Kann mit Retinol wirklich Falten vorgebeugt werden?

Retinol ist ein natürlicher Wirkstoff gegen Faltenbildung, der zunehmend an Beliebtheit gewinnt. Es handelt sich um das fettlösliche Vitamin A in reiner Form, dessen Vorstufe das Beta-Carotin ist. Es wird über die Nahrung aufgenommen, kann aber für einen gezielten Einsatz zusätzlich auf die Haut aufgetragen werden. Auch Hautärzte empfehlen eine Anwendung von Retinol, um Hautalterungsprozessen vorzubeugen.
 

Wie wirkt Retinol und wofür wird es angewendet?

Wird Retinol auf der Haut aufgetragen, wandelt es sich in Vitamin A-Säure um und kann seine volle Wirkung entfalten. Bereits kleine Konzentrationen verstärken die Aktivität der Bindegewebszellen. Diese Zellen verlieren bei einem Mangel an Vitamin A an Volumen, wodurch die Entstehung erster Fältchen begünstigt wird. Das Retinol hemmt den Abbau von Kollagen und unterstützt sogar die Produktion von neuem Kollagen, dem Stützgewebe der Haut. Der Wirkstoff bildet einen Feuchtigkeitsersatz für das Zwischenzellgewebe der Haut und verbessert die Hautelastizität. Dadurch wird die Haut geglättet und aufgepolstert, da Feuchtigkeit über mehrere Stunden in der Haut gehalten wird.

Sonneneinstrahlung, sowie die natürliche Hautalterung führen zu einem Verlust von Vitamin A in der Haut. Die Elastizität und Stärke der Haut nehmen ab und Falten können sich bilden.

Studien zufolge ist Retinol ein hoch wirksamen Mittel gegen Falten und noch dazu natürlichen Ursprungs. Nach mehrwöchiger Anwendung verfügt die Haut über nachweislich mehr Kollagen und ist straffer. Die Dicke der Haut verstärkt sich und nach etwa vier Wochen – je nach Hauttyp – sind die ersten Verbesserungen des Hautzustandes sichtbar. Erweiterte Poren verkleinern sich, kleine Falten verschwinden und Pigmentstörungen lassen nach. Drei bis vier Monate später hat sich die Haut weiterhin spürbar und sichtbar verbessert.

Da auch in Sachen Hautpflege die Regel gilt, dass Vorsorge besser als Nachsorge ist, wirst du die langfristige Anwendung von Retinol einige Jahre später besonders zu schätzen wissen.
 

Was ist bei der Anwendung von Retinol zu beachten?

Da es sich bei Retinol um eine hochwirksame Substanz handelt, solltest du einige Hinweise bei der Anwendung beachten. Oft heißt es, dass du Retinol erst ab 25 Jahren verwenden solltest, da ab diesem Alter die Kollagenproduktion abnimmt. Wenn du jedoch schon vorher unter kleineren Fältchen leidest, spricht nichts dagegen, Retinol in Absprache mit deinem Hautarzt punktuell und in geringer Konzentration einzusetzen.

Generell können zu Beginn der Anwendung Hautirritationen auftreten. Die Haut kann schuppen, sich schälen oder zu Rötungen neigen. Nach wenigen Tagen sollte diese anfängliche Irritation abklingen und du kannst die Konzentration langsam steigern.

Eine noch stärkere und länger andauernde Wirkung als Retinol soll das künstlich produzierte Retinoid haben. In Deutschland ist es jedoch kaum erhältlich, da hier Grenzwerte für dessen Dosierung vorgeschrieben sind. Die Anwendung von Retinoid ist in den USA äußerst verbreitet, kann allerdings gerötete und trockene Haut zur Folge haben.

 

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Retinol Pflegeprodukte

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Fotos: ValuaVitaly/iStock.com, Douglas