Sexy Fotografie: Kannst du damit Geld verdienen?

Menschen mit wenig bis gar keiner Kleidung und in erotischen Settings zu fotografieren, reizt viele Hobbyfotografen und vielleicht auch dich. Tatsächlich musst du dir jedoch nicht nur um den Model-Nachschub keine Sorgen machen, sondern auch das Geld. Denn sexy Fotografie zwischen ästhetischem Akt und regelrechter Porn-Art hat sehr viele Interessenten, die auch bereit sind, gutes Geld dafür zu bezahlen – erst recht, wenn eine Frau hinter der Kamera steht.

Was ist sexy Fotografie?

Sexy Fotografie ist ein etwas schwammiger Dachbegriff. Das ist er jedoch notgedrungen, denn was teil- und unbekleidete Menschen anbelangt, gibt es viele verschiedene Stile. Diese müssen nicht zwingend etwas Anregendes oder gar mit Sex zu tun haben – können es aber durchaus.

Unter sexy Fotografie versammeln sich deshalb einige Positionen:

  • Klassische Akt- oder Teilakt-Fotografie. Das Model ist zwar bestenfalls minimal bekleidet, die Fotos haben aber ausschließlich künstlerischen Charakter und fokussieren sich nicht auf Erotik bzw. Erregung beim Betrachter.
  • Lingerie-/Dessous- bzw. Boudoir-Fotografie. Sie ist schon deutlich erotischer; das zentrale Thema sind jedoch erotische Bekleidungsstücke und zumindest teilweise oder mit halbtransparenten Stoffen bedeckte Intimbereiche, Brüste usw.
  • Erotik-Fotografie. Die Erweiterung der Akt- und Boudoir-Fotografie. Models sind deutlich offenherziger, der Intimbereich wird nicht verdeckt, wird vielleicht sogar auf manchen Fotos etwas(!) hervorgehoben (Pose-bedingter Blick zwischen die Beine etc.). Aber: er ist nicht erregt (Penis schlaff, Vagina geschlossen, trocken) und auch nicht Hauptthema. Hierzu zählen beispielsweise die typischen Fotos aus Hochglanzmagazinen – deutlich erotisch, aber sehr niveau- und geschmackvoll. Bilder, die du problemlos deinen durchschnittlich aufgeschlossenen Eltern zeigen könntest.
  • Pinkshots. Der Begriff entstammt dem rosa Inneren einer geöffneten Vagina. Darum geht es hier auch: dieser Stil zeichnet sich durch einen Fokus aufs Sexuelle und den Intimbereich aus. Die Models nehmen Posen ein, die sehr eindeutig-zeigefreudig sind, helfen beispielsweise auch mit den Fingern nach (Schamlippen auseinandergezogen…). Sie sind mitunter auch sichtbar erregt, steif, feucht. Allerdings gibt es typischerweise keine darüberhinausgehenden sexuellen Handlungen.
  • Porn-Art/Pornart. Hier wird es deutlich pornografisch. Einzelne Models masturbieren, benutzen Spielzeuge. Mehrere Models interagieren miteinander, haben auch Sex vor der Kamera. Der große Unterschied zu platter Porno-Fotografie besteht darin, dass die Bilder trotz ihres sehr eindeutigen Touchs weiterhin eine hohe künstlerisch-ästhetische Komponente beinhalten. Es geht zwar vornehmlich um „das Eine“, aber nicht nur plump. Auch können solche Shootings, ähnlich wie Lingerie, einen mehr oder weniger starken Fetisch-Touch haben.
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Dabei musst du jedoch wissen, dass die stilistischen Übergänge verschwimmen. Ein einzelnes Shooting kann von Lingerie über Erotik und Pink-Shots bis zu Porn-Art reichen.

Hier kommt jedoch das Haupt-Thema: Für all diese Stile gibt es eine Menge Interessenten. Wenn du eine technisch gute Fotografin bist, dazu das nötige Equipment und vielleicht sogar ein Studio hast, findest du viele Menschen, die für solche Fotos Geld zahlen.

Einzelne Privatpersonen

Eine Frau, die für sich ganz allein Bilder haben möchte, die zeigen, wie wunderschön und erotisch sie ist. Dabei handelt es sich um einen Kundenkreis, der seit Jahren immer größer wird. Gute, erotische oder sogar pornografische Fotos für das eigene Selbstwertgefühl. Das gibt es bei beiden Geschlechtern und wird häufig gebucht.

Noch häufiger ist allerdings die Partner-Konstellation: Auch in Zeiten von wirklich guten Handykameras ist es ziemlich schwer, als totaler Foto-Laie auch einen künstlerisch hochwertigen Aspekt zu wahren – sowohl, wenn man versucht, sich selbst zu fotografieren als auch dann, wenn ein intimer Bekannter den Auslöser betätigt.

Die zweite Gruppe der Privatpersonen besteht deshalb aus Frauen und Männern, die sich für ihren Partner professionell und sexy fotografieren lassen möchten – sei es, um beispielsweise einen Kalender zu erstellen; sei es, um immer wieder scharfe Bilder auf sein Handy zu schicken. Ein besonderes, sehr persönliches und intimes Geschenk also.

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Private Paare

Was Menschen antörnt, ist nicht weniger vielfältig als die Anzahl der Sterne am Nachthimmel. Vor allem, was die Stile ab der Erotik-Fotografie anbelangt, können gute Fotografinnen darauf vertrauen, dass irgendwann das erste Paar an sie herantreten wird.

Die meisten bezahlen für solche Shootings von sich, weil sie zuhause, vielleicht im Schlafzimmer, sehr eindeutigen Wandschmuck von sich aufhängen möchten – nicht wenige Menschen werden auch davon erregt, sich selbst auf so erotischen oder gar pornografischen Motiven zu sehen. Mehr noch, als wenn darauf andere, unbekannte Leute abgebildet sind.

Dann gibt es aber auch jene Paare, bei denen nicht nur die Fotos zählen, sondern das Shooting an sich. Diese haben dann in aller Regel eine gewisse exhibitionistische Ader. Ihnen gefällt es, wenn ihnen beim Liebesspiel und ähnlichen Handlungen Kamera und Fotografin zusehen. Das klingt vielleicht jetzt schräg, macht aber definitiv die fotografische Arbeit einfacher – solche Menschen muss man meistens eher bremsen, anstatt sie mühevoll für gute Posen anzuleiten. Natürlich ist sowas nichts für jede Fotografin, aus verständlichen Gründen.

Teilweise nutzen solche Paare die Fotos dann sogar als regelrechte Sedcard – sie bewerben sich also damit. Beispielsweise, um ins Porno-Business einzusteigen. Apropos Business:

Professionelle Sexworker

Hast du dir schon einmal eine Webseite für Escorts, Callgirls und ähnliche Berufe angesehen? Wenn nicht, solltest du das nachholen. Denn solche Profis benötigen natürlich erotische Fotos, um sich ihren Kunden zu präsentieren. Gerade in der heutigen Welt des Internets sind oftmals diejenigen am besten sichtbar, die wirklich herausragende Fotos von sich präsentieren können; nicht bloß erotische Schnappschüsse.

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Hier wird, trotz des sehr sexuellen Berufs, aber häufig nur erotische Solo-Ware benötigt: Die Damen und Herren in erotischen Outfits, in Unterwäsche, geschmackvollen, sexy Posen.

Digitale und analoge Magazine

Was haben der Playboy, MetArt, Femjoy und ähnliche Seiten bzw. Magazine gemeinsam? Es sind zwei Dinge:

  1. Sie zeigen ihren Kunden erotisches Fotomaterial auf sehr hohem Niveau. Sexy, sexuell, teilweise auch pornografisch. Aber immer in Spitzenklasse.
  2. Sie vertrauen zu einem mehr oder weniger großen Maß auf Freelancer-Fotografen. Nicht so sehr wegen der Kosten, sondern, um einer hohen Zahl an Models auch eine hohe stilistische Bandbreite gegenüberstellen zu können – jeder Fotograf hat schließlich seinen eigenen Touch.

Wenn du eine herausragende Fotografin bist, die für Erotisches bereits einen guten Namen und auf den offenen Fotoportalen ihre Portfolios veröffentlicht hat, kann es durchaus passieren, dass solche Magazine irgendwann an dich herantreten. Umgekehrt kann es sich aber auch immer lohnen, in Eigenregie einige Fotos zu versenden, um deren Bildredaktion auf dich aufmerksam zu machen. MetArt beispielsweise gibt sogar klare Richtlinien vor, wonach sie suchen.

Erotische Stores

Das Internet brachte auch in erotischen Belangen den digitalen Handel zum Aufblühen. Und was benötigen all die Hersteller und Verkäufer von Sexspielzeugen, Dessous, Intimschmuck und Co.? Ganz genau, hochwertige Fotos, damit die Kunden nicht nur simple Produktfotos vor neutralen Hintergründen zu sehen bekommen, sondern die „Objekte der Begierde“ im Zusammenhang mit echten Menschen.

Hier bietet sich deshalb für dich eine weitere Möglichkeit, Geld mit erotischen Fotos zu machen. Auch, weil viele Produktfotografen sich nur auf Produktfotografie spezialisiert haben und deshalb nicht das nötige Talent für den erotischen Part haben.

 

Fotos: innamikitas, StockSnap / Pixabay