Nilam Farooq über ihren neuen Kinofilm „Heilstätten“

Nilam Farooq über ihren neuen Kinofilm „Heilstätten“

#Interview

Nilam Farooq über ihren neuen Kinofilm „Heilstätten“

Sie ist Schauspielerin, ihr YouTube Kanal gehört zu den 100 Top-Accounts in Deutschland und sie ist engagiert, wenn es um das Thema Umwelt geht. Nilam Farooq, 28 Jahre alt und seit 2006 im Schauspielgeschäft. Sie ist bildhübsch, sehr erfolgreich und super smart. In ihrem neuen Kinofilm „Heilstätten“, der am 22. Februar 2018 in die Kinos kommt, spielt sie zum ersten Mal einen Film des Genres „Horror“. Wie aufgeregt sie hierbei war und was die besonders daran gereizt hat, haben wir sie bei während unseres Interviews gefragt.
 

Ajouré:
Liebe Nilam, seit 2006 sieht man dich immer wieder als Schauspielerin im Fernsehen oder im Kino. Es waren die verschiedensten Rollen und Genres vorhanden und heute verfügst du über eine zwölfjährige Erfahrung in diesem Business. Am 22. Februar 2018 startet dein aktueller Film im Kino: „Heilstätten“. Wie aufgeregt bist du? Ist es mittlerweile zur Gewohnheit geworden, oder ist es für dich immer wieder etwas Besonderes?

Nilam:
Ein neues Projekt ist immer wieder etwas Besonderes. Gerade im Genre Horror habe ich bisher keine Erfahrungen gemacht. Natürlich sind die „Stationen“, die man mit einem Projekt durchläuft, immer irgendwie ähnlich, aber dann doch eben auch ganz anders. Ich freue mich sehr auf die nächsten Wochen und würde es mehr als große Vorfreude anstelle von Aufregung bezeichnen. Ich denke, es wird eine schöne und auch lehrreiche Zeit.

Ajouré:
„Heilstätten“ ist seit langem mal wieder ein deutscher Kinofilm, der die Genres Horror und Thriller bedient. Der Trailer sieht toll aus und nicht umsonst prägt er das Hashtag #TraustDuDich. Über die Heilstätten, die sich kurz außerhalb Berlins befinden, werden viele gruselige Geschichten erzählt. Einst eine Vorzeige-Tuberkulose-Klinik, dann kam der Krieg, die Sowjets rückten ein und heute sind die Heilstätten neben einer gern genutzten Location für Film und Foto auch Schauplatz einiger Verbrechen, sowie ein Ort, von dem viele Menschen berichten, es würde spuken. Wie gruselig war es für dich, in den Heilstätten zu drehen und glaubst du an die Geistergeschichten, die sich um diesen Ort ranken?

Nilam:
Ich war schon immer und werde es wahrscheinlich auch leider immer bleiben, ein riesengroßer Angsthase. Dementsprechend hatte ich ein paar schlaflose Nächte vor dem Dreh. Es gab gerade bei den Nacht-Drehs einige Situationen, wo ich heimlich drauf geachtet habe, dass ich immer mit mindestens zwei Menschen zusammenstehe. Ich glaube definitiv, dass solche Orte große Geheimnisse in sich bergen, die mit der eigenen Angst und Fantasie gemischt auch etwas entstehen lassen. Ob das Geister sind vermag ich nicht zu sagen. Ich habe zum Glück keine gesehen.
 

 

Ajouré:
In „Heilstätten“ geht es darum, dass erfolgreiche YouTuber eine Challenge antreten und sich mit Nachtsicht- und Wärmekameras an diesen düsteren Ort begeben. Dass dies schiefgehen muss, liegt auf der Hand. Wie wäre so eine Challenge im echten Leben für einen YouTube-Star wie dich? Dein Account gehört ja nach wie vor zu den einhundert meistabonnierten deutschsprachigen Kanälen. Wie weit würdest du gehen, um deinen Platz in den TOP 100 Deutschlands zu halten oder auszubauen?

Nilam:
Überhaupt nicht mehr weit. Von sinnlosen Challenges und dergleichen habe ich immer Abstand gehalten, war auch eine öffentliche Kritikerin und gerade jetzt, wo ich in meinem eigentlichen Job als Schauspielerin gut zu tun habe, besteht gar kein Bedürfnis daran. Diese Tatsache war auch mit ausschlaggebend dafür, dass ich die Rolle der Betty spielen wollte und das Projekt und die Sozialkritik so spannend fand.

Ajouré:
Deine Karriere begann 2006 und deine erste Rolle hattest du in „Alle lieben Jimmy“. Bis heute hast du in mehreren Kinofilmen und in unzähligen Fersenserien wie „SOKO Leipzig“, „Tatort“, „Der Alte“ mitgespielt. Man sah dich bei der Telekom-Werbung 2009, auf deinem YouTube-Kanal und hörte dich auch einige Male als Synchronsprecherin. Was für ein Ziel hast du, was du bis heute noch nicht erreichen konntest?

Nilam:

Auf meiner persönlichen Liste fehlt noch einiges, über das ich mich sehr freuen würde. Ich träume von einer herausfordernden Hauptrolle in einem Kinofilm. Ich werde dieses Jahr nach Amerika gehen, um mich dort mit einem Agenten zu treffen. Ich wünsche mir weiterhin so treue Kooperations- und Markenpartner, mit denen ich tolle Dinge realisieren darf. Und soweit es sich abzeichnet, wird dieses Jahr einiges in Bewegung gesetzt. Die Liste ist lang.

Ajouré:
Du bist neben der Schauspielerei auch noch sehr interessiert in Sachen Fashion, Lifestyle und sogar Innendekoration, denn von „Gallery Walls“ bis hin zu schwebenden Hängeregalen ist bei dir alles dabei. Wie schaffst du es, dein Herz für so viele unterschiedliche Dinge gleichzeitig schlagen zu lassen?

Nilam:
Ich liebe einfach die Idee, dass man für viele Dinge 100% geben kann. Ich bin viel zu neugierig, abenteuerlustig und vielfältig, um mir das nehmen zu lassen – warum auch? Und so arbeite ich aktuell an einem neuen spannenden Format im Bereich “Interior Design” und treffe mich gleichzeitig mit Produzenten, um über konkrete Projekte für dieses Jahr zu sprechen.
 

Nilam Farooq in Heilstätten
Nilam Farooq in Heilstätten
 

Ajouré:
Was ist deine größte Herzensangelegenheit?

Nilam:
In mir wächst der Wunsch “einen Fußstapfen” zu hinterlassen. Ich war gerade erst in Indonesien: Es ist wunderschön, aber es gibt auch einiges, das mich zum Nachdenken anregt. Die unglaubliche Plastikverschwendung und die damit einhergehende Verschmutzung an Land und im Wasser zum Beispiel. Ich habe beim Schnorcheln aus Wut und Traurigkeit angefangen, den Müll im Wasser aufzusammeln: Tüten, Baby-Tücher und Flaschen. Mich interessiert grundsätzlich allerdings ein Lösungsansatz, der auch für mich in kleinen Schritten zu Hause praktikabel ist und hoffentlich irgendwann in der Masse und Kontinuität auch hier oder woanders eine positive Auswirkung haben kann.

Ajouré:
Dass dir dein YouTube-Kanal am Herzen liegt, sieht man anhand deiner vielen Videos. Doch wie wichtig ist dir dein 446.000 Follower schwerer Instagram-Account? Ebenso wichtig wie YouTube, oder handelt es sich hierbei eher um ein Medium, in welchem du zeigen möchtest, was du gerade tust oder wie es dir gerade geht?

Nilam:
Instagram ist in der Tat meine liebste Social-Media-Plattform, einfach weil es auch für mich privat ein wunderschönes Fotoalbum ist. Ich liebe Bilder, sie erzählen so viel. Und wenn ich will, schreibe ich noch eine Geschichte dazu oder lasse es eben einfach sein. Natürlich ist diese Welt auch zum Teil „fake“, aber ich kann mir ja selbst aussuchen, wem ich folge und wem nicht.

Ajouré:
In deinem YouTube-Projekt „Ich bin ein Berliner“ versuchst du Fans, Followern und Touristen persönliche Ratschläge über diese Stadt zu geben. Besonders hinsichtlich diverser Locations, die sich deiner Meinung nach lohnen. Aus genau diesen Clips wissen wir, dass sich dein Lieblings-Café (19g) in Kreuzberg befindet, ebenso dein favorisierter Ramen-Laden (Nudelsuppen) und auch einer deiner Top-Orte: die Admiralbrücke. Von der Lage her ist alles Kreuzberg, an der damaligen Ostgrenze Westberlins. Ein Mix aus beidem sozusagen. Doch was reizt Nilam persönlich am meisten? Bist du eher der Typ Wessi oder doch mehr im Osten zuhause? Lieber schick in Charlottenburg oder lieber entspannt im Mauerpark?

Nilam:
Ich kam einige Tage vor der Wende in Berlin zur Welt und bin im Kopf völlig losgelöst von Osten und Westen aufgewachsen. Ehrlich gesagt mag ich es auch nicht, wenn das nach 28 Jahren immer noch so auseinandergenommen wird. Ja, man merkt alleine am Straßenbild, wo man ist, aber Berlin ist Berlin. Grenzen sind eh doof und deswegen sitze ich mit Sicherheit erst im Mauerpark und dann in Charlottenburg und freue mich abends im Bett über alles, was diese Stadt so toll macht.
 

Nilam Farooq im Interview
 

Ajouré:
Wer viel arbeitet, sollte sich ab und zu auch eine Auszeit gönnen. Für dich hieß es im Dezember ebenfalls „Ab nach Bali“. Sind Trips wie dieser die perfekte Möglichkeit für dich auszuspannen, oder kannst du dies auch von Zeit zu Zeit hier in Berlin?

Nilam:
Bei diesen großen Reisen gehöre ich eher zu denen, die das Gefühl haben, dass ich danach wirklich nochmal Urlaub brauche. Ich finde, man entdeckt und erlebt so viel, und mehr als drei Tage kann ich eh nicht stillsitzen. Um Auszeiten mache ich mir keine Gedanken. Ich darf so tolle Sachen machen, die sich oft nicht nach Arbeit anfühlen. Das ist schon alles ok so wie es ist, und mein Körper gibt mir ja auch Signale, ansonsten gilt „schlafen kann ich, wenn ich tot bin“.

Ajouré:
Auf welche Projekte dürfen wir uns dieses Jahr noch von dir freuen? Kannst du uns dazu schon etwas verraten?

Nilam:
2018 wird ein total spannendes und wichtiges Jahr für mich. Es kommen drei Filme ins Kino, in denen ich mitspiele. Im Sommer drehe ich einen weiteren Kinofilm neben tollen Kollegen. Ansonsten nehme ich mir wie in jedem Jahr vor, möglichst viel von der Welt zu sehen.

 

Fotos: Vogue.com / Sophie-Teresa Weicken; Ena Bothor; Fox Deutschland


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