allergie

Der Frühling ist längst angekommen, die ersten Schwimmbäder werden eröffnet und der nahende Sommer könnte so schön sein – jedoch nicht für Allergiker. Mehr als 20 % der Bevölkerung leidet unter Husten, Schnupfen und geröteten Augen aufgrund von Pollen, Gräsern und anderen blühenden Pflanzen. Für all Jene ist der Gang ins Freie eine Qual, doch das muss nicht sein. Hier ein paar einfache Tipps, die Linderung verschaffen: Was tun bei Allergien?

Allergie frühzeitig erkennen

Die Nase läuft ständig und es ist keine Grippe? Dann ist der Besuch beim Arzt die beste Wahl, denn in den meisten Fällen handelt es sich dann um eine Allergie. Diese kündigt sich nicht an, kann sich schleichend verschlimmern und den Alltag des Erkrankten stark einschränken. Nur eine ärztliche Diagnose bringt Gewissheit.

Mögliche Auslöser kennen

Sind es geliebte Speisen, die das Leben zur Hölle machen, dann sollte man verzichten lernen. Keine noch so süße Erdbeere oder Südfrüchte sollten es wert sein, dass hinterher große Beschwerden drohen. Das Haustier ist natürlich ein besonderes Problem. Sich von einem geliebten Begleiter zu trennen, mag schwer sein, doch eine Koexistenz mit langem Leiden ist auch keine Alternative. Das Tier kann bei den Verwandten immer noch besucht werden, so ist es nicht ganz aus dem Leben verschwunden.

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Gewohnheiten ändern

Der Kontakt zur „Problempflanze“ kann in vielen Fällen auf ein Minimum reduziert werden. Dabei empfiehlt es sich die Fenster bei sonnigem Wetter geschlossen zu halten, gelüftet wird nur bei Regen. Muss man doch ins Freie, schützen eng anliegende Sonnenbrillen die Augen, sodass später weniger Rötungen drohen. Sportliche Aktivitäten sollten in der Hauptflugzeit der Pollen eingeschränkt werden. Vor dem Schlafengehen kann der Boden des Zimmers gewischt werden, um alle Pollen zu entfernen. Danach sollte man sich selbst duschen, um auch den Rest des Auslösers auszumerzen. Fenster sind über Nacht strikt geschlossen zu halten. Bei einem längeren Aufenthalt im Auto nützt es, wenn die Lüftung ausgeschaltet wird. Als Alternative für schwere Allergiker kann eine Klimaanlage mit eingebautem Pollenfilter in Betracht gezogen werden.

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Allergie mit in den Urlaub nehmen

Eine Krankheit nimmt im Normalfall keine Rücksicht darauf, ob die Ferien anstehen oder nicht. Sie ist immer mit im Gepäck und sorgt auch unterwegs für Symptome. Diese können gezielt mit Medikamenten behandelt werden, sodass der Aufenthalt erträglicher wird. Gebiete mit hohem Pollenflug sind zu meiden. Generell sind Orte am Meer oder im Hochgebirge weniger belastet. Zur einfachen Erkennung, wo die Pollen besonders aktiv sind, bietet sich ein Blick auf den Pollenflugkalender an, der zuverlässige Informationen zu den vorhandenen Quälgeistern vor Ort bereithält. Im besten Fall ist man so genug gerüstet, um den Urlaub zu genießen.

Die richtigen Medikamente

Im Bereich der Allergiebehandlung hat sich Dank der Forschung in den letzten Jahrhunderten einiges getan. Es werden Präparate ohne Konservierungsmittel hergestellt, die weniger Langzeitschäden verursachen. Es empfiehlt sich bereits vor der Pollensaison mit der Behandlung anzufangen, um die vorbeugende Wirkung zu verstärken. Nasentropfen oder – spray mit Cromoglizinsäure oder Azelastin, welche rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist, behindern die Allergieauslöser beim Wirken – kein Niesen, keine verstopften Nasen. Tropfen mit Tetryzolin (ebenso rezeptfrei) sorgen für eine Verengung der Blutgefäße der Bindehaut. Das hilft vor allem bei geröteten und juckenden Augen. Ein Mittel ohne jegliche Nebenwirkungen gibt es jedoch nicht. Viele Tabletten, die als Allroundtalente in der Allergiebekämpfung gelten (z.B. die Cetirizin-Präparate), haben eine extrem ermüdende Nebenwirkung.

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Hyposensibilisierung

Diese Behandlung wird auch Allergieimpfung oder spezifische Immuntherapie genannt, zielt dabei auf die Überreaktion des Körpers auf Allergene. Durch eine gezielte Einnahme von Allergenen wird eine Gewöhnung erreicht, die die Allergie in den meisten Fällen die Beschwerden verringert oder gar verschwinden lässt. Es handelt sich hierbei um die einzige kausale Therapie. Verabreicht werden die Stoffe per Spritze, Tablette oder als Tropfen. Die Behandlung mit Spritzen ist zwar einfach und unkompliziert, dennoch wird die Behandlung durch Tabletten oder Tropfen in den meisten Fällen als angenehmer empfunden, da der lästige Piecks ausbleibt.
 

Foto: CRW_9231 von See-ming Lee via flickr.com, CC BY-SA 2.0