Inspirierende Fragen für deinen persönlichen Jahresrückblick

Ja, wir können es selbst kaum glauben: Der Jahreswechsel ist nur noch wenige Wochen entfernt. Bald beginnt wieder das Fest, an dem die Sektkorken knallen und die Raketen in die Höhe steigen. Gehörst auch du zu der Gruppe von Menschen, die das neue Jahr zum Anlass nehmen, um sich zahlreiche neue gute Vorsätze zu stellen? Was sollen die kommenden zwölf Monate für dich bereithalten? Zu den Klassikern zählen hier in der Regel das disziplinierte Sporttreiben, etwas genauer auf das Portemonnaie zu achten oder sich öfter bei den Liebsten zu melden.

Gegen solche Vorhaben spricht natürlich überhaupt nichts, jedoch ist es sinnvoll, den Jahreswechsel zunächst mit einem Moment der inneren Einkehr und Reflexion zu begehen. Schließlich können wir so viele Lehren aus dem Vergangenen ziehen. Mit Hilfe deines persönlichen Jahresrückblicks hast du die Möglichkeit, das wertzuschätzen, was du in den letzten 365 Tagen durchlebt und gefühlt hast. Womöglich gab es auch Erlebnisse, die dir noch immer negativ im Gedächtnis haften. Auch hier bietet dir der Jahresrückblick eine wunderbare Option, um mit dem, was passiert ist, deinen persönlichen Frieden zu schließen.

Nicht zuletzt ist es die Vergangenheit, die uns zu dem macht, was wir heute sind. Wenn du die richtigen Schlüsse und Lehren ziehst, wird es dir viel leichter fallen, Dinge zu verändern, an deiner Geschichte zu wachsen und die beste Version deines Selbst zu werden. Im Folgenden präsentieren wir dir einige ausgewählte Fragen, die dir dabei helfen werden, deinen eigenen Jahresrückblick konstruktiv und lehrreich zu gestalten.

Worauf kann ich stolz sein?

Wer kennt es nicht? Während uns ein Jahr als Kind wie eine halbe Ewigkeit vorkam, fliegen die Tage im Erwachsenenalter nur so an uns vorbei. Wann nehmen wir uns im Alltagstrott noch wirklich Zeit für uns selbst und denken einmal genauer darüber nach, was wir bereits geleistet haben? Worauf wir stolz sein können? Meistens taumeln wir von einer Zielsetzung zur nächsten, ohne uns dessen bewusst zu sein, dass wir ständig Fortschritte machen. Nimm dir deshalb bewusst die Zeit dafür, das zu würdigen, worauf du stolz sein kannst. Hast du im letzten Jahr wichtige Prüfungen bestanden? Deinen Liebsten eine besondere Freude gemacht? Dich beruflich weiterentwickelt? Stelle dir die Frage „Worauf kann ich im letzten Jahr stolz sein?“ und du wirst merken, dass dir sicher viel mehr einfällt, als du im ersten Augenblick dachtest.

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Aus welchen Fehlern kann ich lernen?

Selbstverständlich gibt es in jedem Jahr Momente, die du rückblickend anders gemanagt hättest. Das Augenmerk auf eigene Fehltritte zu lenken ist natürlich nicht ganz angenehm, denn oft schwingt dabei das Gefühl mit, noch mehr Salz in die Wunde zu streuen. Dabei ist es so wichtig, sich eigene Fehler einzugestehen. So kannst du einerseits aus ihnen lernen und andererseits hilft dir das selbstkritische Nachdenken über dein Handeln dabei, nicht noch einmal in das gleiche Fettnäpfchen zu treten. Es geht bei dieser Frage nicht darum, dich selbst fertig zu machen, daher solltest du die Möglichkeiten sehen, die dir die gewonnenen Erkenntnisse für deinen weiteren Lebensweg bieten. Was habe ich falsch gemacht? Welche Schlüsse ziehe ich daraus? Was kann ich künftig tun, um in ähnlichen Situationen besser zu handeln?

Jahresrückblick

Welche Lehren gab mir das vergangene Jahr?

Die Erkenntnisse, die du aus deiner persönlichen Fehleranalyse gewinnst, sind mit Sicherheit nicht die einzigen, welche die vergangenen zwölf Monate für dich bereithielten. Es können auch Dinge sein, die du aus Gesprächen mit anderen Leuten gelernt hast, bestimmte Erlebnisse, die dich geistig prägten, oder Erkenntnisse, die du aus Büchern gewonnen hast.

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Damit diese Lehren des letzten Jahres nicht verloren gehen, ist es ratsam, sie schriftlich festzuhalten. Du kannst dir zu diesem Zweck ein kleines Notizbuch zulegen, welches du im Laufe der Zeit mit diesen wichtigen Informationen füllst. Das bietet dir auch die Möglichkeit, dir diese Sachen immer wieder aufs Neue ins Gedächtnis zu rufen. Hast du in den zurückliegenden Monaten erkannt, worauf es dir wirklich im Leben ankommt? Welche Muster deines Alltags nicht gut für dich sind? Schreib es auf und halte diese wichtigen Erinnerungen für immer fest.

Was möchte ich im kommenden Jahr ändern?

Sobald das letzte Jahr Revue passiert wurde, ist es Zeit, die daraus gezogenen Lehren auf die kommenden Monate zu projizieren. Formuliere dir dazu klare Ziele, denn das erleichtert es dir ungemein, die ersehnten Wünsche in die Tat umzusetzen. Was möchte ich wann und wie erreichen? Du solltest dir darüber im Klaren sein, dass nur eine Veränderung deines Handelns dazu führt, dass sich gewisse Aspekte deines Lebens in eine neue Richtung bewegen. Hoffen allein reicht schlichtweg nicht aus.

Das Feld dieser guten Vorsätze ist dabei grenzenlos und individuell verschieden. Oftmals hilft es bereits, im Kleinen anzufangen. Vielleicht möchtest du es endlich schaffen, deine Dokumente besser zu sortieren. Oder dir mehr Zeit für deine Hobbys nehmen. Dich früher auf anstehende Prüfungen vorbereiten. Halte deine persönlichen Ziele schriftlich fest und hänge sie an einem Ort in deiner Wohnung auf, den dein Blick oft streift. Dies erhöht drastisch die Chancen dafür, dass deine Zielsetzungen weit über den Januar hinaus Bestand haben.

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Wie nehme ich mir mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge?

Als Klassiker unter den guten Vorsätzen gilt der Wunsch, sich mehr Zeit für bestimmte Dinge zu nehmen. Dazu zählt der Besuch des Fitnessstudios, das Pflegen von vernachlässigten Freundschaften, oder der Durchführung lang ersehnter Unternehmungen. Doch genau wie das alte, hat auch das neue Jahr nur 365 Tage (Schaltjahre einmal ausgelassen). Es geht also in erster Linie darum, dir deine freie Zeit sinnvoller einzuteilen. Oft steht dir dabei der innere Schweinehund im Weg. Sind wir einmal ehrlich: Wie oft liegen wir in unserer Freizeit faul auf der Couch und schauen einen Film, anstatt uns zu verabreden oder zum Sport zu fahren? Untersuche deinen Alltag und finde jene Fenster, in denen du Zeit einsparen und anders nutzen kannst.

Was sollte ich loslassen?

Der schwierigste und mitunter wichtigste Punkt ist das Loslassen bestimmter Muster, die sich wie Altlasten durch dein Leben ziehen. Dazu zählen vor allem emotionale Aspekte, die dich in deiner persönlichen Entwicklung einschränken. Hinterfrage dich einmal dahingehend, ob es nicht Zeit für neue Glaubenssätze ist. Welche Verhaltensmuster verfolgst du immer noch, obwohl du schon lange weißt, dass sie dich ausbremsen? Die Zukunft macht uns mit ihrer Ungewissheit oft Angst. Deshalb neigen wir dazu, uns an das Alte zu klammern. Wenn wir uns jedoch nicht dazu überwinden, neue Wege auszuprobieren, werden wir uns immer weiter im Kreis drehen. So heißt es in einem berühmten Zitat von Albert Einstein: „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“

 

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