Mega-Orgasmen: Wie kannst du den Totalgenuss bekommen?

Schon Minuten zuvor kannst du nur noch unkontrolliert stöhnen – nicht, weil du jemanden dadurch antörnen möchtest, sondern weil dein Körper es einfach tun muss. Wenn es soweit ist, spannt sich unendlich lang jeder Muskel in deinem Body, als würdest du eine Starkstromleitung anfassen. Und wenn die Anspannung nach einer gefühlten Ewigkeit langsam abebbt, flimmert es vor deinen Augen, du bist nicht feucht, sondern völlig nass, dein Puls rast und gleichzeitig bist du so ermattet und mit Glückshormonen vollgepumpt, als hättest du gerade einen Marathon gewonnen. Ein Mega-Orgasmus lässt sich mit nichts vergleichen – und auch du kannst ihn erleben.

Was unterscheidet denn einen Mega-Orgasmus von der normalen Variante?

Es ist ein bisschen wie bei Pizza. Die eine kommt aus der Tiefkühltruhe und liegt nach zehn Minuten Umluft auf deinem Teller. Die andere wird vor deinen Augen geknetet und mit frischen Zutaten belegt und dann im Steinofen vom Profi gebacken – beides Pizzen, aber der Unterschied ist riesig.

Ähnlich verhält es sich bei Orgasmen. Das, was du dir vielleicht schnell vor dem Einschlafen gönnst oder wenn dir langweilig ist. Sicher nicht schlecht, aber wirklich nicht das Optimum. Der Mega-Orgasmus hingegen ist das Gegenstück zur Profi-Pizza. Er erfüllt nicht nur die praktischen Belange deiner Libido, sondern bringt jede deiner „Saiten“ zum Schwingen – ein Fest für alle Sinne.

Doch um derart heftig zu kommen, musst du gezielt vorgehen. Und das beginnt mit:

Viel Zeit und Ruhe

Wenn du es dringend brauchst, lässt sich ein normaler Orgasmus notfalls vor der Arbeit in wenigen Augenblicken verschaffen – mit dem Strahl der Duschbrause direkt auf dem Kitzler geht das ganz gut.

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Für einen Mega-Orgasmus hingegen muss nicht nur deine Libido, sondern deine gesamte Gefühlswelt in Stimmung sein. Das heißt:

  • Du brauchst Zeit. Mindestens zwei Stunden, besser ist aber Open End.
  • Du solltest einen freien Kopf haben. Kein Arbeitsstress und auch kein Streit
  • Du musst, falls du nicht wirklich exhibitionistisch veranlagt bist, sicherstellen, dass dich niemand beobachtet – oder hört.
  • Du solltest, auch wenn du einen Partner hast, allein sein. Zahllose Studien belegen nämlich, dass vielen Frauen der Orgasmus des Partners wichtiger ist als der eigene.

Praktisch formuliert: Besser der erste Vormittag eines Urlaubs als ein Montagabend, wenn deine Mitbewohnerin noch unterwegs ist. Das ist ein Muss, denn alles an einem Orgasmus ist reine Kopfsache. Je weniger „Müll“ es dort gibt, desto mehr kann dein Gehirn auf maximale Lust fokussieren.

Und noch ein ganz wichtiger Tipp: Schalte bloß das Handy aus.

Bring dich richtig in Stimmung

Es gibt Momente, in denen die Lust urplötzlich hochkocht. Dann muss es schnell gehen. Für einen Mega-Orgasmus hingegen solltest du dir ganz viel Zeit lassen. Einfach formuliert: Bevor du auch nur das erste Mal mit deinen Fingernägeln über Hals und Brüste streichelst, solltest du schon so erregt sein, dass du dich kaum bremsen kannst.

Gönne dir deshalb etwas. Nimm ein ausgedehntes Bad (aber nicht mit der Handbrause mogeln), rasiere dich, wenn du das möchtest. Sei ruhig längere Zeit nackt, falls dich das erregt oder ziehe dir alternativ richtig heiße Sachen an. Was es ist, bestimmst du. Solange du dadurch nur noch an Lust denken kannst, ist es perfekt.

Sei fingerfertig und habe die richtigen Toys

Der Orgasmus mag hauptsächlich in deinem Kopf ablaufen. Aber ganz sicher entsteht er auf der manuellen Seite in deinen erogenen Zonen und zwischen deinen Beinen. Du hast es dir selbst während der so masturbations-intensiven Zeit der Lockdowns nur eher selten gemacht und hast jenseits davon noch weniger Sex mit dir allein?

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Dann solltest du unbedingt üben. Denn um mega zu kommen, musst du wissen, welche Tasten du bei dir drücken musst. Tatsächlich ähnelt die Sache sogar einer ganzen Klaviersonate, bei der jede Taste in der richtigen Reihenfolge betätigt werden muss.

Auch solltest du von dem Gedanken wegkommen, dass diese Solo-Supernummer wirklich „solo“ wäre. Du bist vielleicht mit deinen Händen wirklich gut, aber diese können nicht alles. Um einen Mega-Orgasmus zu erreichen, genügen auch normale Toys (in aller Regel) nicht. Was du benötigst, darüber haben wir vor einiger Zeit schon einmal berichtet. Es ist der Druckwellenvibrator. Dieses Gerät, das es mittlerweile in verschiedenen Variationen gibt, sendet Druckwellen durch deine Klitoris direkt in deine Seele – und saugt dazu auch noch fast wie jemand, der wirklich gut mit seinen Lippen umzugehen weiß.

Nach einem ähnlichen Prinzip arbeitet auch der bekannte Satisfyer, sozusagen „der Rolls Royce“ unter den Glücklichmachern. Auch er zeigt sich in unterschiedlichsten Gewändern, darunter auch solche, die gar nicht mehr optisch an Spielzeug erinnern.

Solche Helferlein benötigst du deshalb, weil sie die Fähigkeiten eines menschlichen Sexpartners mit den technischen Finessen regulärer Sextoys kombinieren. Besser geht es kaum, zumal du nicht geübt sein musst, um sie anzuwenden – ungleich beispielsweise zu Spielzeugen für den Popo oder solchen mit ziemlichem Durchmesser.

Jedoch: Wenn du zu denjenigen Frauen gehörst, bei denen der Orgasmus grundsätzlich stärker ausfällt, wenn sie gleichzeitig etwas ausfüllt, solltest du auch dazu Passendes haben – die meisten Frauen kommen zwar nur durch Klitoris-Stimulation, aber es gibt eben auch noch andere hocherregbare Bereiche; etwa den G-Punkt.

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Lass den Schneeball riesig werden

Hast du schon einmal Sex mit einem Mann gehabt, der wirklich lange dauerte? Dann hast du vielleicht bemerkt, dass er, als er kam, wirklich sehr viel ejakuliert hat. Auch bei Pornodarstellern ist das der Fall. Der Trick: sie bringen sich mehrfach bis kurz vor den Höhepunkt, erlauben sich aber nicht, über die Klippe zu gehen.

Genau das solltest auch du tun, wenn du jetzt hocherregt, mit viel Zeit, freiem Kopf und deinen Spielzeugen loslegst. Bring dich immer wieder an den Rand eines Orgasmus. Lass dann aber kurz los und gestatte es deiner Lust, ein klein wenig runterzukommen. Das kannst du gerne über eine Stunde oder noch länger ausdehnen; mit jedem Mal wird dieser „Schneeball“ größer, bis er gigantisch ist.

Ganz wichtig ist es dabei, dass du dir keinerlei Hemmungen auferlegst. Der rationale Teil deines Verstandes hat hier wirklich nichts verloren. Tu in jeglicher Hinsicht das, was deine Libido von dir verlangt. Keine Sorge, sie wird dich zu nichts treiben, womit du dir schaden könntest.

Wenn du dann soweit bist, musst du deinem Orgasmus gestatten, wie eine riesige Lawine über dich zu kommen. Das kann sich mitunter auch so anfühlen, als würdest du die Kontrolle über deine Blase verlieren – keine Sorge, das passiert nicht. Es könnte aber durchaus sein, dass du jetzt so heftig kommst, dass deine Vagina auf andere Weise ejakuliert. Genieße es und bremse dich auch hier keinesfalls; es ist fast nur Wasser. Du erlebst gerade etwas, das viele Frauen niemals zu spüren bekommen: Einen Orgasmus, bei dem dich noch Tage später eine Gänsehaut überfällt, wenn du nur an ihn denkst.

 

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