10 Gründe, warum wir uns in jemanden verlieben

Die Liebe – Sie ist die wohl schönste Sache auf der Welt und gleichzeitig das größte Rätsel unserer Zeit. Die Liebe führt manchmal die unterschiedlichsten Personen zusammen. Bei einigen erkennt man sofort, dass sie gut zusammenpassen und bei anderen wundert man sich, wie sie es zusammen aushalten. Und mal im Ernst: Wir haben doch alle dieses eine Paar im Freundeskreis, bei dem wir uns fragen, was die bloß aneinander finden. Gleichzeitig haben wir uns selbst wohl schon in jemanden verguckt, der auf den ersten Blick gar nicht zu uns passte und am Ende war es doch die große Liebe.

Aber warum ist das so? Warum verlieben wir uns in eine Person? Ist es ihr Aussehen, ihr Humor, ihr Lachen, ihr Charakter oder etwas völlig anderes? Verschiedene Studien haben versucht das Unerklärliche zu erklären. Aus diesen Studien haben wir für euch die zehn skurrilsten, interessantesten und lustigsten Fakten ausgewählt.

1. Wir können ihn gut riechen

„Immer der Nase nach“, ist ein gutes Motto für die Partnerwahl. In einigen Studien „durften“ Frauen an getragenen Männershirts riechen und nach ihrem Geruchserlebnis Rückschlüssen auf die Attraktivität des Besitzers des T-Shirts ziehen. Am Ende stand ein erstaunliches Ergebnis, denn die Frauen fanden fast immer die Gerüche von den Männern attraktiv, die genetisch am besten zu ihnen passten.

2. Wir bewundern seinen stolzen Gesichtsausdruck

Dass der Gesichtsausdruck beim ersten Kennenlernen stimmen muss, war uns wohl allen vorher schon klar. Auf welchen Gesichtsausdruck Frauen und Männer beim ersten Kennenlernen aber besonders positiv reagieren, fanden Forscher im Jahr 2011 heraus. In ihrer Studie zeigten sie etwa tausend Versuchspersonen Fotos vom jeweils anderen Geschlecht. Anschließend fragten sie die Probanden danach, wie attraktiv sie die Personen auf den Bildern fanden. Das Ergebnis besagt, dass Männer die Frauen besonders attraktiv fanden, die auf ihren Fotos glücklich wirkten, während Frauen am positivsten auf die Männer reagierten, die auf den Bildern einen gewissen Stolz ausstrahlten.

3. Wir stehen auf seinen Dialekt

Entschuldigung liebe Schwaben, aber ein Spruch wie: „Dädsch du mi möga, wenn i di au möga däd ?“, wirkt auf den ersten Blick nicht so attraktiv. Doch entgegen aller vielleicht vorhandenen Vorurteile bringen Dialekte Sympathiepunkte ein. Dies gilt besonders, wenn wir den entsprechenden Dialekt auch selber sprechen. Ein bisschen überraschend ist dann aber doch, welcher Dialekt am besten ankommt. Laut einer Studie von Friendscout ist das nämlich der bayrische Akzent.

4. Wir sind ein wenig (oder doch eher ein wenig mehr) narzisstisch veranlagt

Ist dir auch schon aufgefallen, dass sich oft die beiden Partner einer Beziehung überraschend ähnlich sehen? Beide haben die gleichen Gesichtszüge, einen verträumten Ausdruck oder dieselben strahlenden Augen. Alles nur Zufall? Nein, denn Wissenschaftler haben schon längst einen Ausdruck für dieses Phänomen gefunden. Er lautet Homogamie und bezeichnet die Ähnlichkeit zweier Sexualpartner.

Ähnlichkeit schön und gut, aber wie narzisstisch wir dann wirklich veranlagt sind, zeigte eine Studie von David Perrett, einem Vorreiter der Gesichtserforschung. In einer Studie legte er Testpersonen Porträtfotos vor. Unter diesen Fotos war eines vom eigenen Gesicht der Probanden, das einer Geschlechtsumwandlung unterzogen worden war. Das Ergebnis: Die Versuchsteilnehmer fanden stets ihr eigenes, umgewandeltes Gesicht am attraktivsten. Selbstliebe ist doch auch etwas Schönes.

5. Wir mögen jemanden mit ähnlichen Interessen

Und wieder ist die Selbstliebe im Spiel. Nicht nur, dass wir uns einen Partner wünschen, der uns ähnlich sieht. Nein, er sollte im Idealfall auch noch die gleichen Interessen haben wie wir. Gleich und gleich gesellt sich eben gern und wir haben uns all unsere Hobbys und Interessen ja nicht leichtfertig ausgesucht. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Studien belegen, dass Beziehungen harmonischer und beständiger sind, wenn beide Partner ähnliche Interessen und Lebenseinstellungen sowie einen vergleichbaren sozialen Status haben.

6. Wir werden gerne zappeln gelassen

Wir stehen zwar – wie wir jetzt wissen – total auf Selbstliebe, aber manchmal sind wir auch ein bisschen gemein zu uns selbst. Nachweislich finden wir Personen uninteressant, die uns von Anfang an zur vollsten Verfügung stehen und uns ihre Beziehungsbereitschaft signalisieren. Viel eher verlieben wir uns in jemanden, der sich rar macht und uns zappeln lässt. Wenn wir uns zu sicher sind, dass uns jemand wirklich mag, ist uns das zu Beginn einer Beziehung wohl zu langweilig.

7. Wir mögen ebenmäßige Gesichter

Auch wenn wir es gerne leugnen. Wir sind doch alle ein bisschen oberflächlich. Denn bewiesenermaßen finden wir Menschen besonders attraktiv, die ein ebenmäßiges Gesicht haben. Grund dafür ist mal wieder die Evolution. Ein ebenmäßiges Gesicht signalisiert uns Gesundheit und gute Gene. Also handelt es sich wohl um einen idealen Partner für die Fortpflanzung.

8. Wir suchen einen Partner, der unseren Eltern ähnelt

Ein wenig unheimlich ist dieser Punkt schon, aber unterbewusst suchen wir einen Partner, der unserem andersgeschlechtlichen Elternteil ähnelt. So gruselig das im ersten Moment klingt, so einleuchtend ist dieser Punkt bei näherer Betrachtung. Schließlich sind es unsere Eltern, die unser Leben prägen und ihre Beziehung ist die erste, die wir bewusst wahrnehmen. Kein Wunder also, dass wir unterbewusst nach einem ähnlichen Partner suchen.

9. Wir mögen Hunde

Studien belegen, dass Männer, die einen Hund haben, besser bei Frauen ankommen. Sie gelten als verantwortungsvoller, glücklicher und entspannter, als Männer ohne Hund. Sich in einen Mann mit Hund zu verlieben, hat aber noch einen weiteren entscheidenden Vorteil. Schließlich bekommen wir dann gleich zwei statt nur einen neuen Kuschelkameraden und wer kann treuen Hundeaugen schon widerstehen?

10. Wir fühlen uns geborgen

Allen wissenschaftlichen Fakten zum Trotz. Wenn wir einen Mann kennengelernt haben, der gut riecht, der uns ähnelt und einen Hund hat, reicht das vielleicht, um uns in ihn zu verlieben, aber für die wahre Liebe genügt das noch nicht. Wirklich lieben tun wir jemanden, bei dem wir uns rund um wohl und geborgen fühlen und bei dem wir ganz wir selbst sein können. Welche Gründe diesem vertrauten Gefühl tatsächlich zu Grunde liegen, wird die Wissenschaft trotz aller Erklärungsversuche wohl in absehbarer Zeit nicht entschlüsseln können. Und so bleibt die Liebe in Teilen also weiterhin ein schönes Mysterium.

 

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