Die Top 10 der besten Stanley Kubrick Filme

Die Top 10 der besten Stanley Kubrick Filme

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Die Top 10 der besten Stanley Kubrick Filme

Stanley Kubrick (1928-1999), perfektionistischer Regisseur mit technischer Raffinesse und symbolischen Tiefgang, gewann nie einen Oscar, blieb stets abseits des Hollywoodsystems, aber gilt weithin als Genie. Wir stellen dir seine zehn besten Filme vor, die du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest.
 

1. Lolita (1962, 152 Minuten)

– mit James Mason, Shelley Winters, Sue Lyon, Peter Sellers
Die Adaption des skandalumwitterten, gleichnamigen Romans von Vladimir Nabokov konnte nur in den Kinos gezeigt werden, weil Kubrick das vom pädophilen Humbert begehrte „Nymphchen“ im Film zwei Jahre älter machte. Kaum hat Humbert das Mädchen sich sonnend im Garten der Mutter entdeckt, verfällt er ihr, heiratet die Mutter, um ihr als „Vater“ nahe zu sein und tritt mit ihr die Flucht auf einem Roadtrip durch die USA der 50er Jahre an.
 

 


 

2. Eyes Wide Shut (1999, 153 Minuten)

– mit Tom Cruise, Nicole Kidman
Kommerzialisiert der posthum erschienene, letzte Film Kubricks nur die erotische Strahlkraft der Hauptdarsteller, Hollywoods damals bekanntestem Ehepaar? Beschämt gesteht eine Frau ihrem Mann eine verborgene sexuelle Fantasie. Kurz darauf findet dieser Zugang zu einer Geheimgesellschaft, die maskierte Orgien veranstaltet. Dargestellt wird ein Versuch des Mannes, erotische Fantasien auszuleben, um damit mit der Frau gleichzuziehen, meint der slowenische Kulturkritiker Slavoj Žižek. Jenseits vermeintlicher Bedeutung ist die Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“ von 1926 entliehene Story schlichtweg spannend. Was spielt sich hinter der Maskerade ab?
 

 


 

3. Wege zum Ruhm (1957, 87 Minuten)

– mit Kirk Douglas, George Macready, Ralph Meeker
Ein Antikriegsfilm mit klarem Nein zur Todesstrafe zu einer Zeit, als ein derartig eindeutiges Statement noch selten war. Dem Film liegt eine historische Begebenheit zugrunde, die sich während des Ersten Weltkriegs ereignete. Soldaten, die den aussichtslosen Angriff auf den Feind verweigern, sollen wegen „Feigheit“ hingerichtet werden. Die Verteidigung kann das Todesurteil nicht verhindern. Nur eine deutsche Kriegsgefangene – dargestellt von Susanne Harlan, die Kubricks zweite Frau werden sollte – berührt die Herzen der Soldaten und durchbricht so die allgemeine Verrohung. Ein Film, in dem das klassische Feindbild fehlt und der wahre Gegner in den eigenen Reihen gesucht werden muss.
 

 


 

4. Spartacus (1960, 198 Minuten)

– mit Kirk Douglas, Laurence Olivier, Jean Simmons, Charles Laughton, Peter Ustinov, Tony Curtis
Ein Sandalenfilm, der Kubrick nicht zufriedenstellte, ihm aber die folgenden Filme finanziell ermöglichte. Er erledigte eine Auftragsarbeit, bei der Hauptdarsteller Kirk Douglas als Produzent weitestgehend die Fäden in der Hand hielt. Dennoch trifft dieser frühe Blockbuster den Nerv seiner Zeit. US-Bürgerrechtsaktivisten, Kommunisten, Homosexuelle: Sie alle sehen sich im Film repräsentiert. Sinnbildlich daher die Schlüsselszene: Den Sklaven wird ihre Begnadigung versprochen, verraten sie, wer Spartacus ist. Einer nach dem anderen erhebt sich mit den Worten: „Ich bin Spartacus“.
 

 


 

5. Barry Lyndon (1975, 177 Minuten)

– mit Ryan O’Neal, Marisa Berenson, Hardy Krüger
Die NASA half Kubrick für diesen Film spezielle Linsen zu entwickeln, damit einige Szenen des Films ausschließlich bei Kerzenlicht gedreht werden konnten. Kubrick schildert den Lebensweg des jungen Iren Barry, einem ehrgeizigen Emporkömmling, der es als Falschspieler zu gesellschaftlichem Ansehen bringt, sich schließlich in einer Duellszene aber wieder ganz dem Schicksal überlässt. Kubrick lässt die Kamera malerisch die pompöse Pracht der Barockzeit kurz vor Beginn der Französischen Revolution im Stil von Tableaux vivants aufnehmen und unterlegt die Bilder mit klassischer Musik von Händel, Bach und Vivaldi.
 

 


 

6. Full Metal Jacket (1987, 116 Minuten)

– mit Matthew Modine, Vincent D’Onofrio
Als durchsickerte, dass Kubrick an einem Vietnam-Film drehte, brachte Oliver Stone „Platoon“ vorzeitig in die Kinos, was Full Metal Jacket den eigentlich verdienten Rang ablief. Der Film zeigt Gefühle verwirrter Rekruten, die mit ihren Gewehren sprechen und abgestumpft durch die brutale Routine ihrer militärischen Ausbildung in Killermaschinen verwandelt werden. Kubrick konterkariert Gewalt und Gewöhnliches; es ist ein Film auf Messers Schneide, bei dem das Lachen im Halse stecken bleiben kann, um sich in einen Würgreflex zu verdrehen.
 

 


 

7. Shining (1980, 119 Minuten)

– mit Jack Nicholson, Shelley Duvall
Mit Steadicam ausgerüstete, frei bewegliche Kameraleute filmen brutale, blutrünstige Szenen voller Kadaver und Horror in einem leerstehenden Hotel, die dem Plot von Stephan Kings Bestseller folgen. Pedantisch wiederholte Kubrick Szene um Szene, einige davon bis zu 148 Mal. Das brachte ihm den Ruf ein, ein rücksichtsloser und unberechenbarer Regisseur zu sein, der auch bewusst Schauspieler provozierte, um deren Emotionen anzuheizen oder sie sogar ganz darüber im Unklaren ließ, dass sie in einem Film mitspielten.
 

 


 

8. Dr. Strangelove (1964, 93 Minuten)

– mit Peter Sellers, Slim Pickens, Sterling Hayden
Kubricks Farce über das nukleare Wettrüsten während des Kalten Krieges. Der paranoide US-General Jack D. Ripper löst einen nuklearen Erstschlag aus. Diplomaten versuchen, das Geschehene ungeschehen zu machen. Die Schlussbilder des Films zeigen die Erde, von Atombomben zerstört, von einem sentimentalen Abgesang begleitet: „We´ll meet again“. Peters Sellers zeigt eine unübertroffene schauspielerische Glanzleistung in einer Dreifachrolle. Auch in diesem Film wirft Kubrick die Frage auf, inwieweit Menschen, die ihre Verantwortung an Maschinen oder stur mechanisch ablaufende Prozesse abgeben, notwendigerweise zugleich die eigene Vernichtung herbeiführen.
 

 


 

9. Uhrwerk Orange (1971, 131 Minuten)

– mit Malcolm McDowell, Patrick Magee, Adrienne Corri
Der Film, der die Toten Hosen zu ihrem Hit „Hier kommt Alex“ inspirierte, geht zurück auf den gleichnamigen Kultroman von Anthony Burgess. Erzählt wird die Lebensgeschichte von Alexander DeLarge, einem gewaltbereiten Jugendlichen im London der Zukunft. Kubrick verfilmt die Geschichte in Ultraweitwinkeltechnik oder Zeitlupe, untermalt sie mit Musik von Beethoven und verstärkt so mit ästhetischen Mitteln noch brutalste Gewaltszenen, was ihm damals harsche Kritik einbrachte. Der Autor des Romans lobte die filmische Umsetzung allerdings als „brillant“. Das Publikum machte den Film zu einem der größten kommerziellen Erfolge Kubricks. Wie in den meisten seiner Werke zeigt Kubrick auch hier den Menschen als Zweiweltenwesen: einerseits mechanisch wie ein Uhrwerk, andererseits süß wie eine Orange.
 

 


 

10. 2001: Odyssee im Weltall (1968, 143 Minuten)

– mit Keir Dullea, Gary Lockwood, William Sylvester
Ein Jahr, bevor der erste Mensch den Mond betrat, brachte Kubrick seinen wohl legendärsten Film in die Kinos. Eine von ihm inszenierte, genresprengende Kosmologie und Schilderung der Evolution vom Affenmenschen zum Astronauten, der Konkurrenz des Menschen mit künstlicher Intelligenz, die in Gestalt von HAL ein Eigenleben entwickelt und tötet, um ihre Abschaltung zu verhindern. Über schier endlose, intergalaktische Strecken kommt dieser Film fast ohne Text aus. Untermalt werden die Bilder von Richard Strauss „Also sprach Zarathustra“ oder „Atmosphères“ von György Ligeti. Im wahrsten Sinne zeitlos: die im Flug festgehaltene Metamorphose eines Knochens aus der Urzeit in einen durch den All kreisenden Satelliten.
 

 

Foto: Bettmann / Kontributor / Getty Images

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