Healthy Hedonism: ein gesunder Trend, der glücklich macht?

Healthy Hedonism: ein gesunder Trend, der glücklich macht?

Healthy Hedonism: ein gesunder Trend, der glücklich macht?

Glutenfrei, vegan, keine Kohlenhydrate nach 18 Uhr. Low Carb, Pflanzen- statt Kuhmilch, Fasten. Die Liste wäre endlos, wenn man alle Essenstrends und Diätformen der letzten Jahre aufzählt. Eines haben aber alle gemeinsam: es dreht sich ständig um Verzicht. Der neue Foodtrend “Healthy Hedonism” macht Schluss damit, denn hier hat Genuss Priorität.

Was ist Healthy Hedonism?

Hedonism (deutsch: Hedonismus) kommt vom Altgriechischen hēdonḗ und bedeutet Vergnügen, Genuss oder Lust. Hedonistisch leben bedeutet, sein Leben auf Genuss und Freiheit auszurichten und dabei Einschränkungen und Leid zu vermeiden. Doch aufgepasst: Wer jetzt denkt, jemand der sein Essverhalten auf Genuss auslegt, isst hauptsächlich Schokolade, Burger und Pasta mit Sahnesauce, liegt falsch. Denn da ist ja schließlich noch das “Healthy” (deutsch: gesund).

Healthy Hedonism bezeichnet nämlich die Verschmelzung zwischen Gesundheit und Genuss. Zumindest in Europa gibt es demnach immer noch den relativ ausgeprägten Bestandteil des Weglassens. Warum sich das nicht widerspricht ist leicht erklärt: Wer gesundheitsbewusst ist und isst, hat einfach ein größeres Verlangen nach guten und nährreichen Lebensmitteln. Du suchst selber nach individuellen Lösungen, um Gesundheit mit Genuss zu verbinden und dies nicht als Verzicht zu empfinden. Healthy Hedonism ist somit ein Lifestyle und keine Diät.

Wie funktioniert Healthy Hedonism?

Beim Healthy Hedonism gibt es keine starren Richtlinien und Werte. Stattdessen ist die wichtigste Grundlage, dass du auf dein Bauchgefühl hörst und lernst, was dir und deinem Körper wirklich guttut. Die logische Grundannahme lautet: nur weil bei dem Einen etwas funktioniert, heißt es nicht automatisch, dass es die eine goldene Regel ist, die auch bei dir Wunder wirkt. Healthy Hedonism schafft das Bewusstsein, auf den eigenen Körper zu hören. Fragen die du dir stellen solltest sind:

  • was brauche ich wirklich, was brauche ich nicht?
  • esse ich bewusst und ausgewählt?
  • wovon brauche ich viel, wovon weniger?
  • kann ich Süßes und andere kleine “Sünden” in Maßen genießen, ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu haben?
  • haben meine Lebensmittel eine gute Qualität?
  • nehme ich mir genügend Zeit zum Essen?

All diese Faktoren machen hedonistisches Essverhalten aus. Du kannst dir selbst deine eigene Diät zusammenstellen, die sogar funktionieren kann, wenn du weder ständig auf Kalorien, noch auf den Fettanteil deiner Mahlzeiten achtest. Wer hat sich ausgedacht, dass du morgens- mittags und abends essen musst? Hedonistisches Essverhalten gibt dir nicht nur bei der Auswahl der Lebensmittel die Freiheit, sondern lässt dir auch die Wahl, wann und wo du isst. Wieso solltest du dich zum Beispiel mittags der Routine wegen zum essen zwingen, wenn du absolut keinen Hunger hast? Studien beweisen allerdings, dass Menschen mit Übergewicht ihre Kalorienaufnahme stark unterschätzen, während Untergewichtige diese meist stark überschätzen. Daher kommt das bekannte “ich kann alles essen und nehme nicht zu” oder “ich esse fast nichts und werde trotzdem dick”. Kalorienzählen schafft überhaupt erst ein Bewusstsein für Kalorien und Makronährstoffgehalte und ist daher schwer zu ersetzen. Die Frage “esse ich bewusst und ausgewählt?” impliziert also gewissermaßen, sich damit auseinanderzusetzen. Alles ist also grundsätzlich möglich, aber nur, wenn du bereits ein gewisses Grundverständnis für gesunde Ernährung hast.

gesund essen und genießen

Wo ist der Haken?

Healthy Hedonism gibt dir keine Vorgaben, keine Regeln an denen du dich festhalten kannst. Du musst alleine entscheiden, was du isst und was nicht. Das heißt gleichzeitig, du musst dir selbst vertrauen und nach Bauchgefühl entscheiden. Aufgrund des ausgeprägten Verständnisses für Gesundheit und dem Zusammenhang zur Ernährung, gelingt dies insbesondere der heutigen Generation häufig sehr gut. Das individuelle Energie-Level wird intuitiv mit dem Essverhalten in Verbindung gebracht und dieses entsprechend angepasst.

Diese Freiheit passt aber nicht unbedingt zu jedem. Healthy Hedonism hat den Vorteil, dass es bei Erfolg auch nachhaltig funktioniert. Du hast wenig Stress, machst dir weniger Gedanken um dein Essen, sparst dir Dinge wie Kalorien zählen und das schlechte Gewissen. Da es keine absoluten Verbote, Regeln und Maßstäbe gibt, hast du keinen Grund nicht durchzuhalten, wie es bei Diäten oftmals der Fall ist. Genauso, wie es Menschen gibt, denen es leichtfällt, herauszufinden, was der eigene Körper braucht, gibt es jedoch Menschen, denen genau das schwer fällt. Diese Menschen brauchen zunächst klare Regeln, Dos and Don’ts sowie Richtwerte und vielleicht auch kleine Helferchen, die sie auf den richtigen Weg bringen. Das ist keineswegs negativ oder schlechter, engt dich aber auch mehr ein. Wenn du jedoch immer nur auf dein Gefühl hörst, gibt es auch keine Erfahrungswerte bezüglich der Auswirkung. Du lebst eben nach Gefühl und keiner kann dir garantieren, dass dieses Gefühl richtig ist. Denn gleichzeitig ist die Richtigkeit hierbei offensichtlich ein individueller Maßstab, der abgesehen von Krankheiten und Nährstoffmängeln keineswegs wissenschaftlich belegbar oder bewiesen ist .

Macht Healthy Hedonism nun wirklich glücklich?

Wie erwähnt ist Healthy Hedonism sehr nachhaltig und genussorientiert. Gut geeignet ist diese Lebensart definitiv, wenn du aktuell kein bestimmtes körperliches Ziel verfolgst, sondern einfach nur gesund und glücklich leben möchtest. Andererseits ist der Trend eher nicht geeignet für Menschen, die akut an sich arbeiten möchten und merken, dass sie ohne klare Regeln auf der Stelle treten. Wenn du motiviert und diszipliniert bist und ein klares Ziel vor Augen hast, ist Healthy Hedonism wahrscheinlich nicht der beste und schnellste Weg, um dieses Ziel zu erreichen. Bei Diäten sollte dennoch niemals der Verzicht überhandnehmen. Ansonsten verfällst du schneller als gedacht wieder in alte Muster, der Jo-Jo-Effekt setzt ein und du erreichst dein Ziel nicht nachhaltig.

Die optimale Lösung ist wahrscheinlich wie immer der Mittelweg. Wieso nicht grundlegend intuitiv leben, aber trotzdem die ein oder andere Regel befolgen und Hilfen nutzen? Kleine Helfer, wie Fitness-Apps oder Uhren machen es dir leichter einzuschätzen, was dein Körper zum Gesund sein braucht.

Eine weitere Hilfestellung kann zum Beispiel auch dieser Nährstoffrechner sein https://upfit.de/naehrstoffrechner/. Damit bekommst du einen Überblick, mit welchen Nährstoffen du deinen Körper optimalerweise versorgen solltest, um dein Ziel zu erreichen oder einfach nur gesund zu leben. Dabei bleibt es dir natürlich selbst überlassen, ob du dich streng an die Vorgaben hältst oder diese lediglich als Richtwerte siehst, um dein intuitives Bauchgefühl zu bestätigen, beziehungsweise in die richtige Richtung zu lenken. Der Nährstoffrechner ist demnach der optimale Einstieg, um zu lernen, was dein Körper wirklich braucht und so das Grundverständnis für gesunde Ernährung zu erlangen.

 

Fotos: rohappy; Flaffy / stock.adobe.com

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