Warum gehen Männer so gerne ins Casino?
Männer und Casinos, was steckt hinter dieser geheimnisvollen Liebschaft?

Glücksspiel ist so alt wie die Geschichtsschreibung selbst. Bereits im alten Ägypten und im antiken Griechenland erfreute man sich über Spiele, die einzig und allein vom Zufall abhängig sind. An dieser Faszination hat sich bis heute nichts geändert. Ganze Städte wie Las Vegas oder das hierzulande weniger bekannte Macau widmen sich dem Thema Glücksspiel. Auch in Deutschland erfreut sich Glücksspiel hoher Beliebtheit. Zwar steigt der weibliche Besucheranteil kontinuierlich, dennoch bleibt Glücksspiel nach wie vor ein von Männern besetztes Terrain, denn sie werden dem Anschein nach magisch von den Spieltischen und leuchtenden Automaten angezogen. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Was fasziniert Männer am Glücksspiel?

Männer gehen mehr Risiko ein. Im direkten Vergleich mit männlichen Spielteilnehmern zeigte sich, dass Frauen niedrigere Einsätze platzieren und nur halb so lange im Casino verweilen. Dabei steht laut Statista für Männer tatsächlich der mögliche Gewinn im Vordergrund. Für über 70 Prozent ist die Gewinnmöglichkeit der entscheidende Faktor für einen Casino-Besuch. Gleich darauf mit 53,5 Prozent folgt der Spaß an der Sache.

Männer suchen also den monetären den Erfolg im Casino, während Frauen darin eher eine Freizeitbeschäftigung sehen. Während Männer dazu bereit sind, hohe Summen zu riskieren, spielen Frauen kleinere Limits und lassen sich auch niedrigere Gewinne schneller auszahlen. Daher sind auch Spiele mit hohen Limits vorwiegend von Männern besetzt. Je höher das Einstiegslimit, umso weniger Frauen sind dort also meist anzutreffen.

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Frauen lassen sich auch eher auf Bonus-Angebote ein. Damit wird das Risiko minimiert und der eigene Verlust bleibt überschaubar.  Casinos haben das schon lange erkannt und nutzen diesen Umstand zur Verbesserung ihres Werbeangebots. Spezielle Angebote für Frauen und „Lady Nights“ sind gängige Aktionen der Casinos.

Das hat einen doppelt positiven Effekt auf den Umsatz der Casinos: Einerseits generieren sie mehr Gewinn durch die steigende Besucherzahl von Frauen. Anderseits werden Männer risikofreudiger durch die Anwesenheit des anderen Geschlechts.

Natürlich kann man diese Statistiken nicht pauschal auf alle Männer anwenden, die gerne ein Casino besuchen. Die Tendenz für mehr Risikobereitschaft schlägt aber eindeutig in die Richtung der Männer aus. Rein aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus ist es demnach ein umso größerer Gewinn für Casinos, je mehr Frauen am Spiel teilnehmen.

Fire Joker & andere lustige Spiele

Besonders beliebt sind mittlerweile Automatenspiele geworden. Zu den beliebtesten aller Automatenspiele zählt übrigens Fire Joker. Fire Joker ist ein klassischer Retro Slot mit „3×3“ Reels und wird sehr häufig gespielt.  Allein in Deutschland wird jedes Jahr über 11 Milliarden Euro mit Glücksspiel erwirtschaftet. Der neue Glücksspielstaatsvertrag wird am 1. Juli 2021 in Kraft treten und dann auch endlich den Online-Casino-Markt in Deutschland regulieren und auf eine legale gesetzliche Basis stellen. Ab dann können Glücksspielbetreiber offiziell um eine deutsche Casino-Lizenz buhlen. Stationäre wie auch Online-Automatenspiele gehören aber auch ganz allgemein zu den beliebtesten Glücksspiel-Varianten im digitalen Zeitalter, noch weit vor Black Jack oder Roulette.

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Die Auswahl an Online-Slots ist daher äußerst groß. Tausende verschiedener Automatenspiele sind mittlerweile online verfügbar. Dabei haben sich unterschiedliche Spielehersteller bzw. -entwickler einen Namen gemacht. Sie sind aus der Glücksspiel-Szene nicht mehr wegzudenken. Zu ihnen gehören Novomatic, Merkur, aber auch Löwen Play und Bally Wulff.

Wie zuvor dominieren Männer auch bei Automatenspielen das Feld. Über 75 Prozent aller Glücksspiel-Teilnehmer sind hier männlich. Durch das Online-Zeitalter verschiebt sich diese Zahl unterdessen allerdings etwas. Im Gegensatz zu den landbasierten Casinos zieht es insgesamt mehr Frauen in die Online-Welt des Glücksspiels. Vor allem die Anonymität ist wohl ein ausschlaggebender Faktor für diesen Trend.

Poker mischt die Karten neu

Poker ist zu einem Gesellschaftsspiel geworden. Spätestens mit dem Einzug von Poker in die heimischen Fernsehkanäle ist das beliebte Kartenspiel gesellschaftsfähig geworden. Verrauchte Hinterzimmer mit dubiosen Gestalten gehören der Vergangenheit an und sind dem Glanz und Glamour des Scheinwerferlichts gewichen.

Vor allem die jährlich stattfindende Weltmeisterschaft im Poker (WSOP) zieht tausende Besucher an die Spieltische in Las Vegas. Auch Frauen begeistert das Skill Game. Bei dem beliebten Kartenspiel entscheidet jedoch nicht nur Fortuna über Sieg oder Niederlage. Strategisches Denken und mathematische Kenntnisse steigern die Gewinnchancen enorm. Das weiß auch so manche Frau und macht sich diesen Umstand zunutze.

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Nach wie vor sieht man trotzdem auch an den Pokertischen mehr Männer als Frauen. Dennoch steigt die Zahl pokerspielender Frauen kontinuierlich an. Durch die erlernbaren Fertigkeiten steigt auch bei Frauen der Reiz dieses Spiels immer weiter.

Nicht nur das Glück entscheidet, sondern auch die eigenen Fähigkeiten. Damit gehen Frauen ein nicht so hohes Risiko ein, gerade im Vergleich zu anderen Glücksspielen. Indem sie den Erfolg oder Misserfolg zum Teil selbst steuern können, geht der Trend von einer Männerdomäne hin zu einem bunt durchgemischten Publikum.

Welcher Männertyp spielt am häufigsten?

In unterschiedlichen Studien zeigte sich ein klares Bild. Männer, die zu Glücksspiel neigen, sind im Durchschnitt 30 Jahre alt und oftmals Raucher. Auch dem Alkohol ist diese Gruppe nicht abgeneigt.   Dementsprechend sind auch 80 Prozent der pathologischen Spieler männlich. Frauen beginnen mit dem Spielen im Schnitt zehn Jahre später als das andere Geschlecht.

In diesen Studien wurde jedoch jede Form des Glücksspiels einbezogen. Dazu zählen auch Rubbellose, Lotto und Sportwetten. Vor allem Sportwetten werden von Männern dominiert. Frauen sind hier nur sehr selten vertreten.

Das mag daran liegen, dass sich die Begeisterung für Fußball und andere Ballsportarten bei Frauen zumindest im Vergleich in Grenzen hält, auch wenn hier ebenso ein Aufwärtstrend zu verzeichnen ist. Männer kombinieren also ihre Sportbegeisterung mit Glücksspiel und steigern den Adrenalinkick auf diese Weise zusätzlich.

 

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