Home Lifestyle Echter Rennsport im Miniaturformat dank DR!FT – Carrera Hybrid kommt dieses Jahr

Echter Rennsport im Miniaturformat dank DR!FT – Carrera Hybrid kommt dieses Jahr

Sturmkind Drift
Die nächste Stufe des Rennsports im Miniaturformat. © Sturmkind, DR!FT

Mit Carrera-Bahnen sind Generationen von Jungen und zunehmend auch Mädchen groß geworden. Doch die Schlitze, auf denen die kleinen Flitzer ihre Runden drehen, sind zugleich ihre größte Einschränkung. Der Unternehmer Martin Müller will das ändern – und verbindet mit der DR!FT Hybrid Gaming-Technologie die bekannte Rennautowelt mit der digitalen von Smartphones. Herausgekommen ist ein Produkt namens „Carrera Hybrid“, das zum Weihnachtsfest 2024 erstmals unter vielen deutschen Tannenbäumen liegen dürfte.

Rennsportbegeisterte ab zwölf Jahren, vermutlich aber (heimlich) noch mehr ihre Mütter und Väter dürften dem Herbst dieses Jahres entgegenfiebern. Dann erobert eine neue Generation von Rennflitzern im Miniaturformat die deutschen Spielwarengeschäfte und Onlineshops – und danach die Kinder- und Wohnzimmer sowie Hobbykeller. So jedenfalls sieht es sich Martin Müller, Gründer und Geschäftsführer der Sturmkind GmbH mit Sitz in Speyer, vor.

Der Sieger beim Deutschen Entwicklerpreis

Die Vision des Start-ups ist die Übertragung realistischer Autorennen ins heimische Wohnzimmer. Mit seinem ersten Produkt „DR!FT“ hat Müller im Jahr 2018 den Deutschen Entwicklerpreis gewonnen. 2023 hat Carrera Toys GmbH eine Minderheitsbeteiligung an Sturmkind erworben, um gemeinsam die von Müller entwickelte Hybrid Gaming-Technologie unter der Marke „Carrera“ weltweit zu vermarkten. Die zwei ersten Sets mit Carrera Hybrid sollen im Oktober dieses Jahres für jeweils rund 150 Euro in den Handel kommen. Weltpremiere feierten die Hightech-Flitzer auf der globalen Elektronik-Weltleitmesse CES Anfang 2024 in Las Vegas.

Nun, könnte man schulterzuckend sagen, halt ein weiteres Spielzeug, ein neues Rennauto eben. Doch die Idee hinter dem Begriff „Hybrid“ ist revolutionär – und keine kleine Weiterentwicklung eines ewigen Klassikers im Kinderzimmer. Der Begriff „Hybrid“ ist in jüngster Zeit durch die Kombination von Elektroantrieb und Verbrennungsmotor sehr populär geworden. Immer dann, wenn zwei unterschiedliche oder gegensätzliche Faktoren in einem System vereint werden, spricht man von einer hybriden Lösung.

„Wir betreten neuen Boom im Motorsport“. © Martin Müller, Sturmkind

Auch die DR!FT Hybrid Gaming-Technologie verbindet zwei Welten. Angefangen hat alles 2003 mit der Vision, endlich packenden Motorsport immer und überall erleben zu können. DR!FT vereint heute die Möglichkeiten einer hochkomplexen Rennsimulation mit einem realen Rennspielsystem auf völlig neue und einzigartige Weise. Spieletüftler Martin Müller: „Der so entstandene Hybrid aus Mobile-Game und realen Roboterfahrzeugen wurde zunächst, sowohl von der Gaming-Szene als auch vom traditionellen Spielemarkt, mit einigem Erstaunen beobachtet. Sehr schnell hat sich jedoch die anfängliche Verwunderung in echte Bewunderung verwandelt.“

Es geht um nicht weniger als um eine neue Dimension des Spielens

Und weiter sagt er: „Diese im dynamisch wachsenden Gaming-Markt einzigartige Verschmelzung von virtuellem und realem Spiel eröffnet den Nutzern eine völlig neuartige Spielwelt. Ob es das Erlernen verschiedener Drifttechniken beim realen Racen mit den DR!FT -Racern ist, das kombinierte virtuelle Gaming mit der eigenen App oder die Interaktion mit Gleichgesinnten – es geht stets um eine neue Dimension des Spielens.“ Die haptisch und physisch erlebbaren DR!FT -Racer im Maßstab 1:43 verblüffen beim bahnunabhängigen Racen durch ihre realistische Fahrphysik mit maßstabsgetreuem Beschleunigen, Driften und Bremsen. Ergänzt wird die präzise Steuerung durch die vielfältigen Gaming-Funktionen der Simulations-App, wie beispielsweise Highscores, Tuning und Gymkhana-Racing, sowie dem passenden Motorsound und vieles mehr. Die DR!FT -Racer sind miniaturisierte Roboter, die das von der Rennsimulation berechnete Fahrverhalten äußerst präzise real werden lassen.

Hightech-Sensoren lenken die kleinen Rennflitzer sicher über jede Strecke

Die Robotik ist mit zahlreichen Sensoren ausgestattet. Dazu gehört auch ein hochsensibler Unterbodensensor, der Fahrbahn-Informationen ausliest und an die selbst entwickelte App sendet. Die Steuerung der Racer beinhaltet Gas, Fußbremse, Handbremse und Lenkung. Dazu gibt es Zusatzfunktionen wie Licht, Starten und Stoppen des Motors sowie Launch-Control. Verschiedene, für das jeweilige Modell passende Motoren, wie etwa Sechszylinder-Turbo, V8 oder V12, erzeugen den entsprechenden Sound und sorgen für ein echtes Race-Erlebnis. Die Motorensounds der Modelle mit realen Vorbildern wurden allesamt an Originalfahrzeugen aufgenommen.

Bei den Modellen haben die Miniatur-Rennsportfans die große Wahl – zwischen „Yellow Beast“, „Blue Blizzard“, bis hin zum „DR!FT Audi Quattro“ und den „Porsche 911 Carrera“. Martin Müller will mit seiner Erfindung der klassischen Carrera-Bahn keine Konkurrenz machen, sondern eine neue Zielgruppe ansprechen. Wesentlicher Unterschied des neuen Hybrid-Spielzeuge: „Im Vergleich zur Slotcar-Rennbahn hat man natürlich keinen Schlitz, man kann das Fahrzeug frei lenken. Da kann man jederzeit die Spur wechseln, der Ideallinie nachfahren und frei überholen. Der Schlitz in Bahnen führt zwar dazu, dass man nicht aus der Strecke fliegt, bringt dafür aber gleichzeitig auch seine Einschränkungen mit sich. Wir haben den Immersionsgedanken im Hintergrund, dass die Fahrzeuge sich realistisch bewegen und dass eine Software dahinter ist, die einen virtuellen Schlitz oder die Leitplanken für das Fahrzeug zieht. Gleichzeitig hat man die Vorteile des freien Lenkens – und trotzdem Fahrspaß, weil man nicht ständig von der Strecke fliegt.“

DTM-Champion Timo Schneider ist ein Fan der ersten Stunde

Die Fahrzeuge werden auf der Hinterachse angetrieben und haben vorne eine Lenkung. Auf die Lenkung hat Erfinder Müller ein Patent, „die ist extrem schnell und auch mechanisch anders gelöst, als man es bisher von Spielzeugen kennt“, erklärt er. Müller: „Und natürlich ist ein Haufen Sensoren verbaut: Lagesensor, Drehzahlsensor und Fahrbahnscanner – da steckt schon einiges drinnen an Technik.“ Das Thema Sound ist sehr wichtig für den Macher: „Wir arbeiten mit einem Studio in Deutschland zusammen, damit die Fahrzeuge auch wirklich den Motorensound des Originalfahrzeugs bekommen. Der Sound wird zwar aus dem Smartphone ausgegeben, kann aber auch über Lautsprecher gestreamt werden, wenn man möchte.“ Selbst echte Rennsport-Cracks wie DTM-Champion Timo Scheider sind begeistert: „Unfassbar wie Sturmkind es geschafft hat, in einem so kleinen Fahrzeug echtes fahrdynamisches Verhalten zu simulieren! Es gibt nur ein Problem, es könnte sein, dass ihr gar nicht mehr aufhören wollt zu spielen.“

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