Bloggerin Katharina Bansemer von THE K-FAKTOR im Interview

Bloggerin Katharina Bansemer von THE K-FAKTOR im Interview

"Es kann nicht immer alles soooooo schön und toll sein."

Bloggerin Katharina Bansemer von THE K-FAKTOR im Interview

Im Interview mit Bloggerin Katharina Bansemer von THE K-FAKTOR (thekfaktor.de) sprachen wir über ihre Frühlings-Must-haves, den ganz normalen Bloggeralltag und welche Tipps sie Blogger-Neulingen mit auf den Weg geben würde.
 

Ajouré: Wie würdest du deinen persönlichen Stil in wenigen Worten beschreiben?

Lässig und ein bisschen chic.

Ajouré: Was sind deine Must-haves für diesen Frühling?

Definitiv eine bestickte Bluse oder ein besticktes Kleid. Außerdem verzierte Mules/Slipper. Ich liebe diese Schuhe einfach und finde, dass sie jedem Look eine gewisse Lässigkeit geben und sich perfekt für coole Frühlings-Looks eignen. Weitere Must-haves sind Oberteile mit Rüschen und weiten Ärmeln.

Ajouré: Wer sind deine Stil-Vorbilder?

Ich bewundere Olivia Palermo und Rachel Zoe für ihr Stilgefühl. Außerdem spielt meine Mama eine große Rolle, da sie mich schon immer mit ihrer Liebe zur Mode und ihrem Bewusstsein für Stil inspiriert hat.

Ajouré: Welche Basics braucht man im Kleiderschrank für das perfekte Outfit zu jedem Anlass und Gemütszustand?

Ein Klassiker in meinem Kleiderschrank ist eine bequeme und schlankmachende Biker-Leggings. Dazu kombiniere ich gerne ein Oberteil im Oversized-Look und flache Loafers oder Sneakers. Nicht fehlen dürfen eine schlichte Lederjacke oder ein lässiger Mantel. Schön ist auch eine hochwertige Tasche, die dem Look dann noch ein kleines Upgrade verleiht. Wenn es etwas schicker sein soll, tausche ich einfach die flachen Schuhe gegen Heels.

Ajouré: Wie viel Zeit investierst du täglich in deinen Blog?

Ich investiere so circa zwei bis drei Stunden am Tag in meinen Blog. Da ich 30 Stunden die Woche als Freelancerin im Consulting für Contentmarketing und Social Media arbeite, noch in den letzten Zügen meines Masterstudiums der Medienkulturanalyse bin und auch noch die Bilder für den Instagram-Kanal einer Kosmetikfirma mache, wünschte ich mir manchmal, dass der Tag mehr Stunden hätte.
 

Katharina Bansemer
 

Ajouré: Wie sieht eine ganz normale Woche bei dir aus?

Ich gehe jeden Tag ins Büro und arbeite dann nach der Arbeit von zu Hause aus für meinen Blog. Dazu kommen noch Events und Meetings. Zwischendurch versuche ich noch irgendwie Sport zu treiben und Zeit für meinen Freund zu haben.

Ajouré: Regelmäßig spannenden Content kreieren, ständig neue Klamotten kaufen und tolle Bilder davon posten, neue Kooperationen an Land ziehen und gewisse Schönheitsideale… spürst du da manchmal eine Art Druck?

Zum Glück bin ich durch meinen Job im Consulting finanziell unabhängig und kann meinen Blog in dieser Hinsicht sehr frei betreiben und bin nicht unbedingt auf bezahlte Kooperationen angewiesen, was sehr schön ist. Daher selektiere ich ziemlich stark und gehe gerne langfristige Kooperationen mit Marken ein, die ich wirklich mag. Leonardo Glas ist da so ein Beispiel. Mit denen arbeite ich jetzt schon seit letztem Jahr zusammen. Ich mag den Schmuck sehr gerne und liebe die Deko. Da stehe ich voll und ganz dahinter.

Wo ich wirklich Druck verspüre, ist bezüglich der Schönheitsideale. Wenn man so eng mit den sozialen Medien, insbesondere Instagram, verbunden ist, ist es schon schwierig nicht einem gewissen Selbstoptimierungswahn zu erliegen. Man sieht sich einfach viel kritischer. Aber da hilft mir mein Humor und meine Selbstironie, ich nehme mich da oft selber auf die Schippe und kann sehr gut über mich selbst lachen. Immerhin gucke ich da selbst bei mir hinter die Kulissen und weiß, dass ich aus dem einen Winkel wie eine Tonne aussehe und aus dem anderen Winkel so, wie ich mich selbst mag.

Und Druck immer die neusten Klamotten zu haben? Den verspüre ich nicht, ich nehme das eher als Ausrede! 😉

Ajouré: Hast du schon viele Hass-Kommentare o.ä. bekommen?

Hass-Kommentare weniger. Eher Kritik, die aber auch oft konstruktiv ist.

Ajouré: Wie bearbeitest du deine Bilder und worauf kommt es dir dabei an?

Ich bearbeite meine Bilder erstmal in Bezug auf Helligkeit, Sättigung, Kontrast. Dann retuschiere ich sowas wie Hautrötungen und Augenringe weg. Allerdings kann man schon beim Fotografieren mit der richtigen Lichtsetzung so einiges wegleuchten. Daher versuche ich da schon drauf zu achten, dass das Licht gut ist, genauso macht es auch mein Freund bei den Bildern von mir. Das ist gar nicht so einfach, da wir immer mit natürlichem Licht arbeiten.
Für Instagram nutze ich meist nur die Filter von Instagram selbst, manchmal aber auch VSCO.

Ajouré: Was war das Verrückteste, das du je für „das perfekte Instagram-Foto“ gemacht hast?

Ich glaube, da habe ich jetzt nicht so die aufregende Geschichte in petto. Ich fand es schon ziemlich verrückt von mir, als ich mich im März auf Mallorca für ein Bikinifoto ins ziemlich kalte Meer gekniet habe. Das Foto ist sogar ganz cool geworden. Sonst habe ich mich im Urlaub in Thailand todesmutig für ein Foto auf ein Geländer gesetzt. Leider hatte ich auf dem Foto nicht mehr viel gemeinsam mit der eleganten und grazilen Version von mir in meinem Kopf.

Ajouré: Apropos perfekte Instagram-Bilder: Glaubst du, die User sehen sich irgendwann mal satt an den inszenierten Bildern von Essen, Outfits, Landschaften & Co. mit pastelligem Filter oder starkem Schwarz-Weiß-Kontrast?

Das ist eine gute Frage. Ich habe mich noch nicht sattgesehen. Ich glaube auch nicht, dass sich die User sattsehen, es wird in Zukunft nicht mehr reichen, nur diese Bilder zu produzieren. Ich glaube, dass Individualität und Persönlichkeit des Instagramers eine immer größere Rolle spielen werden und natürlich die auf den Bildern transportierten Emotionen.
 


 

Ajouré: Hat deiner Meinung nach Instagram den klassischen Blog abgelöst?

Ich hoffe nicht. Aber es würde zur Entwicklung unserer Gesellschaft passen. Ich habe das Gefühl, dass die Menschen zwar total viel Zeit vor dem PC oder Smartphone verbringen, aber trotzdem oft nicht die Ruhe haben, Texte zu lesen, die etwas länger sind. Ich denke aber, wenn ein Thema die Leser/Follower wirklich interessiert, klicken sie auch auf den Beitrag auf dem Blog. In diesem kann man natürlich viel mehr Inhalt transportieren, als auf einem Instagram-Bild mit Beschreibung.

Ajouré: Welchen Anspruch hast du selber an deinen (oder auch anderen) Blog(s)?

Gutes Bildmaterial und ansprechende Texte sind meiner Meinung nach das A und O. Besonders wichtig finde ich Authentizität und Ehrlichkeit. Ich lege sehr viel Wert darauf, meinen Lesern meine ehrliche Meinung zu Produkten mitzuteilen. Es kann nicht immer alles „soooooo schön und toll“ sein.

Ajouré: Wie wird ein Blog bekannt? Gibt es da ein Erfolgsrezept?

Ich glaube, das Wichtigste, und woran die meisten scheitern, ist Ausdauer. Ich kann mich noch gut an meine Anfänge erinnern. Am Anfang macht man erstmal sehr viel ohne Resonanz. Da muss man schon echt Liebe zum Bloggen an sich haben, sonst ist man sehr schnell gefrustet. Ich höre ganz oft: „Ich möchte auch Blogger sein, da bekommt man so viel geschenkt.“ Ich glaube nicht, dass einen diese Motivation beim Bloggen weiterbringt.

Ajouré: Welche nützlichen Blogger-Tipps kannst du generell anderen mit auf den Weg geben?

Wichtig ist es, authentisch zu bleiben und sich nicht zu verbiegen.

Ajouré: Danke, Katharina.

 

Fotos: The K-Faktor


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