Warum jetzt alle dem Animal Crossing-Hype verfallen sind

Seit beinahe 20 Jahren gibt es Animal Crossing nun schon für die Nintendo-Spielekonsolen. Anhänger und Fans der Spielereihe sind dem Hype sowieso verfallen, doch warum scheint momentan kaum jemand etwas anderes zu spielen? Wir zeigen dir, was es mit dem Animal Crossing-Hype auf sich hat!

Altbewährtes Konzept

2001 erschien in Japan das erste Spiel der Animal-Crossing-Reihe und bereits dort wurde der Grundstein für das bewährte Spielprinzip gelegt.

Als Spieler kommst du in eine kleine, von Tieren bewohnte Stadt und bekommst dort von Tom Nook dein eigenes Haus verkauft. Um den Kredit abzubezahlen, musst du Geld sammeln, indem du Obst, Insekten oder Fossilien verkaufst. Du kannst die Insekten und Fossilien aber auch dem Museum spenden und das Abbezahlen deines Kredits auf später verschieben. Außerdem gibt es die Möglichkeit, deine Stadt durch das Pflanzen von Blumen oder das Fällen von Bäumen umzugestalten.

Mit den tierischen Bewohnern kannst du Freundschaft schließen; mit der Zeit ziehen sie weg und andere ziehen in deine Stadt. Du kannst Geburtstage und andere Feiertage feiern und zu vielen „echten“ Festen, wie Weihnachten, Ostern oder Halloween gibt es spezielle Events in der Animal Crossing-Welt.

Tom Nook

Altes Konzept in neuem Glanz

Das am 20. März 2020 für die Nintendo Switch erschienene Animal Crossing: New Horizons bleibt dem alten Spielprinzip treu. Auch im regulären, fünften Teil der Reihe spielt man eine Lebenssimulation ohne wirkliches Ende. Doch dieses Mal zieht man nicht nur in eine neue Stadt, man zieht auf eine bis zu diesem Zeitpunkt völlig unbewohnte Insel!

Zu Beginn des Spiels kaufst du von Tom Nook das „Reif-für-die-Insel“-Paket und damit geht es auch schon los. Du gibst deiner Insel einen Namen und landest mit deinem Zelt auf einem unberührten Fleckchen Erde. Nun liegt es an dir, die Insel mit Leben zu füllen, Bewohner zu finden und den großen K.K. für ein Konzert zu gewinnen. In Animal Crossing-Manier heißt es Fische fangen, Obst sammeln, Fossilien ausgraben und Sternis verdienen. Mit dem hart verdienten Geld wird dann nicht nur das eigene Heim abbezahlt, sondern auch Häuser für neue Bewohner, Wege und sonstige Verschönerungen erworben.

Neu im Konzept ist dabei das sogenannte Nook-Phone, ein Smartphone, mit dem du deinen Insel-Alltag bestreitest, Nook-Meilen sammeln kannst und etliches mehr. Mit den Nook-Meilen kannst du auf andere unbewohnte Inseln reisen oder vielerlei nützliche Items und Erweiterungen kaufen.

Animal Crossing: New Horizons - Nachbarn

Animal Crossing: New Horizons – Stille dein Fernweh

Animal Crossing: New Horizons kam zum richtigen Zeitpunkt. Durch die weltweite Corona-Krise ist es nicht möglich zu verreisen, doch in dem ruhigen und entschleunigten Videospiel von Nintendo kannst du trotzdem dein Fernweh stillen und dich entspannen.

Manch einer würde behaupten, dass Animal Crossing „eintönig“ oder „ereignislos“ ist, aber genau das Gegenteil ist der Fall. In Animal Crossing gibt es immer etwas zu tun. Sei es das Sammeln von Fossilien, um Eugen dem Museumskurator dabei zu helfen, sämtliche Flora und Fauna der Insel auszustellen, oder das Erweitern und Verändern der Insel durch Terraforming. Du kannst seelenruhig am Meer stehen und Angeln, Insekten über die Insel jagen oder deinem grünen Daumen Ausdruck verleihen und die ganze Insel mit einem riesigen Blumenmeer überziehen.

Du kannst online jede Menge Anleitungen finden, um bestimmte Items zu craften und dein Heim und deine Insel individuell zu gestalten. Oder du erstellst deine eigenen Outfits in der Modeschneiderei, plauderst mit den Inhaberinnen oder probiert in der Umkleidekabine neue Klamotten aus. Außerdem gibt es zu bestimmten Feiertagen besondere Events. So gab es zum Beispiel bereits den „Häschen-Tag“ – in Anlehnung an Ostern – wo du spezielle Items craften und jede Menge Eier finden konntest.

Animal Crossing: New Horizons craften

Endloser Spielspaß, Entspannung und neue Inhalte

Gerade das offene Ende des Spiels macht Animal Crossing: New Horizons zu einem perfekten Zeitvertreib. Du wirst zu nichts gezwungen und kannst das Spiel in deinem Tempo spielen. Tägliche Belohnungen reizen schon, das Spiel jeden Tag zu spielen und auch der Tag-Nacht-Wechsel lässt den Spielspaß nicht abreißen. Bestimmte Fische oder Insekten findet man eben nur bei Nacht. Oder du hast das Glück und kannst einem der seltenen Sternschnuppenschauer beiwohnen. Wer weiß, vielleicht fällt da ja was vom Himmel?

Darüber hinaus gab es am 3. Juni 2020 das erste Sommerupdate, das es dir nun ermöglicht, im Meer schwimmen zu gehen und Meerestiere beim Tauchen zu sammeln. Es gibt neue Items, die du herstellen kannst und neue sowie alte Bekannte kommen auf deine Insel.

Ein zweites Sommerupdate wurde für August 2020 angekündigt, doch dessen Inhalt ist noch völlig unbekannt. Ein Grund mehr gespannt zu bleiben und die Insel bis dahin ausgiebig zu erkunden.

Animal Crossing: New Horizons Entspannung

Einsam, zweisam, gemeinsam!

Auch wenn man in Animal Crossing: New Horizons auf eine einsame Insel zieht, ganz so einsam ist man am Ende dann doch nicht. Abgesehen von deinen tierischen Mitbewohnern auf der Insel, kannst du nämlich Freunde auf ihren Inseln besuchen oder mit ihnen gemeinsam eure Trauminsel erschaffen.

So gegensätzlich es auch klingt, Animal Crossing verbindet Leute und lädt zum gemeinsam Spielen ein. Denn auf anderen Inseln gibt es vielleicht das eine Obst, was dir noch fehlt, um deinen Obstgarten zu vervollständigen. Oder dein Freund hat viel coolere Klamotten in seiner Schneiderei, als du. Du kannst ihm aber auch Geschenke per Post schicken.

Mit den Emotionen, die dir die Inselbewohner von Zeit zu Zeit beibringen, kannst du bei der gemeinsamen Inselerkundung deinen Gefühlen Ausdruck verleihen. In Animal Crossing: New Horizons bist du nie wirklich allein, du bist mit deinen Freunden immer verbunden. Gerade in der Corona-Krise ein großes Plus.

Baum fällen

Animal Crossing: New Horizons – Weltweiter Erfolg

Das Spiel ist nicht nur in Deutschland ein riesiger Erfolg. In Japan hat sich Animal Crossing: New Horizons in den ersten drei Verkaufstagen über 1,88 Millionen Mal verkauft. Weltweit wurde das Spiel in den ersten zwölf Verkaufstagen 11,77 Millionen Mal gekauft. Da wundert es kaum, dass man kaum jemanden trifft, der das Spiel nicht spielt.

Die Lebenssimulation macht bereits seit Jahren Spaß. New Horizons knüpft an alte Erfolge an, erweitert das altbewährte Konzept um spannende Neuerungen und lässt uns ganz entspannt und entschleunigt eine wunderbare Welt erleben.


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Fotos: PR Nintendo / Amazon