Narben entfernen: Diese Methoden wirken effektiv

Auch wenn einige Menschen Narben sexy finden, sind sie für Betroffene teilweise eine sehr starke Belastung. Denn sie können das ansonsten eventuell noch lupenreine Hautbild zerstören und dadurch auch das Selbstvertrauen wie auch die Psyche ankratzen. Wenn auch du unter unschönen Narben leidest, brauchst du nicht verzweifeln. Denn es gibt viele Methoden, um diese abzumildern oder im besten Fall sogar komplett zu entfernen.

Massage gegen Narben: einfach und dennoch sehr wirkungsvoll

Durch die sanften Bewegungen bei einer Massage wird die Durchblutung der Haut und des Narbengewebes angeregt. Darüber hinaus werden dadurch auch die sogenannten Kollagenfasern gebrochen. Dadurch werden die Narben flacher und zumeist auch deutlich weicher. Wenn du sie regelmäßig massierst, kannst du die Struktur verbessern. Dadurch sind die Narben unauffälliger und zudem auch beweglicher.

Narbensalbe und Narbengel

In der Apotheke kannst du spezielles Narbengel beziehungsweise spezielle Narbensalbe erwerben. Diese Produkte sollten erst dann zum Einsatz kommen, wenn die Wundränder ganz geschlossen sind und die Fäden nach einer Verletzung oder Operation entfernt wurden. Sie enthalten die Wirkstoffe Zwiebelextrakt, Allantoin, Dexpanthenol oder Heparin und können Rötungen reduzieren, das Narbengewebe auflockern und den Schmerz wie auch Juckreiz lindern.

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Narbenpflaster

Auch die speziellen Pflaster kannst du in der Apotheke kaufen. Sie können zum einen bei bereits vorhandenen Narben und zum anderen auch vorbeugend genutzt werden, um den Heilungsprozess zu fördern und die Entstehung einer Narbe zu verhindern. Die Pflaster werden aus einem atmungsaktiven und zugleich auch wasserdampfdurchlässigen Material gefertigt, das auf der Narbe die Stoffwechselprozesse und zudem auch Neubildung des Gewebes anregt. Zudem üben sie einen leichten Druck auf die betroffenen Hautbereiche aus und sorgen so für eine Umstrukturierung. Dadurch wird die Narbe elastischer und fühlt sich nicht mehr so unangenehm an.

Das Pflaster auf die Haut geklebt sollte es dann dort für rund zwölf Stunden verbleiben.

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Laserbehandlung

Die Laser-Therapie ist wohl die bekannteste Methode, um Narben, die durch eine Operation entstanden sind, abzumildern und zu entfernen. Bei der neusten Technologie kommt ein sogenannter fraktionierter CO2 Laser zum Einsatz. Dieser gibt in sehr kleinen Abständen Licht auf die Narben ab. Dadurch wird die Haut dazu animiert, wieder neues und straffes Kollagen zu bilden. Die komplette Struktur wird somit neu aufgebaut und der betroffene Bereich wirkt wieder glatter und flacher. Damit die Laser-Behandlung ihren Zweck erfüllen kann, sind mehrere Sitzungen erforderlich, wovon jede von diesen 15 bis 45 Minuten dauert und stolze 500 Euro kostet.

Microneedling

Diese Methode ist noch recht jung, aber dennoch bereits sehr angesagt. Mit ihr können verschiedene Hautprobleme gelindert werden und sie eignet sich unter anderem auch für die Narben-Behandlung. Hierbei kommt ein sogenannter Derma-Roller beziehungsweise ein Derma-Pen zum Einsatz. Diese Geräte sind mit sehr dünnen Nadeln gespickt, die bis zu 1.000 Mal in der Minute in die oberste Hautschicht stechen. Dadurch wird die Ausschüttung von Kollagen, Elastin sowie auch Hyaluron gefördert. Diese Stoffe können die Haut straffen, festigen und zugleich auch reparieren. Diese Anwendung dauert rund 60 Minuten und kostet ab 100 Euro.

Narben vereisen

Bei der intraläsionalen Kryotherapie werden in erster Linie wulstige Keloide bekämpft, indem sie sozusagen weggefroren werden und zwar von innen nach außen. Nachdem der Hautbereich um die Narbe betäubt wurde, wird eine spezielle Nadel, in die zuvor minus 40 Grad kalten Stickstoff gefüllt wurde, eingeführt. Dadurch wird das unmittelbar umliegende und Gewebe zerstört und erhält quasi einen Kälteschock. Die Narbe wird zerstört und ist anschließend deutlich unauffälliger.

Unterspritzung mit Fillern

Durch die Unterspritzung mit Fillern werden die Narben von innen mit einer speziellen Technik aufgepolstert und dadurch geglättet. Hierfür werden mit einer sehr feinen Spritze bestimmte Stoffe, wie zum Beispiel Kollagen, Hyaluronsäure, Eigenfett oder auch Polymilchsäure in die betroffenen und abgesunkenen Hautbereiche gespritzt. Das Schöne bei dieser Methode ist, dass das Ergebnis direkt sichtbar ist. Allerdings muss sie regelmäßig wiederholt werden, da dein Körper die Stoffe mit der Zeit abbaut.

Narben operieren

Wenn alle oben beschriebenen Methoden nicht geholfen haben und es sich um eine sehr hartnäckige Narbe handelt, kann eine OP das letzte Mittel sein. Auch wenn die Haut sehr verwachsen beziehungsweise verhärtet ist, ist dieser Schritt der richtige. Bei der OP wird ein Teil des Gewebes oder auch das komplette Gewebe herausgeschnitten. Dann kann der Arzt die Wunde neu und vor allem feiner vernähen.

Gibt es auch natürliche Hausmittel gegen Narben?

Ja, es gibt durchaus auch einige Hausmittel, die bestimmte Narben abmildern können, wie zum Beispiel Aloe Vera, Lavendelöl, Olivenöl, Tomaten, Kakaobutter oder Zitronensaft. Letzterer kann die Erneuerung des Narbengewebes anregen und unterstützen. Hierfür trägst du den Zitronensaft zwei Mal am Tag für rund zehn Minuten auf die Haut auf. Um das gewünschte Ergebnis zu erzielen, solltest du dies über mehrere Wochen durchführen.

Auch Honig kann zur Behandlung von Narben eingesetzt werden. Denn der natürliche Feuchtigkeitsspender regt die Heilung des Gewebes an. Darüber hinaus kann er auch verhindern, dass sich Narben bilden. Massiere den Honig einfach einige Minuten in deine Haut ein, belasse ihn dort für ungefähr eine Stunde und spüle ihn dann wieder ab. Auch diese Anwendung sollte zwei Mal täglich erfolgen. Hältst du dich daran, wird sich deine Haut auf ganz natürlichem Weg regenerieren und fühlt sich dann wieder deutlich frischer an.

 

Fotos: Artem Furman / stock.adobe.com; PR / Amazon