7 Gründe, warum Sport glücklich macht

Reden wir nicht drum herum: Viele Menschen treiben Sport, um ihr körperliches Erscheinungsbild nach der eigenen Vorstellung zu formen. Eine derart oberflächliche Betrachtung wird dem Thema allerdings nicht gerecht, schließlich gehen zahllose gesundheitliche Vorteile mit regelmäßiger Aktivität einher – und das auch auf mentaler Ebene. Wir verraten dir, wie Sport nahezu alle Aspekte deines Lebens aufwerten kann!

1. Mit Sport gegen Stress

Insbesondere nach einem anstrengenden Arbeitstag ist die Versuchung enorm: Ab auf die Couch, Fernseher an, Beine hoch, Snacks in die Hand. Schließlich kann dem geschundenen Nervenkostüm an dieser Stelle nur noch etwas wohlverdiente Erholung helfen, oder? Nicht ganz, denn Sport wirkt entsprechender Anspannung aktiv entgegen. In diesem Fall geschieht das durch die gesteigerte Ausschüttung des Transmitterstoffs Noradrenalin, der sowohl die körperliche als auch die psychische Anpassung an Stress reguliert und für erhöhte Leistungsfähigkeit sorgt.

2. Mehr Kraft im Köpfchen

Dass man mit Training „den Kopf frei bekommt“, ist eine geflügelte Redensart. Tatsächlich legen mehrere Studien allerdings nahe, dass Cardio-Einheiten stattdessen zur Neurogenese – also der Neubildung von Gehirnzellen – beitragen können! Auch BNDF-Proteine, denen ein positiver Effekt auf die Lernfähigkeit und das generelle Denkvermögen zugeschrieben wird, entstehen im Zuge einer Sportsession. Einen nicht unähnlichen Beitrag leistet das ebenfalls vermehrt ausgeschüttete ACTH, das als Kreativitätshormon gilt. Vielleicht liegt die Lösung also auf der Laufstrecke, wenn demnächst mal wieder ein cleverer Einfall gefordert ist?

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3. Fit fürs Alter

Es ist eine unbequeme Wahrheit, der wir uns früher oder später alle stellen müssen: Ab einem gewissen Alter – Studien beziffern es auf etwa 45 Jahre – nehmen die kognitiven Fähigkeiten eines Menschen langsam ab. Obwohl selbst ein perfekt zugeschnittenes Sportprogramm leider keine Garantie für ein rundum gesundes Seniorenleben liefert, kannst du selbst zur Erhaltung deiner geistigen Leistungsfähigkeit beitragen. Bewegung initiiert nämlich chemische Prozesse, die insbesondere den Verfall des Hippocampus vermindern – der Bereich deines Gehirns, der vor allem für das funktionierende Zusammenspiel aus Kurz- und Langzeitgedächtnis verantwortlich ist!

4. Die wohl gesündeste Sucht

Unser Gehirn vermittelt uns durch die Ausschüttung entsprechender Hormone, dass wir Glück empfinden. Dopamin ist hier das bekannteste seiner Art. Es wird uns zum Beispiel beschert, wenn wir Alkohol trinken, Drogen nehmen oder leckeres Essen genießen. Glücklicherweise gibt es daneben einen weiteren, deutlich gesünderen Weg, es hervorzulocken: Eine erfolgreiche Sportsession hat eine vergleichbare Wirkung auf den Hormonhaushalt, weshalb sich regelmäßiges Training schon häufig als lebensrettender Ersatz für Suchtkranke erwiesen hat. Die Entwicklung einer täglichen Routine schafft darüber hinaus womöglich verloren gegangene Struktur und kann zum Beispiel auch helfen, die Kontrolle über den Schlafrhythmus zurückzugewinnen.

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5. Massephase fürs Selbstvertrauen

Spielst du womöglich schon länger mit dem Gedanken, endlich etwas mehr Sport zu treiben… nur, um am Ende doch jede Ausflucht relativ dankbar anzunehmen? Dann lässt du dir eine unglaublich effektive Möglichkeit entgehen, dein alltägliches Wohlbefinden zu steigern. Und dabei geht es definitiv nicht einfach „nur“ darum, dass man deinem Körper regelmäßiges, zielgerichtetes Training nach einer Weile ansehen wird. Es zählt, dass du weißt, was du für dieses Erscheinungsbild getan hast!

Du weißt um die ersten Wochen, in denen du dich entgegen deiner Gewohnheit aus dem Bett gezwungen hast, um dein Ziel im Gym oder auf der Laufstrecke entschlossen zu verfolgen. Du weißt, worauf du verzichtet hast. Du weißt, welche mentalen Grenzen du im Laufe der Zeit gesprengt hast; wie oft du über die Fähigkeiten deines alten Ichs hinausgewachsen bist. Du weißt, dass du Disziplin zeigen und den inneren Schweinehund an die Kette legen kannst. Kurzum: Du weißt, dass du gut in etwas bist.

Es ist keine Übertreibung: Diese Gewissheit kann deine eigene Selbstwahrnehmung grundlegend verändern. Sie verschafft dir Selbstvertrauen, das dir wiederum den Umgang mit sozialen Situationen und anderen herausfordernden Momenten maßgeblich erleichtern kann! Nicht ohne Grund gehört körperliche Ertüchtigung häufig zu den Therapiemaßnahmen, die Menschen mit Angststörungen empfohlen werden.

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6. Sport verbindet

Natürlich kommt es im Leben nicht ausschließlich auf die Dinge an, die in deinem Kopf vor sich gehen. Wenn du Interesse daran hast, kannst du dein wachsendes Selbstvertrauen innerhalb deines sportlichen Umfelds nutzen, um neue Kontakte zu knüpfen!

Ein bewährter Klassiker sind hier natürlich Vereine aller Art, doch auch als Einzelsportler findest du bei Bedarf schnell Anschluss: Im Fitnessstudio sind Kurse zum Beispiel ideal geeignet, um in einem zwanglosen Kontext ins Gespräch zu kommen. Nicht selten werden aus engagierten Trainingspartnern irgendwann liebgewonnene Freunde! Scheue dich im Gym außerdem nicht, erfahrenere Sportler um Hilfe zu bitten oder nach Ratschlägen zu fragen – auch hinter harten Fassaden stecken oftmals erfreulich nahbare Menschen, die sich noch genau an ihre eigenen, bescheidenen Anfänge erinnern können.

7. Nähe zur Natur

Sonnenlicht trägt zur Ausschüttung von Serotonin bei. Sport wiederum regt die Produktion von Dopamin an. Ab hier ist es im Grunde nur noch Mathematik, oder? Wenn du deine Trainingseinheit unter freien Himmel verlegst, darfst du dich bestenfalls also auf die doppelte Dosis Glückshormone freuen… und gerade im Sommer gibt‘s reichlich Vitamin D gratis obendrauf!

 

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