Interview mit Simone Bechtel: „Alles was du brauchst, ist Charisma.“

Interview mit Simone Bechtel: „Alles was du brauchst, ist Charisma.“

Interview mit Simone Bechtel: „Alles was du brauchst, ist Charisma.“

Jeder von uns kennt das Zitat: „Mein Name ist Bond, James Bond!“. Bond-Filme sind mit Abstand die kultigsten Streifen unserer Zeit und haben es damals wie heute geschafft, uns zu begeistern. Das liegt allerdings nicht nur an dem Agenten Bond, sondern auch die berühmt-berüchtigten attraktiven Ladies erwecken jedes Mal unsere Neugierde.

Auch wir können uns der Faszination nicht entziehen und freuen uns, Simone Bechtel, die Seite an Seite mit Pierce Brosnan am Set zu „Golden Eye“ mitgespielt hat, zu einem Interview zu treffen. Simone gibt uns einen sehr privaten Einblick in ihr Leben und in ihre Zusammenarbeit mit Mr. 007.

 

Ajouré: Wie begann deine Karriere?

Simone: Mit 17 Jahren, kurz vor meinem Abitur, war ich mit meinen Eltern auf Sizilien im Urlaub, wo ich während der Filmfestspiele in Taormina von einem italienischen Fotografen entdeckt wurde. Dieser Familienurlaub war der Auslöser für meine Karriere, obwohl ich tatsächlich lange überlegt habe – aber nachdem auch meine Eltern einwilligten, habe ich den Versuch gewagt.

Ajouré: Wie kamst du vom Modeln zur Schauspielerei?

Simone: Zunächst hatte ich Englisch und Französisch studiert, dann Ballett an der „Fachhochschule für Musik und Tanz“ in Mannheim und in Frankfurt. Ich bin Diplom-Tänzerin und Diplom-Tanz-Pädagogin, habe mich aber auch schon immer für die Schauspielerei begeistern können und deshalb zunächst in München, bei einem Theater-Regisseur, Schauspielunterricht genommen, ehe ich mich dazu entschloss, den Schauspielunterricht in New York City am berühmten „Lee Strasberg Theatre and Film Institute“ fortzusetzen. Dort war ich übrigens auch bei „Wilhelmina Models“ unter Vertrag.
 

Simone Bechtel
 

Ajouré: Du warst im ersten Bond-Film mit Pierce Brosnan zu sehen. Wie waren die Dreharbeiten zu „Golden Eye“ für dich?

Simone: Die Abläufe, wie Kostümproben, in der Maske zu sitzen oder die langen Wartezeiten, waren mir schon von den Videoproduktionen und Werbefilmen bekannt, für die ich bereits vor der Kamera stand. Ich hatte drei Drehtage – die meiste Zeit davon verbrachte ich mit Pierce Brosnan und Famke Janssen am Set. Es war eine tolle Erfahrung.

Ajouré: Was ist dir vom Set am meisten in Erinnerung geblieben?

Simone: Ich war erstaunt, wie originalgetreu ein russischer Wald oder das Casino aus Monte Carlo im Londoner Filmstudio nachgebaut wurde. Es sah aus wie geklont!

Ajouré: Hat sich danach viel für dich verändert?

Simone: Ja, ich habe danach tatsächlich viel Aufmerksamkeit bekommen – unzählige Anfragen für Interviews und Porträts, für Zeitungen und Zeitschriften, aber auch Einladungen in Talkshows kamen rein. Das führte sogar dazu, dass ich an einigen Fernsehproduktionen, unter anderem für den „Tatort“, mitgespielt habe.

Ajouré: Dann klopfte auch der Playboy an und du warst die erste bekleidete Frau auf dem Cover des Magazins.

Simone: Ja, das stimmt. Ich habe das Angebot allerdings nur unter der Voraussetzung angenommen, dass die Fotostrecke ganz unter dem Motto „James Bond“ stattfindet. Schließlich wurde ich dann sogar zum Playmate des Jahres gewählt und bekam ebenfalls noch das Angebot, Playmate des Jahrhunderts zu werden, welches ich aber dankend abgesagt habe, da ich bereits bei anderen Kunden wie Mercedes Benz involviert war.
 


Simone Bechtel auf dem Cover der AJOURE´ international Ausgabe Juni 2016
 

Ajouré: Als Model hast du ja schon mit vielen bekannten Fotografen gearbeitet. Welches Shooting ist dir am stärksten in Erinnerung geblieben?

Simone: Ich durfte mit ganz tollen Fotografen zusammenarbeiten, wie zum Beispiel mit Gunter Sachs, Bruce Weber oder Herb Ritts und für die verschiedenste Kampagnen shooten. Ich habe für große Modehäuser wie Valentino, Versace, La Perla oder Bogner vor der Kamera stehen dürfen, aber auch für die Mercedes Benz S-Klasse, Vichy, L’Oréal oder Nivea. Jedes Shooting hat mir Spaß gemacht und war eine tolle Erfahrung.

Ajouré: Was würdest du den vielen jungen Frauen raten, die heutzutage auch gerne im Model- und Showbusiness durchstarten möchten?

Simone: Ich würde ihnen raten, sich nicht von dem ganzen Glanz, den der Job zum Teil auch mit sich bringt, blenden zu lassen und immer bodenständig zu bleiben. Die Branche ist voller schwieriger, arroganter Menschen. Ich habe mich oft über meine Kolleginnen aufgeregt. Mir war es immer wichtig, „normal“ zu bleiben und keinen Höhenflug zu bekommen.
 

Simone Bechtel

 

Ajouré: Optisch hast du dich in den ganzen Jahren kaum verändert. Was ist das Geheimnis deiner Schönheit?

Simone: Ich liebe es nach wie vor viel Sport zu machen. Bahnen schwimmen und Aerobic machen, das hat mir schon immer viel Spaß bereitet. Vor allem bin ich aber glücklich und zufrieden – ich glaube, das trägt eine Menge zur Ausstrahlung bei.

Ajouré: Worauf bist du in deinem Leben am meisten stolz?

Simone: Auf meinen Sohn! Er ist ein wirklich toller Junge.

 

Fotos: Heidi Rondak / AJOURE´ Redaktion

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