too sick

Die Nase läuft, der Hals kratzt, es ist ein altbekannter Jammer. Die kalte und nasse Saison naht mit unaufhaltsamen Schritten und ergreift sich ihre Opfer meist dann, wenn sie am wenigsten damit rechnen. Es muss jedoch nicht immer die Chemiekeule bei einer Erkältung sein. Manchmal helfen ganz einfache Mittel, um Herr über das Desaster zu werden.

Vorbeugung

Es gar nicht erst kriegen, wäre natürlich die beste Lösung. Prävention kann mit regelmäßigem Gang in die Saune betrieben werden. Auch hilfreich ist Spazierengehen, sodass der ganze Kreislauf angeregt wird. So erhöht man gleichzeitig die Dosis von Sonnenstrahlung und Tageslicht, die Winterdepressionen vorbeugt.

Omas Geheimwaffen

Großmütter wissen es am besten – denn sie sind zum Großteil ohne Wundermittelchen aus der Industrie groß geworden. Holunderblütentee beispielsweise hilft auf natürliche Weise gegen eine einsetzende Infektion. Mit Honig gesüßt schmeckt das Gebräu nicht nur gut, sondern erhitzt den Körper vorzugsweise vor dem Schlafengehen auf milde Art, um Bakterien ordentlich einzuheizen.

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Nase dicht – was tun?

Wen es schon erwischt hat, der greift am effektivsten zur Kochsalzspülung, die es in Apotheken zu kaufen gibt. Schleimhäute werden so von Bakterien, Viren und anderen Krankheitserregern gesäubert. Bereits 1 x täglich reicht aus. Vorsichtiger sollte man mit Schnupfensprays (ebenfalls in der Apotheke erhältlich) umgehen, denn diese schwellen die Schleimhäute zwar ab, können aber süchtig machen. Nach einer Woche sollte man das Hilfsmittel unbedingt absetzen. Wer danach noch Erleichterung erwirken will, kann dies mit ätherischen Ölen tun, die beispielsweise mit Eukalyptus oder Minze schleimlösend wirken. 1:0 für die Hausmittel!

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Ein Hals wie ein Reibeisen

Husten ist mit Abstand die nervigste Auswirkung, die eine Erkältung haben kann, weil die Menschen in der Umgebung nicht nur die Geräusche ertragen müssen, sondern auch noch alle Erreger schön entgegen gepustet bekommen. Dagegen helfen Lebensmittel wie Zwiebel, Chicorée, Knoblauch und Lauch. Die Zwiebel enthält neben ätherischen Ölen auch Vitamin C, was dem Genesungsprozess doppelt in die Hände spielt. Lindenblütentee lindert das Kratzen im Hals, gesüßt mit Honig wird die antibakterielle Wirkung noch verstärkt.

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Gegen den dröhnenden Kopf

Schmerz in der wichtigsten Schaltzentrale ist während einer Grippe kaum vermeidbar, liegt es an der verstopften Nase, den entzündeten Nebenhöhlen oder am Schlafmangel. Besserung verspricht ein Aufguss aus Königskerzenblüten, die in der Apotheke zu bekommen sind. Handtuch über den Kopf und Dämpfe einatmen. Stattdessen kann auch Anissirup genommen werden. Dieser wird aus 250 Gramm Zucker, ¼ Liter Wasser und 60 Gramm Anis hergestellt.

Bei allen Hausrezepten gilt jedoch: Hält die Krankheit länger an, sollte der Gang zum Arzt auf alle Fälle erfolgen.

Foto top: Too Sick (46th/52) by Alexandre Normand via flickr.com, CC BY 2.0