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Humidore – so gelingt die Pflege und Wartung

Humidore, kastenartige Behälter zur Lagerung von Zigarren, sind wahre Schatztruhen für Liebhaber solcher Rauchwaren. Sie werden in erster Linie aus Holz hergestellt, wobei häufig das Holz der Zeder – einer Kiefernart – bevorzugt wird. Wie bei vielen Produkten ist eine sorgfältige Pflege für eine lange Lebensdauer unerlässlich. Dabei handelt es sich aber nicht um eine komplizierte Wissenschaft – schon mit einfachen Pflegehinweisen kann viel erreicht werden.

Diese Materialien werden bei Humidoren bevorzugt

Zedernholz, insbesondere Spanische Zeder, ist wegen seiner Eigenschaften ideal für Humidore geeignet. Es kann Feuchtigkeit optimal speichern und regulieren, selbst bei schwankender Luftfeuchtigkeit außerhalb des Behälters. Zudem besitzt die Spanische Zeder ein charakteristisches Aroma, das zwei wesentliche Vorteile für die Lagerung von Zigarren bietet: Es schützt sie vor Tabakwürmern und beeinflusst ihr Aroma nicht negativ, sondern unterstützt dessen Reifung und Komplexität. Daher bestehen zahlreiche hochwertige Humidore zumindest teilweise aus Spanischer Zeder.

Neben Holz werden auch Stein, Metall und Kunststoff für die Herstellung von Humidoren verwendet. Stein, obwohl auf den ersten Blick ungewöhnlich, hat ähnliche Eigenschaften wie Holz hinsichtlich der Feuchtigkeitsregulierung. Metall- oder Kunststoff-Humidore dienen hauptsächlich als Reise-Humidore für kurzzeitige Lagerung und sind keine dauerhaften Lösungen. Sie sollten maximal einige Wochen verwendet werden.

Pflegehinweise – einfache Maßnahmen reichen aus

Es ist wichtig, den Humidor regelmäßig zu lüften. Dies ist vergleichbar mit dem regelmäßigen Lüften einer Wohnung oder eines Hauses, um Schimmelbildung zu vermeiden. Es genügt, den Humidor alle paar Tage für eine halbe Stunde zu öffnen, um einen Luftaustausch zu gewährleisten.

Zigarrenliebhaber schätzen einen angenehmen Duft in ihrem Humidor. Neben der regelmäßigen Lüftung können einfache Methoden das Aroma verbessern. Das Platzieren eines Schnapsglases mit einigen Tropfen Brandy oder Whisky in der Zigarrenkiste verleiht dem Tabak ein interessantes Aroma. Allerdings sollte darauf geachtet werden, nicht zu viel zu verwenden, da dies den Geschmack des Tabaks beeinflussen kann. Für die Reinigung des Humidors sollten keine Chemikalien oder scharfen Reinigungsmittel verwendet werden, da der Tabak deren Gerüche schnell annimmt.

Harzbildung – das ist zu beachten

Wenn das Holz der Spanischen Zeder nicht ausreichend getrocknet wurde, kann es zu Harzbildung kommen. Diese wird an der Innenverkleidung des Humidors sichtbar. Obwohl das Harz die Zigarren nicht direkt schädigt, sollte es entfernt werden. Dazu eignet sich reiner Alkohol, mit dem ein Tuch angefeuchtet und die betroffenen Stellen abgetupft werden. Anschließend wird das Harz mit feinem Schmirgelpapier vorsichtig abgerieben. Von der Verwendung von Aceton wird abgeraten, da der starke Geruch das Aroma der Zigarren beeinträchtigen kann.

Nach der Reinigung ist es wichtig, die Entwicklung zu beobachten. Bei erneuter Harzbildung sollte der Reinigungsprozess wiederholt werden.

Das Befeuchtungssystem sollte nicht vernachlässigt werden

Die sorgfältige Pflege des Befeuchtungssystems im Humidor ist ebenso wichtig wie die Pflege des Humidors selbst.

Acrylpolymer-Befeuchter müssen normalerweise monatlich mit destilliertem Wasser aufgefüllt werden. Die Häufigkeit der Nachfüllung hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Qualität des Humidors, das Volumen des Befeuchters, die Anzahl der gelagerten Zigarren, die Außentemperatur und die Luftfeuchtigkeit außerhalb des Humidors. Manchmal kann es notwendig sein, erst nach 2 bis 3 Monaten nachzufüllen. Zu Beginn ist es ratsam, den Humidor genau zu beobachten und sich mit ihm vertraut zu machen, um die optimale Nachfüllzeit zu bestimmen.

Schwammbefeuchter erfordern mehr Aufmerksamkeit und Pflege. Sie sollten wöchentlich befeuchtet werden. Es wird auch empfohlen, gelegentlich Propylenglykol-Lösung anstelle von destilliertem Wasser zu verwenden. Bei der Erstbefeuchtung sollte ausschließlich diese Lösung verwendet werden, danach genügt destilliertes Wasser. Erst wenn die Luftfeuchtigkeit im Humidor plötzlich sinkt, sollte wieder etwas von der Propylenglykol-Lösung hinzugefügt werden.

 

Foto: Osipov / stock.adobe.com

AJOURE´ Redaktion
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