Wer kennt es nicht – trockene Haut, ein Kratzen im Hals und fliegende Haare. Gerade in der kalten und dunklen Jahreszeit kommt es zu diesen Unannehmlichkeiten. Schuld daran ist die trockene Luft, welche durch das Heizen entsteht. Wir geben dir hier einige Tipps an die Hand, um einer trockenen Heizungsluft entgegenzuwirken.

Wie du eine niedrige Luftfeuchtigkeit feststellen kannst

Bevor du damit beginnst, Maßnahmen gegen eine zu trockene Luftfeuchtigkeit zu ergreifen, solltest du überprüfen, ob die Luft tatsächlich zu trocken ist. Hierzu kannst du ein Glas mit Wasser und Eiswürfeln füllen. Warte fünf Minuten und überprüfe anschließend, ob die Außenseite des Glases nass ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Luft tatsächlich zu trocken sein.

Alternativ kannst du auch ein sogenanntes Hygrometer kaufen. Das Messergebnis ist mit diesem Gerät genauer als bei der DIY-Variante.

Die Luftfeuchtigkeit sollte mindestens 40 Prozent betragen. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit ist jedoch auch nicht gut, da dies die Ausbreitung von Schimmel begünstigt.


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Ist eine zu trockene Luft gefährlich?

Trockene Luft verursacht unschöne äußerliche Symptome wie brüchiges Haar, eine schuppige Haut und spröde Nägel. Außerdem führt sie zu Müdigkeit, Kopfschmerzen und ausgetrockneten Schleimhäuten. Letztere können in seltenen Fällen zu Nasenbluten führen. Ferner erhöht eine trockene Schleimhaut das Risiko für Infektionen. Deshalb treten Erkältungen häufiger in den kälteren Jahreszeiten auf.

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Neben dem erhöhten Infektionsrisiko ist selbst eine extrem niedrige Luftfeuchtigkeit laut Experten jedoch gesundheitlich unbedenklich.

Trockene Heizungsluft – Tipp 1: Die Raumtemperatur senken

Ja, auch wir wissen – warme Räume in kalten Zeiten stehen für Romantik und geben dem Raum eine besondere Atmosphäre zum Wohlfühlen. Künstliche Wärme senkt jedoch die Luftfeuchtigkeit. Gleichzeitig fühlt sich trockene Luft kälter an. Hierdurch entsteht ein Teufelskreis.

Deshalb solltest du das Thermostat deiner Heizung lieber etwas herunterdrehen, wenn dein Körper mit der Heizungsluft nicht klarkommt.

Für deine Schleimhäute ist eine Raumtemperatur von ungefähr 18 Grad ideal. Falls dir bei dieser Temperatur zu kalt ist oder du eine gemütliche Atmosphäre schaffen möchtest, kannst du dich in Decken oder einen bequemen Pullover einkuscheln.

Achte darauf, dass die Raumtemperatur nicht unter 16 Grad sinkt. Dies würde die Entwicklung von Schimmelpilzen begünstigen.

Tipp 2: Wasser aufstellen

Diesen Trick kennst du bestimmt noch aus deiner Kindheit.
Hänge einen Behälter aus Ton an den Heizkörper und befülle ihn mit Wasser. Durch die Wärme der Heizung verdunstet das Wasser und wird so in die Luft abgegeben. Die Luftfeuchtigkeit im Raum steigt.

Das Wasser sollte stets frisch sein, da auch Keime und Bakterien über das verdunstete Wasser in die Luft abgegeben werden können.


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Trockene Heizungsluft – Tipp 3: Feuchte Kleidung und Handtücher aufhängen

Dieser Tipp ist nicht nur gut für dein Wohlbefinden, er ist auch noch umweltfreundlich!
Hänge deine Wäsche in deiner Wohnung auf, anstatt sie in den Wäschetrockner zu geben. Auch hier wird das verdunstete Wasser aus der Kleidung an die Luft abgegeben.

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Wir empfehlen dir, die Wäsche am Morgen aufzuhängen, da so die Energie der Sonne genutzt werden kann.

Solltest du keine frisch gewaschene Wäsche zur Hand haben, kannst du auch nasse Handtücher aufhängen.

Tipp 4: Dämpfe aus Bad und Küche nutzen

Beim Baden, Duschen und Kochen entsteht Wasserdampf und dieser kann die Feuchtigkeit der Luft erhöhen. Lasse nach dem Duschen oder Kochen die Türen offenstehen und leite so die Feuchtigkeit in trockene Räume. Du kannst auch während des Kochens oder beim Duschen die Türen offenstehen lassen, falls dich dies nicht stört. So steigt die Luftfeuchtigkeit noch schneller und besser an.

Trockene Heizungsluft – Tipp 5: Ausreichend viel Wasser trinken

In Flugzeugen wird den Passagieren laufend Wasser angeboten, da es in der Maschine keine Möglichkeit gibt, die Luftfeuchtigkeit anzuheben. Auch auf dem Boden kannst du diesen Trick nutzen, um trockenen Schleimhäuten entgegenzuwirken.

Stelle überall in deiner Wohnung frische Wasserflaschen auf. So wirst du immer daran erinnert, genügend Wasser zu trinken. Auch dein allgemeiner Gesundheitszustand wird es dir danken.

Tipp 6: Trockene Zimmer mit Pflanzen aufwerten

Dieser Tipp hilft nicht nur dabei, die Luftfeuchtigkeit zu steigern, er sieht auch schön aus.
Stelle in den trockenen Räumen einige Pflanzen auf. Sie geben über der Unterseite der Blätter Feuchtigkeit an die Luft ab. Am besten eignen sich tropische Pflanzen wie Farn und Bambuspalmen. Achte darauf, deine Pflanzen regelmäßig zu gießen. Um den Effekt zu verstärken, kannst du mit einer Sprühflasche die Blätter mit Wasser besprühen.

Keine Angst, du benötigst keinen privaten Tropenwald – ein paar Pflanzen dürften bereits ausreichen.

Trockene Heizungsluft – Tipp 7: Regelmäßiges Stoßlüften

Alle zwei bis drei Stunden solltest du deine Zimmer durch Stoßlüften von der alten, ausgetrockneten Luft befreien. Wie lange du die Fenster hierfür geöffnet halten musst, ist abhängig von der Außentemperatur. Als Faustregel gilt: je kälter die Luft ist, desto schneller ist die Luft ausgetauscht. Im Winter solltest du das Fenster für fünf Minuten geöffnet halten. Im Frühjahr hingegen 10 bis 15 Minuten lang.

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Um Energie zu sparen und die Umwelt zu schützen, solltest du die Heizung während des Lüftens abdrehen.

Die Fenster dauerhaft auf Kippe offenzuhalten, ist nicht zu empfehlen. Dies fördert nämlich die Bildung von Schimmelpilzen.

Tipp 8: Technische Hilfsmittel

Luftbefeuchter gibt es auch in der elektrischen Variante. Die Geräte erhitzen Wasser aus einem Wassertank und machen die Luft mit dem dabei entstehenden Dampf feuchter.

Da sich Bakterien und Keime in diesen Geräten gut entwickeln können, musst du darauf achten, das Wasser aus dem Tank regelmäßig zu wechseln.

Außerdem wird die Luft mit solchen Geräten häufig zu feucht. Falls du dich für einen elektrischen Luftbefeuchter entscheidest, solltest du deshalb mit Hilfe eines Hydrometers regelmäßig die Luftfeuchtigkeit überprüfen.

Neben diesen Problemen sind Luftbefeuchter in der Regel teuer in der Anschaffung und verbrauchen viel Strom. Daher solltest du sie als letzte Lösung bei trockener Luft ansehen.

Unser Fazit

Eine niedrige Luftfeuchtigkeit erhöht das Risiko von Infektionen und wird oft als unangenehm empfunden. Doch es gibt viele Wege, um die Luftfeuchtigkeit in einem Raum zu steigern. Das beste Ergebnis kannst du mit einer Kombination aus unseren verschiedenen Tipps erzielen. Zu technischen Lösungen solltest du jedoch erst greifen, wenn andere Maßnahmen nicht helfen.

 

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