Schalte deine Produktivitätskiller ab!

Schalte deine Produktivitätskiller ab!

Schalte deine Produktivitätskiller ab!

Die Sonne geht schon wieder unter – und du hast das Gefühl, nichts geschafft zu haben, obwohl du doch den ganzen Tag etwas gemacht hast? Offene Baustellen hier, Liegengebliebenes da … und keinen so rechten Plan, wie du das alles rechtzeitig fertig bekommen sollst? Den Produktivitätsmangel kennt sicherlich jeder. Etwas, irgendetwas, hast du definitiv gemacht, denn langweilig war dir nicht – und doch waren es anscheinend nicht die wesentlichen Dinge. Wir haben uns Gedanken über Produktivitätskiller gemacht und zeigen dir, was du unternehmen kannst, um zu schaffen, was du dir vornimmst – oder vornehmen musst.
 

Produktivitätskiller #1:
Fehlende Ziele

Stellst du dir die Frage, wozu du genau diese Aufgabe überhaupt erledigen musst? Das kann an schlichtem Motivationsmangel oder auch an fehlenden Zielen liegen. Fehlende Motivation ergibt sich wiederum oft aus nicht erkennbaren Zielen. Im Beruf solltest du versuchen, dir das Ziel klarzumachen, zu dem deine Arbeit führen wird. Was willst du mit der längst überfälligen Mail an den Kollegen erreichen? Zu welchem Meilenstein soll diese Excel-Tabelle beitragen? Privat hilft es, zu hinterfragen, was dich antreibt. Warum willst du eine neue Wohnung finden? Was wird dadurch besser? Was wird es dir bringen, deine Rechnungen sauber zu sortieren und einzuheften? Wichtig ist, dass deine Ziele erreichbar und klar formuliert sind. „Ich will die Wohnung geputzt bekommen“ reicht nicht. „Ich will die Spülmaschine einräumen, Wäsche machen und staubsaugen“ ist bereits klarer.
 

Produktivitätskiller #2:
Scheitern – und dann?

Neue Herausforderungen werden besonders gern aufgeschoben. Wir neigen dazu, erst das zu tun, was wir können, denn wir wissen, dass wir es hinbekommen. Etwas, das du noch nie gemacht hast (oder zumindest nicht oft), könnte scheitern. Davor haben wir Angst – das ist normal. Anstatt deshalb aber die Aufgabe vor dir herzuschieben, überlege dir lieber, was du tun kannst, um die Herausforderung meistern zu können. Wer kann dir helfen? Was musst du vielleicht neu erlernen? Diese Überlegungen wiederum helfen dir, kleine Ziele abzustecken, die zum Erfolg führen. Und auch wenn du scheiterst, ist das in Ordnung, denn du kannst danach wieder aufstehen und es noch einmal versuchen.
 

Produktivitätskiller #3:
Planlose Vorhaben

Den längst überfälligen Wohnungsputz musst du natürlich nicht minutiös vorplanen. Wenn du aber merkst, dass du planlos mitten in der Wohnung stehst und gar nicht weißt, womit du am besten beginnst, könnte dir etwas Planung aber durchaus helfen. Du weißt, was du erreichen oder schaffen willst? Gut! Jetzt stellt sich die Frage, wie du das anstellen möchtest. Wo fängst du an? Was brauchst du dafür? Kann dir jemand helfen, sei es durch aktive Mithilfe oder sein Wissen? Wie willst du grob Schritt für Schritt vorgehen?
 

Produktivitätskiller #4:
Aufschieberitis

Fernseher, Couch oder Lieblingsbuch sind doch so viel spannender als die Aufgabe, die du eigentlich erledigen wolltest. Das Bett ist so schön warm, aufstehen kannst du doch auch fünf Minuten später noch. All das wird als Prokrastination bezeichnet, sie ist eine unserer Königsdisziplinen. Denn mehr als liegen oder sitzen bleiben und weiter das tun, was Spaß macht, brauchen wir dabei nicht zu tun. Gegen die Aufschieberei hilft leider nur eines: Disziplin. Wenn du merkst, dass du eine Aufgabe aufschiebst, zwinge dich dazu, die Aufschieberei zu beenden. So weit, so gut. Und jetzt überlegst du dir, warum du die Herausforderung aufgeschoben hast, nämlich mithilfe von Produktivitätskiller #5.
 

Produktivitätskiller #5:
Ablenkungen und ihre Hintergründe

Du bekommst im Job eine spannende Aufgabe und erledigst zunächst alles andere, was noch zu tun ist. Wenn das dringend ist, ist das okay, meistens aber schiebst du damit deine neue Aufgabe vor dir her. Zu Hause bleibst du lieber im Bett oder schaust noch „5 Minuten“ (eine Stunde) fern, bevor du merkst, dass es jetzt auch schon zu spät ist, um aus dem Haus zu gehen. All das hat andere Gründe als Faulheit, auch wenn diese manchmal sicherlich eine Rolle spielt. Frage dich: Warum willst du jetzt lieber das tun, anstatt deine Aufgabe hinter dich zu bringen und dich dann zu belohnen? Finde eine Lösung für deine Begründung – sie macht es dir leichter, produktiv an die Herausforderung heranzugehen.
 

Zeit sparen & mehr erreichen

 

Produktivitätskiller #6:
Multitasking oder zu viel auf einmal

Längst hat die Forschung bewiesen, dass Frauen multitasken können und Männer nicht. Schön und gut. Wir Frauen müssen niemandem mehr etwas beweisen und sollten das auch nicht. Zwei oder mehr Dinge gleichzeitig zu erledigen mag sich produktiv anhören, denn dann sind ja auch zwei Dinge gleich erledigt. Aber vermutlich schlechter, als wenn du eins nach dem anderen gemacht hast. Multitasking geht vielleicht beim Putzen und anderen einfachen Tätigkeiten. Schlecht ist es aber, wenn du Konzentration aufbringen musst. Dann bist du tatsächlich produktiver, wenn du dich erst einer Sache und dann der anderen widmest.
 

Produktivitätskiller #7:
Die Arbeitsumgebung

Das Genie beherrscht das Chaos und du fühlst dich an deinem etwas chaotischen Arbeitsplatz ganz wohl? Wenn es um produktive Arbeit geht, sind wir Menschen aber alle erschreckend gleich: wir brauchen eine aufgeräumte, möglichst ablenkungsfreie Umgebung, in der wir alles schnell finden. Probiere es aus. Räume deinen Schreibtisch so sauber und strukturiert wie nur möglich auf und beobachte, was sich tut. Wahrscheinlich ist es anfangs ungewohnt, wenn du nicht der ordentliche Typ bist, doch dir wird auffallen, dass du allein dadurch eine ganz andere Motivation an den Tag legst. Vielleicht gibt es auch weniger Ablenkungen wie der verloren geglaubte Kuli, der unter einem Berg Zettel auf einmal wieder auftaucht – und dich gedanklich aus der Arbeit reißt. Dasselbe gilt übrigens auch für den Desktop deines PCs …
 

Produktivitätskiller #8:
Schwächen alleine abarbeiten

Du kannst gut mit Excel, aber Designfragen sind nicht dein Fall? Du kannst toll organisieren, Zahlen sind dennoch nicht deine Welt? Es gibt kaum jemanden, der alles beherrscht. Viele von uns versuchen aber trotzdem, alles alleine zu machen. Erkenne lieber deine Schwächen und versuche, genau diese Aufgaben an andere auszulagern, die sie besser erledigen können. Dadurch machst du den Teil, der dir eher liegt und in dem du wahrscheinlich von ganz allein produktiver bist.
 

Produktivitätskiller #9:
Zu große Herausforderungen

Es tut gut, sich Aufgaben anzunehmen, die neu sind. So kommt keine Langeweile auf, du kannst wachsen und lernen. Wer sich viel zutraut, wird es aber sicher irgendwann erleben, dass die angenommene Herausforderung doch etwas viel ist. Leider wollen sie es sich dann nicht eingestehen, denn das könnte ein Scheitern bedeuten. Erstens ist das aber nicht schlimm, zweitens kannst du dann Hilfe bekommen (und auf diese Weise dazulernen) und drittens schiebst du die Aufgabe eher vor dir her, wenn du dich ihr im Nachhinein doch nicht gewachsen fühlst. Erkenne also, wenn eine Herausforderung dich überfordert – und sprich darüber.
 

Produktivitätskiller #10:
Fehlende Pausen

Ein Vollzeitjob bedeutet acht Stunden am Tag, die kann aber niemand ohne Pausen durchhalten. In manchen Berufen sind Pausenzeiten daher sogar gesetzlich vorgeschrieben. Selbst, wenn außer dir niemand auf ihre Einhaltung achtet, solltest du das deiner Produktivität zuliebe tun. Fünf Minuten alle paar Stunden reichen – sobald du merkst, dass du unproduktiv wirst. Steh kurz auf, mach Dehnübungen, bereite dir einen Tee zu oder geh an die frische Luft. Wichtig ist, dass du etwas anderes als das tust, womit du dich gerade beschäftigt hast. Das kurze Abschalten hilft, produktiv wieder weiterzumachen.
 

Produktivitätskiller #11:
Hilfsbereitschaft

Jeder liebt den Kollegen, den man um alles bitten kann und er macht das schon. Natürlich, denn dadurch können sich alle anderen produktiv ihren anderen Aufgaben richten – du hilfst ihnen ja, indem du ihnen alles abnimmst, worum sie dich bitten. Viele von uns, gerade Frauen, können schlecht nein sagen. Probiere es aus: Wenn du merkst, dass du zu viel für andere übernommen hast, sag beim nächsten Mal „nein“ und dass du jetzt keine Zeit hast. Anfangs mag das für die anderen vielleicht ungewohnt sein, du selbst kommst aber wieder mit deiner eigenen Arbeit voran und öffnest nicht eine Baustelle nach der anderen.
 

Produktivitätskiller #12:
Essen, Schlaf und Bewegung

Wer seelischen Stress hat, den wir fast alle haben, hat körperlichen Stress. Dieser muss wieder abgebaut werden. Am besten geht das durch Bewegung, sei es echter Sport oder nur ein ruhiger Spaziergang. Dadurch wird Adrenalin abgebaut und du entspannst dich. Angestauter Stress kann dich dagegen so blockieren, dass du gar nichts mehr produktiv bewältigen kannst. Genauso wichtig sind ausreichend Schlaf und gesundes Essen. Unausgeschlafen funktioniert dein Körper nicht auf Hochtouren, was du ihm aber wahrscheinlich abverlangst. Gesunde Ernährung wiederum stärkt dein Immunsystem, das durch starken Stress in Mitleidenschaft gezogen wird. Und wer kann schon großartig produktiv sein, wenn das Immunsystem ständig kleine Infekte und Erkältungen durchlässt? Ein starkes Immunsystem dagegen führt zu körperlichem Wohlbefinden und auch das sorgt dafür, dass für Produktivität die richtigen Grundvoraussetzungen gegeben sind.

 

Fotos: gpointstudio, karandaev/iStock.com

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