Facebook down

… am Donnerstagvormittag Facebook für 33 Minuten nicht erreichbar war? Für diejenigen, die das gar nicht gemerkt haben, scheint diese Meldung nur eine typische Nachricht des Sommerlochs zu sein. Alle anderen sind in dieser Zeit auf Twitter ausgewichen und haben sich über Facebooks Totalausfall herrlich amüsiert.

Eine halbe Stunde kein blauer Bildschirmhintergrund zu sehen, keine Like-Buttons zu betätigen, keine Lästereien über dämliche Selbstdarstellung zu tätigen – Facebook war down und das auch noch zu einer Tageszeit, zu der man es statistisch gesehen am meisten nutzt:
Am Vormittag, wo die meisten von uns mit der mittlerweile zweiten bis sechsten Tasse Kaffee brav im Büro sitzen und die Timeline hinunterscrollen, anstatt der eigentlichen Arbeit nachzugehen.

Und weil kaum einer ohne Social Media auskommen möchte, sind die meisten direkt auf Twitter ausgewichen und haben sich entweder über den Ausfall beschwert oder sich darüber amüsiert, dass es sich hier wohl gerade um die produktivste halbe Stunde aller Unternehmen handelt, welche die Weltwirtschaft retten könnte. Facebook inbegriffen, denn die Betreiber hatten ordentlich was zu tun und verzichteten auf eine Stellungnahme.

Der Ausfall des weltweit größten sozialen Netzwerkes erinnert daran zurück, als es WhatsApp gekauft hat und der Messenger daraufhin zweimal nicht zu erreichen war. Wer weiß, was hinter den Mauern des Konzerns fabriziert wird und warum daraufhin mehrere Millionen Nutzer weltweit der Zugriff ab und an verwehrt ist. Nach wie vor gibt es keine Antworten auf die Fragen der User – außer vielleicht auf die, was man denn in solchen Fällen mit der gewonnenen Zeit anstellen solle? Beispielsweise bei Twitter anmelden und unter #facebookdown sich beschäftigen, sollte es einfach zu ungewohnt sein, sich der eigentlichen Arbeit zuzuwenden und für eine halbe Stunde den Alltag ohne Facebook zu bewältigen.

Für alle, die sich genau damit schwer tun, gibt es hier ein paar Anregungen:

1. Neues Profilbild schießen und die freie Zeit zur Bearbeitung nutzen

2. Mit den Arbeitskollegen im Großraumbüro whatsappen und in Erfahrung bringen, bei wem Facebook als erstes wieder funktioniert

3. Die Seite non-stop aktualisieren, um der Erste zu sein

4. Dinge erledigen, die seit Monaten aufgrund latenter Internetsucht liegen bleiben. Das ist allerdings nur etwas für diejenigen, die sich das wirklich zutrauen.

Mittlerweile ist der Ausfall schon wieder Schnee von gestern. Solange alles funktioniert, kräht kein Hahn nach der Ursachenforschung in einer schnelllebigen Internetwelt, in der die Meldung von morgen schon vorgestern vergessen wurde.

 

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Foto: Facebook’s Secret Message to Me von boltron- via flickr.com, CC BY-SA 2.0