Mit Strategie spielen – geht das überhaupt?

Wer im Casino spielt, betreibt dabei in der Regel Glücksspiel. Die klassischen Casinospiele sind dabei Roulette, Blackjack, Craps oder natürlich Poker in den verschiedensten Varianten. Auch Punto Banco und verschiedene Automatenspiele sind weltweit sehr beliebt. In den letzten knapp zwei Jahrzehnten haben überall auf der Welt auch die Online-Casinos eine Menge Kunden angezogen. Dabei hat das Glücksspiel eine sehr lange Geschichte. Schon im alten Rom und im antiken China wurde gewürfelt, wenn Soldaten auf Feldzügen langweilig war. Mancher Recke verlor dabei seine gesamte Beute.

So wichtig ist das Spielen heute geworden

Die Umsätze im landbasierten Casino haben sich in Deutschland in der Zeit von 2002 bis 2017 beinahe verdoppelt. In diesen Zahlen sind die Umsätze, die mit Online-Casinos und Glücksspiel-Apps gemacht werden, noch gar nicht enthalten. Das bedeutet, dass diese Branche in den letzten zwanzig Jahren einen riesigen Sprung gemacht hat. Die mit dem nächsten Glücksspielstaatsvertrag anstehende Teillegalisierung von Online-Casinos wird dazu beitragen, dass noch mehr Menschen sich einen Account zulegen und spielen werden.

Warum auch nicht – schließlich kann ein gemütliches abendliches Pokerspiel oder eine Runde Roulette durchaus entspannend wirken. Wichtig ist dabei, dass man seinen Geldbeutel genau im Auge hat und weiß, wo die Grenzen sind. Aus diesem Grund sollte jeder Spieler ein gutes Bankroll Management betreiben – also genau überlegen, wie viel Geld ihm zur Verfügung steht und wo er seine täglichen Limits setzen möchte.

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Was macht den Unterschied zwischen einem Spieler mit und einem ohne Strategie aus?

Die meisten Spiele im Online-Casino oder auch im landbasierten Spielhaus sind reine Glücksspiele. Eine Ausnahme davon ist Poker. Das Spiel gilt als Geschicklichkeitsspiel, weil der Spieler hier mit geschickten Zügen und dem passenden Pokerface eine Menge Einfluss auf den Spielausgang nehmen kann. Mit ausreichend Übung lässt sich der Glücksfaktor im Pokerspiel deutlich reduzieren.

Anders ist es bei Spielen wie Roulette, Blackjack oder Craps beispielsweise. Wie im Roulette die Kugel in den Kessel fällt, ist nicht vorhersehbar und kann auch nicht beeinflusst werden. Trotzdem gibt es in den verschiedenen Glücksspielvarianten unterschiedliche Strategien, deren Verfechter fest davon überzeugt sind, dass sie zu enormen Gewinnen führen können. Bleibt die Frage, ob es einen Unterschied macht, ob man mit einer Strategie spielt oder einfach nach Bauchgefühl.

Darauf basieren die Strategien

Im Glücksspiel gibt es zwei Arten von Strategien. Einmal gibt es die „echte“ Spielstrategie. Hierbei legt eine Strategie fest, wie der jeweils nächste Spielzug aussieht. Solche Spielstrategien können aber nur in vergleichsweise wenigen Spielen wirklich verwendet werden. Im Roulette gibt es keine Spielzüge, die man über eine Spielstrategie steuern könnte.

Die Alternative zu den „echten“ Spielstrategien sind die Wettsysteme. Hierbei wird nach einem festen System die jeweils nächste Wette gesetzt. Wer sich für ein Wettsystem entschieden hat, kann dabei durchaus das Glück haben, dass er unter dem Strich mehr Gewinne einfährt, als er Verluste macht. Es kann leider immer auch das genaue Gegenteil passieren.

Bei all diesen Strategien und Systemen ist der Ursprung gleich. Sie kommen aus dem Bereich der Mathematik. Die Geschichte des im Casino organisierten Glücksspiels beginnt schon im 13. Jahrhundert nach Christi. Die damaligen Glücksspielhäuser waren natürlich den Reichen und Wohlhabenden vorbehalten waren. Da wundert es nicht, dass im Laufe der Jahrhunderte auch allerhand mathematischer und wissenschaftlicher Herangehensweisen ausprobiert wurden. So entstanden die verschiedensten Wahrscheinlichkeitsrechnungen. Sämtliche Glücksspielstrategien beziehen sich auf Wahrscheinlichkeiten. Wie wahrscheinlich ist es, dass eine bestimmte Wette gewinnt? Oder dass nach einer bestimmten Zahl auf der Karte noch eine Chance zum Sieg besteht? Wer diese Wahrscheinlichkeiten verinnerlicht hat, hat gute Chancen, in nahezu jedem Glücksspiel zu gewinnen.

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Verschiedene Strategien auf den Punkt gebracht

Es gibt unterschiedliche Strategien und Herangehensweisen im Bereich Glücksspiel. Als Beispiel seit hier als Erstes das Roulette-Spiel herausgegriffen. Es gibt unterschiedliche Roulette Systeme, die geübte Spieler teilweise auch miteinander kombinieren können. Hierbei handelt es sich allerdings in aller Regel um Wettsysteme, denn wie erwähnt hat der Spieler auf das Spiel selbst keinen echten Einfluss.

Wettsysteme im Roulette

Eines der beliebtesten Wettsysteme im Zusammenhang mit Roulette ist das Martingale-System. Bei diesem System geht es darum, am Ende möglichst mit einem Gewinn alle vorherigen Verluste wieder einzufahren. Dazu wird eine einfache Chance gewählt, auf die dann gesetzt wird. Der Einsatz beträgt erst einmal eine Einheit – zum Beispiel 5 Euro. Hat der Spieler auf Rot gesetzt und Schwarz ist gefallen, bleibt die Wahl bei Rot und es werden nun 10 Euro gesetzt.

Verliert der Spieler wieder, wird auch der Einsatz wieder verdoppelt. Selbst wenn die ersten fünf Spiele verloren gehen, hätte der Spieler dann 155 Euro gesetzt (5 + 10 + 20 + 40 + 80 Euro). Der nächste Einsatz wären 160 Euro – die Verdopplung von 80 Euro. Erzielt der Spieler jetzt einen Gewinn, liegt die Auszahlung bei 320 Euro. Damit hat der Spieler seinen gesamten Einsatz wieder ausgezahlt bekommen und dazu noch einen kleinen Gewinn gemacht.

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Mit der Paroli-Strategie zum Erfolg kommen

Eine andere Wettstrategie ist das Paroli-System. Bei diesem, dass sich bei den meisten Glücksspielen Einsätzen lässt, wird größtenteils mit den Einsätzen der Bank gespielt. Der Spieler macht einen Einsatz. Gewinnt dieser, bleibt der ursprüngliche Einsatz und der Gewinn auf dem Tisch und wird direkt wieder gesetzt – auf das gleiche Resultat in der Regel. Gewinnt der Spieler wieder, erhöht sich der Einsatz noch einmal um den erzielten Gewinn. Nach dem dritten Gewinn in Folge wird abgebrochen und die Gewinne werden eingestrichen. Dann beginnt der Spieler wieder mit einem niedrigen Einsatz.

Bei einer entsprechenden Glückssträhne können die Gewinne hier riesig sein. Ein Beispiel:

Ein Spieler setzt im ersten Spiel 5 Euro. Mit dem Gewinn liegen nun 10 Euro auf dem Tisch. Er setzt die 10 Euro erneut. Nach dem nächsten siegreichen Spiel liegen 20 Euro auf dem Tisch. Auch diese setzt der Spieler erneut. Bei einem Gewinn liegen dann schon 40 Euro auf den Tisch. Diese zieht der Spieler ein und beginnt wieder mit einem Einsatz von 5 Euro. Das Beispiel ist bewusst mit einer Quote von 1:1 gewählt – bei manchen Spielen stehen die Quoten auch deutlich besser, was zu noch höheren Gewinnen führen kann.

 

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