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Blätterteig Caprese Rezept

Caprese ist glaube ich die typischste italienische Vorspeise die es gibt und frisch zubereitet ein absoluter Genuss. Zumindest wenn Du aromatische Tomaten bekommt und diesen vorzüglich weichen Büffelmozzarella. Schon allein bei dem Gedanken läuft mir das Wasser im Mund zusammen, denn ich liebe Büffelmozzarella. Was ich jedoch nicht so sehr mag ist Salat im Winter, egal wie lecker er auch sein mag. Deshalb habe ich überlegt wie ich mir diesen traumhaften Salat schmackhaft machen kann und bin auf die Idee gekommen ihn teilweise zu backen.

Warum teilweise? Ganz einfach die Tomaten werden gebacken und der Mozzarella kommt kalt oben drauf.

Blätterteig Caprese

Zutaten für zwei Personen

1 Rolle Blätterteig

6 bis 12 kleine Tomaten (hängt von der Größe ab)

2 Kugeln Büffelmozzarella

1 kleines Stück Parmesan (ca. 50 g)

1 Handvoll Basilikumblätter

Meersalz

schwarzer Pfeffer

Zubereitung von Blätterteig Caprese

Zuerst legst Du zwei Backbleche mit Backpapier aus und heizt den Backofen auf 180 Grad Umluft auf. Während der Backofen sich auf Temperatur bringt rollst Du den Blätter Teig noch ein wenig dünner aus. Perfekt wäre es wenn der Blätterteig doppelt so groß wird. Dann halbierst Du den Blätterteig und belegst die eine Hälfte mit einigen Basilikumblättern. Die andere Hälfte des Blätterteigs legst Du nun auf die erste und drückst alles fest zusammen, so hast Du einen mit Basilikum aromatisierten Blätterteig.

Nun schneidest Du aus dem Teig acht Vierecke und bestreust sie mit Parmesan. Dann wäscht Du die Tomaten und schneidest sie klein. Je nach Tomatengröße kannst Du sie halbieren oder dritteln. Verteile die Tomatenstücke gleichmäßig auf den Blätterteigstücken und würze alles mit wenig Salz und Pfeffer.

Blätterteig Caprese

Die belegten Blätterteigstücke werden dann 25 bis 30 Minuten gebacken bis sie schön aufgegangen und braun geworden sind. Sind die Blätterteig Caprese fertig gebacken belegst Du sie mit klein rupften Mozzarella (ich reiße ihn auseinander und schneide ihn nicht, denn so gefällt mir die Textur besser). Zum Schluss verteilst Du noch einige Blätter frischen Basilikum darüber.

Buen Apetito!

PS: Ein paar Tropfen Crema di Balsamico passt auch sehr gut dazu.

Fotos: Heike Niemoeller

Von Jägern und Gejagten und dem Schlüssel-Schloss-Prinzip

schluessel-schloss

Letztes Wochenende rief mich eine gute Freundin an und klagte mir vor, wieso sie es so denn schwer hatte, einen geeigneten Mann für eine feste Beziehung zu finden. Ihre Theorie: „Es liegt an meinem Männerverschleiß. Männer wollen keine Frauen, die vor ihnen schon viele Kerle im Bett hatte.“

Zuerst hatte ich nur den Kopf geschüttelt. Klar: Es gibt Frauen, die sind Heiratsmaterial…und dann gibt es die Betthäschen für eine Nacht. Nur wie werden die unterschieden? Spielt die Anzahl der Sexpartner dabei eine so große Rolle?

Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass wir bereits im 21. Jahrhundert angelangt sind, d.h. wenn wir Roboter auf den Mars und Nacktfotos per WhatsApp (sorry…ich meinte natürlich Threema) schicken können, auch in der Frage nach der „magischen Zahl“ etwas moderner geworden sind. Tatsächlich aber scheint sich der größte Teil der Frauen bei der genauen Anzahl ihrer Liebhaber dennoch eher bedeckt zu halten. Und wenn die Liste der Verflossenen eine gewisse Grenze überschritten hat, dann gilt es, sie derart Top Secret aufzubewahren, dass nicht einmal die NSA davon Wind bekommen könnte. Klar ist das ganze schließlich Privatsache. Aber eine hohe Anzahl an Partnern scheint den Marktwert der Frau zu senken, den des Mannes dagegen zu steigern oder zumindest mal nicht radikal in den Keller zu treiben. Bei Männern gilt nämlich wie so oft: Kann gar nicht lang genug sein das Ding (die Liste natürlich). Und wenn sie doch eher unspektakulär sein sollte, wird einfach dazugedichtet.

Nun die große Frage: Wieso dürfen Männer getreu dem Motto „Loch ist Loch“ jedes Geschöpf mit zwei X-Chromosomen anspringen ohne dabei großartig ihren Ruf zu riskieren, während Frauen im umgekehrten Fall für einen hohen Männerverbrauch in der Schlampenschublade Platz nehmen müssen? Übrigens…ist euch schon mal aufgefallen dass es gar kein männliches Pendant für das Wort „Schlampe“ gibt? Selbst die deutsche Sprache also scheint diese Doppelmoral schon tief verinnerlicht zu haben.

Passend dazu erinnere ich mich zu gern an einen Spruch meines guten Kumpels zurück:

„Also…Ich erklär dir das mal so…Wenn du ’nen Schlüssel hast, der jedes Schloss knackt, dann hast du den Masterkey. Wenn du aber ein Schloss hast, in das jeder Schlüssel passt, dann hast du einfach nur ein billiges Schloss.“

Wie’s aussieht sind trotz aller Emanzipations- und Fortschrittsgedanken einige Köpfe bei Frauen-in-der-Küche-Witze hängen geblieben. Männer verstehen sich wohl oder übel nach wie vor als Jäger. Das ist vielleicht evolutionsbedingt, wer weiß das schon genau, jedenfalls scheinen sie sich stets in der Rolle des Eroberers zu sehen. Und wir Frauen…wir sind demnach die Gejagten. Die Opfer. Und wie es in der Natur so üblich ist, gelten die, die sich schnell und einfach erlegen lassen, als ziemlich schwach.

Die Wahrheit über’s Jagen

Die Zeit der Jäger und Sammler liegt nun allerdings ein paar tausend Jährchen hinter uns. Und die Rollenverteilung? Die sieht heute ein bisschen anders aus. Mann ist nicht der große Aufreißer, er glaubt es nur. Schließlich lassen sich Frauen nicht aufreißen, beim Flirten und Daten geben sie mittlerweile den Ton an und bestimmen, wo’s lang geht. Und sie machen das auch viel geschickter als die Herren der Schöpfung: Es braucht weder ein teures Date, noch peinliche Anmachsprüche oder schmieriges Süßholzgeraspel, um das Objekt der Begierde zu verführen. Kleine Gestiken und die richtige Körpersprache reichen in der Regel vollkommen aus. Anders ausgedrückt: Während Mann glaubt, mit seiner Mittelalter-Steinschleuder der ultimative Jäger zu sein, hat Frau ihn längst vom Weiten mit der Giftspritze erlegt.

Nun, ich appelliere nicht darauf, zu Zwecken der weiblichen Emanzipation oder zum Beweis der fraulichen Jagdkünste möglichst viele Männer aufzureißen. Schließlich ist eine ellenlange Ex-Liste auch ein Hinweis darauf, dass dauerhaft keiner bleiben wollte (und das gilt für beide Geschlechter!), von daher wahrlich kein Grund zum Stolzsein. Keiner sollte „Casual Sex“ als täglichen Sport betreiben. Ich wollte lediglich auf die völlig veraltete Doppelmoral hinweisen, die total überholt und unlogisch ist. Außerdem möge der Duden doch bitte mal ein Wort für „männliche Schlampe“ einführen. Da kenn ich nämlich so einige von.

Also…wie war das gleich nochmal mit dem Masterkey?

 

Foto: 916628 / clipdealer.de

Rezept: Death by Chocolate – Schokoladentörtchen

Seit ungefähr zwei Wochen habe ich einen absoluten Schokoladen Jieper, gegen dieses Verlangen ist leider nichts zu machen. Das einzige was hilft ist Schokolade. Da ich aber nicht so gerne verarbeitete Lebensmittel kaufe, für deren Inhaltsstoffe ich ein Chemiestudium absolviert haben müsste backe und koche ich gerade sehr gerne schokoladige Köstlichkeiten. Letztes Wochenende habe ich diese fantastischen Schokoladentörtchen mit flüssigem Kern gebacken. Ich kann Euch sagen ein absoluter zart schmelzender Traum.

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Zutaten für vier kleine Schokoladentörtchen

100 g Zartbitterschokolade

30 g Puderzucker

20 g Vanillezucker

60 g Butter

40 g Dinkelmehl Type 1050

2 Bio-Eier

So aufwändig und besonders die Törtchen aussehen mögen, sie sind blitzschnell in der Küche gezaubert. Die Schokolade wird mit einem großen Messer gehackt und dann im Wasserbad (oder für ganz schnelle in der Mikrowelle) geschmolzen. Die Schokolade zur Seite stellen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
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Jetzt wird es Zeit den Backofen auf 180 Grad Umluft aufzuheizen.

Währenddessen wird die Butter mit dem Puderzucker und Vanillezucker schaumig geschlagen. In die süße Butter zuerst ein Ei unterschlagen und dann das zweite Ei. Diese Mischung so lange mit dem Handrührgerät mixen, bis eine luftige helle Masse entstanden ist. Nun das Mehl unterrühren. Zum Schluss wird die flüssige Schokolade mit dem Teig vermischt, so dass ein gleichmäßig dunkler Kuchenteig entsteht.

Vier kleine Backförmchen und ofenfeste Tassen einfetten und den Teig einfüllen. Die Schokoladentörtchen im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Umluft für ungefähr 12 Minuten backen. Die Backzeit hängt von der Form der verwendeten Backformen ab, sind die eher flach und breit werden vielleicht schon 8 Minuten ausreichen. Sind die Backformen eher hoch und schlank können es auch 15 Minuten sein.
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Nach dem Backen werden die Schokoladentörtchen auf einen Teller gestürzt und mit Puderzucker bestreut serviert. Ich könnte mir allerdings auch sehr gut halb geschlagenen Sahne dazu vorstellen.

Mein Tipp, die Törtchen noch lauwarm genießen!


 

Fotos: Heike Niemoeller

Entdecke die Haarfarben-Trends 2014

Haarfarben-Trends 2014

Der Sommer lässt noch etwas auf sich warten, trotzdem finden wir ist es Zeit für einen Blick auf die aktuellen Haarfarben-Trends 2014.

Auf den Runways-Shows sind derzeit bekannte Haarfarben in neuen Nuancen zu sehen. Weiche und natürliche Blondtöne teils, mit etwas dunkleren Ansätzen, warme und harmonische Brauntöne sowie Rottöne, die sich sanft anlehnen an Blond und Braun und von zarten Rotnuancen bis kräftigen Orange-Rot Varianten gehen.

Während die Blond- und Braunnuancen mit der Natürlichkeit (Weizen, Karamell, Honig, Kakao, Nugat, Schokolade) spielen und ihre Farbvorbilder in der Natur wiederzufinden sind, wagen die Rottöne einen etwas auffälligeren Auftritt (Erdbeere, Apricot, Blutorange oder Burgunderrot).

Die Farbauswahl ist vielfältig und wer angesichts der Farbmöglichkeiten sich gar nicht entscheiden kann, der sucht am besten den Coiffeur seines Vertrauens auf und lässt sich typgerecht beraten. Begeistert dich der Ombré-Look oder möchtest du den Haaransatz dunkler nuanciert haben? Dann lohnt es sich, Expertenrat einzuholen. Der Trend bei Ombré und Ansatzfarbe geht weg von krassen Farbunterschieden hin zu harmonischen und natürlichen Übergängen. Kleine Unterschiede in den gewählten Farbtönen bringen tolle Reflexe ins Haar und sollten auf keinen Fall gefärbt wirken.

Wer eher der Do-it-yourself-Typ ist, muss sich vorher genau überlegen, wie das Ergebnis später aussehen soll und wie lange die neue Haarfarbe halten soll. Es gibt neue Produkte für die Anwendung zu Hause: Tönungen, Colorationen oder Farbspülungen und für den Ombré-Look Colorationen, die mit einer kleinen Bürste aufgetragen werden.

Coloristen raten bei der Auswahl der neuen Farbnuance sich am natürlichen Haarfarbton zu orientieren und nur wenige Nuancen heller oder dunkler zu färben. Bei bereits colorierten Haaren ist es ratsam vorher einen Termin beim Friseur zu machen, oder sich gleich in Expertenhände zu begeben.

Hier sind die Haarfarben-Trends 2014 im Überblick

  1. Pastellfarben: Pastellfarbene Haare wie Rosé, Lavendel und Mintgrün sind in diesem Jahr besonders beliebt. Diese zarten Töne verleihen dem Haar einen märchenhaften und verspielten Look.
  2. Ombre-Effekt: Der Ombre-Haartrend setzt sich fort, wobei dunklere Haarwurzeln allmählich in hellere Farben auslaufen. Dieser Effekt verleiht den Haaren eine natürliche Sonnenstrahlenoptik.
  3. Balayage: Balayage-Highlights sind 2014 sehr gefragt. Diese Technik erzeugt subtile, handgemalte Strähnchen, die einen sanften Übergang von dunkleren zu helleren Farben ermöglichen.
  4. Platinblond: Prominente wie Kim Kardashian und Miley Cyrus tragen platinblonde Haare, was zu einem Trend führt. Diese extreme Farbe verleiht den Looks einen futuristischen Touch.
  5. Regenbogenhaare: Mutige und kreative Köpfe wagen sich an regenbogenfarbene Haare, bei denen verschiedene Farben in aufregenden Mustern kombiniert werden.
  6. Naturtöne: Natürliche Haarfarben wie Karamell, Honigblond und Schokoladenbraun sind 2014 immer noch sehr gefragt, da sie zeitlos und vielseitig sind.
  7. Grautöne: Graue Haare werden zu einer mutigen Wahl für Menschen jeden Alters. Der silberne Look wird oft mit einem Hauch von Pastellfarben kombiniert, um ihm einen modernen Twist zu verleihen.
  8. Rotnuancen: Rote Haartöne, von leuchtendem Kupfer bis zu tiefem Burgunder, sind 2014 ebenfalls in Mode und verleihen den Looks Wärme und Intensität.
  9. Dip-Dye-Effekt: Beim Dip-Dye-Effekt werden die Haarspitzen in einer kontrastierenden Farbe eingefärbt, was einen auffälligen und aufregenden Look erzeugt.
  10. Aschblond: Aschblonde Töne sind eine subtile Alternative zu Platinblond und verleihen den Haaren einen kühlen, eleganten Touch.

Foto: Наталья Евтехова / stock.adobe.com

Trash TV: Das muss man gesehen haben (oder auch lieber nicht…)

Trash TV: Das muss man gesehen haben

„Ich bin ein Star-holt mich hier raus!“ oder „Ich habe heute leider kein Foto für dich“

Solche Sätze sind den meisten Fernsehzuschauern nur allzu bekannt. Kein Wunder, denn die Sparte des Unterhaltungsfernsehen um jeden Preis vergrößert sich stetig. Einst waren die Deutschen ein Volk von Dichtern und Denkern, heute konkurrieren Sendungen wie „Das Dschungelcamp“, „Germany’s next Topmodel“ oder „Der Bachelor“ krampfhaft um die rare Aufmerksamkeitsspanne der guten alten TV-Konsumenten. Wirklich jeder hat schon einmal in eines dieser Formate reingezappt und musste wohl erkennen: Unterhaltung ist nicht immer niveauvoll. Ajouré nimmt einige dieser Formate unter die Lupe und vergibt den Stempel TV-Fun oder TV-Trash.

Reality-Dokus und Ähnliches

Mal ehrlich: Stierhoden sind nicht lecker. Sie sind auch nicht lecker, wenn man sie im Fernsehen verzehrt. ABER: Tausende Menschen schauen gerne dabei zu, wie Prominente sich die ekel erregenden Fortpflanzungsorgane von diversen Tieren reinschieben. Die Rede ist hier von „Das Dschungelcamp. Ich bin ein Star- holt mich hier raus“. Seit 2004 produzierte der Sender RTL sagenhafte acht Staffeln davon und es besteht immer noch eine große Nachfrage nach solchen Reality-Dokumentationen. Anfang 2013 war die Mischung aus TV-Voyeurismus und Menschenfolter sogar für den Grimme-Preis nominiert, was den Erfolg untermauert. Es ist eben doch amüsant, wenn Promis gequält werden.

Castingshows

Egal ob pure Begeisterung, peinliches Fremdschämen oder das Warten auf den nächsten fiesen Spruch eines Coaches, Castingshows begeistern die Massen seit Jahren. Das Angebot ist schier riesig, und wird fast jährlich um weitere Formate ergänzt. Den Anfang machten Serien wie „Deutschland sucht den Superstar“ mit dem unnachahmlich fiesen Dieter Bohlen oder „Popstars“ mit Detlef D Soost. Aus diesen Sendungen gingen Bands wie die „No Angels“ hervor, die wenigsten Künstler haben es jedoch für längere Zeit ins Rampenlicht geschafft. Letztlich ist die Kritik der Coaches an den Kandidaten wichtiger geworden. Besonders die Show, die Dieter Bohlen bei „DSDS“ liefert, ist legendär. Die neue Generation der Shows kommt mit Formaten wie „The Voice of Germany“ daher, bei der die Mentoren sich von den Kandidaten abwenden müssen, um sich völlig auf ihr Gehört zu verlassen. Das verdient Respekt und mehr als ein kurzes Zappen mit der Fernbedienung. Definitiv TV-Fun!

Die Suche nach der großen Liebe (und dem großen Geld)

In Amerika lief 2013 auf ABC bereits die 17. Staffel der überaus beliebten Show „The Bachelor“, die ebenfalls bei RTL einen deutschen Ableger mit gleichem Namen erhalten hat. Jedes Mal sucht ein gut aussehender Junggeselle (oder auch mal eine Junggesellin) den Partner fürs Leben. Dass das natürlich nicht ohne Herumzicken oder Schlammcatchen abgehen kann, dürfte klar sein. Und gerade in dem Kampf von 25 Frauen um ein Männlein liegt der Reiz. Was wäre eine Staffel „Der Bachelor“ denn auch ohne ausgefahrene Krallen und ausgerupfte Haare? Das Motiv dieser Sendung wurde von RTL 2005 nochmals umgemünzt mit „Bauer sucht Frau“. Hier können einem die meisten Männer nur leidtun, denn die wahre Liebe findet man sicher nicht vor laufender Kamera.

Egal ob man sich nun für eine Casting-Show, eine Reality-Doku oder eine Dating-Show entscheidet, eines ist sicher: Die Fernsehindustrie bastelt sicher gerade wieder fleißig an einer neuen skurrilen Idee, um die Zuschauer auch in Zukunft mit neuen Formaten zu versorgen. Trash TV werden wir weiterhin zu bieten bekommen, wenn wir die Glotze einschalten. Na dann…wir sind gespannt.
 

Foto: MG RTL D / Stefan Menne

Schmerztabletten gegen Liebeskummer

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Warum tut es nur so weh? Es war doch alles so schön mit uns? Warum musste es passieren, dass wir uns jetzt nicht wieder sehen können. Das darf doch alles nicht wahr sein?

Wie Liebeskummer wahre Schmerzen verursacht

Dieses Gefühl, wenn man denkt, es hat jemand mit seiner Hand einem bei lebendigen Leib die Brust geöffnet und dann mit roher Gewalt dein Herz entrissen. Dieses furchtbar tiefsitzende Gefühl, das man vor lauter Schmerzen bekommt und weder links noch rechts weiß, wenn man keine Luft mehr bekommt, weil der Partner oder die Partnerin aus irgendeinem Grund von einem gegangen ist. Dieser Schmerz, den wir dann empfinden und der uns so körperlich weh macht.

Leider passiert das viel zu oft in unserem Leben und jedes Mal ist es eine Qual, durch diese Hölle zu gehen. Viel zu oft liegen wir im Bett und krümmen uns vor Schmerzen, obwohl uns niemand körperlich etwas angetan hat. Niemand hat uns geschlagen oder ähnliche Aktivitäten vollbracht und trotzdem spüren wir Schmerzen.

Bilden wir uns diesen Schmerz nur ein oder passiert das wirklich? Sind wir Menschen in der Lage, uns solch derart schwerwiegende Schmerzen so einzubilden, dass wir es wirklich spüren? Und wenn wir es spüren, können wir diesen Schmerz dann mit Medikamenten lindern?

Tatsächlich! Die Forscherin Naomi Eisenberger an der Faculty – Social Psychology hat herausgefunden, dass man auf Grund von sozialer Ablehnung, wie beispielsweise auch bei Liebeskummer, körperliche Schmerzen verspüren kann.

Wir haben euch den Auszug von Naomi Eisenberger zusammengefasst

Frau Eisenberg erklärt, dass sich nach ihren Forschungen gezeigt hat, wie ähnlich die Scans der Gehirnaktivität sind, von Menschen, die soziale Ablehnung erfahren hatten zu anderen, die unter körperlichen Schmerzen litten. Das heißt, dass sich körperliche und seelische Schmerzen in den gleichen Hirnregionen abspielen und auch dort verarbeitet werden.

Diese wiederum werden aber unterschieden in die sensorische Erfahrung des Schmerzes und in die emotionale. Allerdings haben Untersuchungen gezeigt, dass bei schwerwiegender sozialer Ablehnung (z.B. vom Partner verlassen werden) im gleichen Teil des Gehirns, der auch für die sensorische Komponente des Schmerzes zuständig ist, Prozesse ablaufen. Menschen, die empfindlicher auf körperliche Schmerzen reagieren, tun dies auch bei sozialen Schmerzen. Eine Studie von Frau Eisenberg hat sogar gezeigt, dass sich Leute, nachdem sie drei Wochen lang das Schmerzmittel Paracetamol eingenommen hatten, weniger verletzt fühlten als Leute, die ein Placebo bekommen hatten. Naomi Eisenberger rät allerdings nicht dazu Schmerzmittel zu nehmen, damit man keine sozialen Schmerzen empfindet. Sie glaubt, diese Schmerzen gibt es aus gutem Grund, damit vielleicht Menschen besser zusammenhalten: „Wenn wir das Gefühl sozialer Ablehnung immerzu betäuben, würden wir vielleicht nicht öfter Dinge tun, für die uns Leute ablehnen, die uns von anderen entfremden?“

Somit ist es bewiesen und wir können uns diesen Schmerz erklären. Was leider nicht heißt, dass es uns jetzt besser geht. Eine Trennung ist und bleibt ein furchtbares Erlebnis. Vielleicht probieren wir mal Paracetamol, um den Schmerz zu lindern, aber wahrscheinlich bleiben uns wie so oft nur gute Freunde, die einem über die Zeit helfen und viel Zeit die ins Land gehen muss um wieder schmerzfrei zu sein.

In diesem Sinne. Jetzt wissen wir es zwar, aber dadurch wird es nicht besser. Wir wünschen allen, die im Moment eine schwere Zeit durchmachen viel Kraft und gute Freunde.

Quellen:
Association for Psychological Science, 21. Februar 2012
Eisenberger. Current Directions in Psychological Science, Februar 2012
Foto top: clipdealer.com

Nussige Bananen Pancakes

Banenen Walnuss Pancakes

Was gibt es Schöneres zum Frühstück als warme süße Pancakes? Bananen Pancakes! Dieses Rezept ist vegan und zuckerfrei, du kannst es aber ganz nach deinem Geschmack abwandeln und anstatt Hafermilch jede andere Milch verwenden die du im Haus hast. Anstatt Milch mit Apfelessig zu mischen, kannst du auch direkt Buttermilch verwenden.

Bananen Pancakes

Zutaten für zwei Personen

60 g Maismehl

60 g Dinkelvollkornmehl

2 TL Weinsteinbackpulver

1/2 TL Zimt

eine Prise Salz

120 ml Hafermilch

1 TL Apfelessig

2 TL Reismalzsirup

1 TL Kokosnussöl

etwas gemahlene Vanille

1 Banane

1 Handvoll Paranüsse

ggf. Ahornsirup

 

Die Hafermilch mit dem Apfelessig verrühren und kurz zur Seite stellen. Durch die Säure des Essigs wird die Hafermilch zu einer Art Buttermilch. Dieses Prinzip funktioniert bei jeder Art von Milch, falls Du also mal keine Buttermilch im Haus hast kannst Du dir so deine eigene machen.

Mische die trockenen Zutaten in einer Schüssel, dass sind Maismehl, Dinkelmehl, Weinsteinbackpulver, Zimt und Salz. Dazu gibst Du nun deine

Bananen Pancakes

Haferbuttermilch, den Reismalzsiurp (oder jede andere Art von Süße) und einen Teelöffel Kokosöl. Vermische alle Zutaten mit einem Löffel oder Spatel bis der Teig schön gleichmäßig ist.

Dann halbierst Du die Banane und würfelst die eine Hälfte und die andere schneidest Du in schmale Scheiben auf. Die Bananenwürfel rührst du vorsichtig unter den Teig. Die Bananenscheiben sind später für die Deko.

In einer Pfanne röstetest Du die grob gehackten Nüsse kurz an und stellst sie dann zur Seite. In der gleichen Pfanne lässt Du bei mittlerer Hitze  einen Teelöffel Kokosöl schmelzen und backst darin die ersten Pancakes. Sobald die Pancakes oben anfangen fest zu werden kannst Du sie wenden. Hast Du alle Pancakes fertig gebraten richtest Du sie auf zwei Tellern an. Dazu legst Du zu unterst die Pancakes darauf verteilst Du die Bananenscheiben und streust darüber die angerösteten Nüsse.

Wer es besonders süß mag, kann die Pancakes mit Ahornsirup servieren. Dann wären sie allerdings nicht mehr zuckerfrei.

Von wegen Zicke: Im Gespräch mit Fiona Erdmann

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Was haben die Leute nicht geredet… Die Zicke von Germany’s Next Topmodel auch noch im Dschungelcamp? Dass in Fiona Erdmann alles andere steckt als eine 0815-TV-Göre zeigt sie uns im exklusiven Gespräch: Wie das Leben in der Öffentlichkeit sie prägt, wie sie mit Gerüchten und Vorwürfen umgeht und wie wichtig dabei das Privatleben ist, erzählt uns Fiona im Interview.

Es gibt so viele junge Mädchen, die im Rampenlicht stehen wollen. Hast du ein Tipp für unsere Leserinnen, was man tun sollte, um den Glamour so genießen zu dürfen wie du?
Also nur mal vorweg. Das Leben im Rampenlicht hat nicht immer viel mit Glamour zu tun. Dahinter steckt viel harte Arbeit und vor allem konsequenter Kampf dabei zu bleiben. Außerdem ist es wichtig, dass man nicht wegen dem Glamour sondern wegen einer Leidenschaft zu einem Beruf der mit dem Rampenlicht zu tun hat, dabei sein möchte. Du musst dein Ziel einfach immer verfolgen. Models sollten es erst einmal bei ein paar Modelagenturen versuchen und jeder der Schauspieler werden möchte, sollte sich überlegen eine Schauspielschule zu besuchen. Castingshows sind natürlich auch eine Option, aber auch nicht immer nur hilfreich.

Es gibt so viele Stars und Sternchen, die durch das Leben in der Branche total abheben und in schiefe Bahnen geraten. Verliert man sehr schnell den Boden unter den Füßen in der Welt von Glitzer und Glamour, wenn man nicht aufpasst? Was ist wichtig, damit das nicht passiert?
Ich denke, dass das sehr schnell passieren kann. Vor allem wenn das Umfeld dann nicht auf einen aufpasst. Die Familie und gute Freunde sind das wichtigste. Sie erden einen immer wieder und bringen einen auf den Boden zurück – wenn es denn die richtigen Freunde sind.

Du wurdest oft als Zicke dargestellt. Stimmt das wirklich? Was denkst du darüber, wie kommt so ein Urteil?
Naja mittlerweile ist das zum Glück kein großes Thema mehr. Zu GNTM Zeiten war das natürlich extrem. Aber man muss sich mal überlegen, dass das mittlerweile über 7 Jahre her ist. Ich bin ja nun auch erwachsen und vor allem reifer geworden.
Ich würde aber von mir selbst nicht wirklich behaupten, dass ich eine Zicke bin. Ich bin eine Frau, die weiß, was sie will, die sagt was sie denkt, aber dennoch immer respektvoll zu den Menschen ist. Nur weil man ehrlich ist und eine starke Persönlichkeit hat, muss man ja nicht gleich eine Zicke sein. Aber dennoch, manchmal steckt natürlich auch in mir mal eine Zicke. Das ist allerdings nicht meine einzige Charaktereigenschaft , auch wenn es manchmal so dargestellt wird.

Ist es ein hartes Los in der Öffentlichkeit zu stehen? Wie geht man mit Kritik und Vorwürfen um?
Wenn du eine Person des öffentlichen Lebens bist, wirst du natürlich auch immer beurteilt und bewertet. Dass es Menschen gibt, die mich nicht mögen und immer etwas auszusetzen haben, daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Egal, was man macht, man kann es nicht jedem Menschen recht machen. Ich habe mich damit abgefunden, dass es immer wieder Menschen gibt, die mich angeblich sogar besser kennen oder mehr über mich wissen, als ich selber .
Als ich nach dem Dschungel zurück nach Hause kam und sah, dass sich tatsächlich Ärzte vor die Kamera gesetzt haben und behaupteten zu wissen, ich habe Bulimie oder Magersucht, dachte ich echt: Gehts noch?
Interessant, wenn das sogar Menschen sagen, die mich nicht einmal untersucht, geschweige denn einmal in natura gesehen und erlebt haben. Auch gibt es Menschen, die über mich sagen, dass ich von mir denke ich sei die größte Nummer. Wer mich wirklich kennt, der kann da sicherlich anderes behaupten. Ich kann dazu nur sagen, dass man die Leute reden lassen sollte und am besten sich selbst treu bleibt. Ich bleib so wie ich bin, egal was die anderen sagen!

Du hast wahnsinnigen Ehrgeiz. Das finden wir persönlich großartig. Woher kommt das? Warst du schon immer so ehrgeizig?
Danke 🙂 Ich glaube einfach fest daran, dass wenn man hart für etwas arbeitet, am Ende auch belohnt wird. Und ich möchte mein Leben nutzen und mir vor allem meine Träume erfüllen. Da reicht es nicht auf seinem Hosenboden zu sitzen und darauf zu warten, dass etwas in seinem Leben passiert. Meine Mutter sagte immer: Von nichts kommt nichts! Also hab ich den Ehrgeiz auch sicherlich von meiner Mutter vereerbt bekommen.

Eine Frau mit so viel Ehrgeiz hat doch sicherlich auch Vorsätze? Das Jahr hat neu begonnen und kannst du uns verraten, worauf wir uns denn freuen können. Was werden wir von dir sehen? Was hast du dir vorgenommen?
Ich werde dieses Jahr auf jeden Fall meinen Onlineshop neu eröffnen. Neue Marken, neues Designs und viele tolle Aktionen sind in Planung. Zusätzlich werde ich dieses Jahr wieder viel vor der Kamera stehen. Sowohl für eine Serie als auch für einige TV Shows.
Außerdem werde ich dieses Jahr auch noch ein paar Modeljobs machen. Ich hatte das Modeln zwar schon an den Nagel gehängt, aber Ende letzten Jahres wurden die Anfragen nun doch wieder mehr. Somit wird das Modeln auch dieses Jahr von Bedeutung sein.

Würdest heute den jungen Mädels oder auch Jungs raten in Shows zu gehen wie GNTM und Dschungelcamp? Was hältst du inzwischen von solchen Formaten? Verfolgst du immer die aktuellen Staffeln?
Wer Interesse hat, bei GNTM mitzumachen, sollte das auch tun. Wichtig ist nur, dass man sich bewusst ist, was alles auf einen zukommen kann.
Mittlerweile kann man das ja ganz gut einschätzen. Zu meiner Zeit, wusste ich noch nicht wirklich, was mich nach so einer Castingshow erwartet.
Man sollte sich also gut vorbereiten. Die Show vorab anschauen, sich Ratschläge von Freunden und Familie einholen und vor allem wissen, dass es sein kann, dass man 3-4 Monate von Zuhause weg sein kann. Wer also eine eigene Wohnung hat, sollte sich darauf gefasst machen, nichts zu verdienen und trotzdem weiter laufende Kosten zu haben. Das sind Dinge, an die man im ersten Moment nicht denkt. Aber am Ende so wichtig für einen sind.
Das Dschungelcamp kannst du ja nicht einfach so mitmachen. Dafür muss man angefragt werden. Bewerben geht da nicht 😉
Aber ich kann für mich sagen, dass es eine wunderschöne und aufregende Zeit für mich war. Viele glauben mir das nicht, aber das liegt daran, dass die Zuschauer max 10-15% von den Momenten, die wir im Dschungel erlebt haben, zu sehen bekamen. Und das waren meistens nur die schlimmen, brisanten und extremen Momente. Dass wir auch wirklich harmonische, lustige und tolle Momente hatten, haben dabei nur wenige gesehen. Alles in allem kann ich nur sagen, dass es auf den Menschen ankommt, ob man an solchen Shows teil nimmt.
Selbstbewusstsein, dickes Fell, guter Rückhalt und ein engagiertes Management sind bei einer Teilnahme bei solchen Formaten ein muss.

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Inwiefern haben dich die TV-Formate, an denen du teilgenommen hast (GNTM und Dschungelcamp), verändert? Bist du abgehärteter? Oder vielleicht stärker geworden?
Naja, diese Formate haben natürlich mein Leben geprägt. Hört sich krass an, ist aber so.
GNTM hat mich unheimlich schnell erwachsen werden lassen. Ich musste auf einmal mit so vielen neuen Situationen klar kommen und habe auch viele Niederlagen einstecken müssen.
Explizit in der Zeit nach GNTM. Da musste ich dann erst einmal alleine schauen, wie es mit mir weiter geht. Mit 18 und einer eigenen Wohnung weit weg von Zuhause war das nicht immer leicht. Der Dschungel war natürlich auch eine krasse Erfahrung. Ich habe durch dieses Erlebnis erst einmal gemerkt, was ich im Stande bin zu leisten. Ich hätte vorab niemals gedacht, dass ich all diese Prüfungen schaffe. Aber wenn man sich wirklich konzentriert und einen eisernen Willen hat, dann schafft man alles! Wirklich alles! Und das hat mich der Dschungel definitiv gelehrt.

Du bist zwar immer noch auf Modeveranstaltungen wie der Fashion Week anzutreffen, hast dich von der Branche aber distanziert. Wie kommt das? Was sind die guten, was die schlechten Seiten an dieser Welt?
Ich habe das Modeln wirklich sehr gerne gemacht. Gestört hat mich allerdings immer, dass ich so ehrgeizig sein konnte wie ich wollte. Wenn mein Gesicht nicht gepasst hat, dann hat es halt nicht gepasst. Ich wollte eine Arbeit machen, die ich ehrgeizig verfolgen kann und am Ende auch etwas daraus resultiert. Nicht schöpferisch tätig zu sein, am Ende nichts mitentscheiden zu dürfen und immer nur das Modepüppchen zu sein, hat mich auf Dauer einfach nicht glücklich gemacht. Ich wollte an diesem Tisch sitzen und entscheiden, welches Mädchen für meine Firma modelt und nicht das Model sein, das aussortiert werden kann.
Wenn jetzt mal ein Job als Model reinkommt, dann mache ich das gerne. Aber nur Model zu sein und sich immer nur auf das Äußere reduzieren zu lassen, das bin nicht ich!

Von dir hört man kaum Privates. Ist es dir wichtig, Arbeit und Privatleben strikt auseinander zu halten? Wie schwierig ist das für jemanden, der in der Öffentlichkeit steht?
Eigentlich ist das nicht so schwer. Ich habe meinen Mann schon immer aus der Öffentlichkeit rausgehalten. Wir kennen uns seit über 12 Jahren und sind nun seit über 10 Jahren zusammen, davon 3 verheiratet. Er ist der wichtigste Mensch in meinem Leben und ich weiß, wie gut die Presse so etas zerstören kann. Ich wollte meine Beziehung nicht auch noch von anderen Menschen bewerten lassen. Das können wir ganz gut selbst.
Das schöne daran ist vor allem, dass ich so in meiner „ alten normalen Welt“ leben kann.
Bei meinem Mann kann ich einfach immer ich sein und das genieße ich sehr.

Foto credits: Fiona Erdmann by Eike Thomsen

Kolumne: Was ist Liebe?

valentinstag

Letzte Woche war Valentinstag, Singles-Awareness-Day, Tag der Liebe, der Schokoladen- und Rosenverkäufer. Die Stadt war getaucht in ein Meer aus roten Herzen und das hat mich dazu gebracht, mir einige Gedanken zum Schönsten aller Gefühle zu machen.

Well, what is love?

(Baby don’t hurt me, don’t hurt me…haha)

Ja…was genau ist das überhaupt? Die Liebe…Und ich rede nicht von der Liebe zur Familie, zu unseren Freunden oder zu diesem genialen McDonald’s-Eis, wobei das auch alles ganz extreme Gefühle bei mir auslöst. Wenn ich in meinem Bekanntenkreis frage, was denn nun Liebe ist oder wie man merkt, dass man jemanden liebt, bekomme ich von „Keine Ahnung eigentlich“ über „Man spürt es einfach“ bis hin zu „Wenn du immer an den anderen denkst“ eine unbefriedigende Antwort nach der anderen. Ich denke auch immerzu an diesen merkwürdigen Kautz, der jeden Morgen gegenüber von mir im selben Bahnabteil sitzt oder an meinen Professor, der mich garantiert diesen Monat noch kreuzigen wird, weil ich meine Prüfung mal wieder verschoben habe.

Ist es das Gefühl, ohne den anderen nicht zu können? Ihn zu vermissen und mit den Gedanken ständig bei ihm zu sein, jeden Moment und jedes Erlebnis teilen zu wollen; die Aufregung und das Herzklopfen, das Tagträumen und Nachtswachliegen, weil man ohne den anderen so schlecht schläft; verwirrt und verrückt sein zugleich, weil man nicht glauben kann, was gerade mit einem passiert.

Ist das Liebe? Sind es die Schmetterlinge im Bauch? Die pure Freude über eine einfache Guten-Morgen-SMS? Ist es das Gefühl, alles am anderen einfach nur großartig zu finden? Das Glück zu spüren, in ihm den Traumpartner gefunden zu haben, der so herrlich perfekt zu uns passt und unsere Welt in einem leuchtendem rosa-rot erstrahlen lässt?

Viele würden Liebe wahrscheinlich als dieses rein positive Gefühl beschreiben. Und auch ich denke bei Liebe und geliebt werden zunächst nur an die schönen Seiten: Ein wunderbares Gefühl, ein Flattern im Bauch und ein wild pochendes Herz, das Grinsen im Gesicht, wenn man an den anderen denkt oder die funkelnden Augen, wenn man über ihn redet, das miteinander Wohlfühlen und beieinander Fallen-Lassen-Können, das vollkommene Verstehen und Verstandenwerden.

Ist Liebe so perfekt, so problemlos? Löst es in uns nur Gefühle des puren Glücks und der totalen Zufriedenheit aus? Aber an der Stelle mal genug mit den rhetorischen Fragen…Das Schöne sehen und es wertschätzen, das ist Verliebtsein. Und ineinander verliebt sein ist zweifelsohne etwas Wunderschönes. Aber wissen wir nicht, dass Liebe auch ganz anders sein kann?

Hier etwas, das ich im Internet gefunden habe und bei dieser Gelegenheit mal mit euch allen teilen möchte:

„Liebe ist wie ein Knopf, auf dem steht: Cookies. Und jedes Mal, wenn du den Knopf drückst, kackt dir ein Vogel auf den Kopf. Aber ab und an gibt’s tatsächlich ’nen Cookie, und es ist der beste verdammte Cookie, den du jemals gegessen hast und du willst nie wieder etwas anderes essen. Aber dann ist der Cookie irgendwann aufgefuttert und die Vögel fangen wieder an zu kacken. Und wenn du trotzdem weiter drückst, dann ist das Liebe.“

Ich persönlich musste schon sehr grinsen. Eine Analogie, die so einfach ist und dennoch das Mysterium der Liebe vielleicht besser beschreibt als jede wissenschaftliche Definition und jeder alltägliche Versuch, dieses Gefühl in Worte zu fassen.

Vielleicht ist es genau das, was Liebe ausmacht. Glasklar erkennen, wen man vor sich hat, den anderen perfekt zu sehen, seine Macken, die uns zur Weißglut treiben und seine nervtötenden Eigenschaften, die uns bei der ein oder anderen Gelegenheit schon fast zum Amokläufer gemacht hätten. Ganz genau zu wissen, dass er niemals – wirklich NIEMALS – pünktlicher sein wird, oder ordentlicher, oder zuverlässiger. Aber dennoch mit dem glücklich zu sein, was man hat, selbst wenn lange nicht alles perfekt ist.

Liebe ist…wenn die Schmetterlinge schon verschwunden sind, wenn nicht nur die Guten-Morgen-SMS sondern auch der Jahrestag vergessen wird, wenn man all die Unerträglichkeiten des anderen kennt, seine Imperfektionen deutlich sieht und weiß, dass er alles andere als traumhaft sein kann. Wenn er die Fähigkeit hat, unsere Welt in ein tiefes Grau zu tauchen, wir wegen ihm weinen und verzweifeln…und wir ihn dennoch als Ganzes so nehmen wie er ist.

Liebe ist… wenn pures Verliebtsein längst vorbei ist, aber der andere trotz all der Unstimmigkeiten nach wie vor in unserem Leben steht. Ganz fest verankert. Denn das unterscheidet Liebe vom Verliebtsein: Das Schöne unter dem Hässlichen sehen und es für wertvoll genug empfinden.

Nunja. Vielleicht ist das Liebe, vielleicht auch nicht, wer weiß das schon genau. Aber in dem Sinne…ich gönn mir dann mal ’nen McSundae 😉

Foto: clipdealer.com

Kolumne: Eine Runde Rollenspielchen

Was wäre, wenn das schwächere Geschlecht auf einmal das Stärkere wäre? Wenn wir Frauen die Züge von Männern hätten und es den Herren der Schöpfung so gehen würde, wie es manchmal uns Frauen geht?

Die französische Regisseurin Éléonore Pourriat hat sich Gedanken dazu gemacht und heraus kam ein etwas überspitzter, allerdings wichtiger und an vielen Stellen sehr tragischer Kurzfilm: „La majorité opprimée“ (deutsch: „Die unterdrückte Mehrheit“).

Der Plot befasst sich mit einem Tag aus dem Leben eines Mannes, der die typische Frauenrolle auf allen Ebenen übernimmt. Beispielsweise ist er es, der morgens das Haus verlässt, um das Kind in den Kindergarten zu bringen, auf seinem Weg mit anderen plaudert und sich dann wieder nach Hause begibt. Zwischendurch joggen oberkörperfreie Frauen durch das Bild und er wird angepöbelt, weil seine Shorts zu kurz seien. Kurz vor der Haustür gerät er in den Blickfang von machomäßigen und sich kriminell verhaltenden Frauen, die ihn plump anmachen und – als er sich verbal wehrt – sexuell misshandeln sowie demütigen. Wie es weitergeht, ist erschreckend, vor allem, weil wir den Verlauf dieser Geschichte mehr als gut kennen.

Die Geschehnisse ereignen sich an einem Tag und wirken dadurch natürlich manchmal überspitzt und überladen, aber an jeder kleinen Geschichte, an jedem Wink mit dem Zaunpfahl ist sehr viel Wahres dran. Das wissen vor allem die Frauen. Jede von uns, das behaupte ich mal, wurde im Urlaub schon blöd angestarrt, weil sie im Bikini am Strand lag und die ein oder andere wurde sicherlich auch schon verbal belästigt oder gar angegriffen: Die Dunkelziffer von Übergriffen ist so groß, dass man es gar nicht glauben möchte. Der Punkt, dass der Frau ganz oft nicht geglaubt wird oder, wahrscheinlich durch die Vielzahl der Anzeigen, einige davon nicht mehr ernst genommen werden, ist ein Teil im Film, der sehr intensiv dargestellt wird.

Mir persönlich gefällt, wie stark in dem Kurzfilm herauskommt, dass Frauen in so vielen alltäglichen Lebenslagen unterschätzt, für dumm verkauft oder eben verbal angegriffen werden. Beispielsweise die Phrase „darüber spreche ich lieber mal mit Ihrem Mann“ kennen sicherlich einige Ehefrauen, wenn es um Verträge, Nachbarschaftsabstimmungen und Ähnliches geht.

Manche Klischees sind einfach Klischees und oftmals nicht ernst oder gar böse gemeint. Trotzdem existieren sie. Und die ausziehenden Blicke von Männern im Sommer, die blöden Sprüche im Vorbeigehen, das Betatschen in Menschenmengen und das Vermitteln, man sei für dies und das nicht qualifiziert, sind omni-präsente Tatsachen.
Fast sieben Millionen Mal wurde das Video mittlerweile bei YouTube angeklickt. Was die Männer wohl dazu sagen? Die Kommentare sind abgeschaltet.

Nachtrag: Als ich heute aus der U-Bahn ausgestiegen bin, hat ein Jugendlicher (!) ein Kussgeräusch in meine Richtung gemacht, sich über die Lippen geleckt und mich angeschaut, als wäre ich ein Stück Frischfleisch. Ich habe ihn zum Teufel geschickt. Zumindest innerlich. Denn genau das meine ich: Der fehlende Respekt im Umgang mit Frauen ist ein immens großes Problem. Und leider absolut keine Ausnahme.

Foto: Pin – up von Alan Kleina Mendes via flickr.com, cc by 2.0

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