So wird der Sex im Wasser zum feucht-fröhlichen Vergnügen

Im Winter in der Badewanne und im Sommer im Pool. Sex im Wasser ist ein besonderer Punkt auf der Liste „Wo du einmal Sex haben solltest“. Es ist besonders, es ist anregend und je nach Umgebung kommt noch der Reiz des Verbotenen dazu. Damit du bei deinem feuchten Abenteuer aber keine bösen Überraschungen erlebst, gibt es ein paar Dinge, an die du für maximalen Spaß denken solltest.

Die Aufregung der Gefahr – oder Straftat?

Vor allem im Sommer lockt das Wetter nach draußen. Und die Erfrischung in öffentlichen Gewässern oder im Schwimmbad macht wach und aktiv. Die Sonne und viele nackte Haut weckt Lust auf mehr. Und schon ist man mitten dabei und vergisst, dass auch noch andere Menschen in der Nähe sind.

Vor allem an Badeseen fühlt man sich an abgelegenen Ecken ganz unbeobachtet und wagt gerne etwas mehr. Du solltest aber nicht vergessen, dass gerade dort Familien mit Kindern sind, von denen jeden Moment eines aus dem Gebüsch auftauchen kann. Wer sich in der Öffentlichkeit beim Sex erwischen lässt, kann wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses angezeigt werden. Das kann teuer werden oder sogar mit einer Bewährungsstrafe enden.

Gerade der Reiz des Verbotenen ist es aber, der Sex in der Natur so aufregend und heiß macht. Da muss jeder für sich selbst entscheiden, ob dieser Reiz das
Risiko wert ist. Du solltest aber auf jeden Fall für dein Abenteuer besonders abgelegene und geschützte Orte und einsame Tageszeiten auswählen. Im Whirlpool des Schwimmbades, direkt neben anderen Menschen, solltest du selbst extrem unauffällige Aktivitäten lieber bleiben lassen.

Wasser und andere Feuchtigkeit

Im Wasser fühlst du dich schwerelos, die Haut wird weich und die Haare scheinen zu schweben. Ein wunderbares Element, dass wie geschaffen ist für romantische und erotische Momente. Miteinander durch das Nass zu gleiten, sich treiben lassen und die Schwerelosigkeit des Partners genießen, das ist das perfekte Vorspiel. Wasser umfängt den Körper und sorgt für besondere Reizung und Sinnes-Erlebnisse.

Es gibt nur einen Punkt, den es am Wasser zu bemängeln gibt: Es ist definitiv kein Gleitmittel. Wenn es nach dem Vorspiel also tatsächlich zum Geschlechtsverkehr kommen soll, kann das zu Problemen führen. Da die vaginale Feuchtigkeit nicht nur aus Wasser besteht, sondern auch aus gleitfähigen Stoffen, benötigst du bei ausreichend Stimulation kein Gleitmittel.

Im Wasser kann sie aber schon nach kurzer Zeit ausgespült sein und das führt zu unangenehmer Reibung. Am besten hilft dagegen ein Gleitmittel auf Silikonbasis. Hast du das spontan nicht zur Hand, sollte der Sex besonders langsam stattfinden. Oder ihr geht für den finalen Akt einfach aus dem Wasser.

Chlorwasser und Salzwasser

Je nach Gewässer gibt es bestimmte Bedenken, die du haben solltest. Das Wasser im Pool oder Schwimmbad ist mit reichlich Chlor versetzt. Dieses Mittel ist nicht gerade förderlich für das natürliche bakterielle Gleichgewicht der Vagina. Chlor dient dazu, sämtliche Bakterien abzutöten, so dass du Spaß im Pool nicht selten mit einer Pilzinfektion bezahlen musst. Denn auch deine nützlichen Bakterien wurden beseitigt und können dich nicht mehr schützen. Hinzu kommt, dass öffentliches Pool-Wasser trotz all dem Chlor nicht wirklich sauber ist, es befinden sich Rückstände von Sonnencreme, Shampoo und sogar Urin darin.

Salzwasser aus dem Meer hat den Vorteil, dass es antibakteriell wirkt, ohne jedoch nützliche Bakterien abzutöten. Es bringt den PH-Wert der Vagina also nicht so durcheinander, wie es Chlorwasser tut. Wenn du schon einmal Meerwasser in einer kleinen Wunde hattest, weißt du aber, wie es brennen kann. Auch die Schleimhäute sind da empfindlich. Beim Sex im Meer kann es daher besonders schnell zu Reizungen kommen, die dir sofort den Spaß verderben.

Besser geeignet ist also Süßwasser aus Seen, die eine besonders gute Wasserqualität aufweisen. Am sichersten gehst du jedoch mit Wasser aus dem heimischen Wasserhahn und dem Sex in der Dusche oder Badewanne. Hier weißt du, dass du keine schädlichen Substanzen oder Schmutz in deine intimsten Bereiche beförderst.

Sex in der Badewanne

Verhütung im Wasser

Auch beim Sex unter Wasser musst du unbedingt an die Verhütung denken! Wenn das Sperma in der Vagina abgegeben wird, ist die Möglichkeit einer Schwangerschaft genauso hoch wie außerhalb des Wassers. Auch die Ansteckung sexuell übertragbarer Krankheiten ist ebenso hoch. Einziger Vorteil im Wasser: Wird das Sperma außerhalb des weiblichen Körpers abgegeben, stirbt es im Wasser sehr schnell ab und eine Schwangerschaft ist so gut wie unmöglich.

Im Wasser kann ebenso gut ein Kondom verwendet werden, wie überall sonst. Es sollte jedoch am besten schon außerhalb des Wassers angelegt werden. Im Chlorwasser ist ein Kondom jedoch nicht sicher, denn das Chlor macht Latex porös und es kann reißen. Als Gleitmittel eignet sich mit Kondom auch nur eines auf Silikonbasis. Öle zerstören das Material und ein Mittel auf Wasserbasis wird einfach abgewaschen.

Stellungen für Sex im Wasser

Je nach dem Ort habt ihr verschiedene Möglichkeiten, wie der Sex im Wasser besonders Spaß macht. In der Badewanne könnt ihr zum Beispiel die Reiterstellung wählen, wenn die Wanne breit genug ist. Ansonsten eignet sich die Löffelstellung sehr gut.

In einem Pool oder natürlichen Gewässer habt ihr zwar mehr Platz, aber auch weniger Halt. Am besten ist es hier, wenn der Mann steht und dich auf die Hüften nimmt. Du kannst ihn mit den Beinen umschlingen und dich mit den Armen auf seinen Schultern stützen. Die Schwerelosigkeit im Wasser sorgt dafür, dass du für ihn leicht du halten bist. Wenn ihr in einem Pool oder im Meer einen Rand zum Festhalten habt, kann er sich auch hinter dich stellen.

Seid kreativ und probiert aus, wie ihr euch am besten entspannen könnt. Und denk daran: Sex im Wasser ist immer langsam und genüsslich, denn das Wasser bremst alle Bewegungen ab. Genieß dieses besondere Erlebnis!

 

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