Hochzeits-Papeterie – das Einmaleins der Karten zum großen Fest

Zur perfekten Hochzeit gehören Gäste, leckeres Essen und ein glückliches Paar. Einladungs-, Menü-, Tisch- und Dankeskarten sind auf den ersten Blick zwar nur ein kleines Detail der Feier. Dennoch tragen sie maßgeblich zum Gelingen des schönsten Tages im Leben bei.

1. Der Startschuss: Save the Date

Damit alle wichtigen Freunde, Familienmitglieder, Kollegen und Bekannte zu deinem Fest erscheinen, solltest du möglichst frühzeitig die sogenannten Save-the-Date-Karten versenden. Idealerweise steckst du sie rund sechs bis acht Monate vor der Trauung in den Briefkasten. Dann ist ausreichend Planungsspielraum garantiert. Spätestens vier Monate im Voraus, raten Experten, die letzten Erinnerungen zu verschicken.

Meistens sind die schriftlichen Datums-Erinnerungen im Postkartenformat gehalten. Ihr braucht darauf noch keine Location oder sonstige Details bekannt geben. Es reicht, wenn ihr eure Namen und das Hochzeitsdatum aufdruckt.

Liefert den Gästen einen Hinweis darauf, dass sie sich den Tag freihalten sollten und ihr weitere Einzelheiten zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gebt. Beispieltexte lauten:

  • „Haltet Euch bereit. DATUM NAME & NAME heiraten! Leider stehen noch nicht alle Details fest, doch die Einladung mit den Infos findet Ihr bald in Eurem Briefkasten.“
  • „Reserviert das DATUM für uns. Wir geben uns das gegenseitige Ja! Die Einladung folgt in wenigen Wochen.“

Bei den Texten und dem Styling dürft ihr eurer Fantasie freien Lauf lassen.

Design-Tipp: Macht euch vor der Bestellung der Karten bereits Gedanken über den Stil eures Festes. Ein perfekt durchdachtes Konzept zeigt sich dadurch, dass von den Save-the-Date-Karten über die Dekoration der Feier bis zum Dankesscheiben alles in einem einheitlichen Stil gestaltet ist.

Bei Meine-Kartenmanufaktur.de findest du ansprechende Papeterie-Sets. Zu deren Mindestumfang gehören die Save-the-Date, Einladungs- und Dankeskarten. Richtig rund wird das Gesamtbild, wenn auch Menükarten, Anhänger für Gästegeschenke und Cake-Topper für Cupcakes einheitlich gestaltet werden.

Wedding Cupcake

Angesagte Stilrichtungen für die Hochzeitsfeier und die Karten sind im Moment Vintage, Boho, Greenery und Nude-Look. Zur kurzen Erklärung:

  1. Vintage: romantisch, verspielt, inspiriert von vergangenen Epochen
  2. Boho: Hippiestil, rustikal, shabby schick, kräftige Farben, Wiesenblumen
  3. Greenery: grün, natürliche Deko aus Zweigen, Blumen, Gräsern, kein Plastik
  4. Nude: dezente Farben, zurückhaltendes Design

2. Es wird konkret: Die Einladungskarten

Einladungskarten

Idealerweise drei bis vier Monate, spätestens jedoch acht Wochen vor dem Fest, werden die Einladungskarten verschickt. Zu den wichtigsten Informationen darauf gehören:

  • Name des Brautpaares
  • Datum der Hochzeit
  • Uhrzeit der Trauung
  • Beginn der Feier und Location
  • Deadline für Zu- oder Absage
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In den Einladungsschreiben kannst du beispielsweise auch einen bestimmten Dresscode für die Gäste vorgeben. Es besteht die Möglichkeit, dass alle Teilnehmer des Festes in bestimmten Farbtönen, passend zum Motto erschienen. Falls es keine Wünsche zur Kleidung gibt, dann dürfen sich die Trauzeugen und anderen Teilnehmer trotzdem gerne mit der Braut absprechen. So steht dem perfekten Styling für Brautjungfern und Hochzeitsgästen nichts im Weg.

Wer Informationen wie Kleidungsstil, Hotelempfehlungen und Tagesablauf auf den Einladungen abdrucken möchte, wählt am besten ein mehrseitiges Modell.

Design-Tipp: Mit dem idealen Papier wirken die Hochzeitskarten hochwertig und edel. Selbst bei der Materialauswahl kannst du einen Bezug zum Stil der Feier herstellen. Wer eine Natur- oder Vintage-Hochzeit plant, wählt idealerweise ein Papier mit rauerer Oberfläche. Naturpapiere wie Birkenholz- oder Leinenstrukturpapier eignet sich hervorragend. Sie repräsentieren den gemütlichen, traditionellen Look des Festes. Elegante, klassische und moderne Feste setzen auf glatte Oberfläche bei der Papeterie, beispielsweise mit einem edlen Perlmutt-Glanz oder Metalleffekten.

Übrigens gibt es beschreibbare und nicht beschreibbare Karten. Wenn du handschriftlich Text auf deinen Einladungen verfassen möchtest, dann achte bei der Materialauswahl darauf. Nimm ein Probeexemplar mit zum Stiftkauf, weil sich nicht alle Schreiber auf allen Papiersorten gleich gut verwenden lassen.

Spartipp: Die Grammatur der Karten gibt das Gewicht der Papiersorte an. Je mehr das Material wiegt, desto höher Porto für den Versand. Dennoch solltest du auch keine zu leichten Papiersorten verwenden. Mit steigender Grammatur wird das Material fester und bekommt eine angenehmere Haptik. Ideal für Hochzeitskarten sind Grammaturen ab 200 g/m². Achtung: Wer ein dickeres Papier mit 400 g/m² wählt, kann diese Modelle nicht klappen.

Neben allen Karten, die mit der Post verschickt werden, spielt außerdem bei Ballonflugkarten das Gewicht eine Rolle. Wollt ihr bei eurer Hochzeit Luftballons mit Wunschkarten für das Brautpaar steigen lassen, dann erkundigt euch vorher über das angemessene Gewicht. Dann heben die Glückwünsche auch problemlos ab.

3. Die Zeremonie: Kirchenhefte

Kirchenhefte führen die Gäste durch das Programm der Trauung. Du kannst darin folgenden Inhalt bereitstellen:

  • Liedtexte
  • Ablauf
  • Wegbeschreibung zum Sektempfang

Besprecht euch vorab mit dem verantwortlichen Kirchenvertreter, welche Lieder auf eurer Hochzeit gesungen werden. Er will nicht nur den Texten und der Melodie zustimmen, sondern auch gerne wertvolle Tipps geben.

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Wenn die Songauswahl feststeht, dann gilt es beim Aufdruck auf die passende Schriftgröße zu achten. Die Gäste sollten problemlos die Wörter und Noten entziffern können. Gleichzeitig darf das Dokument auch nicht überladen wirken.

Design-Tipp: Klassische Kirchenhefte sind Klappkarten, die teilweise mit einem Einleger versehen sind. Normalerweise wird dafür ein DIN-A4-Format verwendet. Moderne Hefte für die religiöse Zeremonie sind im Postkarten-Layout gestaltet und werden beidseitig bedruckt. Ob du dich für das klassische oder stylishe Format entscheidest, solltest du auch wieder vom Motto und dem Stil deines Festes abhängig machen.

4. Die Deko: Tischkarten

Tischkarten

Tischkärtchen haben mehrere Funktionen.

  1. Sie dienen den Gästen als Wegweiser, damit sie ihren Platz an der Tafel problemlos finden.
  2. Gedächtnisstütze: Viele Menschen können sich Namen schlecht merken. Ein Blick auf die Platzkarte des Sitznachbarn reicht, damit dessen Name wieder parat ist. Peinliche Situationen bleiben den Gästen dadurch erspart.
  3. Tischkarten sind ein fantastisches Deko-Element, das die Tafel ziert.

Bevor die Platzkarten in Auftrag gegeben werden, müssen zunächst Name und Anzahl der Gäste feststehen. Es gilt eine Sitzordnung zu erstellen, damit du später weißt, wohin die Kärtchen genau kommen. Zeichne dir dazu einen Plan mit allen Tischen und Stühlen.

Tipps zur Sitzordnung: Das Brautpaar sollte zentral sitzen, damit es von allen Gästen gut gesehen werden kann. Klassischerweise nimmt der Schwiegervater neben der Braut und die Schwiegermutter neben dem Bräutigam Platz. Anschließend kommen die jeweiligen Partner, dann die Trauzeugen.

Bei der restlichen Sitzordnung ist dir freie Hand gelassen. Pass auf, dass du keine Ex-Partner oder zerstrittenen Freunde nebeneinander platzierst. Ein separater Kindertisch ist eine Möglichkeit. Abstand solltest du vom Single-Tisch nehmen. Gäste, die ohne Partner erscheinen, setzt du optimalerweise zu passenden Gesprächspartnern. Stelle dennoch sicher, dass noch mindestens ein weiterer Single mit am Tisch verweilt.

Design-Tipp: Aufsteller, Servietten-Anhänger, Windlichter und Faltkarten – die Auswahl an Tischkarten ist bunt und vielfältig. Für einen individuellen Touch kannst du die Platzkarten selbst basteln. Im Internet gibt es unzählige Beispiele für mehr oder weniger geschickte Menschen. Wenn du keine Lust hast, mit Schere und Kleber zu hantieren, dann kannst du auch bei gedruckten Karten deinen individuellen Style einfließen lassen. Die Online-Kartenhäuser bieten verschiedenste Gestaltungsmöglichkeiten, die du selbst anpassen kannst.

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Gäste freuen sich auch über ein kleines Geschenk, dass sie an der Tafel erwartet. Halte den Anhänger des Präsents ebenfalls im gleichen Farbton bzw. Stil wie die restliche Hochzeits-Papeterie.

5. Genuss: Menükarten

Dank der Menükarten erfahren die Gäste direkt am Platz, welche Gaumenfreuden sie erwarten. Typischerweise handelt es sich um eine beidseitig bedruckte Karte im Längsformat. Du kannst sie zum Beispiel neben der Serviette auf dem Teller drapieren.

Sowohl Vor- und Hauptspeise als auch das Dessert sollten aufgedruckt sein. Werden beispielsweise Suppe oder Nachspeise am Buffet serviert, dann gibst du dies ebenfalls auf der Karte bekannt. Daneben werden die Weine und alle weiteren, erhältlichen Getränke angegeben.

Design-Tipp: Du kannst Menükarten als Aufsteller besorgen. Beim Natur- und Vintage-Stil bieten sich zum Beispiel Füße aus Birkenholz an. Positioniere je eine Karte zwischen zwei Gäste. Diese können sich ein Menü teilen. Das spart Kosten und hilft fremden Personen dabei, locker und unverfänglich ins Gespräch zu kommen.

6. Nach dem Fest: Danksagung

Das rauschende Fest ist gefeiert, ihr seid Mann und Frau. Die Hochzeit wäre ohne eure Gäste sicherlich kein großer Erfolg geworden. Für die Teilnahme und auch die Glückwünsche nicht geladener Gäste wollt ihr euch nun bedanken.

Dankeskarten

Dankeskarten sind das Mittel der Wahl. Obwohl ihr nach der Heirat sicher viel zu tun habt, sollten der Dank nicht später als drei Monate nach der Hochzeit bei den Gästen ankommen. Legt beim Öffnen der Geschenke und Glückwunschkarten fest, wer alles einen schriftlichen Gruß erhält. Dafür erstellt ihr euch idealerweise eine Namensliste. Vermerkt dort zudem, welches Geschenk euch die Person gemacht hat und ob ihr bereits eine Karte verschickt habt.

Bei besonders wertvollen Präsenten könnt ihr euren Dank zusätzlich durch einen persönlichen Besuch oder eine Einladung zum Essen ausdrücken.

Design-Tipp: Verleiht den Karten eine persönliche Note. Das Design sollte wieder dem Fest und den anderen Papierdokumenten entsprechen. Ergänzt handschriftlich einige Worte zu dem Geschenk, dass euch der Empfänger gemacht hat. Wer kein Bild der Hochzeit aufdrucken möchte, der kann einige der schönsten Schnappschüsse des Festes als Erinnerung für die Gäste beilegen.

 

Fotos: Ruth Black / stock.adobe.com; meine-kartenmanufaktur.de