Die Kings of Leon melden sich zurück: Nach 16 Jahren Band-Geschichte, unzähligen goldenen und Platin-Schallplatten und umfangreichen Touren erschien am 14. Oktober ein neues Album der Jungs. Drei Jahre mussten die Fans warten, doch was lange währt wird schließlich königlich. Denn der Producer ist niemand geringeres als Markus Draves, der bereits Künstlern wie Coldplay und Björk bei mehreren Veröffentlichungen geholfen hat.

Dabei bleiben die Amerikaner ihrer Linie treu: Pop-Rock mit schönem Bass und jeder Menge Ohrwürmern, dazu der klassische, beinahe sphärische Gesang von Frontmann Caleb Followill. „Walls“ ist eine Abkürzung und steht für „We Are Like Love Songs“ – was oder ob sich überhaupt etwas dahinter verbirgt, wurde seitens der Band noch nicht verraten. Ebenso kryptisch, beinahe surrealistisch ist übrigens auch der Songtext sowie das Video zur ersten Single „Waste a Moment“. Eine Menge Bilder und Eindrücke, die nur indirekt in Zusammenhang stehen, machen das Ganze künstlerisch und wecken Lust auf mehr.

Ein wenig scheinen die Jungs auf dem Album jedoch vom klassischen Rock abzurücken. Zumindest an einigen Stellen wird es neue, innovative Impulse Richtung Synthesizer geben, wie es vor einigen Jahren bereits die Arctic Monkeys taten, ohne natürlich den Status als Rock-Kapelle in irgendeiner Art zu gefährden. Im Gegenteil, die frischen Zutaten tun dem Sound der Kings of Leon sehr gut. Für Fans des leichten Alternative Rock wird die Platte sowieso zur Pflicht.
 

Walls - Kings of Leon
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Foto: Amazon/PR; Jimmy Marble