Warum BBW (Big Beautiful Women) jetzt attraktiver sind als je zuvor

Viele Frauen, die gemeinhin als dick gelten, leiden unter einem geringen Selbstwertgefühl. Das liegt vor allen Dingen auch daran, dass sie von der Gesellschaft stigmatisiert werden, unfähig zu sein, Gewicht zu verlieren und nicht dem klassischen Schönheitsideal zu entsprechen.

Dabei wird allerdings nie darüber gesprochen, ob diese Frauen überhaupt abnehmen wollen oder nicht. Wenn man mal genauer nachfragen würde, stellt man wohl fest, dass diese Frauen lieber einfach so bleiben würden, wie sie sind.

Aus diesem Grund gibt es jetzt Dating-Apps für BBW (Big Beautiful Women). Alle Frauen mit unterschiedlichen Formen und Größen sind schön, ganz gleich, was die Gesellschaft sagt.

Auch für mollige Trans-Frauen ist es oftmals keine Option, dünn zu sein, denn sie haben gelernt, sich so zu lieben und zu akzeptieren, wie sie sind. In unserer sich ständig weiterentwickelnden Welt gibt es jetzt bei dating-seiten.org/trans-dating auch die Möglichkeit, hier einen Treffer zu landen.

Das beweist auch, dass sich die Welt in eine Richtung bewegt, die die Unterschiede der Menschen akzeptiert. Wir wollen hier mit dir ein wenig die Body-Positivity-Bewegung erkunden. Denn sie hat einen Raum eröffnet, in dem jeder stolz darauf sein kann, wer er ist, und einfach das Leben genießen kann.

Die Vergangenheit trifft auf die Gegenwart

Die Schönheitsstandards für Frauen ändern sich ständig. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Menschen, unabhängig von ihrer Größe, sich selbst zu schätzen wissen.

Manche Menschen fühlen sich von vollschlanken Frauen angezogen, ohne die Absicht, sie zu fetischisieren. Im antiken Griechenland waren es übrigens die Männer, für die besonders hohe Schönheitsstandards galten.

Sie galten als „Götter“ und alles, was darunter lag, wurde als minderwertig angesehen. Wenn man sich Frauenstatuen aus dieser Zeit ansieht, wird deutlich, dass eine Frau mit breiteren Hüften und einem größeren Gesäß als attraktiv galt. Auch Aphrodite, die Göttin der Liebe, war dafür bekannt, einen üppigen Hintern zu haben.

Fett zu sein galt im Mittelalter als ein Zeichen von Überfluss. Frauen mit einem vorspringenden Bauch galten angesichts der entbehrungsreichen Zeit als wohlgenährt. Das Zeitalter der Renaissance ist ein weiteres Beispiel dafür, dass dicke Frauen als schön galten.

Vergiss dabei auch nicht, dass jeder Mensch, egal welcher Größe, schön sein kann. Das Schlüsselwort hier ist Attraktivität, und die Frauen dieser Zeit definierten sie eben anders als heute. In den Museen, die sich mit dieser Zeit beschäftigen, kannst du deshalb häufig Skulpturen von vollschlanken Frauen sehen. Sie wurden für ihre breiten Schultern, runden Gesichter und dicken Hälse verehrt. Sieh dir dazu zum Beispiel auch das Porträt der Mona Lisa an.

Mit der Einführung des Korsetts im 19. Jahrhundert wurden BBW nicht mehr als Schönheitsideal gefeiert, stattdessen galten schlankere Frauen als attraktiv. Im Wesentlichen ging es darum, eine dünnere Taille zu bekommen, aber leider das war das auch das Verhängnis jahrhundertealter Schönheitsstandards, bis heute.

Body Positivity und ihre Auswirkungen auf eine blühende BBW-Community

Fett zu sein war nicht immer ein Synonym für ungesund oder unattraktiv. Es ist vielmehr ein soziales Konstrukt, das sich aus wachsenden Trends in den Medien entwickelte.

Vielleicht hast du bislang geglaubt, dass diese „Fettphobie“ breits vor langer Zeit begann, das ist jedoch nicht der Fall. Vielmehr haben Frauen in der Vergangenheit schon immer geliebt, wer sie sind, trotz ihrer Größe.

Zeitschriften waren schon bekannt, bevor es die sozialen Medien gab. Dadurch wurden immer mehr Menschen von unrealistischen Bildern beeinflusst, wie sie auszusehen haben. Dieser Druck, dem Schönheitsideal entsprechen zu wollen, führte nicht selten zur Entwicklung von Essstörungen. Dieser Trend ändert sich nun langsam mit der Body-Positivity-Bewegung.

Glücklicherweise fühlen sich immer mehr Menschen wohl in ihrer Haut und erkennen ihre Schönheit und Attraktivität an. Das ist auch der Hauptgrund, warum immer mehr Menschen erkennen, dass BBW selbstbewusst in ihrer Haut sind und dass genau dieses Selbstbewusstsein jeden attraktiv machen kann.

Wenn du Männer fragen würdest, dann würden die meisten wohl sagen, dass ihnen die Dehnungsstreifen einer Frau oder ein hervorstehender Bauch völlig egal sind.

Was BBW bei der Partnersuche beachten sollten

Männer und Frauen haben ihre Vorlieben, wen sie daten. Zu behaupten, dass alle Männer sich für füllige Frauen begeistern, wäre also eine Lüge. Jeder Mensch darf schließlich mit demjenigen ausgehen, zu dem er sich hingezogen fühlt. Nur weil ein Mann dich vielleicht nicht attraktiv findet, heißt das natürlich nicht, dass du es nicht bist. Du musst immer darauf gefasst sein, mit Idioten zu tun zu haben, und das betrifft jede Frau, egal welcher Kleidergröße.

Gehe nicht mit jemandem aus, der dich lieber unter vier Augen sehen möchte. Jemand, der sich in der Öffentlichkeit nicht mit dir sehen lassen will, hat dich wirklich nicht verdient.

Vergewissere dich, dass dir die Absichten deines Dates klar sind, bevor du einem Treffen zustimmst. Du solltest auch ein paar Vorsichtsmaßnahmen treffen und erst zu ihm nach Hause gehen, wenn du ihn gut kennengelernt hast.

Diese Regeln für Verabredungen gelten für alle und nicht nur für BBW. Geh einfach raus und hab Spaß – und konzentriere dich nicht auf Größe und Form! Schließlich spielt die Größe keine Rolle – oder ist für manche Männer besonders anziehend.

 

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