Beißen, kratzen, kneifen: Der erotische Knabberspaß im Bett

Für viele ist nichts spannender, als der Kontrast aus zärtlichen Küssen auf der einen und einem festen Klaps oder einem frechen Biss auf der anderen Seite. Beim Sex ist bekanntlich alles erlaubt, was Spaß macht. Und genau darum geht es hier: um Spaß, Lust und Leidenschaft.

Es gibt für dich viele Möglichkeiten, deinen sexuellen Horizont zu erweitern. Diese beinhalten jedoch nicht immer sofort Fesselspielchen oder Analsex. Es existieren weitaus schlichtere und einfachere Methoden, um aufregende Spannung zu erzeugen und das Feuer zu entfachen.

Dein Mund, deine Lippen und deine Zunge gehören zu den sensibelsten Körperstellen, die ein Mensch besitzt. Mit ihnen kannst du atemberaubende Lust empfinden, aber auch bereiten. Es liegt also auf der Hand (oder auf der Zunge?), dass du dich gerne etwas mehr auf deine oralen Fantasien fokussieren darfst.

Ein sehnsüchtiger und fordernder Biss oder ein zärtliches liebevolles Kneifen: Das bringt so manches Paar richtig in Fahrt. Das Beißen wird nicht umsonst als Steigerung des Saugens oder des Leckens betrachtet. Im Kamasutra nannte man diese „beißenden“ Liebesspielchen Punktbiss, Korallenstein, Punktgirlande, Juwelenkette, Wolkenriss oder Eberbiss. Aber mal ehrlich, wer möchte schon gerne als „Eber“ bezeichnet werden? Hier geht es schlichtweg einzig und allein darum, deine Lust, und die deines Partners, zu steigern und eure Herzen höher schlagen zu lassen.

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Wenn es aber wirklich ums Beißen und Kratzen geht, gibt es Einiges vorweg zu beachten:

Der richtige Zeitpunkt

Die beste Zeit für anregende Knabbersessions ist das Vorspiel und der Moment kurz vor dem Orgasmus. Beim Vorspiel geht es darum, den Anderen in die richtige Stimmung zu versetzen und auch selbst ordentlichen Heißhunger auf etwas mehr zu bekommen. „Härterer Sex“ bedeutet dabei nicht per se ein Verlangen nach Schmerz. Tatsächlich ist das nicht der Fokus, der bei Beiß- und Knabberspielchen gesetzt wird. Aber bei zunehmender Erregung steigt deine Schmerzschwelle und du wirst plötzlich empfänglich für Handlungen, die du normalerweise als eher unangenehm empfinden würdest. Kleine „Handkniffe“ (im wahrsten Sinne des Wortes) können deine Lust sogar steigern. Auch während des Aktes gilt: Je näher du deinem Höhepunkt kommst, desto mehr Schmerz kannst du vertragen und womöglich sogar als erregend empfinden.

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An der richtigen Stelle

Insbesondere beim Vorspiel fällt die Aufmerksamkeit auch eher mal auf Bereiche des Körpers, denen sonst nicht so viel Beachtung geschenkt wird. Erogene Zogen am menschlichen Körper gibt es tatsächlich von Kopf bis Fuß. Wo dein Partner am sensibelsten und empfindsamsten ist, gilt es nun für dich herauszufinden.

Das menschliche Gesicht ist sehr empfänglich für physische Reize. Neben den Lippen sind insbesondere der Nackenbereich, der Hals und die Ohren eine gute Möglichkeit, deine neuen Verwöhnstrategien auszuprobieren. Von da aus können deine Lippen schnell mal etwas tiefer wandern: Über die Brustwarzen, den Bauchnabel bis hin zu den Schenkelinnenseiten. Der Spielplatz ist groß und ihr habt alles für euch allein.

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Mit der richtigen Intensität

Ein festes Zupacken, ein Klaps auf den Po oder ein fester Kniff haben nicht automatisch etwas mit SM zu tun oder bedeuten gar, dass dein Partner Schmerzen sucht oder bereiten will. Es spielen allein Sinnlichkeit und Lust die zentrale Rolle, nicht etwa Erniedrigung oder Qualen. Auch beim Beißen gilt: Du hast deinen Partner ja nicht „wirklich“ zum Fressen gern. Es geht hier vielmehr um ein zärtliches „Vernaschen“, das Auskosten des sinnlichen Augenblickes und das Entdecken neuer Leidenschaft auf spielerische Art.

Jeder Mensch hat seine Grenzen an anderer Stelle. Es gilt sich hier also langsam vorzutasten und herauszufinden, wo diese liegen und was das Lustempfinden steigert. Beobachte wie dein Partner reagiert, bevor du den nächsten Schritt wählst. So kannst du dir sicher sein, deinem Partner die höchstmögliche Befriedigung zu garantieren. Gewiss wird er sich mit Freuden bei dir dafür revanchieren.

 

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