So erstellst du eine Bucket List, die dein Leben verändert

„Das möchte ich auch gern eines Tages tun!“ Kommt dir dieser Satz bekannt vor? Wir sagen ihn oft, wenn wir von fantastischen Dingen hören. Aber wann ist das eigentlich, dieses „eines Tages“? Solange wir die Gelegenheit verstreichen lassen, ist es „irgendwann“ und im Zweifelsfall wird daraus „nie“. Vieles was wir uns ausmalen oder was uns begeistert, vergessen wir wieder. Anderes geht nach und nach verloren. Schließlich ist unser Leben voller Verpflichtungen und wir sind schon froh, wenn uns mal ein Wochenende bleibt, um uns davon zu erholen. Aber ist das unser ganzes Leben? Und was bedeutet es für uns, am Leben zu sein? Im Alltag kommen wir kaum dazu, uns mit dieser Frage zu beschäftigen. Die meisten langfristigen Ziele und Träume verschieben wir ins Ungewisse. Uns bleibt ja noch Zeit. Irgendwann wird das bestimmt etwas. Aber wir haben nur dieses eine Leben. Es ist zu wertvoll, um uns und unsere Träume aus den Augen zu verlieren. Daher bekommst du hier einige wertvolle Tipps, wie du die Bucket List schreibst, die dein Leben verändert.

Was würdest du tun, wenn du nur noch ein Jahr zu leben hättest?

Genau aus diesem Gedanken entstand die Bucket List. Das Wort Bucket leitet sich aus dem englischen Sprichwort „kick the bucket“ ab. Das heißt so viel wie „in die Kiste springen“, also auf gut deutsch „den Löffel abgeben“. Meist verändert sich das Weltbild eines Menschen essentiell, wenn sie erfahren, dass sie unheilbar krank sind und nur noch eine gewisse Zeit zu leben haben.

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Der Tod ist ein Thema, mit dem die meisten von uns sich ungern beschäftigen. Oft beruhigen wir uns damit, noch genug Gelegenheiten zu haben. Ist es nicht schade, dass viele Menschen erst dann umdenken, wenn ein Schicksalsschlag sie dazu zwingt? Unser Tipp: Lass diesen Gedanken, nur noch begrenzt Zeit zu haben, etwas in dir arbeiten. Setze dir ein Datum, das nicht zu weit entfernt liegt. Das können einige Monate oder ein Jahr sein. Wenn du nur noch wenig Zeit zu leben hättest, was würdest du dann tun? Dieser Gedanke sortiert oft unsere Prioritäten neu und zeigt uns die allerwichtigsten auf. Einen Ort, den wir unbedingt sehen wollen, Menschen, mit denen wir mehr Zeit verbringen möchten, ein altes Missverständnis, das wir gern aus der Welt schaffen würden. Um herauszufinden, was uns dir am meisten am Herzen liegt, eignet sich diese Übung ganz besonders.

Bucket List Goal

Was war dein größter Kindheitstraum?

Aber bei einer Bucket List geht es nicht einfach um das, was wir versäumen könnten. Es geht um die Dinge, Erfahrungen, Orte und Menschen, die uns faszinieren und begeistern. Als Kinder fiel es den meisten von uns noch viel leichter, sich diese Dinge auszumalen. Wir hatten noch nicht die vielen Schranken im Kopf. Unsere Wünsche hingen damals nicht davon ab, ob etwas realistisch war oder nicht. Auch nicht davon, ob wir es uns leisten könnten oder ob wir die Zeit dazu hatten. Wir hatten diese Sehnsüchte, weil sie fantastisch waren und genau das reicht schon aus. Mit dieser Einstellung an deine Bucket List heranzugehen, hilft dir dabei, kreativ zu sein, mit deinen Gedanken zu spielen und Außergewöhnliches zu entdecken. Du würdest gern einmal die Erde aus dem All betrachten oder Fallschirm springen, obwohl du Höhenangst hast? Diese Sehnsüchte haben ebenso Platz auf deiner Bucket List wie jene, die machbarer erscheinen. Denn es geht um das, was du machen möchtest, nicht das, was du machen kannst.

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Eine Bucket List ist keine To-do-Liste

Die Bucket List soll dir vor allem helfen, deine Wünsche, Sehnsüchte und Träume zu visualisieren. Das bedeutet aber nicht, dass all diese Punkte dann auch abgearbeitet werden müssen. Dinge von der Liste streichen zu können, ist nur dann großartig, wenn es um des Erlebten selbst willen war. Nicht weil es etwas abzuhaken galt. Mach dir immer wieder bewusst, dass die Bucket List ein Werkzeug ist, das dir helfen kann, dich selbst besser zu kennen und die Begeisterung in dir zu wecken. Eine Bucket List ist niemals vollendet, sie ist ein Prozess. Sie kann sich verändern und entwickeln, so wie du dich veränderst und entwickelst. Daher können sich auch deine Wünsche verändern. Es ist völlig in Ordnung, Dinge zu streichen oder sie unerfüllt zu lassen.

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Bucket List Dreams

Die kleinen und großen Dinge wertschätzen

Am Anfang jeder Bucket List bleiben die meisten sehr an der Oberfläche. Eine Sprache lernen oder eine Weltreise machen, ist weit verbreitet. Es sind die Dinge, auf die man am ehesten kommt, die halbwegs realistisch und naheliegend sind. Je mehr du in dich gehst, umso individuellere Wünsche werden dir einfallen. Denn es geht um deine Ziele und Wünsche und um dein Leben, nicht um das eines anderen. Denke an deine Hobbys und Leidenschaften, an die Dinge, die dich faszinieren. Oft füllt sich so eine Liste dann mit Dingen, die viel Geld oder Zeit kosten und zu denen wir kaum kommen. So eine Liste kann mit der Zeit frustrierend werden.

Unser Tipp:

Die Liste ist nicht nur für die ganz großen Dinge da. Es gibt da auch all die kleinen, die uns aber viel bedeuten und die einfacher realisierbar sind. Wie etwa dein Kind umarmen oder einen echt langen Brief an eine geliebte Person schreiben, eine Aktivität in deiner Umgebung oder ein neues Hobby zu beginnen. Es gibt vieles, was uns begeistert. Diese Dinge zu erkennen und dir einige davon zu erfüllen, wird dein Leben positiv verändern.

 

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