Diese Tipps helfen dir bei einer wunden Vagina & so kannst du vorbeugen

Diese Tipps helfen dir bei einer wunden Vagina & so kannst du vorbeugen

Beschwerdefrei

Diese Tipps helfen dir bei einer wunden Vagina & so kannst du vorbeugen

Welche Frau kennt dieses unangenehme Gefühl nicht: Jucken, Brennen & Co. – einfach nahezu unerträglich. Eine wunde Vagina lässt grüßen. In der Regel war der unbändige Sex zuvor „schuld“. Aber auch eine Entzündung oder unbequeme Kleidung können deine Vagina reizen und so besonders unangenehme Schmerzen im Intimbereich verursachen.
 

Ursachen

Zunächst gilt es erst einmal, Ursachenforschung zu betreiben – was hast du kürzlich gemacht? Hattest du Sex? Hast du besondere Medikamente (Antibiotika) eingenommen? Hast du Lotionen oder parfümierte Duschgele benutzt? Bist du gejoggt oder Rad gefahren?
 

Geschlechtsverkehr und Infektionen

Keine Frage – eine wunde Vagina kann verschiedene Auslöser haben: Sie kann durch Geschlechtsverkehr verursacht worden sein, wenn Bakterien den Weg in deine Harnröhre finden. Eine Blasenentzündung, deren Symptome eine große Bandbreite aufweisen (Brennen beim Wasserlassen, Jucken, Rötungen im Intimbereich, Unterleibsschmerzen), kann dann die Folge sein. Aber auch Infektionen können zu Wundsein im Vaginalbereich führen. Weiter kann die Einnahme eines Antibiotikums dafür verantwortlich sein, dass es zu einer Schwächung der Schleimhäute deiner Vagina kommt. Nicht selten ist eine Pilzinfektion die Folge – Jucken und Brennen inklusive.
 

Zu enge Kleidung und falsche Pflegeprodukte

Darüber hinaus können die Gründe auch einfach nur in mechanischer Reibung durch sportliche Aktivitäten oder zu enger Kleidung liegen. Gerade im Sommer, wenn die Haut (beim Sport) besonders schnell schwitzt, können sich im Intimbereich viel schneller Bakterien bilden. Aber auch die Anwendung falscher Pflegeprodukte, wie parfümierte Duschgele oder Lotionen – am Ende sogar zu viel Hygiene – können zu einer wunden Vagina führen, da die Scheidenflora ins Ungleichgewicht gerät.
 

Behandlung

Selbstmedikation versus Arztbesuch

Wenn du die Ursache – etwa eine durch Sex hervorgerufene Wunde – kennst, kannst du zunächst selbst für Linderung sorgen. Wenn deine Beschwerden jedoch nach spätestens drei Tagen nicht abgeklungen sind, solltest du deinen Gynäkologen konsultieren. Auch, wenn du die Ursache deiner Beschwerden nicht eindeutig identifizieren kannst, die Beschwerden also trotz der Verwendung rezeptfreier Salben oder der Einnahme von Tabletten nicht nachlassen oder sich sogar verstärken (ungewöhnlicher Ausfluss, Ausschlag, Unterleibsschmerzen oder andere Auffälligkeiten), ist der Gang zum Frauenarzt unumgänglich. Nur der Experte kann die medizinisch richtige Diagnose stellen und auch etwaige Krankheiten, wie eine Blasenentzündung oder eine sexuell übertragbare Krankheit, erkennen bzw. ausschließen.
 

Kühlbeutel und Sitzbad

Doch ehe du zum Arzt gehst, kannst du einiges selbst tun. Bei akuten Schmerzen kannst du deine Vagina zuerst etwas kühlen. Dazu brauchst du nur einen Kühlbeutel in ein Handtuch einzuwickeln und diesen 15 bis 30 Minuten auf der entsprechenden Stelle zu platzieren. Du kannst aber auch ein Sitzbad nehmen – am besten mit Kamille. Hier benötigst du lediglich eine kleine, möglichst flache Wanne. Sie sollte speziell für die Reinigung bzw. Linderung von Wunden/Entzündungen im Genitalbereich konstruiert sein. Eine derartige Wanne ist in deiner Apotheke problemlos erhältlich. Einfach die Wanne mit wohl temperiertem Wasser füllen und deine Vagina ca. 15 bis 20 Minuten darin baden. Bevor du besondere „Badezusätze“ wie beispielsweise Salz, Essig oder Bullrich-Salz in das Wasser gibst, wende dich besser an deinen Arzt. Du kannst auch testen, ob dir nicht auch ein kühles Bad Linderung verschafft.
 

Ruhe und seifenfreie Waschgele

Wichtig ist auch, deine wunde Vagina so wenig wie möglich zu berühren und auf Geschlechtsverkehr in dieser Zeit zu verzichten. Selbst zu Untersuchungszwecken solltest du deine Vagina nach Möglichkeit nicht berühren. Eine Untersuchung sollte ausschließlich der Arzt vornehmen. Er kann die Ursache deines Wundseins ermitteln, also die „richtige“ Diagnose stellen und damit die entsprechende Behandlung anordnen bzw. einleiten. Benutze keine parfümierten Duschgele oder Lotionen, sondern seifenfreie Waschgele oder spezielle Intimlotionen.
 

Atmungsaktive Kleidung

Klar sehen Slips aus Microfaser & Co., sexy mit Spitze verziert, sehr einladend aus, doch deiner Vagina tut dieses Material nicht unbedingt gut. Überlege daher, ob du nicht am besten Unterhosen aus reiner Baumwolle trägst, die atmungsaktiv sind. Achte auch darauf, dass du möglichst bequeme Unterhosen trägst. Überhaupt ist es wichtig, dass deine Vagina so viel Luft wie möglich bekommt. Deshalb ist es auch von Vorteil, wenn du nachts ganz auf das Tragen einer Unterhose verzichtest. Tagsüber solltest du ruhig lockere Kleidung tragen. Auch hier gilt wieder: Atmungsaktive Kleidung aus Baumwolle ist von Vorteil, damit dich ein Optimum an Luft umwehen kann.
 

Stärkung der Beckenbodenmuskulatur

Zusätzlich kannst du durch gezielte Übungen, sogenannte Kegelübungen, die Beckenbodenmuskulatur stärken. Diese dürften deine Schmerzen minimieren. Diese Übungen sind nicht schwer: Du brauchst lediglich deine Beckenbodenmuskulatur jeweils im Wechsel fünf Sekunden anzuspannen und anschließend fünf Sekunden zu entspannen. Diese Prozedur solltest du etwa viermal wiederholen. Das Ganze solltest du dreimal täglich durchführen.
 

Vorbeugung

Damit es erst gar nicht zu einer wunden Vagina kommt, kannst du folgende vorbeugende Maßnahmen ergreifen:
 

Gleitgel und Kondom

Deine Vagina sollte feucht genug sein, bevor dein Liebster in dich eindringt. Dehne deshalb das Vorspiel etwas aus oder benutze einfach Gleitgel. Geschützter Geschlechtsverkehr ist ebenfalls ein probates Mittel. Wenn du den Gesundheitszustand deines Partners nicht genau kennst, solltest du ohnehin immer ein Kondom benutzen: So beugst du nicht nur einer wunden Vagina vor, sondern auch sexuell übertragbaren Krankheiten.
 

Vorübergehender Verzicht auf Sex und Beruhigung

Vergiss nicht, nach dem Sex immer sofort die Toilette aufzusuchen: So kannst du eventuell in der Harnröhre befindliche Bakterien direkt ausspülen. Und ein guter Rat, der dir vielleicht schwerfällt: Verzichte ein paar Tage ganz auf Sex. So gönnst du deiner Vagina Ruhe und Entspannung. Beruhigende Bäder und Kühlen des Intimbereichs (jedoch nicht bei Blasenentzündung!) tun ihr Übriges. Entsprechende Salben solltest du für alle Fälle immer griffbereit haben. Im Zweifelsfall jedoch immer den Frauenarzt zu Rate ziehen! So reizt dich deine wunde Vagina in Zukunft nicht mehr so sehr, sondern vielmehr dein Partner.
 

Foto: martin-dm / Getty Images

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