chignon

Frisuren gibt es wie Sand am Meer – Fischgrätenzopf, Wasserfallfrisuren, Hochsteckfrisuren mit wallenden Locken. Doch keine von ihnen ist so wandelbar und dauerhaft modern wie der Chignon. Das ist französisch für Dutt, doch er wird auch liebevoll Gogsch, Punz oder Püürzi genannt. Ajouré wirft einen Blick auf die wohl eleganteste Frisur aller Zeiten.
 

Kleine Geschichte des Haarknotens

Bereits 330 bis 100 vor Christus steckten sich die griechischen Frauen ihre Haare in einem Knoten hoch. Dies diente dem Schutz der Haare, zudem wirkte es schlicht und einfach, was damals in Mode war. Bei attischen Frauen und sogar bei deren Männern fand man handgefertigte Gold- oder Elfenbeinnadeln, mit denen die Frisur in Form gehalten wurde. In England sorgte Queen Elisabeth I. für einen wahren Hype des Chignons, sodass bald der ganze Hofstatt diese Frisur wollte. Der einfache Knoten erblühte in den vierziger Jahren neu, als Arbeiterfrauen ihre Haare vor Schmutz und Schäden an schweren Geräten schützen mussten. Heute kennt man den Chignon hauptsächlich bei einer Ballerina, die der Frisur ein zerbrechlich schönes Image verleiht.
 

Styling und Hilfsmittel

Es gibt nahezu keinen roten Teppich ohne diese Art der Haartracht. Die Stylisten bewaffnen sich vor jedem großen Event mit einigen Tools, mit denen das Styling besser gelingt. Je glatter die Haarstruktur, desto einfacher ist es fliegende Haare zu vermeiden. Der Pferdeschwanz ist die Basis, danach können die Haare auf ein Duttkissen aufgedreht werden. Haarklammern halten das Kunstwerk in Form. Mit etwas Haarspray am Ende lassen sich kleine herausstehende Haare bestens bändigen. Wer Locken hat, sollte vorher etwas Gel in die Haare machen, um sie glatter erscheinen zu lassen. Für den Ballerinaknoten sollten die Haare leicht angefeuchtet werden, um noch enger eingedreht zu werden. Das gibt Stabilität und sorgt für Halt über den ganzen Tag hinweg.
 

 

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