern Family“. Wer dran bleibt, wird den Grund dafür erfahren und sicherlich überrascht werden. Knapp 17 Millionen Dollar kostete eine Episode der Marvel-Serie.

4. Game Of Thrones (2011)

Nach einem holprigen Start und einer Pilot-Folge, die nie das Gesicht der Welt erblickte, hatten die Macher im zweiten Anlauf das Rezept zum Klassiker entdeckt und schrieben mit Game of Thrones TV-Geschichte. Fans der Romane und Skeptiker zugleich saßen jahrelang gebannt vor dem Bildschirm und wurden das eine oder andere Mal heftig überrascht. Während Jon Schnee das Reich vor den Weißen Wanderern schützt, tragen die Könige und Fürsten von Westeros blutige Kriege untereinander aus.

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Noch bevor die Serie zum Hit wurde, beliefen sich die Kosten pro Episode auf immerhin 6 Millionen Dollar. Mit zunehmender Zuschauerzahl steckte HBO dann bis zu 15 Millionen pro Folge in die Entstehung einer einzigartigen Welt voller Burgen, Drachen und Untoten.

5. Band of Brothers – Wir waren wie Brüder (2001)

Filmmagie bedeutet einen beliebigen Ort oder ein Filmset wie New York aussehen zu lassen. Dadurch werden Kosten gespart und trotzdem hochwertig wirkende Produktionen geschaffen. Denn Authentizität kostet Geld! Aber die Produzenten von „Band of Brothers“ bestanden nun einmal darauf, so nah wie möglich an die Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs heranzukommen und drehten fast alle Szenen in Europa.

Die Logistik, die aufwändigen Bauten und zahlreiche Action-Szenen verschlangen massig Geld und kosteten die Macher 12,5 Millionen Dollar je Folge.
Die packende Geschichte einer amerikanischen Elite-Einheit im Zweiten Weltkrieg könnte kaum authentischer und sein.

6. Emergency Room (1994)

Über 15 Jahre lang flimmerte die Ärzte-Serie über zahlreiche Bildschirme. In den 90ern war „Emergency Room“ einer der erfolgreichsten TV-Shows in den Vereinigten Staaten.

Es lohnte sich also, Unsummen in die Serie zu stecken. Wobei der Großteil des Budgets nicht etwa in die Ausstattung gesteckt wurde. Die Gagen der Hauptdarsteller erklären schon eher die knapp 13 Millionen Dollar pro Episode. Schaut man sich die Stars der Show einmal an, ist das wenig verwunderlich.
Emergency Room machte George Clooney zum absoluten Superstar. Aber auch seine Kollegen Julianna Margulies, Mekhi Phifer oder John Stamos wurden nicht zu knapp bezahlt.

7. Westworld (2016)

Ein Vergnügungspark, der den echten Wilden Westen zum Leben erwecken soll und das auch noch mit Androiden. Natürlich benötigt das jede Menge Geld. Die ersten zehn Episoden kosteten bereits 100 Millionen Dollar. Die Investition scheint sich gelohnt zu haben. Inzwischen läuft die dritte Staffel auf HBO und hierzulande auf Sky. Eine vierte Staffel wurde bereits für 2022 angekündigt.

Die zahlreichen bekannten und beliebten Stars konnten sicherlich auch zum Erfolg der Serie beitragen. Anthony Hopkins, Evan Rachel Wood und Ed Harris begeisterten Millionen von Fans auf der ganzen Welt.

8. Rom (2005)

Eine längst vergangene Epoche wiederauferstehen zu lassen, dürfte ebenfalls nicht ganz günstig gewesen sein. Knapp 10 Millionen Dollar pro Folge steckte HBO zusammen mit der BBC in das Epos.

Julius Cäsar befindet sich nicht nur im Krieg mit dem aufständischen Germanischen Reich. Auch politische Intrigen und Verschwörungen machen dem Herrscher zu schaffen. Wem kann Cäsar noch vertrauen? Spannend und ereignisreich, dabei menschlich und authentisch.

Von Kritikern wurde Rom damals hoch gelobt. Den erhofften Erfolg konnte die Serie aber nicht erzielen. Nur zwei Staffeln liefen über die Bildschirme. Wie auch das römische Reich ging die TV-Show unter. Nur eben etwas schneller.

9. Marco Polo (2014)

Diese Netflix-Serie ist das beste Beispiel dafür, wenn Produktionsfirmen zu hoch pokern. Um mit Serien wie „Game of Thrones“ mithalten zu können, stellte Netflix eine Eigenproduktion auf die Beine, die aufgrund ihres historischen Settings nicht unbedingt preiswert gewesen ist. Über 9 Millionen Dollar blätterte der Streaming-Anbieter pro Folge hin.

Leider war das Ergebnis eine herbe Enttäuschung. Zwar hatte die erste Staffel genügend Zuschauer, um eine weitere zu rechtfertigen. Aber letztlich blieben die Produzenten auf den Kosten sitzen. Das Interesse war nicht groß genug und das Budget sprengte am Ende den Rahmen. Nach einigen abenteuerlichen Reisen hieß es also: Heimurlaub für Marco Polo.

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10. See – Reich der Blinden (2019)

Wir begeben wir uns in eine dystopische Zukunft. Nach einem fatalen Virus sind die Überlebenden nun erblindet. Die Welt wurde in die Steinzeit zurückversetzt und es herrschen Kriege zwischen den Stämmen. Der Häuptling Baba Voss wird aber Vater zweier Kinder, die wieder sehen können.

Um in Sachen Streaming mit Netlix und Co. mithalten zu können, steckte Apple viele Millionen in die erste eigene Serie. Natürlich erhält der Superstar Jason Mamoa eine saftige Gage, aber auch die Ausstattung und die Spezialeffekte bringen die laufenden Kosten für eine Episode auf stolze 15 Millionen Dollar. Eine zweite Staffel ist bereits geplant.

11. Vinyl (2016)

Mick Jagger und Regie-Legende Martin Scorsese sind die Geldgeber hinter diesem monumentalen Werk. Über 30 Millionen soll allein die erste Folge gekostet haben. Für die folgenden 9 Episoden wurden dann noch einmal knapp 70 Millionen US-Dollar spendiert.

HBO setzte somit große Hoffnung in das Drama über das Platten-Business der 70er. Aufgrund kreativer Differenzen zwischen Produzenten und dem Showrunner und Desinteresse seitens der Zuschauer wurde Vinyl nach nur einer Staffel wieder abgesetzt.

12. The Pacific (2010)

Lange hielt dieses Epos den Rekord für die teuerste Serie aller Zeiten. Erstaunliche 21,7 Millionen US-Dollar verschlang jede Episode der Show. Nach dem Riesen-Erfolg von „Band of Brothers“ versuchte man noch einmal eine Serie über US-Soldaten im Zweiten Weltkrieg auf die Beine zu stellen. Das Geschehen wurde hierfür in den Pazifik verlegt.

Konzipiert als Mini-Serie war das Risiko gut kalkuliert. Acht Emmy Awards erhielt „The Pacific“ und wurde sogar für einen Golden Globe nominiert.

13. The Get Down (2016)

Um die Zuschauer bei Laune zu halten und vor allem um neue Abonnenten zu gewinnen, steckt Netflix viel Geld in Eigenproduktionen. Das zahlt sich jedoch nicht immer aus. Vor allem, wenn das geplante Budget weit unterschätzt wird. Ursprünglich waren 120 Millionen für 11 Folgen eingeplant. Schließlich landeten die Produzenten dann aber bei fast 200 Millionen Dollar. Das sind im Schnitt 16 Millionen pro Folge.

Dazu kamen mäßige Kritiken und verhaltene Aufrufe. Nach nur einer Staffel wurde die Show über Jugendliche, die sich durch Hip Hop aus der Armut retten wollen, schon wieder abgesetzt.

14. Stranger Things (2016)

Dass es auch richtig gut für Netflix laufen kann, zeigt dieser Serien-Hit. „Stranger Things“ gilt als eine der erfolgreichsten Produktionen des Streaming-Anbieters. Das wohl beliebteste Jahrzehnt wird hier prächtig in Szene gesetzt. In den 80ern bekommt es eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen mit dem Übernatürlichen zu tun. Grandiose Schauspieler und phänomenale Effekte erwecken die mysteriöse Serie zum Leben.

Anfangs noch mit sechs Millionen Dollar pro Folge, stiegen mit der Beliebtheit die Produktionskosten auf immerhin acht Millionen an. Seit dem Ende der dritten Staffel 2019 warten die Fans geduldig auf die finale vierte Staffel des TV-Hits.

15. Friends (1994)

Was eine Sitcom auf unserer Liste zu suchen hat, ist eine berechtigte Frage. Es handelt sich schließlich um Episoden mit einer durchschnittlichen Länge von 20 Minuten, die zudem auch noch im Studio gedreht werden. Und um genau zu sein, waren die ersten 9 Staffeln des Klassikers längst nicht so kostspielig. Allein die finale zehnte Staffel kostete NBC ganze 10 Millionen Dollar je Folge.

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Die Stars der Serie hatten von Beginn an einen Deal untereinander geschlossen. Jeder sollte die gleiche Gage erhalten. So kam es nie zu Streitigkeiten unter den Hauptdarstellern, die auch bis zum heutigen Tag Freunde geblieben sind. 2004 erhielt jeder von ihnen eine Millionen Dollar pro Episode.

16. The Big Bang Theory (2007)

Ähnlich wie bei „Friends“ verhielt es sich auch hier. In der 12. und letzten Staffel waren die Schauspieler in der Lage, enorm hohe Gagen zu verlangen. Und deshalb stieg auch bei „The Big Bang Theory“ das Budget auf 10 Millionen Dollar pro Episode. Wäre von Anfang an so viel Geld in die Hand genommen worden, hätte es die Erfolgsserie wohl kaum auf 279 Episoden gebracht.

Die Serie, in der Wissenschaftler und Nerds in jedes Fettnäpfchen des Alltags treten, ist und bleibt eine der beliebtesten Sitcoms aller Zeiten.

17. Marvel’s The Defenders (2017)

Nachdem die Helden Daredevil, Jessica Jones, Luke Cage und Iron Fist ihre eigene Serie auf Netflix bekamen, treffen sie hier nun aufeinander.
New York wird von einer dunklen Macht bedroht und ist dem Untergang geweiht. Hinzu kommt, dass die vier nicht unbedingt Teamplayer sind.

Gigantische Sets und hochkarätige Action-Szenen ließen jede Folge um die 8 Millionen Dollar kosten. Leider kam das Zusammentreffen der Marvel-Helden nicht ganz so gut an. „Daredevil“ und „Jessica Jones“ schnitten da schon wesentlich besser ab.

18. The Crown (2016)

England im Jahr 1947. Königin Elisabeth II. heiratet Prinz Philip. Die Serie beleuchtet ihr ereignisreiches Leben danach. Die ersten zehn Folgen kosteten Netflix knapp 130 Millionen Dollar. Die Ausstattung und die Zeitreise in eine andere Epoche verschlangen einen Großteil des Budgets. Aber auch die Stars der Serie sind keine unbekannten Gesichter. Claire Foy, Olivia Colman und Matt Smith spielen unter anderem die Hauptrollen.

Den Zuschauern gefällt es und Preise konnte die Show auch schon einige Male nach Hause holen. Jede der bisher vier Staffeln behandelt eine andere Zeitspanne im englischen Königshaus. Eine fünfte und finale sechste Staffel befinden sich bereits in der Vorproduktion.

19. The Morning Show (2019)

Zusammen mit „See“ war „The Morning Show“ eine von zwei Serien, die dem Streaming-Service Apple TV+ einen glorreichen Start bescheren sollten. Auch hier steckte der Konzern satte 15 Millionen Dollar in jede der zehn Folgen.

Natürlich hat man mit Jennifer Aniston und Reese Witherspoon zwei große Stars im Boot, die auch entsprechend bezahlt werden möchten. Auch Steve Carell ist längst kein Unbekannter mehr. So gingen schätzungsweise die Hälfte des Budgets schon einmal an die Schauspieler. Die zweite Staffel der Satire ist schon unterwegs. Wer hätte gedacht, dass eine Show über zwei Nachrichtensprecherinnen so spannend sein kann.

20. Sense8

Eine Science-Fiction-Serie von den Machern der Matrix-Trilogie. Erneut zeigen die Wachowski-Schwestern ihren Ideenreichtum und verbinden in dieser Netflix-Eigenproduktion acht Personen auf mysteriöse Weise. Bei Fans kam das Drama mit Darstellern wie Jonas Maliki gut an und einer zweiten Staffel stand nichts im Wege.

Leider reichten die Aufrufe der einzigartigen Show nicht, um die 9 Millionen Dollar an Kosten für jede Folge zu rechtfertigen. 2018 beendete Netflix die Produktion.

 

Foto: ©HBO