Die Augen sind noch schlaftrunken, der Kaffee noch nicht in der Hand und trotzdem kneife ich sie zu kleinen Strichen zusammen um einen Blick aus dem Fenster zu werfen. Klar, es ist August. Aber ist der Sommer auch heute noch da im flatterhaften Sommer 2013? Scheint die Sonne? Und wie warm ist es heute überhaupt?

Auch am Frühstückstisch, im Fahrstuhl oder später in der Redaktion: Wir alle reden über das Wetter. Diese Hitze da draußen! Und dieses heftige Gewitter am Vorabend! Das Wetter ist der einfachste, verlässlichste aber auch der beliebteste Gesprächsstoff. Warum eigentlich? Weil wir unseren Senf dazu geben können? Oder ist es nicht viel mehr die Tatsache, dass das Wetter eines dieser Dinge in unserem Leben ist, das wir nicht planen können? Das Wetter können wir ausnahmsweise nicht wie den Rest in unserem Leben beeinflussen. Für mich eine mittelschwere Katastrophe und vielleicht bin ich genau deswegen so Wetter-App-geil. Und auch wenn die erhitzten Gemüter im Büro über die Hitze klagen, ein Blick nach draußen und meine innere Stimme meint „Warum arbeite ich eigentlich heute…könnte ja etwas verpassen.“ Ja, das Wetter.

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Denn manche Dinge ändern sich, unablässig. Das darf schon ab und zu mal Angst machen, oder? Verrückt daran ist aber, dass der Wunsch nach Veränderung, nach Entwicklung (oder eben das Finden der ganz großen Liebe) mindestens genau so tief in uns verankert ist, wie unsere Angst vor Veränderungen. Verrückte Spezies Mensch.

Vielleicht müssen wir einfach öfter ans Meer reisen. Oder eben dort hin, wo wir jeden Tag in anderen Betten schlafen – uns aber auf die Beständigkeit des Wetters, verlassen können. Und dann grabe ich meine Füße ganz tief in den Sand. Muss ich nicht beschreiben wie sich das anfühlt, denn die ganze Welt bohrt liebend gerne einfach mal ihre Zehen genüsslich in den Sand. Warum? Vielleicht weil der schwere, warme Sand uns ein bisschen Beständigkeit gibt, die einzelnen Sandkörnchen aber ständig in Bewegung sind – und hach, bevor es philosophisch ausartet: Vielleicht auch ganz einfach weil kein anderes Körperteil so weit von unserem Kopf entfernt ist…denn den sollten wir ja bekanntlich nicht so schnell im Sand vergraben.

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Kolumne Mia