4 typische Erfolgsmythen enttarnt

Wahrscheinlich sind wir alle ein Stück weit auf der Suche nach der ultimativen Erfolgsformel. Denn Erfolg verspricht ein erfüllteres, glücklicheres Leben. Wer Erfolg hat, wirkt auf seine Mitmenschen attraktiver. Und dann ist da auch noch diese Sache mit den Erwartungen. Wir wollen erfolgreich sein, weil sich das einfach gut anfühlt, aber auch die Gesellschaft erwartet von uns, dass wir erfolgreich sein müssen.

Zahlreiche Tipps und Ratgeber wollen uns helfen, erfolgreich zu werden. Wir haben uns einige dieser Tipps genauer angeschaut und geprüft, ob sie wirklich so erfolgversprechend sind oder ob es sich nicht doch eher um Erfolgsmythen handelt.

Was ist Erfolg eigentlich?

Bevor wir die einzelnen Ratschläge anschauen, sollten wir uns noch mit der Frage auseinandersetzen, was Erfolg denn eigentlich ist. Die einfachste Definition ist sicherlich die folgende: Erfolg bedeutet, seine Ziele zu erreichen. Wir nehmen also ein Projekt oder eine Aufgabe in Angriff und wenn wir sie bewerkstelligen können, dann haben wir Erfolg.

Bei dieser Definition sollten wir allerdings nicht außer Acht lassen, dass nicht alle gesetzten Ziele auch sinnvoll und erfüllend sind. Denn viele Menschen verwechseln Erfolg mit Statussymbolen oder nehmen Ziele in Angriff, die sie nicht zufriedenstellen. Am Ende muss natürlich jeder seine eigenen Ziele definieren und herausfinden, was für ihn oder sie wichtig und erfüllend ist. Erfolg ist aber letztendlich nur möglich, wenn Sinnerfüllung und innere Zufriedenheit zur Erreichung der Ziele beitragen. Nur wer mit Leidenschaft und Begeisterung seine Ziele erreichen will, hat langfristig Erfolg.

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Erfolgsmythos 1: Harte Arbeit führt zum Erfolg

Sicherlich sind Ehrgeiz, Einsatz und Fleiß ideale Voraussetzungen, um erfolgreich zu sein. „Ohne Fleiß kein Preis“, diesen Spruch haben wir schon oft gehört. Wer hart und vor allem viel arbeitet, wird also zwangsläufig erfolgreich sein, oder? Nein, denn erfolgreich zu sein, bedeutet nicht, 16 Stunden am Tag zu arbeiten und dabei etwas zu tun, was einen nicht erfüllt. Wenn du auf diese Art erfolgreich bist, dann geht dies zu Lasten der Gesundheit, weil du zu wenig oder auch einfach schlecht schläfst. Es geht vielmehr darum, die anfallenden Aufgaben zu priorisieren und möglichst produktiv zu arbeiten. Du wirst es bei der Arbeit beispielsweise nicht schaffen, immer alle E-Mails und Telefonate sofort zu beantworten, gleichzeitig eine Präsentation zu erstellen oder die aktuelle Bilanz anzuschauen. Aber du kannst lernen zu priorisieren. Wende die 80/20 Regel an und konzentrier dich auf die Aufgaben, die dich weiterbringen. Und bei aller Begeisterung und bei allem Einsatz, vergiss nicht, dir auch mal eine Pause zu gönnen.

Erfolgsmythos 2: Erfolg ist Glückssache

Wer glaubt, dass Zufall und Glück unseren Erfolg beeinflussen, der ignoriert die Tatsache, wie viel wir selbst beitragen zu können, um erfolgreich zu sein. Sicherlich gibt es zufällige Begegnungen, die unser Leben verändern und manchmal haben wir Glück, weil wir eine Erfahrung machen, die uns bei der Bewerkstelligung einer Aufgabe auf die richtige Spur bringt. Wir dürfen uns aber nicht auf das Glück verlassen oder ihm gar die Schuld geben, wenn wir keinen Erfolg haben. Für den Erfolg ist es unerlässlich, die eigenen Ziele immer wieder zu hinterfragen und zu klären, was im Leben erreicht werden soll.

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Darüber hinaus kannst du dich auch auf viele Situationen vorbereiten, indem du dir deiner eigenen Stärken und Schwächen bewusst bist und Selbstvertrauen in deine eigenen Fähigkeiten hast, ohne arrogant zu wirken. Achte auf dein Erscheinungsbild, das hilft dir dabei, dich gut zu fühlen und sei immer du selbst. Das macht dich authentisch und dadurch glaubwürdig. Wenn du dir das alles immer wieder vor Augen führst und richtig einsetzt, dann ist der Erfolg kein Glücksfall mehr.

Erfolgsmythos 3: Die richtige Anleitung führt dich zum Erfolg

Es ist nützlich zu wissen, wie erfolgreiche Menschen vorgegangen sind. Es ist hilfreich, ein paar Anregungen zu sammeln, wie du vorgehen kannst, um erfolgreich zu sein. Aber egal wie verführerisch die ganzen Ratschläge sind, Erfolg fällt einem nicht einfach in den Schoß. Deshalb solltest du deine Stärken nutzen und die Initiative ergreifen. Probiere Dinge aus und hab keine Angst vor Fehlern. Sei dein eigener Held und gestalte deinen eigenen Weg zum Erfolg. Lass dich inspirieren, aber nimm es selbst in die Hand. Und lass auf keinen Fall die Ausrede gelten, dass du ja etwas getan hättest und heute schon lange erfolgreich wärst, wenn dir nur mal jemand gesagt hätte, wie du das machen musst. Erfolg ist ein Prozess, um erfolgreich zu sein, musst du viele kleine Schritte gehen, die dich deinem Ziel näherbringen. Und keine Anleitung der Welt kann einem die Verantwortung nehmen, selbst aktiv zu werden.

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Erfolgsmythos 4: Gute Noten bedeuten Erfolg im Berufsleben

Eine gute Grundausbildung ist wichtig, um erfolgreich zu sein. In der Schule, bei der Ausbildung und im Studium lernen wir viele nützliche Dinge, die uns helfen, die uns gestellten Aufgaben zu bewältigen. Aber eine solide Ausbildung mit guten Noten bedeutet nicht, dass wir auch im Berufsleben automatisch Erfolg haben. Persönlichkeit und Sozialkompetenzen sind hier mindestens genauso gefragt wie Fachwissen. Wir alle sind Teil eines Teams und werden irgendwann an einen Punkt kommen, an dem wir Informationen von Kollegen brauchen, um die eigenen Themen bearbeiten zu können. Dazu brauchen wir Teamgeist und Kommunikationsstärke, denn nur dann können wir erfolgreich mit anderen zusammenarbeiten.

 

Fotos: Andrey Kuzmin; Orlando Florin Rosu / stock.adobe.com