Mit diesen Tipps kannst du deine Tollpatschigkeit ablegen

Manche Leute scheinen einfach zwei linke Füße zu haben. Wenn es irgendetwas im Umkreis von 100 Metern gibt, an dem sie sich stoßen oder es umrennen können, dann machen sie das auch. Und jedes Fettnäpfchen wird treffsicher mitgenommen. Doch woran liegt das und was kann man dagegen tun?
 

Unterscheidung zwischen körperlicher und sozialer Tollpatschigkeit

Du hast ständig blaue Flecke und bist regelmäßig peinlich berührt, weil du wichtige Informationen immer wieder vergisst? Scherben sind für dich keine ärgerliche Ausnahme, sondern fast schon Alltag? Dann haben wir gute Neuigkeiten für dich: Du bist deiner Schusseligkeit nicht hilflos ausgesetzt.

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, ob du unter körperlicher oder sozialer Schusseligkeit leidest – oder vielleicht sogar unter beidem. Menschen, die körperlich tollpatschig sind, befinden sich meist in einem Zustand der dauerhaften geistigen Abwesenheit. Wer sozial schusselig ist und manchmal scheinbar einfach nicht weiß, wann es besser ist, gewisse Dinge nur zu denken, statt sie auszusprechen, ist meist entweder von Natur aus impulsiv und temperamentvoll oder hat das nötige Fingerspitzengefühl in derartigen Situation nicht anerzogen bekommen.

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Welche Form der Schusseligkeit auch immer auf dich zutrifft: Deinen Genen kannst du jedenfalls nicht die Schuld geben. Geschicklichkeit ist nämlich zum Großteil eine Frage der Übung und Entwicklung.
 

Fettnäpfchen mit Kommunikationstraining ausweichen

Liegt deine Ungeschicktheit im sozialen Bereich, kann gezieltes Kommunikationstraining helfen. Bei diesem Trainings wird du in der Regel auch auf Video aufgenommen. Das kann zwar erst mal etwas unangenehm sein, wenn du es nicht gewohnt bist, vor der Kamera zu stehen, ist aber enorm hilfreich. Wenn du dir selbst bei der Interaktion zusiehst und zuhörst, werden dir Dinge auffallen, die du sonst nicht bemerken würdest.

Des Weiteren kannst du lernen, deine Impulse zu kontrollieren, wenn du dich in verschiedenen Situationen bewusst zurücknimmst. Fällt dir auf, dass andere Menschen nur schwer zu Wort kommen, wenn du in der Nähe bist, kannst du dir vornehmen, deiner besten Freundin mehr zuzuhören, wenn ihr euch das nächste Mal trefft.

Vergisst du häufiger Geburtstage oder andere wichtige Termine, solltest du dir diese konsequent in deinem Kalender notieren. Manchmal hilft das sogar schon dabei, dass du dir diese besser merken kannst.
 

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Tschüss, blaue Flecken!

In unserer Koordination sind hauptsächlich vier Bereiche beteiligt: Augen, Muskeln und Knochen, Gehirn und Nervensystem sowie das Kleinhirn. Wenn du körperlich ungeschickt bist, hast du Defizite in einem dieser Areale. Eine weitere Ursache kann die Anfälligkeit für sogenannte kognitive Störungen sein. Wenn du zum Beispiel häufig links und rechts verwechselst, einen schlechten Orientierungssinn hast oder vergesslich bist, könnte dies der Grund sein, warum du öfters kleinere Unfälle hast.

Diese Probleme kannst du angehen, indem du deinen Körper trainierst. So kann Sport dabei helfen, Koordination, Beweglichkeit und Gleichgewichtssinn zu verbessern. Geeignet sind zum Beispiel Pilates, Kampfsport, Tanz und Muskeltraining. Eine gesteigerte Kontrolle über deine Bewegungsabläufe verringert die Gefahr von Missgeschicken.

Auch Reflexübungen, die die Koordination zwischen Händen und Augen fördern, können den Gleichgewichtssinn schulen. Des Weiteren solltest du versuchen, auf deine Umgebung zu achten. Üben kannst du das beispielsweise, indem du dich auf die jeweilige Tätigkeit, die du gerade ausführst, ganz bewusst konzentrierst. Denke beim Wäsche aufhängen nicht daran, was du morgen noch zu erledigen hast, sondern nimm die gewaschene Kleidung mit all deinen Sinnen wahr – ertaste die Struktur der Stoffe, schau dir an, wie die Kleidungsstücke Falten werfen, wenn du sie über die Leine hängst. Multitasking mag zwar praktisch sein, macht uns aber nicht gerade geschickter.

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Übrigens: Auch hohe Schuhe können für weniger Balance sorgen und so die Unfallgefahr erhöhen. Also vielleicht doch öfter mal flache Schuhe oder zumindest Schuhe mit einem breiteren Absatz wählen.
 

Wann du zum Arzt gehen solltest

Ungeschicklichkeit kann auch ein Symptom eines ernsthaften medizinischen Problems sein. Dazu gehören Kopfverletzungen, Gelenkerkrankungen wie Arthritis, Diabetes oder Augenerkrankungen. Alkohol- bzw. Drogenkonsum oder die Nebenwirkung eines Medikaments kommen ebenfalls als Auslöser in Frage. Weitere Faktoren können Stress, zu wenig Schlaf oder Unruhe sein. Wenn du trotz Training starke Koordinationsschwierigkeiten hast, solltest du mit deinem Hausarzt über diese Symptome sprechen.

 

Foto: martin-dm / Getty Images