Bye, Bye Blauer Dunst – so hörst du endlich auf zu Rauchen

Eine nach dem Essen, eine mit den Kolleginnen in der Pause und natürlich eine nach dem Sex. Zigaretten begleiten dich durch deinen Alltag. Trotzdem lässt dich der Gedanke nicht los, dass sie dich langsam krankmachen oder sogar umbringen können. Du beschließt also aufzuhören, weißt aber leider nicht wie. Du weißt nur, dass es schwer werden wird. Umso besser ist es, wenn du Unterstützung bekommst und die gibt es in vielen Formen.

Vermeidbare Todesursache Nummer 1

Etwa 120.000 Menschen sterben in Deutschland pro Jahr an den Folgen des Rauchens. Dazu zählen auch etwa 3.300 Passivraucher*innen. Bricht man die Zahl runter, sind das etwa 300 Tote pro Tag. In ganz Europa ist das Rauchen mit etwa 700.000 Todesopfern die am häufigsten vermeidbare Todesursache.

Dazu zählen aber nicht nur Todesfälle durch die Folgen von Krebsarten mit etwa 37 Prozent, sondern vor allem auch Herz-Kreislauf-Krankheiten mit 45 Prozent. Auf Platz 3 der Sterbefälle durch Folgekrankheiten liegen die Atemwegserkrankungen mit 18 Prozent.

Klar, dass du dich da entscheidest endlich mit dem Rauchen aufzuhören. Nicht nur deine Gesundheit wird es dir danken, sondern auch dein Geldbeutel. Die Frage ist nur wie hörst du auf?! Die Anzahl an Methoden und Hilfsmitteln ist fast endlos. Aber selbst die beste Methode hilft auch nur, wenn der Wille zum Aufhören auch wirklich da ist.

Jetzt lesen:  Kolumne: Lass uns doch Freunde bleiben!

Ohne Hilfsmittel aufhören

Das ist wohl die Möglichkeit, die am günstigsten ist und die jeder schon mal ausprobiert hat. Sie verlangt einem aber auch ganz schön viel ab. Jedenfalls zeigst du schon mal den Willen und der ist neben Disziplin die Grundvoraussetzung, um es zu schaffen. Wichtig ist hier eine gute Vorbereitung. Leg einen ganz bestimmten Tag fest, an dem du dir sagst: „Dann werde ich aufhören.“ Zieh das letzte Mal an deiner Zigarette und verstecke dann alles, was dich ans Rauchen erinnert.

In den ersten Stunden nach deiner letzten Zigarette wirst du unruhig und reizbar sein und dich eher unwohl fühlen. Dazu kommen Hunger- und Durst-Attacken, denen du mit Obst, zuckerfreien Kaugummis Tee und Wasser entgegenwirken kannst.

Vor allem die ersten zwei Wochen sind hier entscheidend. Du solltest Situationen, die dich leicht in Versuchung bringen, meiden und dir einen Ersatz zum Rauchen suchen, wie beispielsweise Sport. Komplett ohne Hilfsmittel empfiehlt es sich aufzuhören, wenn du nicht so stark abhängig bist.

In den kommenden Wochen stellen sich dann auch weitere angenehme Nebeneffekte ein: Du fühlst dich fitter, Haut und Haare sehen schöner aus, riechen besser und Verfärbungen an deinen Zähnen und Fingern gehen zurück.

Jetzt lesen:  Wie du mit negativen Menschen umgehst und selbst dabei positiv bleibst

Aufhören mit Ersatzmitteln

Beim Entzug verlangt der Körper nach Nikotin, der sonst immer über die Zigaretten aufgenommen wurde. Der Körper reagiert also mit Entzugserscheinungen. Wenn sich ein Raucher aber zuerst um seine psychische Abhängigkeit kümmern möchte, gibt es eine ganze Reihe an Hilfsmitteln.

Hier können die Pflaster, Tabletten, Kaugummis, Inhaliergeräte oder sogar E-Zigaretten die körperlichen Symptome lindern. Besonders hilfreich ist es beim Dampfen nach und nach Liquids mit immer niedrigerem Nikotingehalt zu verwenden. So kannst du deinem Körper langsam das Nikotin abgewöhnen. Der Vorteil dabei ist, dass es die Flüssigkeiten in allen möglichen Geschmacksrichtungen gibt. Kombinierst du diese Art der Selbsttherapie mit einer guten Beratung, stehen die Chancen vom blauen Dunst loszukommen gar nicht mal so schlecht.

Therapie

Beratung ist auch das nächste Stichwort: Eine gute Beratung kann ein sehr großer Bestandteil einer Rauchentwöhnung sein. Du willst dir ja immerhin ein schlechtes Verhalten abgewöhnen und es durch positive Erfahrungen neu besetzen. Oft verknüpft man Rauchen nämlich selbst mit positiven Erinnerungen und Eindrücken. Zum Beispiel, wenn du bei der Arbeit eine kleine Zigarettenpause mit deiner Kollegin einlegst, um dir einfach mal Luft zu machen.

Hier kann auch die Verhaltenstherapie helfen. Es wird versucht, dir mit Gesprächen, Rollenspielen oder auch in Gruppensitzungen neue Wege für Situationen zu zeigen, in denen du normalerweise eine rauchen würdest. Aber gerade in der Therapie bist du sehr abhängig von zwischenmenschlichen Beziehungen. Herrscht eine schlechte Stimmung in der Gruppe oder in deiner Einzelberatung, kann sich das auf den Erfolg deiner Therapie auswirken.

Jetzt lesen:  Warum Frauen Erfolg sexy finden

Medikamente

Nach einem Rauchstopp kannst und solltest du auch deinen Arzt aufsuchen. Der kann dich ebenfalls tatkräftig unterstützen und dich über Medikamente aufklären, die dir das Aufhören erleichtern können. Unter anderem die Wirkstoffe Buprorion und Varencelin können die Entzugserscheinungen und das Rauchverlangen abmildern.

Hypnose und Akupunktur als Hilfsmittel

Es könnte alles so leicht sein. Du begibst dich in Trance oder legst dich hin, bekommst ein paar Nadeln ins Ohr gesteckt und schon bist du rauchfrei. Hier musst du schon an den Effekt glauben. Leider ist in diesem Zusammenhang nicht wirklich viel mehr wissenschaftlich bewiesen als die Placebo-Wirkung beider Methoden. Dennoch haben sie einen festen Platz in der Rauchentwöhnung, da sie dich unterstützen und dir das Gefühl geben, dass du es nicht alleine schaffen musst.

Wenn du die Entscheidung getroffen hast mit dem Rauchen aufzuhören, ist das schon ein großer Schritt. Mit unseren Tipps und mit etwas Disziplin und Selbstvertrauen kannst auch du es auch schaffen vom Rauchen loszukommen.

 

Foto: unsplash.com, © Yoann Boyer