Mit diesen Tipps kannst du deinen Papiermüll reduzieren

Papier gilt als einer der wichtigsten Rohstoffe überhaupt. Im Schnitt verbraucht jede Person etwa 250 kg pro Jahr. Auf der ganzen Welt werden jährlich mehr als 40 Millionen Tonnen davon produziert. Leider geht das nicht spurlos an der Natur und damit auch der Umwelt vorbei. Ein Anteil von ganzen 95 % des Papiers besteht aus Holz. Betrachtet man die gesamte Holzernte auf der ganzen Welt, werden 20 % davon für die Produktion von Papier genutzt. Es gibt bereits Bemühungen, Papier wiederzuverwenden, allerdings werden für die Neuproduktion bisher lediglich 60 % Altpapier benutzt. Für die restlichen 40 % ist neues Rohmaterial von Nöten.

Zum enormen Holzbedarf für die Papierherstellung gesellt sich der Höhe Wasserverbrauch im Rahmen der Produktion. Um ein Kilogramm Papier herzustellen, werden ganze 7 l Wasser benötigt. Auch das Abwasser wird stark belastet und zwar aufgrund der verwendeten Chemikalien.

Lässt man sich all diese Fakten einmal in Ruhe durch den Kopf gehen, beginnt vermutlich jeder damit, seinen eigenen Papierverbrauch zu überdenken. Doch wie kann er am besten reduziert werden? Wir haben wertvolle Tipps und Tricks für dich zusammengestellt, wie du im Alltag weniger Papier benutzt und damit der Umwelt helfen kannst.

Bitte keine Werbung

Jede Woche quillt dein Briefkasten über vor lauter Werbeflyern und Prospekten, die du dir eigentlich nie anschaust? Dann bring doch einfach mal einen Aufkleber an mit der Aufschrift „Bitte keine Werbung!“ Befindet sich dein Briefkasten im Treppenhaus, kannst du das Schildchen auch einfach selbst schreiben. Damit ersparst du dir nicht nur den lästigen Ausflug zum Papiercontainer, sondern trägst auch noch dazu bei, dass weniger Papier nachproduziert werden muss.

Wenn du dennoch gerne ab und zu mal durch die Angebote blätterst, dann mach das doch einfach online. Denn die Prospekte sind mittlerweile auch alle digital verfügbar.

Online-Prospekt

Robinson-Liste

Auch wenn du einen „Bitte keine Werbung“-Aufkleber angebracht hast, erhältst du trotzdem weiterhin Werbung, die in Briefen versendet und direkt an dich adressiert wurde. Wenn du diese Briefe sowieso nie öffnest und sie dich einfach nur nerven, kannst du dich in die sogenannte Robinson-Liste eintragen lassen. Das kostet dich nichts und erlöst dich von der Werbeflut.

Nachrichten digital

Was landet noch alles in deinem Briefkasten? Vielleicht eine Tageszeitung? Natürlich ist es wichtig, immer auf dem neuesten Stand zu sein, was das Weltgeschehen betrifft, doch sind wir mal ehrlich – nach dem Lesen landet jede Ausgabe im Müll, oder? Um das zu vermeiden, kannst du dir mittlerweile für nahezu alle Tageszeitungen Apps herunterladen, die dir sämtliche Inhalte der gedruckten Version zur Verfügung stellen. Das spart nicht nur Papier, sondern du kannst deine Zeitung auch überall und zu jeder Zeit bequem auf dem Smartphone lesen.

Büchertausch

Du stöberst gern durch Zeitschriften und Magazine oder bist ein wahrer Bücherwurm? Auch wenn E-Books immer beliebter werden, weil sie Unmengen an Inhalten speichern und überall mit hingenommen werden können, können sie das Gefühl eines echten Buches nicht ersetzen. Trotzdem kannst du auch hier Papier sparen und zwar, indem du deine gedruckten Schätze einfach mit anderen tauschst. Es gibt zahlreiche Plattformen, die du dafür nutzen kannst.

Drucken

Kommen wir zum Drucker. Wie oft druckst du Dokumente aus, die du dir nur einmal kurz anschaust oder die vielleicht sogar gar nicht brauchst? Denk an die Umwelt und überlege dir genau, was du wirklich ausdrucken musst und was du dir auch einfach digital durchlesen kannst. Selbst Rechnungen, Verträge, etc. musst du heutzutage nicht mehr drucken, sondern kannst sie einfach auf digitalen Datenträgern oder in Online-Speichern sichern.

Beide Seiten nutzen

Musst du wirklich einmal etwas ausdrucken, dann nutze auch die Rückseiten der Blätter, um Papier einzusparen. Bei Druckern mit Duplex-Einheit musst du die Blätter dafür nicht einmal selbst umdrehen. Du kannst die Seiten, die du drucken möchtest, auch verkleinern, sodass zwei auf eine Seite passen.

Weite Wege

Hast du Kollegen im Büro, die besonders locker mit der Druck-Taste umgehen? Dann platziere den Drucker doch mal woanders. Je weiter er vom Schreibtisch entfernt ist, desto häufiger werden sich deine Kollegen überlegen, ob ein Dokument den weiten Weg zum Gerät wert ist oder nicht. Bei den meisten wird die Antwort sicher nein lauten.

Küchenpapier

Widmen wir uns doch mal der Küche. Küchenpapier ist sicher auch dein Freund und Helfer, wenn mal etwas daneben geht, oder? Es ist schnell zur Hand, saugt alles auf und muss nicht ausgewaschen werden, denn es landet im Anschluss sowieso direkt im Müll. Aber genau da liegt der Fehler! Wie wäre es denn einfach mit einem Lappen? Ja, du musst ihn jedes Mal auswaschen, aber wenn man bedenkt, wie viel Küchenpapier so gespart wird und wie viele Bäume so weiterwachsen dürfen, nehmen wir das doch gern in Kauf.

Pappteller & Co.

Gleiches gilt für Einweggeschirr. Es ist praktisch, keine Frage. Nicht nur für unterwegs, sondern auch bei Partys. Wer hat schon Lust am Abend das Geschirr von zig Gästen abzuwaschen? Wohl niemand. Aber die meisten von uns haben doch eine Spülmaschine. Geschirr hinein, Knopf drücken, los geht es.

Coffee to go

Auf dem Weg zur Arbeit haben wir uns alle schon einmal einen Coffee to go geholt, wenn die Zeit am Morgen knapp wurde. Wer das regelmäßig macht, entsorgt Unmengen an Pappbechern. Wie wäre es denn mit einem Thermobecher? Such dir einen aus, der dir gefällt, packe ihn einfach jeden Morgen in deine Tasche und lass dir deinen Kaffee dort hineinfüllen. Das sieht nicht nur schöner aus, sondern schont auch noch die Umwelt.

Wie du siehst, ist es gar nicht so schwer, etwas für den Erhalt der Wälder zu tun und den eigenen Papierverbauch zu reduzieren. Ein kleiner Aufkleber am Briefkasten, das Nutzen von digitalen Speichermedien oder einfach nur der Verzicht auf Küchenpapier – es kann so simpel sein. Jeder von uns kann einen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten, ohne dabei großen Aufwand zu betreiben.

 

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