warum schwitzen manche schneller
Frostbeule oder Heißblüter? Darum schwitzen Manche einfach schneller.

Ein Mensch besitzt rund drei Millionen Schweißdrüsen, über die Tag für Tag gut ein halber Liter Schweiß auf der Haut verdunstet. Der Körper produziert den Schweiß, um sich abzukühlen. Wird der Körper erwärmt – etwa durch Sport oder Stress – pumpt er vermehrt Blut bis unter die Haut. Schweiß wird abgesondert und verdunstet sofort, sobald er an der Hautoberfläche angekommen ist. Durch die Verdunstungskälte kühlen die Blutgefäße an der Hautoberfläche und das in ihnen befindliche Blut ab. Der erhitzte Körper reguliert so seinen Temperaturhaushalt. Besonders bei intensiven Sporteinheiten, wie Ausdauertraining oder Laufen, entsteht viel Wärme. Hier schwitzt du also besonders schnell und intensiv.
 

Warum aber schwitzen nun manche Menschen stärker als andere?

Warum sieht der Mann neben dir auf dem Laufband aus, als wäre er gerade schwimmen gewesen, während sich bei dem Mädchen daneben erst leichte Schweißperlen im Gesicht abzeichnen? Zunächst einmal ist die Intensität des Schwitzens von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Auch gleichgewichtige Personen des gleichen Geschlechts können unterschiedlich stark schwitzen. Was uns hier über unsere Veranlagung mitgegeben wurde, können wir nicht beeinflussen. Frauen besitzen grundsätzlich mehr Schweißdrüsen als Männer, die der Männer sind jedoch aktiver. Bei gleichem Training und Fitnessgrad wird ein Mann mehr schwitzen als eine Frau, da die Schweißdrüsen der Frau weniger Schweiß produzieren.

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schwitzen beim Sport

 

Unabhängig von Geschlecht und individueller Veranlagungen, spielen aber weitere Faktoren eine wichtige Rolle. Übergewichtige Menschen schwitzen generell schneller als Normalgewichtige. Fett erhöht die Körpertemperatur. Der Körper versucht also, mit Schwitzen dagegenzuhalten. Übergewicht ist aber häufig gleichzeitig ein Zeichen von schlechter Fitness, und gerade die beeinflusst das Schwitzen wiederum ganz wesentlich.
 

Schwitzen Trainierte oder Unsportliche mehr?

Ein Mythos besagt, dass unsportliche Menschen schneller und häufiger schwitzen als sportliche. Das ist jedoch völlig falsch. Gerade trainierte Menschen mit guter Fitness fangen schneller an zu schwitzen als untrainierte. Sie schwitzen nur effektiver. Bei einem Untrainierten beginnen sich die Schweißdrüsen nur langsam zu aktivieren, die Schweißproduktion setzt später ein. Bei einem Sportler hingegen beginnen die Drüsen schon unmittelbar nach Trainingsbeginn mit der Schweißproduktion. Der Körper lernt bestimmte Verhaltensmuster und die Schweißdrüsen wissen im Falle des Sportlers unmittelbar, dass sie nun mit der Arbeit beginnen müssen um die Körpertemperatur zu regulieren. Die Schweißdrüsen trainierter Menschen haben außerdem gelernt, die Menge der abzugebenden Flüssigkeit besser einzuschätzen. Sie geben genau die richtige Menge an Flüssigkeit ab und der reine Wasseranteil des Schweißes ist viel höher. Wichtige Mineralien und Elektrolyte bleiben so dem Körper erhalten. Das komplette Kühlungssystem funktioniert bei Sportlern insgesamt effektiver. Wenn du trainiert bist und früher mit dem Schwitzen beginnst, steigt auch deine Körpertemperatur erst später und langsamer an, du wirst insgesamt länger durchhalten. Falls du dich also wundern solltest, warum du beim Sport in letzter Zeit immer stärker schwitzt, kannst du beruhigt sein – das ist ein gutes Zeichen und ein Indiz dafür, dass dein Körper immer fitter wird.
 

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So kannst du das Schwitzen beeinflussen

Du kannst dein Schwitzen aber auch durch andere Faktoren beeinflussen. Trinkst du etwa viel Kaffee, wirst du sicher schon bemerkt haben, dass du schneller ins Schwitzen gerätst. Kaffee regt die Transpiration an und lässt die Schweißdrüsen schneller arbeiten. Genauso verhält es sich mit Alkohol. Außerdem hat auch Rauchen einen negativen Effekt auf das Schwitzen. Generell solltest du auch darauf achten, nicht zu viele synthetische Stoffe zu tragen. Diese speichern die Körperwärme und die Temperaturregulierung des Körpers wird behindert.

 

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