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So bleibt deine Lieblingskleidung lange schön

Jeder hat Lieblingsteile, die nur selten im Kleiderschrank hängen bleiben. Damit diese trotz des häufigen Tragens lange schön bleiben, solltest du sie entsprechend pflegen. Wir haben Tipps gesammelt, mit denen die Lebensdauer von Dessous, Kaschmirschal und Seidenbluse deutlich erhöht werden kann.
 

Oh Schreck, ein Fleck!

Meistens geht es blitzschnell und die Katastrophe ist passiert: Rotwein oder Soße auf der feinen Bluse, Schokolade auf der Jeans, Kugelschreiber am Kostüm. Es gibt online unzählige Tipps zum Thema Flecken, doch schwierige Exemplare sollten am besten so schnell wie möglich in einer Reinigung entfernt werden. Die Profis dort haben viel effektivere Mittel, die den Fasern nicht schaden. Übrigens solltest du nicht versuchen, das Teil vorher zu waschen und es erst später den Experten überlassen, in der Regel ist der Fleck nach dem Waschgang nämlich richtig fest im Gewebe. Eine Alternative sind spezielle Fleckentferner, die von verschiedenen Firmen angeboten werden.

 

Bügeln – am besten mit Dampf

Natürlich möchtest du möglichst gepflegt auftreten, was eine optimale Pflege der Wäsche voraussetzt, die glatt gebügelt, frei von Pilling und in Form gebracht sein soll. Ein unverzichtbares Hilfsmittel, das in kurzer Zeit optimale Ergebnisse beim Glätten und Formen erzielt, ist ein Dampfbügeleisen bzw. eine Dampfbügelstation.
Die Fasern von Kleidung lassen sich eigentlich nur durch große Hitze in Form bringen, vertragen diese aber unter Umständen schlecht, wie du an den glänzenden Flecken erkennen kannst, die manchmal beim Bügeln entstehen. Die Lösung ist Feuchtigkeit, welche die Fasern weicher macht, die nach dem Verdunsten des Wassers weiterhin schön in der gewünschten Form bleiben. Mit einem Dampfbügeleisen geht das noch viel schneller, und mit einer Bügelstation wird der Turbo eingelegt. Durch den Dampf benötigst du weniger Hitze und die Fasern werden schonend geglättet. Das liegt daran, dass der Wasserdampf einen Schutzfilm um die Fasern legt und diese dadurch vor der Hitze schützt. So geht das Bügeln blitzschnell.

 

Dessous sanft mit der Hand waschen

Jede Frau liebt ihre Dessous und möchte deren Schönheit so lange wie möglich erhalten. Die gut sitzende und häufig getragene Wäsche muss natürlich öfter gewaschen werden, doch dabei muss sie nicht unbedingt leiden. Unterwäsche aus Baumwolle kannst du in der Maschine waschen, doch Teile aus Seide oder Spitze verlangen nach einer schonenden Behandlung mit der Hand. Weiche sie in lauwarmem Wasser mit einem Schuss Feinwaschmittel oder Shampoo ein, drücke sie sanft aus spüle sie anschließend gründlich mit kaltem Wasser. BHs mit Pads solltest du nur wenige Minuten einweichen, da sie sich sonst zu sehr mit Wasser vollsaugen. Lege sie zum Trocknen am besten auf ein Handtuch. Viele Waschmaschinen verfügen auch über ein Handwäscheprogramm, das eine gute Alternative darstellt.

 

Die Lieblingsjeans: besser ins Tiefkühlfach statt in die Waschmaschine

Die wenigsten wissen es, doch Jeans solltest du so selten wie möglich waschen. Das Material ist strapazierfähig und wehrt Flecken wie von selbst ab, doch das Waschen und Trocknen bringt die Jeans aus der Form, lässt sie ausbleichen und die Fasern dünner werden. Meistens landet das Lieblingsteil ohnehin nicht wegen irgendwelcher Verschmutzungen in der Wäsche, sondern weil sie vom vielen Tragen müffelt. Da gibt es schonendere Lösungen!
 

1. Einfrieren

Wird deine Jeans eingefroren, ist sie nach rund 24 – 48 Stunden wie neu, frisch und von lästigen Bakterien befreit.
 

2. Während des Duschens ins Bad hängen

Frisch und duftig werden Jeans auch, wenn du sie während des Duschens ins Bad hängst. Der duftende Wasserdampf macht sie neuartig und richtet die Fasern auf.

 

3. Im Trockner auffrischen

Wenn Lüften an der frischen Luft nicht hilft, ist eine Runde im Trockner das Mittel der Wahl. Gibst du ein Frischetuch dazu, ist der Effekt noch größer.

 

So wäschst du Wolle

Der feine Alpakaschal, das Jäckchen aus Kaschmir, der empfindliche Pullover aus Mohair, die edlen Naturfasern haben ihren Preis, überzeugen jedoch auch mit einem einzigartigen Tragegefühl. Jeder weiß, dass du Wolle nur im Notfall waschen solltest. Je edler die Faser ist, umso weiter entfernt sollte sie auch vom Wolleprogramm der Waschmaschine bleiben. Ab und an kannst du das Teil zum Lüften nach draußen hängen, doch erst bei einer starken Verschmutzung etwa mit einem Fleck musst du es waschen oder in die Reinigung geben. Wenn du selbst Hand anlegen möchtest, weichst du das Kleidungsstück in lauwarmem Wasser mit etwas Wollwaschmittel ein. Dann kalt spülen und im Liegen trocknen, vorher in Form zupfen. Der sicherste Weg zu einem sauberen Kleidungsstück aus Wolle ist aber die Reinigung!
 

Seide waschen

 

Seide sorgfältig behandeln

Seide zählt zu den edelsten Materialien der Welt, ihre Haptik ist unerreicht. Der feine Stoff blickt auf eine 5000 Jahre lange Geschichte zurück, die einfach faszinierend ist. Kaum ein anderes Material hat eine so bewegte Vergangenheit. Kleidung aus Seide bedarf einer besonderen Pflege, damit sie lange schön bleibt und nichts an Qualität einbüßt. So solltest du Teile aus diesem schönen Stoff nie mit Parfum besprühen oder lange dem Sonnenlicht ausgesetzen. Bleichmittel hat an Seide ebenso wenig etwas zu suchen wie ein normales Waschmittel. Wer für die möglichst kühle Handwäsche ein spezielles Seidenshampoo verwendet, geht auf Nummer sicher. Kleidung aus Seide solltest du nach dem Waschen nicht auswringen, sondern in ein Handtuch rollen und nur von der Rückseite bügeln.

Keine Angst vor edlen Materialien! Wer sich an einige Regeln hält, der hat auch im Alltag lange Freude an den schönen Textilien, die sich durch ihre Optik und Haptik besonders auszeichnen. Sie sind in der Anschaffung zwar teurer, haben aber eine überzeugende Qualität und machen durch die sorgfältige Behandlung besonders lange Freude.

 

Fotos: WIN-Initiative / Getty Images; CC0 1.0 / pixabay.com

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