Urban Trailrunning: Langeweile beim Rennen war gestern

Urban Trailrunning: Langeweile beim Rennen war gestern

Urban Trailrunning: Langeweile beim Rennen war gestern

Der neue Lauftrend Urban Trailrunning erobert derzeit die Szene. Hierbei sind Entdeckergeist und Fantasie gefragt. Gelaufen werden kann eigentlich überall, du kannst zahlreiche Wege nutzen. Allerdings solltest du Schutzgebiete und private Grundstücke respektieren, um Ärger zu verhindern.

Was ist Urban Trailrunning?

Beim sogenannten Urban Trails handelt es sich um unterschiedliche Entdeckungsläufe, die ungefähr zehn Kilometer lang sind. Sie führen durch Deutschlands schönste Regionen und Städte. Im Gegensatz zu diversen anderen Laufveranstaltungen läufst du aber nicht um die unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten weitläufig herum, sondern durch sie hindurch. Der Wettkampfcharakter spielt hierbei eine untergeordnete Rolle.

Denn beim Urban Trailrunning wird die Zeit nicht gemessen. Vielmehr steht das Erleben von Kultur und das Erforschen von Sehenswürdigkeiten im Vordergrund. Dadurch eignet sich der neue Trend unter anderem auch für Familien, Freunde und Arbeitskollegen. Leichtes Walken und kurze Pausen sind beim Urban Trailrunning jederzeit erlaubt.

In der Stadt oder in der Natur – es gibt sehr viele Möglichkeiten für das Urban Trailrunning

Urban Trailrunning ist in der Stadt natürlich etwas ganz anderes als in der Natur. Dennoch kann auch der Lauf in engen Gassen und durch Sehenswürdigkeiten hindurch sehr aufregend und abwechslungsreich sein. Denn in jeder Großstadt gibt es auch unzählige Grünflächen, die du schon bei einem Blick auf den Stadtplan oder Google Maps entdecken kannst. Sehr interessant sind die Läufe an Flüssen und Bächen entlang.

Neben Grünflächen und Wasserstellen kannst du auch diverse architektonische Elemente zum Urban Trailrunning nutzen. Dazu gehören unter anderem Treppen, Mauern, Geländer, auf denen du balancierst oder Bänke und Poller zum Überspringen.

Die Streckenplanung beim Urban Trailrunning

Einfach gesagt geht es bei dem neuen Trend darum, ganz bewusst neue Wege zu finden. Häufig wirst du überrascht sein, wo du landest und wie du dort überhaupt hingekommen bist. Einer der besten Trailrunner namens Philipp Reiter bezeichnet die Sportart als „das lustige Laufen“. Für die Planung der Strecke kannst du einen gewöhnlichen Stadtplan oder alternativ auch Google Maps nutzen.

Du wirst sehen, dass selbst die größten Städte Deutschlands viele grüne Ecken zu bieten haben. Nahezu jede Metropole hat einen Stadtpark. Diesen kannst du nutzen, um neue Wege durch das Unterholz entlang an schmalen Pfaden, über steile Hügel und durch dichte Hecken zu finden. Du musst sie eben nur suchen und dabei etwas kreativ sein.

Urban Trailrunning

Urban Trailrunning: Laufen ohne Routine

Das Schöne ist, dass jeder Mensch am Urban Trailrunning teilnehmen kann. Denn hierbei gibt es keine Routine, die eingehalten werden muss. Am besten startest du direkt vor der Haustür und suchst dir dann immer wieder neue Wege. Das Gute beim Urban Trailrunning ist, dass nie Langeweile aufkommt. Denn du kannst deine Routen immer Mal wieder etwas variieren. So biegst du einmal rechts an einer Gabelung ab und beim nächsten Mal links. Wenn dir auf dem Rückweg einige interessante Orte und potenzielle Wege auffallen, merkst du dir diese für das nächste Mal. Vielleicht kommst du auch an einem neuen Bürogebäude vorbei, in dem du kurzerhand die Treppen bis in den obersten Stock besteigst.

Aufwärmen ist sehr wichtig

Wie bei nahezu allen anderen Sportarten ist auch beim Urban Trailrunning das Aufwärmen sehr wichtig. Vor allem dann, wenn du auf unebenen Wegen und Untergründen unterwegs bist. Um unnötige Verletzungen zu vermeiden, solltest du deine Muskeln, Sehnen und Gelenke ideal auf die kommende Belastung vorbereiten.

Denn schlammige Untergründe, steile Treppen, grobes Kopfsteinpflaster und verwurzelte Elemente verlangen auch sehr erfahrenen Läufern einiges ab. Um auf dem Weg zu bleiben, sind daher ungewohnte Bewegungen erforderlich, auf die du deinen Körper bestmöglich vorbereiten solltest. Ist die Muskulatur noch nicht richtig aufgewärmt, kannst du dir schnell eine Zerrung einfangen. Die ist nicht nur unangenehm, sondern sorgt auch dafür, dass du in den nächsten Tagen oder sogar Wochen nicht joggen und erst nicht am Urban Trailrunning teilnehmen kannst. Um das zu verhindern, solltest du den folgenden Tipp beherzigen:

Wärme den ganzen Körper auf

Da du bei den ungewohnten Bewegungen den ganzen Körper belastest, solltest du diesen auch im Vorfeld passend aufwärmen. Bei Sprüngen über diverse Hindernisse, schnellen Drehungen in engen Kurven und Steigungen im Wald wird deine komplette Stützmuskulatur gefordert. Diese reicht von den Füßen, über die Beine und das Gesäß bis zum Oberkörper und in den Nacken. Nur wenn sie sehr stabil ist, kannst du auf lange Sicht diverse Verletzungen vermeiden.

Schutzflächen und Privatgrund respektieren

Bei der Streckenwahl beim Urban Trailrunning in Städten gibt es kaum Regionen, die nicht erkundet werden dürfen. Anders sieht es dagegen beim Laufen in der Natur aus. Denn hier gibt es immer wieder Schutzgebiete in Wäldern, an Feuchtgebieten und in Parks und diversen anderen Grünanlagen. Diese musst du unbedingt umgehen, denn hier sollte die Natur in Ruhe gelassen werden. Auch private Grundstücke, wie zum Beispiel Gartenanalgen, darfst du nicht ohne Weiteres durchqueren.

 

Fotos: Jochen Kost; Neyro; Maridav / stock.adobe.com

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