Mit der E-Zigarette mit dem Rauchen aufhören - funktioniert das?

Wahrscheinlich hast du auch schon einmal jemanden auf der Straße oder im Bekanntenkreis mit einer E-Zigarette gesehen. Statt des typischen Glimmstängels halten diese „Dampfer“ ein kleines elektrisches Gerät in der Hand, und statt Rauch strömt nur weißer Dampf aus ihren Mündern. Viele versprechen sich davon gesundheitliche Vorteile und weniger Geruchsbelästigung. Doch ist das überhaupt weniger gefährlich als normales Rauchen? Kann man mit der E-Zigarette mit dem Rauchen aufhören? Und was sollte man beachten, wenn man über einen Umstieg auf das Dampfen nachdenkt?

Was ist eine E-Zigarette?

Zunächst: Wenn jemand von E-Rauchen spricht, ist das streng genommen nicht richtig. Bei der elektrischen Zigarette wird kein Tabak verbrannt, sondern eine Flüssigkeit erhitzt. Eine kleine Heizspirale erwärmt dieses sogenannte Liquid, und ohne jede Verbrennung wird ein Dampf erzeugt, der Nikotin enthält. Daher sprechen die Nutzer von E-Zigaretten lieber nicht mehr vom Rauchen, sondern vom Dampfen. Doch wenn der Dampf immer noch Nikotin enthält, wie kann dann die E-Zigarette weniger schädlich sein?

Keine Verbrennungsprodukte

Wir sind keine Lungenfachärzte, doch mittlerweile hat die Wissenschaft sich mehrfach zum Rauchen und zur E-Zigarette geäußert. Laut mehreren Studien ist Nikotin zwar ein Nervengift und verengt zumindest kurzfristig die Blutgefäße, das eigentliche Problem beim Tabakrauchen sind jedoch die anderen Verbrennungsprodukte. Der verbrannte Teer setzt sich in der Lunge ab, und Kohlenmonoxid gelangt in die Blutbahn und schädigt alle Organe. Tausende weitere giftige Stoffe sind aus dem Zigarettenrauch bekannt, wovon so unappetitliche wie Arsen, Blei und Nickel nur einige sind. Neben diesen Schwermetallen enthält der Rauch die besonders problematischen Karzinogene, also krebserregende Substanzen.

All das entfällt bei der E-Zigarette. Das verdampfte Liquid besteht aus Propylenglycol und Glycerin, beides Stoffe, die in der Nahrungsmittel- und Kosmetikindustrie schon seit Jahrzehnten eingesetzt werden. Dieser Flüssigkeit werden Aromastoffe beigegeben, wie etwa Vanille oder Menthol. Ob das Liquid Nikotin enthält, das entscheiden die Konsumenten selbst: Es gibt am Markt solche mit und solche ohne Nikotin. Wieviel weniger schädlich die E-Zigarette tatsächlich ist, wird derzeit intensiv beforscht und ist pauschal schwer zu beurteilen. Das britische Gesundheitsministerium hat 2015 jedenfalls eine Einschätzung abgegeben, dass es die E-Zigarette für etwa 95 % weniger schädlich hält als das klassische Zigarettenrauchen.

Rauchstopp mit der E-Zigarette

So viel zur Theorie, aber was bringt dir das, wenn du mit dem Rauchen aufhören willst? Vielleicht hast du schon einmal versucht, von der Zigarette wegzukommen, und hast nach einigen Stunden den Knackpunkt beim Aufhören kennengelernt: das Nikotin. Fehlt es, macht sich das nach kurzer Zeit bemerkbar. Nervosität, leichtes Schwitzen und Abgespanntheit machen den Alltag des aufhörwilligen Rauchenden nicht zum Vergnügen: Dein Körper weiß schließlich nicht, dass du dich auf den Pfad der Tugend begeben hast und mit deinem Laster brechen willst. Für den Organismus war das Nikotin lange Zeit ein zuverlässiger Begleiter, und er hat sich entsprechend darauf eingestellt. So geben leider viele dem inneren Druck nach und greifen nach wenigen Tagen wieder zum Glimmstängel.

Die E-Zigarette bietet hier eine kleine Erleichterung an. Ebenso wie bei Nikotinpflastern geben sie den vom Körper eingeforderten Stoff an den Konsumenten ab. Wenn du die Nikotinstärke richtig gewählt hast, wirst du also keine oder nur sehr geringe Entzugserscheinungen verspüren. Der Vorteil dabei: Der nikotinhaltige Dampf erzeugt beim Inhalieren das bekannte Gefühl in der Lunge. Zudem ahmt man den Rauchprozess nach und liebgewonnene Gewohnheiten wie die Zigarette zum Kaffee können so simuliert werden.

Funktioniert das Aufhören mit der E-Zigarette?

Kurze Antwort: Ja, du kannst mit der E-Zigarette mit dem Rauchen aufhören, wenn die Bedingungen stimmen. Im Detail müssen wir jedoch etwas mehr differenzieren. Zunächst muss man feststellen, dass laut einigen Studien die meisten Rauchenden, die mit der E-Zigarette aufgehört haben, nach einem Jahr noch dampfen. Sie haben also nicht aufgehört, sondern das Tabakrauchen mit der E-Zigarette getauscht. Wie oben bereits angesprochen, bietet das jedoch zumindest den Vorteil, dass dann keine schädlichen Verbrennungsprodukte mehr inhaliert werden. Auch berichten viele Ärzte und Konsumenten von deutlich verbesserter Lungenfunktion und Verschwinden des klassischen Raucherhustens. Der Teer des Tabakrauchs verklebt nicht mehr die Lunge und sie kann sich wieder regenerieren. Auch hat man beim Dampfen nicht mit Mundgeruch oder gelben Fingern zu kämpfen.

Ein echter Nikotinstopp mit der E-Zigarette gelingt nur den wenigsten, doch gibt es dazu im Wesentlichen drei Möglichkeiten. Du kannst zunächst nach dem Umstieg auf die E-Zigarette beginnen, die Nikotinmenge langsam immer weiter zu verringern. So lässt du die Sucht gewissermaßen langsam ausschleichen. Eine weitere Möglichkeit ist, einfach immer weniger zur E-Zigarette zu greifen. Doch das erfordert hohe Selbstdisziplin und ist wohl ähnlich schwierig, wie die Zahl der täglich gerauchten Zigaretten zu verringern. Die dritte Möglichkeit ist, nur nikotinfreies Liquid zu verwenden. So hast du wahrscheinlich zwar Entzugserscheinungen, aber wenigstens kannst du das Gefühl des Inhalierens und die typische Bewegung zum Mund nachahmen. Welche Methode du bevorzugst, hängt von deiner Selbstdisziplin und davon ab, wie viele Zigaretten du vorher täglich geraucht hast. Am vielversprechendsten scheint jedoch zunächst ein kompletter Umstieg mit nikotinhaltigem Liquid zu sein.

Empfehlungen zum Umstieg

Tolles Teil, sagst du jetzt, und wo kann man das kaufen? Mittlerweile gibt es sehr viele Webshops, die ihr Angebot im Internet bewerben. Du solltest dabei einen seriösen Shop wie beispielsweise E-Zigarette Schweiz auswählen. So erhälst du nicht nur ein hochwertiges Produkt, sondern auch einen guten Support, falls du Fragen hast. Möchtest du eine E-Zigarette im Internet bestellen oder schnell einen Einblick in die wichtigsten Grundlagen des Aufhörens mit der E-Zigarette bekommen, bekommst du hier einen ersten Überblick.

Die richtige E-Zigarette

Im Prinzip gibt es drei verschiedene E-Zigaretten: Pods, Tanks und sogenannte Mods. Die Mods sind große Geräte mit austauschbaren Akkus und als Profigeräte eher nicht zum Einstieg geeignet. Pods sind kleine, stiftförmige E-Zigaretten mit auswechselbaren Patronen. Sie sind unauffällig, aber auch nicht so leistungsstark. Die optimale Lösung zum Einstieg dürften die Tanksysteme sein. Hier brauchst du den Akku nicht wechseln und kannst sie mit einem USB-Kabel aufladen, und oben in den Tank kann das Liquid gefüllt werden.

Die Auswahl der Tank-E-Zigarette

Um den Umstieg so leicht wie möglich zu machen, solltest du eine E-Zigarette wählen, welche die Angabe „MTL“ trägt. Das Kürzel steht für Mouth-to-lung und meint die von der Zigarette bekannte Zugtechnik. Eine wichtige Kennzahl ist auch die Angabe Ohm, diese sollte etwa 0,8 bis 1,2 Ohm betragen. Auch sollte der Akku der E-Zigarette nicht zu klein sein, denn wenn das Gerät nicht einsatzbereit ist, könntest du schnell in Versuchung kommen, an der nächsten Ecke Zigaretten zu kaufen. Mindestens 1500 mAh sind ein guter Richtwert, um über den Tag zu kommen.

Zuletzt: die entscheidenden Faktoren

Soll der Umstieg gelingen, solltest du auch beherzigen, dass das Rauchen nicht nur eine Nikotinsucht ist, sondern auch eine starke Gewohnheitskomponente hat. Du solltest also konsequent bei der E-Zigarette bleiben und nicht noch zusätzlich rauchen. Außerdem musst du wie bei deinem Smartphone auf eine ausreichende Ladung des Akkus achten und deine E-Zigarette überall dabeihaben, um nicht in der entscheidenden Zeit schwach zu werden.

Achte auch auf eine ausreichende Nikotinstärke zu Anfang, und bestelle am besten gleich ein Probier-Set mit verschiedenen Liquids, um das passende für dich zu finden. Wenn du am Ball bleibst und keine Ausnahmen zulässt, kann der Umstieg durchaus gelingen. Denn auch wenn die E-Zigarette wohl nicht 100 %-ig „gesund“ ist, ersparst du dir auf lange Sicht Rauch, Geruch und viele toxische Substanzen der klassischen Zigarette.

 

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