Barbara Meier: „Ich habe wirklich sämtliche Diäten durchprobiert!“

Barbara Meier: „Ich habe wirklich sämtliche Diäten durchprobiert!“

Als Model & Schauspielerin erfolgreich

Barbara Meier: „Ich habe wirklich sämtliche Diäten durchprobiert!“

Ajouré: Du warst auf dem Cover unserer Januar-Ausgabe 2014. Was hat sich seitdem bei dir alles getan?

Barbara: So einiges! Ich bin seitdem mehr im Schauspiel angekommen und habe schon viele kleinere, aber auch größere Rollen, sowie Episoden-Hauptrollen gedreht. Hinsichtlich des Modelns habe ich tatsächlich weniger im High Fashion-Bereich gemacht als in den Jahren zuvor – dafür hatte ich aber viele schöne Shootings. Außerdem habe ich seit längerem schon sehr tolle Werbepartner an meiner Seite. Z.B. bin ich jetzt bereits das dritte Jahr in Folge das Gesicht von Skechers. Ich bin deren erstes Testimonial außerhalb Amerikas. Des Weiteren habe ich erst den ersten TV-Spot von Schaebens gedreht – die Gesichtsmasken werden sicher schon viele Frauen bereits aus dem Drogeriemarkt kennen. Allerdings haben sie bisher noch nie Fernsehwerbung gemacht – sie gehen mit mir also zum ersten Mal diesen Schritt.

Darüber hinaus arbeite ich auch noch eng mit Polar zusammen. Das sind meine drei großen Partner, mit denen ich längerfristig zusammenarbeite, was mich wirklich freut.
Außerdem habe ich seitdem ein Buch geschrieben! Darauf bin ich sehr stolz, weil es mein erstes, komplett eigenes Projekt war. Zwar hatte ich natürlich einen tollen Verlag an meiner Seite, aber das Buch war sozusagen mein Baby – ich habe jedes einzelne Wort selber geschrieben und bei der Gestaltung mitgeholfen.

Ajouré: Um was geht es in deinem Buch „Dein Weg zum Glücksgewicht: Bewegung statt Diät“ genau?

Barbara: Für mich war das ein Herzensprojekt, weil ich mit meinem Körper selber viele Erfahrungen gemacht habe. Als Model war ich natürlich viele Jahre in Paris, Mailand und New York unterwegs, wo man viele ungesunde Erfahrungen macht: sei es mit falschen Diäten oder mit hungern. Ich habe wirklich sämtliche Diäten durchprobiert, von Kohlsuppen bis hin zu Shakes und strikt Kalorien gezählt. Das allermeiste davon kann ich nicht empfehlen. Wenn man in Model-WGs lebt, kommt man früher oder später in diesen Kreislauf einfach mit rein.
 

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2013 habe ich dann am New York-Marathon teilgenommen und das komplette Gegenteil erlebt und gemerkt, wie gut Bewegung dem Körper tut. Ich habe so viel gegessen wie wahrscheinlich noch nie zuvor in meinem Leben. Sonntags bin ich drei bis vier Stunden laufen gegangen und habe anschließend auf der Couch meine Knie gekühlt und dabei ununterbrochen gegessen. Durch die viele Bewegung habe ich viel abgenommen, ohne dass ich es fokussiert hatte, meine Haut und Haare waren gesünder und schöner, meine Laune besser. Ich habe viel gegessen und hatte gleichzeitig auch viel mehr Power. Da habe ich für mich festgestellt, dass hungern und sich quälen keinen Sinn macht! Dass man einfach aktiver in seinem Leben sein sollte und dass es auch Spaß machen kann, etwas für seinen Körper zu tun.

So ist dann auch die Idee zum Buch entstanden. Ich habe mir überlegt, wie man seinen Alltag bewegungsreicher gestalten kann, wenn man nicht gerade täglich zwei Stunden ins Fitness Center rennen kann oder sich für den Marathon vorbereitet. In Eigenrecherche habe ich dann viele Möglichkeiten zusammengesucht, wie man mehr Bewegung einbauen kann, ohne dass es einem selbst groß auffällt und es einem wehtut – aber dennoch genug, damit es effektiv ist und nicht nur schlanker macht sondern auch schöner, weil man gesünder ist. Ich finde es ohnehin immer ganz wichtig, dass man gesund ist.

Ajouré: Hast du weitere Beauty-Tipps oder Rituale, auf die du nicht verzichtest?

Barbara: Tatsächlich die Klassiker: viel Wasser trinken, viel schlafen, gesundes Essen und viel Bewegung. Es klingt immer so banal, aber das sind tatsächlich die Dinge, die einen Unterschied machen. Ich habe für mich auch gelernt, dass wirklich gründliches Abschminken sehr wichtig ist. Eine Zeit lang habe ich mich immer nur halbherzig abgeschminkt, was meiner Haut überhaupt nicht guttat. Die Haut strahlt tatsächlich viel mehr, wenn man sie gründlich reinigt.

Ajouré: Wie eben bereits erwähnt, bist du mittlerweile auch als Schauspielerin tätig. Am 6.10 bist du um 20:15 in dem ZDF-Film „Heiraten ist nichts für Feiglinge“ zu sehen. Erzähl uns doch etwas über den Film und deine Rolle!

Barbara: Die Hauptdarstellerin, eine junge Frau die bald Trauzeugin sein wird, trifft im Supermarkt auf ihren Ex-Freund. Beide kommen ins Gespräch und stellen fest, dass sie zur selben Hochzeit eingeladen sind. Der Ex-Freund lässt dann durchblicken, dass er seine neue Freundin als Begleitung mitbringen wird – in dem Moment komme dann ich, die neue Freundin, um die Ecke. Das ist für die Hauptdarstellerin natürlich ein Alptraum, weil sie noch keinen neuen Freund hat. Sie gerät in Panik und beschließt, dass sie nicht ohne einen tollen Mann zu der Hochzeit erscheinen kann. So beginnt schließlich die Suche im Internet nach einem Partner. Ich durfte den Film schon sehen und kann sagen: Er ist wirklich lustig! Man kann mitverfolgen wie sie von einem verrückten Date ins nächste stolpert.
 

Heiraten ist nichts für Feiglinge - Barbara Meier
Heiraten ist nichts für Feiglinge mit Barbara Meier
 

Ajouré: Wie hast du herausgefunden, dass die Schauspielerei genau dein Ding ist und wie kam es zu deiner ersten Rolle?

Barbara: Schon als Kind hatte ich immer den Wunsch, einmal in einem Film mitzuspielen. Mich faszinieren Filme einfach. Auch als ich in New York gelebt habe – sobald ich einen Film Truck sah, musste ich immer zu gucken. Der Blick hinter die Kulissen hat mich immer begeistert. Vor allem, wie es ein Film schafft, einen für 90 Minuten in den Bann zu ziehen. Ich wollte schon immer mitmachen, wusste aber zunächst nicht, wie ich das richtig angehen sollte. Zumal ich auch Model war und nicht zu viel auf einmal machen wollte.

So richtig getraut habe ich mich nie, weil ich nicht sicher war, ob das nicht vielleicht einfach nur ein Traum ist oder ob ich das tatsächlich in Angriff nehmen sollte. Und dann kam plötzlich aus dem Nichts heraus eine Anfrage für einen Mystery-Film, für den ein gehörloses Medium gesucht wurde, das mit Verstorbenen Kontakt aufnehmen kann. Was zunächst etwas Verrückt klang, war dann tatsächlich meine Traumrolle. Da die Anfrage zu dem Film sehr kurzfristig kam, hatte ich nur zwei Wochen Zeit für Schauspielunterricht. Da ich keine Sprechrolle hatte, habe ich zunächst viel Bewegungstraining genommen. Alles in allem hat das so gut geklappt, dass eine Schauspielagentur auf mich zukam und mich aufgenommen hat. Ich habe also durch Zufall Schauspielluft schnuppern dürfen und dann festgestellt, dass es mir tatsächlich auch wahnsinnig viel Spaß macht.

Ajouré: Was wäre denn deine Traumrolle, die du gerne mal spielen wollen würdest?

Barbara: Ich würde sehr gerne mal in einem Fantasy-Film mitspielen. Ich habe bereits in einem deutschen Märchenfilm mitgewirkt und mir gedacht, da wir dieses Genre so gar nicht haben, dass Märchen quasi unser Äquivalent dazu sind.

Ganz groß geträumt wären Filme wie „Der Herr der Ringe“ oder „Die Chroniken von Narnia“ ganz nach meinem Geschmack. In einer ganz anderen Welt zu spielen, mit Elfen zum Beispiel, würde mir wahnsinnig viel Spaß machen. Ich glaube auch, dass meine roten Haare und meine blasse Haut gut dazu passen würden.

Ajouré: Mit welchen Schauspielern würdest du gerne einmal gemeinsam vor der Kamera stehen?

Barbara: Ich bin ein großer Fan von Tilda Swinton – sie war schon immer ein Vorbild für mich. Sie sieht etwas anders aus, als die Norm, und steht dazu. Mit ihr würde ich natürlich sehr gerne einmal drehen.

Ajouré: Wirst du das Modeln jetzt eigentlich an den Nagel hängen?

Barbara: Ich würde gerne beides weitermachen. In Deutschland ist das immer etwas schwierig – da möchte man jemanden immer gerne klar einordnen können. Wahrscheinlich bin ich hinsichtlich dessen etwas von Amerika geprägt. Dort wird einem gesagt, man solle möglichst viele Dinge machen und sich ausprobieren. Die Amerikaner mögen es gerne, wenn man mehrere Sachen macht, um verschiedene Facetten zeigen zu können. Mir macht das Modeln nach wie vor sehr viel Spaß. Das mit der Schauspielerei ist etwas komplett Anderes: da kann ich noch sehr viel lernen; zumal jede Rolle anders ist.

Ajouré: Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Barbara: Ich habe ein paar tolle Projekte in den nächsten Monaten, über die ich aber leider noch nicht viel verraten darf. Und im nächsten Jahr stehen auch meine ersten internationalen Drehtage in englischsprachigen Filmen an.

 

Fotos: ZDF; Gisela Schober/Getty Images

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