Es gibt Situationen im Leben, die machen uns Angst. Vor einer Prüfung zum Beispiel, vor einem Gespräch mit dem Chef, vor Auseinandersetzungen mit dem Partner. Ängste sollen den Menschen schützen, ihn vor Gefahren warnen und die Flucht ermöglichen. Überschreiten die Angstgefühle aber das normale Maß, kann es zu einer Angststörung kommen. Und diese kann dich richtig krank machen. Die Symptome reichen dabei von Herzrasen bis Atemnot.
Sanfte Unterstützung durch pflanzliche Wirkstoffe
Pflanzliche Präparate werden seit Jahrhunderten zur Beruhigung und Stressreduktion eingesetzt. Besonders Lavendel und Baldrian haben sich bei innerer Unruhe, nervöser Anspannung und leichten Schlafproblemen bewährt. Die enthaltenen ätherischen Öle und Pflanzenstoffe wirken beruhigend auf das zentrale Nervensystem und können helfen, körperliche Stresssymptome wie Herzklopfen oder innere Getriebenheit zu reduzieren.
Lavendel wird häufig in Form von standardisierten Kapseln oder als ätherisches Öl verwendet. Studien deuten darauf hin, dass bestimmte Lavendelextrakte angstlindernde Effekte haben können, ohne stark müde zu machen. Baldrian hingegen wird traditionell zur Förderung des Schlafs eingesetzt. Seine beruhigende Wirkung entfaltet sich meist schrittweise und eignet sich besonders bei stressbedingten Einschlafproblemen.
Pflanzliche Präparate gelten im Allgemeinen als gut verträglich, dennoch sollten Dosierung und Einnahmedauer individuell abgestimmt werden. Bei ausgeprägten Angststörungen ersetzen sie keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung, können jedoch unterstützend wirken.
Rechtzeitig den Arzt aufsuchen
Angststörungen kommen in ganz unterschiedlicher Form vor. Am bekanntesten sind Platzangst und Panikattacken. In engen Räumen fühlen sich die meisten Menschen unwohl, ohne gleich an einer Angststörung zu leiden. Auch die Angst vor Spinnen ist eher normal als krankhaft. Wenn die Angst aber deine Bewegungsfreiheit einschränkt oder fortwährend deine Gedanken beherrscht, ist es an der Zeit, einen Arzt aufzusuchen. Der Hausarzt wird entscheiden, ob der Besuch bei einem Facharzt, einem Psychologen, Psychiater oder Psychotherapeuten angezeigt ist. Abwarten ist keine gute Idee, denn eine Angststörung vergeht nicht einfach von selbst. Und wie bei allen Krankheiten macht zu langes Warten es nur schlimmer.
Was du selbst gegen die Angst tun kannst
Hilflos ausgeliefert bist du der Angst aber nicht. Es gibt einiges, was du selbst dagegen tun kannst. Der wichtigste Rat ist: Du darfst deinen Ängsten nicht ausweichen, sondern musst dich ihnen bewusst und absichtlich stellen. Das gilt besonders für die zahlreichen Alltagsängste. Nimm dir die Zeit und sieh dir die Spinne genau an, vor der du dich so fürchtest. Unangenehmen Gesprächen, egal ob mit dem Partner oder dem Chef, kannst du durch sorgfältige Vorbereitung viel von ihrer Schärfe nehmen. Und keine Angst: Das Herzrasen oder der Schwindel führen nicht zu einer Ohnmacht. In der Regel verschwinden die Symptome rasch, wenn man sich der Situation stellt. Das Gleiche gilt für Ablenkung. Ein Spaziergang hilft, das Gespräch mit einem Freund oder ein Stück Schokolade. Tatsächlich hat auch die Ernährung erheblichen Einfluss darauf, wie du dich fühlst. Der Körper braucht Kohlenhydrate, um Glückshormone zu produzieren. Fehlen sie in der Ernährung, können im schlimmsten Fall sogar Angstzustände die Folge sein.
Die Angst vor der Prüfung
Prüfungssituationen, in denen du natürlich ganz besonders nervös bist, werden vom Gehirn als Bedrohung wahrgenommen. Der Körper reagiert mit der Ausschüttung von Stresshormonen. Je größer die Angst, umso mehr Adrenalin wird ausgeschüttet. Auch in diesem Fall gilt es, zuerst das Kopfkino auszuschalten. Besser sind positive Gedanken. Schließlich geht die Welt nicht unter, wenn es nicht klappt!
Dieser Artikel zu einem Gesundheitsthema ist nicht für Selbstdiagnosen gedacht und kann eine ärztliche Diagnose nicht ersetzen.
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