Mit diesen Tipps funkitioniert auch eine Liebe auf Distanz.
Mit diesen Tipps funkitioniert auch eine Liebe auf Distanz.

Rund vier Millionen Paare in Deutschland führen eine Fernbeziehung: Gemeinsame Zeit als Paar nur am Wochenende (und das oftmals auch nicht jedes), dafür viel Zeit auf Deutschlands Autobahnen, in Zügen oder gar Flugzeugen und unzählige Stunden am Telefon. Das wird für viele Verliebte zur Herausforderung! Wir haben die besten Tipps für eine erfüllende Beziehung auf Distanz.
 

Situation akzeptieren

Eine wichtige Grundlage für eine glückliche Fernbeziehung ist es, die Situation zu akzeptieren und vor allem anzunehmen. Das ist nicht unbedingt einfach. Aber für jede Fernbeziehung gibt es einen Grund und die meisten Fernbeziehungen sind auch für eine begrenzte Zeit. Also Zähne zusammen beißen, das Beste daraus machen und die Vorteile einer Fernbeziehung genießen. Die gibt es nämlich auch!
 

Vorteile erkennen

Eine Fernbeziehung bringt auch Vorteile mit sich. Zeit für dich alleine, für deine Hobbies, deine Freunde, deine Kariere. Eine Fernbeziehung zwingt dich ein bisschen dazu, unabhängig zu sein, ein eigenes Leben zu führen und nicht nur als Anhängsel deines Partners zu fungieren. Eine Chance, die du nutzen solltest. Und schließlich festigt eine Fernbeziehung oftmals auch die Beziehung zwischen zwei Menschen.
 

Vertrauen entwickeln

Vertrauen bildet die Grundlage einer jeden Beziehung – und ist in Fernbeziehungen von ganz besonders elementarer Bedeutung. Und für Eifersucht ist erst recht kein Platz. Auch hier gilt: Offen die eigenen Ängste und Sorgen formulieren und gemeinsam am gegenseitigen Vertrauen arbeiten.
 

Probleme klären

Konflikte gehören geklärt – und nicht unter den Teppich gekehrt. Was für jede Beziehung gilt, ist für Fernbeziehungen fast noch wichtiger. Probleme und Streitigkeiten lassen sich da nämlich besonders gut verschleiern – zumindest im ersten Moment. Das führt allerdings meistens dazu, dass sich kleine Streitigkeiten zu großen Problemen entwickeln, dann wird es richtig ungemütlich. Räume deswegen kleinere Streitigkeiten direkt aus dem Weg und verabschiede dich auch nie im Streit von deinem Partner.
 

Alltag teilen

Zu jeder Beziehung gehören Nähe und Vertrauen. Um dies aufzubauen und vor allem, um es auch über große Distanzen hinweg zu erhalten, ist es wichtig, am Leben und vor allem auch am Alltag des Partners teilzuhaben. Es muss nicht jeden Abend das stundenlange Telefongespräch sein. Aber jeder sollte jederzeit wissen, was den anderen gerade beschäftigt, was ihn freut und was ihm Probleme berei-tet. Egal ob der Frust über den Chef, die Shopping-Tour mit der besten Freundin oder ein Foto deines Abendbrotes: Teile die großen genauso wie die kleinen Dinge mit deinem Partner.
 

Erwartungen reduzieren

Wenn sich Paare nur sehr selten sehen, haben sie oftmals die Vorstellung, dass es dann wenigstens perfekt werden muss. Leider erzeugt diese überzogene Erwartung ungesunden Druck und führt unweigerlich zu Enttäuschungen und Frustration. Lass es ein bisschen ruhiger angehen. Natürlich will die rare gemein-same Zeit gut genutzt und auch sorgfältig geplant sein. Aber bitte nicht übertreiben. Es muss nicht immer alles perfekt und außergewöhnlich sein, und manchmal gehören eben auch Unstimmigkeiten zur gemeinsamen Zeit dazu. Wie in jeder anderen Beziehung auch.
 

Kommunizieren lernen

Die Kommunikation über Telefon, Textnachrichten und E-Mail birgt Potential für Missverständnisse – und kleine Nichtigkeiten, die mit einem kurzen Gespräch von Angesicht zu Angesicht schnell aus der Welt geschafft wären, entwickeln auf einmal eine unberechenbare Eigendynamik. Was für den einen eine unbedachte, flapsige Bemerkung ohne tiefe Bedeutung ist, kann für den anderen schon eine Beleidigung sein, über die er tage- und nächtelang grübelt. Lerne zu verstehen, wie eure Kommunikation funktioniert, wer welche Macken hat und wie ihr am Besten mit diesen umgehen könnt. Auch wichtig: Lege am Telefon niemals einfach auf.
 

Über Geld sprechen

Eine Fernbeziehung kann teuer sein: Reisekosten, Telefonkosten, Kosten für doppelten Haushalt oder für besondere Erlebnisse an den gemeinsamen Wochenenden. Sprich am Besten recht-zeitig mit deinem Partner darüber und versucht gemeinsam, eine – in beider Augen – gerechte Lösung zu finden.
 

Gemeinsame Ziele formulieren

Gemeinsame Ziele und Pläne verbinden. Sie sind das Licht am Horizont, wenn die graue Fernbeziehungs-Gewitterwolke dir die Stimmung verhagelt, und helfen dir durch schwierige Zeiten. Und sie schaffen Nähe. Also, ran ans Planen: Das geht vom Menü für den nächsten gemeinsamen Kochabend über die größere Reise bis hin zur zukünftigen Wohnungseinrichtung, wenn die Zeit der Fernbeziehung überstanden ist.
 

Perspektive schaffen

Die meisten Fernbeziehungen sind nicht für ewig angelegt. Sprecht über eure mittel- und langfristige Planungen. Erarbeitet ein Modell für eine Zukunft nach eurer Fernbeziehung und arbeitet darauf hin. Das hilft zum einen, euch in schwierigen Phasen zu motivieren, weil ein Ende in Sicht ist. Zum anderen ist es aber auch sehr wichtig, eure Erwartungen abzugleichen und rechtzeitig festzustellen, wo Kompromisse nötig sein werden.

 

Foto: #68508246 | michaeljung – Fotolia